Kurt Tucholsky, 1890-1935

Da ist nun unser Osterhase!
Er stellt das Schwänzchen in die Höh´
und schnuppert hastig mit der Nase
und tanzt sich einen Pah de döh!

Dann geht er wichtig in die Hecken
und tut, was sonst nur Hennen tun:
Er möchte sein Produkt verstecken,
um sich dann etwas auszuruhn.

Das gute Tier! Ein dicker Lümmel
nahm ihm die ganze Eierei
und trug beim Glockenbammelbimmel
sie zu der Liebsten nahebei.

Da sind sie nun. Bunt angemalen
sagt jedes Ei: “Ein frohes Fest!
Doch unter ihren dünnen Schalen
liegt, was sich so nicht sagen lässt.

Iss´ du das Ei! Und lass dich küssen
zu Ostern und das ganze Jahr…
Iss´ nun das Ei! Und du wirst wissen,
was drinnen in den Eiern war!

Der Brauch, Kürbisse zum Halloween-Fest aufzustellen, stammt aus Irland. Dort lebte einer Sage nach der Bösewicht Jack Oldfield. Dieser fing durch eine List den Teufel ein und wollte ihn nur freilassen, wenn er Jack Oldfield fortan nicht mehr in die Quere kommen würde.

Nach Jacks Tod kam er aufgrund seiner Taten nicht in den Himmel, aber auch in die Hölle durfte Jack natürlich nicht, da er ja den Teufel betrogen hatte. Doch der Teufel erbarmte sich und schenkte ihm eine Rübe und eine glühende Kohle, damit Jack durch das Dunkel wandern könne.

Der Ursprung des beleuchteten Kürbisses war demnach eigentlich eine beleuchtete Rübe, doch da in den USA Kürbisse in großen Mengen zur Verfügung standen, höhlte man stattdessen einen Kürbis aus. Dieser Kürbis war seither als Jack O’Lantern bekannt. Um böse Geister abzuschrecken, schnitt man Fratzen in Kürbisse, die vor dem Haus den Hof beleuchteten.

US-amerikanische Halloweenbräuche verbreiteten sich von Frankreich ausgehend im Verlauf der 1990er Jahre nach Europa. Heute erfreuen sich die abgewandelten Bräuche zunehmender Beliebtheit auch im deutschsprachigen Raum. Das Umherziehen der Kinder von Tür zu Tür, das klassische „Süßes oder Saures“ (Trick or Treat – Streich oder Leckerbissen), wird fast ausschließlich am Abend des 31. Oktober selbst praktiziert. Verkleidungen sind zu Halloween sehr beliebt. Kinder wie Erwachsene verkleiden sich als Feen, Fledermäuse, Geister, Hexen, Kürbisse, Skelette, Zombies, Tote, Vampire und Ähnliches.

Mit steigender Popularität des Festes wird immer mehr Kritik laut. In Deutschland wird kritisiert, dass die alten Bräuche, beim evangelischen Martinisingen am 10. oder beim katholischen Martinssingen am 11. November an den Haustüren Lieder zu singen und als Belohnung Gebäck, Früchte oder Süßigkeiten zu bekommen, von der Drohung „Süßes oder Saures“ verdrängt werden.

Ebenso wird die vermehrte Kommerzialisierung beklagt, sowie Vandalismus durch Häuserschmierereien oder Eierwürfe, die zu Einsätzen der Polizei an Halloween führen. Manche evangelische Christen bedauern das zeitliche Zusammentreffen mit dem Reformationstag, der am gleichen Tag an die Reformation erinnern soll.

Quelle: Wikipedia

An Ostern gehören Stockholms Straßen den Hexen.

Es ist alte Tradition, dass schwedische Kinder sich am Gründonnerstag und an den Feiertagen als Påskkärring (Osterweiber) verkleiden und um die Häuser ziehen. Sie laufen mit langen Röcken und Kopftüchern durch die Straßen und betteln an den Türen um Süßigkeiten, als „Bezahlung“ überreichen sie selbstgemalte Osterbilder.

