Denis Scheck_1Seit zehn Jahren bringt Denis Scheck uns Autorinnen und Autoren und wichtige Bücher nahe, warnt vor Schrottprosa und zeigt in seiner abseits von Elfenbeintürmen und Dichterklausen angesiedelten Sendung, dass Literatur auch im 21. Jahrhundert ein internationales Leitmedium ist, heißt es in der Ankündigung zur Jubiläumssendung am 24.02.2013 um 23.35 Uhr in der ARD.

Die 60-minütige Jubiläumssendung 2013 spielt auch auf der ganzen Welt. Denis Scheck fliegt einmal um den Globus und trifft herausragende Persönlichkeiten der Weltliteratur:

Martin Walser spricht mit dem Literaturkritiker über das Leben als Reise und deutsche Glaubensgewissheiten, die als Ballast zurückbleiben müssen.

In Paris diskutiert Scheck mit dem Schriftsteller-Ehepaar Siri Hustvedt und Paul Auster über Kunst im Kapitalismus und die Chancen, mit Literatur auf die Gesellschaft einzuwirken.

In Edinburgh erfährt er von Joanne K. Rowling, ob Geld frei macht, wie man mit Romanen Hollywood Paroli bietet und dass Sie ein Comeback von Harry Potter nicht ausschließt.

In Toronto lässt er sich von der Kanadierin Margaret Atwood über Länder- und Geschlechtergrenzen aufklären.

In Kapstadt spricht er mit dem gebürtigen Somalier Nuruddin Farah über Literatur der sogenannten ersten und dritten Welt und ob die engagierte Literatur wirklich am Ende ist.

Und in Tokio schließlich trifft Denis Scheck auf den genialen Manga-Zeichner Jiro Taniguchi und lässt sich von ihm in eine Literatur jenseits der Sprache entführen, in deren Alptraumrepertoire die Katastrophe von Fukushima längst vorausgeahnt wurde.

Auch diesmal überrascht „Druckfrisch“ dank Realisator Andreas Ammer mit ungewöhnlichen und abenteuerlichen Drehorten auf einem Planeten, der von Gegensätzen lebt und gleichzeitig an ihnen leidet: Megacitys und Wüsten, Wohlstand und Verfall.

Und als einmalige Zugabe nur in der Jubiläumssendung: Denis Scheck empfiehlt die besten Bücher übers Reisen sowie aus der heiligen Stadt Jerusalem die meistverkauften Romane seit Erfindung des Buchdrucks.

Quelle: Druckfrisch

 

Denis Scheck_1Liebe Literaturfreunde,
… was ist lesenswert? Und was sollten wir uns sparen, erklärt uns Denis Scheck am Sonntag, 27. Januar 2013, um 23:35 Uhr im Ersten auf seine einzigartige Weise.

Denis Scheck trifft Hilary Mantel, die in „Falken“ englische Geschichte lebendig werden lässt. Poetisch wird’s mit Gerhard Falkners „Pergamon Poems„. Als Empfehlung dieses Mal: „Das große Hobbit Buch“ in der von Douglas A. Anderson kommentierten Ausgabe.

Die Bücher der Sendung

Falken von Hilary Mantel

FalkenKurzbeschreibung
Erscheinungstermin: 25. Februar 2013 im Dumont Buchverlag
„Sieh meinen Sohn Thomas böse an, und er sticht dir ein Auge aus. Stell ihm ein Bein, und er schneidet es dir ab“, sagt sein Vater über den jungen Cromwell. 35 Jahre später hat Thomas Cromwell die bescheidenen Verhältnisse des Elternhauses hinter sich gelassen. Sein Aufstieg am Hofe von Henry VIII verläuft parallel mit dem von Anne Boleyn, Henrys zweiter Frau, deretwegen dieser mit Rom gebrochen und eine eigene Kirche gegründet hat. Doch Henrys Verhalten hat England ins Abseits manövriert, und Anne konnte ihm keinen Thronfolger gebären. In Wolf Hall verliebt sich der König in die stille Jane Seymour. Cromwell begreift, was auf dem Spiel steht: das Wohl der gesamten Nation. Im Versuch, die erotischen Fallstricke und das Gespinst der Intrigen zu entwirren, muss er eine „Wahrheit“ ans Licht bringen, die Henry befriedigen und seine eigene Karriere sichern wird. Doch weder Minister noch König gehen unbeschadet aus dem blutigen Drama um Annes letzte Tage hervor. Falken ist die kühne Vision einer Tudor-Gesellschaft, deren Schatten bis in unsere Zeit reicht. Und es ist das Werk einer großen Autorin auf der Höhe ihres Könnens.

