Nachdem Ende letzten Jahres Campino (28.11.) und Richard David Precht (16.12.) sich mit Elke Heidenreich in ihrem neuen Domizil, im Backes in der Kölner Südstadt, getroffen haben, ist nun Stefan Aust dort zu Gast.

Ab 12. Januar wird die Aufzeichnung des Treffens auf der neuen Internetplattform von Elke Heidenreich, auf litColony.de, online zu sehen sein.

Für die 4. „Weiterlesen!“-Sendung, die dann im Februar online geht, wurde bereits Charlotte Roche als Gast angekündigt.

Ein großes Staraufgebot ist also bemüht den neuen Sendeplatz von Elke Heidenreich auf litColony.de bekannter zu machen. Das scheint nötig zu sein, denn bislang haben die durchschnittlich 1 Millionen Zuschauer ihrer Literatursendung „Lesen! im ZDF“ sie im Internet noch nicht gefunden.

Während die erste Sendung mit Campino bis heute etwa 160.000 mal aufgerufen wurde, fand die Dezember-Sendung nicht einmal halb so viel Zuspruch (seit 16. Dezember rund 65.000 Aufrufe).

Trotzdem sei „Weiterlesen!“ alles andere als ein Flop, meint litcolony.de-Macher Werner Köhler. „Egal was andere sagen: Wir sind vollauf zufrieden und sogar besser gestartet als erwartet – mit insgesamt zwei Millionen Nutzern.“ Der Buchverkauf (Partner: libri.de) komme zwar nur schleppend in Gang, so Köhler: „Aber das stand für uns auch nie im Vordergrund.“

Online-Marketing soll künftig für neue Aufmerksamkeit sorgen: Die Kölner arbeiten ab sofort mit dem Portal stern.de zusammen. Elke Heidenreich werde dort zeitgleich mit jeder neuen Sendung eine Kolumne veröffentlichen, die auch auf litcolony.de verweise, erklärt Köhler. Zudem will er die Verlage stärker einbinden, „zum Beispiel indem sie in ihren Newslettern und auf ihren Internetseiten auf uns hinweisen.“

Mit Stefan Aust werden am 12.01. folgende Bücher vorgestellt:

Alles Glück kommt nie von Anna Gavalda
Kurzbeschreibung
Charles Balanda, 47, ist ein erfolgreicher Architekt und glücklich mit seinem Leben. Bis er einen Brief bekommt, in dem nur drei Worte stehen: „Anouk ist tot.“ Nichts ist mehr, wie es war. Anouk ist seine große Liebe gewesen. Sie war eine wunderbare Frau, und ihr Sohn, der hochbegabte Alexis, war sein Freund, bis … Was damals geschah, lässt Charles nicht mehr los. Er begibt sich auf Spurensuche und merkt, dass er sich nach einem ganz anderen Leben sehnt, als er es führt. Wieder beglückt die Bestseller-Autorin aus Frankreich ihre Leser mit einer wunderbaren Geschichte von atemberaubendem Realismus – ein Feuerwerk an witzigen Dialogen und unvergesslichen Szenen.

Paare von Alison Lurie
Kurzbeschreibung
Nach Jahren glücklicher Ehe erkennen Jane und Alan sich selbst kaum wieder. Als Delia und Henry auf dem Campus auftauchen, geht alles drunter und drüber. Paare ist eine Geschichte darüber, dass Fremdgehen auch für frischen Wind sorgen kann.

Über den Autorin
Alison Lurie, geboren 1926, Kindheit in New England, heute Englischprofessorin an der Cornell University in Ithaca/New York, wohnt abwechselnd in New York, Florida und London.

Marionetten von John Le Carré
Kurzbeschreibung
Hamburg nach 9/11. Ein muslimischer Terrorverdächtiger ist die Schlüssel -figur im gnadenlosen Wettlauf internationaler Geheimdienste. Der neueRo man von John le Carré erzählt von einer durch den Terror verändertenGesellschaft, in der jeder Unschuldige und Schuldige gleichermaßenStatist in einem undurchschaubaren Marionettenspiel ist.

„Marionetten erzählt davon, wie eine Politik, die mit der Angst spielt, ihre rechtsstaatliche Balance verliert… Dieser Roman führt meisterhaft vor, wie sich um ein Schlagwort eine ganze Sicherheits-Bürokratie bildet, ja sich aus dem Begriff heraus eine eigene Handlungslogik entfaltet.“ Süddeutsche Zeitung / 25.11.08/Ijoma Mangold