Der Brauch hat seine Wurzeln angeblich in der Zeit der Hexenverfolgung. Man glaubte damals, dass sich die Hexen am Gründonnerstag auf dem Blåkulla (schwedisches Gegenstück zum Brocken oder Blocksberg) zum Festschmaus treffen. Im gleichberechtigten Schweden kann das Osterweibchen übrigens auch männlich sein.

In einem weiteren schwedischen Osterbrauch gehen Frauen nachts heimlich und schweigend an eine Quelle, um das Osterwasser zu holen. Schaffen sie es, dabei nicht gesehen zu werden und mit dem Wasser ihren Liebsten zu benetzen, dann erobern sie damit seine Liebe.

Ostern wird mit Feuerwerk und Lärm gefeiert. Die „Osterhexen“ werden symbolisch am Osterfeuer verjagt.
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Quelle: Wikipedia

Eugen Roth zum Münchner Oktoberfest:

Wo ungeheure Blechmusiken
den Lärm durch Rauch und Bierdunst schicken,
und wo die Menge brausend schwillt,
vom Bier zum Teil schon ganz erfüllt,
teils erst vom Wunsch, erfüllt zu werden,
doch durchweg selig schon auf Erden.
Es laufen Kellnerinnen emisg
durch alle Reih´n, wo wild und bremsig
die Menge ohne Unterlaß
sich heiser schreit nach einer Maß.
Zwölf Krüge an der Brüsten säugend
wirkt solche Wunschmaid überzeugend.

Quelle: Eugen Roth – Das Oktoberfest, 1966

Mindestens 100 000 Küsse verteilen wir im Laufe unseres Lebens, wir küssen also mehr als 76 Tage am Stück, denn Küssen macht Spaß, ist gesund und macht auch noch schön.

Ein kleiner Kuss kann uns in Hochstimmung versetzen. Beim Küssen werden unzählige Glückshormone freigesetzt, das Immunsystem wird gestärkt, 30 verschiedene Gesichtsmuskeln werden aktiviert. Das strafft und glättet die Haut.

Eine Untersuchung der amerikanischen Gesellschaft für Sexualverhalten in Los Angeles hat ergeben:

Wer oft küsst und geküsst wird, der lebt länger.

Bis zu fünf extra Jahre sind möglich!

Jeder küsst anders.

So drückt der Romantiker seine Küsse zaghaft auf die Lippen und flüstert Liebesschwüre. Den Anfänger erkennt man an seiner unbeherrschten Zungenakrobatik und daran, dass er mehr Flüssigkeit hinterlässt als beabsichtigt. Der Poser küsst gern vor Publikum. Er hält beim Küssen die Augen offen, er möchte sehen, ob er Eindruck macht – auf seine Angebetete und die Umwelt. Der leidenschaftliche Küsser, genießt, was er tut, berührt zart, beißt sanft zu. Er sei ideal für ein Abenteuer, aber kein Garant für Treue. Vollen Körpereinsatz kann man vom Lässigen nicht erwarten, er hält sein Getränk in der Hand oder schielt aufs Handy. Der Lässige hat gern die Angebetete auf dem Schoß und lässt sie die Arbeit machen.

Küssen ist eine Kunst, die mit ein bisschen Herzblut jeder erlernen kann. Wer richtig küsst, bringt das Feuer der Leidenschaft zum Glühen.

Es ist ein Spiel mit der Lust, der Begierde und auch ein bisschen mit Kontrolle und dem Verlust eben dieser. Zart und sanft sollte man mit dem Mund wie mit einer zerbrechlichen Kostbarkeit umgehen und genüsslich davon naschen.

Also, viel Spaß beim Küssen und das hoffentlich nicht nur am Welttag des Kusses.