Pergamon Poems: Gedichte + 5 Clips auf DVD von Constantin Lieb (Herausgeber), Andreas Töpfer (Illustrator), Gerhard Falkner (Autor), Felix von Boehm (Produzent), Mark Anderson (Übersetzer)

Pergamom PoemsKurzbeschreibung
Erscheinungstermin: Juli 2012 bei KOOKbooks
Die griechischen Götter und Giganten waren die Superhelden der Antike. Wie ein monumentaler 3D-Comic erzählt der berühmte Pergamonfries ihre Geschichten. In Marmor gebannte Energie. Diese Energie nimmt Gerhard Falkner in seinem jüngsten Projekt, den Pergamon Poems, mit Verve auf und bringt Bewegung ins Gedicht. Defragmentierung der alten Platten. Pulsierende Reappropriation statt Antikenkitsch. Superhelden revisited. „Alles ist Impuls.“ Impulsgeber für die Pergamon Poems waren auch die Regisseure Constantin Lieb und Felix von Boehm. Im Auftrag der Staatlichen Museen zu Berlin sollten sie Poesie-Clips über den Pergamonaltar erstellen und luden Gerhard Falkner zur Mitwirkung ein. Die bisherigen Reaktionen sind euphorisch. Seit ihrer Veröffentlichung Anfang April 2012 werden die Mini-Filme als ganz neue Form des Poetry-Clips gefeiert. So schreibt Gustav Seibt in der Süddeutschen Zeitung: „Selten sieht man, wie genial sich das älteste Medium der Menschheit, die mündliche Dichtung, mit ihrem jüngsten, dem Videokanal, verbünden kann. Angeblich ist der Pergamon-Altar angeregt durch Verse Homers, die von den Wohnungen der Götter handeln. Gerhard Falkner schlägt diesen Bogen zurück und macht den Berliner Marmorsturm zum Anlass neuer Dichtung: klassischer und gegenwärtiger geht es nicht.“ Neben den Gedichten im deutschen Original umfasst das Buch Übersetzungen ins Englische von Mark Anderson, fotografische Abbildungen sowie die aus fünf der Gedichte entstandenen Clips, eingesprochen von Schauspielern der Berliner Schaubühne, auf DVD.

Das große Hobbit-Buch: Der komplette Text mit Kommentaren und Bildern von Douglas A. Anderson

Das große Hobbit BuchKurzbeschreibung
Erscheinungstermin: 23. April 2012 bei Klett-Cotta
Für Hobbitologen und solche, die es werden wollen: die große kommentierte Ausgabe
Der komplette Text von „Der Hobbit“ mit Hintergründen aus dem Tolkien-Legendarium und reichem Bildmaterial, kommentiert von Tolkien-Forscher Douglas A. Anderson.Der komplette Text von „Der Hobbit“ mit Hintergründen aus dem Tolkien-Legendarium und reichem Bildmaterial, kommentiert von Tolkien-Forscher Douglas A. Anderson.
75 Jahre nach dem ersten Erscheinen des „Hobbit“ liegt Andersons historisch-kritische Ausgabe zum ersten Mal auf Deutsch vor. Ein Meilenstein, der die zahlreichen literarischen Einflüsse der vielschichtigen Erzählung offenlegt, Personen, Schauplätze und Gegenstände erklärt und den visionären Autor gleichsam bei der Arbeit zeigt. Es enthält die Originalkarten und Farbtafeln, den Volltext mit „Die Fahrt zum Erebor“ und vieles mehr.
„Faszinierend … macht aus dem Hobbit ein regelrechtes Tolkien-Handbuch!“ Washington Post
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Die Musik zur Sendung wird wie immer erst nach der Sendung verraten. Denis Scheck kommentiert die Spiegel-Bestseller aus dem Genre „Sachbuch“.

Sende- und Wiederholungstermine: Sonntag, 27.01.13 um 23:30 Uhr, Das Erste und Montag, 28.01.13 um 15:00 Uhr, EinsPlus

Quelle: Druckfrisch

Heute heißt es um 23.35 Uhr wieder “Druckfrisch – Neue Bücher mit Denis Scheck” im Ersten.

Denis Scheck trifft Nicholson Baker und spricht mit ihm über Genitaltransfer, Peniswaschanlage und Stöhnzimmer – Themen, die Nicholson Baker in seinem heiteren Roman „Haus der Löcher“ behandelt.

Kurzbeschreibung
Das Haus der Löcher ist prickelnd erotisch: Wo sonst spielt Rimski-Korsakow eine Symphonie direkt auf unserem sensiblen Oberschenkel? Wo treiben wir es, umsprungen von Bergzebras, auf luftigen Felsspitzen? Oder werden, sanft gebettet, durch eine Peniswaschanlage geschoben?

Was ist das Haus der Löcher für ein Ort? Nicholson Baker, Spezialist für ungewöhnliche Erotik («Vox», «Die Fermate»), hat ihn entdeckt. Es ist ein Resort, küstennah, sonnenbeschienen, luxuriös, mit angeschlossenem Vergnügungspark, ein Ort, wie wir ihn uns erträumen, ein Ort, an dem unsere geheimsten sexuellen Wünsche erfüllt werden, sogar solche, die wir nie zu wünschen wagten. Und wie kommen wir hin? Na, so ähnlich wie Alice ins Wunderland: etwa durch das Loch im dritten Trockner von links im Waschsalon um die Ecke; durch das im Trinkhalm unseres Cocktails – oder einfach, indem wir dieses Buch aufschlagen und kopfüber eintauchen.

Mit Jan Peter Bremer spricht Denis Scheck über „Der amerikanische Investor„, in dem der Autor einen armen Poeten mit Schreibblockade am Turbokapitalismus und an der Gentrifizierung scheitern lässt.

Kurzbeschreibung
Vor sich eine weiße Wand und die herausfordernd leere Seite seines Notizhefts, ringt ein Schriftsteller um den ersten Satz. Und weil sich der an diesem heißen Berliner Sommertag partout nicht einstellen will, springt er auf, kontrolliert zum hundertsten Mal, ob sich der Zustand seiner Wohnung wieder verschlechtert hat: Das alte Mietshaus, in dem er mit seiner Frau und zwei Kindern lebt, wird von dem neuen amerikanischen Investor saniert, und nun senken sich die Böden ab. Die Wände zeigen Risse, und ist nicht sein ganzes Leben seitdem buchstäblich in eine Schieflage geraten? Er beschließt, dem amerikanischen Investor einen Brief zu schreiben. Natürlich führt auch dieser neue Plan zwangsläufig zur weißen Seite zurück, und je stärker und empathischer sich der Schriftsteller auf der Suche nach dem richtigen Einstieg in seinen Adressaten hineinversetzt, von dem er kaum mehr weiß, als dass dieser ständig in seinem Flugzeug die Welt umkreist, desto unbarmherziger wird er auf die eigene Lebenssituation zurückgeworfen. Furios und unentwegt Volten schlagend, entwickelt Jan Peter Bremer Szenen von aberwitziger Komik und erweist sich einmal mehr als Meister der hochprozentigen Parabel.

Denis Scheck empfiehlt den zweiten Teil der „Königsmörder-Chronik – Die Furcht des Weisen“ von Patrick Rothfuss. Schon der erste Teil, der unter dem Titel „Die Name des Windes“ im Jahr 2008 erschienen ist, hat Denis Scheck begeistert: „Für mich ist Der Name des Windes die überzeugendste Fantasy seit Tolkiens Der Herr der Ringe, ein Roman von Musik und Magie, der sich wie eine Kreuzung aus Bob Dylan und Jack Vance liest,“ lautete sein Fazit.

Kurzbeschreibung
Eine Intrige zwingt Kvothe die arkanische Universität zu verlassen. Seine Suche nach den sagenumwobenen Chandrian, die seine Eltern getötet haben, führt ihn an den Hof von Maer Alveron, und weiter zu den sturmumwogten Hügeln von Ademre. Schließlich gelangt er in das zwielichtige Reich der Fae, wo er der sagenumwobenen Felurian begegnet, der bisher noch kein Mann widerstehen konnte … Eine Geschichte voller Poesie und Musik, voller Leidenschaft, aber auch voller Intrigen, dunkler Geheimnisse und Magie. Dieser zweite Band von »Der Name des Windes« steckt wieder voller neuer Geschichten und Ideen von Patrick. Der Band ist daher so umfangreich geworden, dass man ihn teilen musste in zwei Bände – »Die Furcht des Weisen 1« und »Die Furcht des Weisen 2«. Mit »Die Furcht des Weisen« legt Patrick Rothfuss den zweiten Teil der Königsmörder-Chronik-Trilogie vor, der in den USA bei Kritikern und Fantasylesern begeistert aufgenommen wurde und schon bald einen der vorderen Plätze in der New York Times Bestsellerliste belegte. 2007 wurde Patrick Rothfuss für seinen Roman »Der Name des Windes« mit dem Quill Award sowie dem Pulishers Weekly Award für das beste Fantasy-Buch des Jahres ausgezeichnet.

Und zuletzt kommentiert Denis Scheck Christian Krachts neuen umstrittenen Roman „Imperium„.

Kurzbeschreibung
Eine deutsche Südseeballade. In »Imperium« erzählt Christian Kracht eine Aussteigergeschichte in den deutschen Kolonien der Südsee, indem er virtuos und gut gelaunt mit den Formen des historischen Abenteuerromans eines Melville, Joseph Conrad, Robert Louis Stevenson oder Jack London spielt. Die Welt wollte er retten, eine neue Religion stiften, gar ein eigenes Reich gründen – eine Utopie verwirklichen, die nicht nur ihn selbst, sondern die Menschheit erlöst, fernab der zerstörerischen europäischen Zivilisation, die gerade aufbricht in die Moderne und in die Katastrophen des Ersten und Zweiten Weltkriegs. Doch in der Abgeschiedenheit der Südsee, in einer Kolonie des wilhelminischen Deutschland, gerät ein von einem vegetarischen Spleen besessener Sonnenanbeter in eine Spirale des Wahnsinns, die die Abgründe des 20. Jahrhunderts ahnungsvoll vorwegnimmt. In seinem vierten Roman zeichnet Christian Kracht die groteske, verlorene Welt von Deutsch-Neuguinea, eine Welt, die dem Untergang geweiht ist und in der sich doch unsere Gegenwart seltsam spiegelt. Zugleich aber ist Christian Krachts „Imperium“ eine erstaunliche, immer wieder auch komische Studie über die Zerbrechlichkeit und Vermessenheit menschlichen Handelns.

Auf dem Prüfstand landen in dieser Sendung die Top Ten der Spiegel-Bestsellerliste – Belletristik.

Quelle: DasErste – Druckfrisch

Am kommenden Sonntag, den 23. Oktober 2011, heißt es wieder “Druckfrisch – Neue Bücher mit Denis Scheck” im Ersten.

Denis Scheck spricht mit Sibylle Lewitscharoff über den Philosophen Hans Blumenberg und mit Philip Roth über das Leben in Amerika und das Schreiben an sich. Die ganz persönliche Empfehlung von Denis Scheck und Stargast Umberto Eco lautet: Dante lesen!

Die Macher von „Druckfrisch“, Andreas Ammer und Denis Scheck, haben den Deutschen Fernsehpreis 2011 in der Kategorie „Besondere Leistung Information“ erhalten.

„Intelligent und immer mit einem Schuss Selbstironie spricht Literaturkritiker Denis Scheck mit Autorinnen und Autoren über ihre Erfahrungen, Hoffnungen und Befürchtungen, ihre Ansichten über Leben und Tod – und natürlich über ihre neuen Bücher“, heißt es in der Begründung der Jury.

Bücher

Blumenberg von Sibylle Lewitscharoff

Denis Scheck führt ein Gespräch mit Sibylle Lewitscharoff über ihren großartigen neuen Roman, in dem ein Löwe im Arbeitszimmer des Philosophen Blumenberg auftaucht und so, ohne eigentlich etwas zu tun, die Welt verändert.

Kurzbeschreibung
Groß, gelb, gelassen: mit berückender Selbstverständlichkeit liegt eines Nachts ein Löwe im Arbeitszimmer des angesehenen Philosophen Blumenberg. Die Glieder bequem auf dem Bucharateppich ausgestreckt, die Augen ruhig auf den Hausherrn gerichtet. Der gerät, mit einiger Mühe, nicht aus der Fassung, auch nicht, als der Löwe am nächsten Tag in seiner Vorlesung den Mittelgang herabtrottet, sich hin und her wiegend nach Raubkatzenart. Die Bänke sind voll besetzt, aber keiner der Zuhörer scheint ihn zu sehen. Ein raffinierter Studentenulk? Oder nicht doch viel eher eine Auszeichnung von höchster Stelle – für den letzten Philosophen, der diesen Löwen zu würdigen versteht? Das Auftauchen des Tieres wirkt in mehrerlei Leben hinein, nicht nur in das Leben Blumenbergs. Ohne es zu merken, gerät auch eine Handvoll Studenten in seinen Bann, unter ihnen der fadendünne Gerhard Optatus Baur, ein glühender Blumenbergianer, und die zarte, hochfahrende Isa, die sich mit vollen Segeln in den Falschen verliebt. »Blumenberg« ist nur nebenbei eine Hommage an einen großen Philosophen, vor allem ist es ein Roman voll mitreißendem Sprachwitz, ein Roman über einen hochsympathischen Weltbenenner, dem das Unbenennbare in Gestalt eines umgänglichen Löwen begegnet.

Nemesis von Philip Roth

Zwar hat er auch in diesem Jahr wieder nicht den Nobelpreis bekommen, aber Philip Roth ist dennoch einer der größten Schriftsteller unserer Zeit. Denis Scheck unterhält sich mit ihm über New York, über Leben und Schreiben, über Gott und die Welt und natürlich über seinen letzten Roman „Nemesis“.

Kurzbeschreibung
Eine schreckliche Epidemie bedroht im brütend heißen Sommer von 1944 die Einwohner von Newark: Polio. Der Sportlehrer Bucky Cantor kümmert sich hingebungsvoll um seine Schüler. Nach Ausbruch der Krankheit versucht er, in einer von Angst, Panik und Leid gezeichneten Situation die Ruhe zu bewahren, doch vergeblich. „Nemesis“ ist die Geschichte eines jungen Mannes in Amerika mit besten Absichten, der einen aussichtslosen Kampf führt. In seinem neuen Meisterwerk zeichnet Roth mit bestechender Präzision und großer Einfühlungsgabe jeden Schritt von Cantors Weg in die persönliche Katastrophe.

Commedia (Göttliche Komödie): I.Commedia. In deutscher Prosa von Kurt Flasch. II.Einladung, Dante zu lesen von Dante Alighieri und Kurt Flasch

Dieses Mal gibt es eine ganz persönliche Empfehlung von Denis Scheck und Stargast Umberto Eco: Dante lesen! Im Fokus steht dabei Kurt Flaschs Neuübersetzung von Dantes „Commedia“, erschienen zusammen mit dem Band „Einladung, Dante zu lesen“.

Kurzbeschreibung
Dantes Commedia ist wie der Dom, der zu seiner Zeit in Florenz entstand.: Zahllose Ein- und Ausgänge führen unter eine große Kuppel, in der die Geschichten und Figuren, die Biographien und das Wissen ihrer Zeit unendlich nachhallen. Seine „Commedia“ durchmisst den gesamten metaphysischen Kosmos der damaligen Zeit – Hölle, Fegefeuer und Paradies – und durcheilt gleichzeitig die dunklen Gassen und verschwiegenen Hintertreppen seiner Zeit. Das Buch war Vision wie Skandal.
Mit seiner Übertragung legt Kurt Flasch die Frucht seiner lebenslangen Dante-Bschäftigung vor. Seine elegante Sprache, seine Kunst zur plastischen Darstellung und sein enzyklopädisches Wissen greifen in einander und erschließen Dantes Kosmos neu. Kurt Flasch entdeckte, dass nicht der Vers, sondern der Satz das eigentliche Architekturelement Dantes ist und übersetzt sein Meisterwerk in eine rhythmisch federnde Prosa, die die Farben der Details, die erzählerische Brisanz seiner Stimmen hervorhebt.
In seiner „Einladung, Dante zu lesen“ führt er den Leser durch diese Welt der falschen Päpste und wahren Sünder, der antiken Liebenden und verfluchten Despoten. Hinter dem Meisterwerk und Meilenstein der europäischen Kunst entdeckte er ein Labyrinth der Geschichten und legt so die Kontur einer Epoche frei.

Der Friedhof in Prag von Umberto Eco

Ein weiterer Tipp ist Umberto Ecos neuer Roman „Der Friedhof in Prag“.

Kurzbeschreibung
Paris, 1897. Der Italiener Simonini erwacht in einer Pariser Wohnung ohne Erinnerung an die vergangenen Tage. Er beginnt Tagebuch zu schreiben, um sich von seiner Kindheit über die Erlebnisse während des Risorgimento und der Pariser Kommune an die Gegenwart heranzutasten. Doch während er schläft, kommentiert jemand seine Einträge und entlarvt Simonini nicht nur als durchtriebenen Fälscher und Agenten, sondern auch als höchst gefährlichen Antisemiten und Mitverfasser der Protokolle der Weisen von Zion. Atemberaubend virtuos spielt Umberto Eco mit historischen Fakten und literarischer Fiktion, mit Wahrheit und Fälschung, mit Identität und Erinnerung.

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Denis Scheck kommentiert weiterhin die aktuellen Spiegel-Bestseller der Belletristik.

Wiederholungstermine: EinsPlus, Mo, 24.10.11 um 19.30 Uhr und 3sat, So, 30.10.11 um 13.30 Uhr

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Quelle: DasErste

Am kommenden Sonntag, den 25. September 2011, heißt es wieder “Druckfrisch – Neue Bücher mit Denis Scheck” im Ersten.

Denis Scheck spricht mit Kristof Magnusson über die Literatur und das Leben in Island und trifft sich mit dem Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa auf ein Gespräch über sein jüngstes Werk „Der Traum des Kelten„.

Wiederholungstermine:
EinsPlus, Mo, 26.09.11 um 19.30 Uhr
3sat, So, 02.10.11 um 13.30 Uhr

Folgende Titel werden in der Sendung vorgestellt

Gebrauchsanweisung für Island von Kristof Magnusson

Dicht am Polarkreis traf sich Denis Scheck mit Kristof Magnusson, Autor und Übersetzer isländischer Literatur, auf ein Gespräch über Literatur und Leben in Island. In seiner „Gebrauchsanweisung für Island“ erzählt er von diesem „unmöglichen Land“, das sich am ehesten bei einem Schwimmbadbesuch verstehen lasse.

Kurzbeschreibung
Trolle und Elfen, heiße Quellen und Vulkane, die ganz Europa lahmlegen: Der halb deutsche, halb isländische Schriftsteller Kristof Magnusson zeigt uns das sagenhafte Island wie das alltägliche – das jüngste Land der Erde, das vom Erdbeben bis zur Finanzkrise keinen Unfug auslässt. Er kennt das Sterben der Fischerdörfer und die Landflucht, nimmt uns mit in Nationalparks und zu Sommerfestivals, bei denen die Isländer in Scharen zelten. Er verrät, wie das Nachtleben in Reykjavík und wie die isländische Schwimmbadkultur funktioniert. Warum hier jeder zwei Jobs hat und wie die Banken größer werden konnten als der Staat. Weshalb die Sagas für die isländische Kultur immer noch so wichtig sind. Und was es mit der „Kochtopfrevolution“ auf sich hat.

Der Traum der Kelten von Mario Vargas Llosa

Denis Scheck trifft den Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa auf ein Gespräch über das Leben und sein jüngstes Werk, „Der Traum des Kelten“. Vier Jahre soll er an dem Roman gearbeitet haben, der jetzt auf Deutsch erschienen ist.

Kurzbeschreibung
Gequält von Mückenstichen, Schlafentzug und Verzweiflung sitzt Roger Casement 1916 in einer Gefängniszelle im Londoner Pentonville Prison und wartet auf seine Hinrichtung. Der einstige Held ist zum Geächteten geworden. Nun erinnert sich Casement an sein Leben als Diplomat und Abenteurer, der sich dem Kampf gegen die grausamen Kolonialherren im Kongo und Amazonas gewidmet hatte. Gegen die Habgier, Brutalität und Unersättlichkeit, die die Eroberer gegenüber den Eingeborenen walten ließen.

Ernest Hemingway – Sein Leben in Bildern und Dokumenten.

Aus Anlass des 50. Todesjahrs Hemingways empfiehlt Denis Scheck eine bemerkenswerte Bildbiographie des Amerikanisten Boris Vejdovsky, die Hemingways sensationelles Leben mit sensationellen Fotos und Dokumenten spiegelt und mit klugen Texten kommentiert.

Kurzbeschreibung
„Das Geheimnis seines Stils heißt Reduktion… Er ist der Meister des hochdramatischen Schweigens, der Erfinder des schreienden Understatements. Er erzählte immer von elementaren Gefühlen und Situatonen: von Geburt und Tod, Liebe und Kampf, Treue und Verrat.“ Marcel Reich-Ranicki über Hemingway in der FAZ

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Quelle: Druckfrisch im Ersten