Payback von Margaret Atwood
Kurzbeschreibung
Der aktuelle Essay »Payback« von Margaret Atwood. Ein pointierter, literarischer, persönlicher Beitrag zur Debatte um die Banken- und Finanzwelt.
Als stille Matahari hat Michael Ondaatje die große Margaret Atwood einmal bezeichnet. Ist sie eher eine Kassandra? Wie sonst wäre es zu erklären, dass sie punktgenau zum weltweiten Platzen der Finanzblase ein Buch vorlegt, das sich mit der Voraussetzung dieser Krise auseinandersetzt: dem Prinzip von Schuld und Verschuldung, Ausgleich und Gerechtigkeit, auf dem unsere Gesellschaft gründet. Während wir in Panik ausbrechen, hektisch nach den Schuldigen für den Zusammenbruch dieses aus den Fugen geratenen Schuldensystems fahnden, erklärt uns Margaret Atwood mit faszinierender Klarheit, wie maßgeblich das Konzept der Schuld im ökonomischen und im moralischen Sinn – unser Denken und Verhalten seit Anbeginn der menschlichen Kultur prägt und bestimmt. In einer Mischung aus souveräner Lässigkeit und akribisch enzyklopädischem Ansatz verfolgt sie ihr Thema quer durch Zeiten und Disziplinen mit unwiderstehlichen Witz und beeindruckender Sachkenntnis. Nach einer so unterhaltsamen wie erhellenden Lektüre entlässt uns diese großartige Erzählerin als Philosophin mit einer zentralen Frage: Was sind wir Menschen einander, was sind wir unserem Planeten schuldig?
Draußen scheint die Sonne von Alexander Gorkow
Kurzbeschreibung
Alexander Gorkow: Seine besten Interviews aus der legendären Reihe in „SZ Wochenende“. Wer auch nur eines von ihnen liest, bemerkt sofort: Diese Interviews sind anders als andere – intensiver, lustiger, inniger, überraschender, offener. Seine Auswahl ist total subjektiv, aber dann wagt Alexander Gorkow alles. Wo andere mit vollgeschriebenen Notizblöcken anrücken, paukt sich der Leiter des ‚SZ WOCHENENDE‘ die Biographien seiner Gesprächspartner ein und rückt dann mit einem Notfall-Zettel an, auf dem höchstens fünf Fragen stehen – für den Fall peinlicher Pausen. Sein Credo lautet: ‚Wenn ich ständig auf meine Fragen schaue statt in die Augen meiner Gesprächspartner, ergibt sich kein Gespräch.‘ Der Verlauf seiner Interviews gibt ihm recht: Entweder geht alles flamboyant in die Hose (wie mit Lou Reed), oder Weltstars wie Jeanne Moreau, Sylvester Stallone oder Eric Clapton reden so offen wie selten zuvor. Oft färbt Gorkows Spontaneität auf die Interviewpartner ab, so dass plötzlich Dinge gesagt werden, die sonst der inneren Selbstzensur zum Opfer fallen: wie im Interview mit Steve Martin, bei dem Gorkow kurzfristig als Ersatz für eine Kollegin einsprang und ganz ohne Fragen dastand. Dieser Band versammelt eine Auswahl seiner besten Interviews. Gorkow redet mit der hinreißenden Amira Casar über Europa, mit Lou Reed über Hass, mit der Underground-Filmikone Klaus Lemke über Jungs und mit dem Konzertagenten Marek Lieberberg über Ereignisse. Mit David Gilmour geht es um Erfolg, mit Louis Begley ums Schreiben, mit Sylvester Stallone um Werte und mit Mick Jagger um Klasse. Auch seine jüngsten Interviews finden sich hier: mit Helen Mirren, die über Image spricht, mit Neil Diamond, den Gorkow in seinem Studio in L.A. besuchte, und mit dem Ex-Monty-Python und ‚Herzens-Londoner‘ Michael Palin. Eines ist dabei immer klar: Während Gorkow und seine Auserwählten drinnen über den Ernst des Lebens sprechen, macht die Welt draußen weiter, was sie will. Oder, wie Gorkow vor dem Studio in L.A. seufzt: ‚Und draußen scheint die Sonne.‘

Auch wenn es nicht explizit in der Vorankündigung steht, wird Stefan Aust sicherlich auch über sein aktualisiertes, mit Fotos versehenes, Buch „Der Baader-Meinhof-Komplex“ mit Elke Heidenreich sprechen.

Der Baader-Meinhof-Komplex von Stefan Aust
Kurzbeschreibung
Viele neue – oft frappante und mysteriöse – Fakten sind dank Stefan Austs Recherchen ans Tageslicht gekommen. Gab und gibt es ein Interesse staatlicher Instanzen, sie unter Verschluss zu halten? Brisanter denn je: die revidierte Ausgabe 2008, erweitert um über 200 Seiten voller überraschender Informationen aus bislang unzugänglichen Quellen. Der Baader Meinhof Komplex hat Geschichte gemacht, und das nicht nur in der Publizistik. Das Buch hat wie kein anderes das heutige Bild vom Krieg der »Rote Armee Fraktion« gegen den Staat geprägt und tut dies weiterhin, indem es immer wieder frisch gewonnene Erkenntnisse präsentiert. Es ist keine Anklageschrift und kein Plädoyer eines Verteidigers. Es ist auch kein Urteil, weder in juristischer noch in moralischer Hinsicht. Es ist ein Protokoll, eine Chronik der Ereignisse, die ihren Höhepunkt im Deutschen Herbst hatten, in der Ermordung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer und der Entführung und Befreiung der Passagiere und der Crew der Lufthansa-Maschine »Landshut«.

Quelle: Börsenblatt

Ab Dienstag, den 16. Dezember, steht auf dem Literturportal litColony.de eine Weihnachtssondersendung von Lesen! mit Elke Heidenreich online. Elke Heidenreich präsentiert folgende Bücher als Geschenktipp:

Richard David Precht: Wer bin ich, und wenn ja, wie viele?

Kurzbeschreibung
„Fragen zu stellen ist eine Fähigkeit, die man nie verlernen sollte.“ (Richard David Precht)
Eine faszinierende Reise in die Welt der Philosophie – Richard David Prechts Buch bietet Antworten auf die großen Fragen des Lebens Was ist Wahrheit? Woher weiß ich, wer ich bin? Warum soll ich gut sein? Bücher über Philosophie gibt es viele. Doch Richard David Prechts Buch „Wer bin ich?“ ist anders als alle anderen Einführungen. Niemand zuvor hat den Leser so kenntnisreich und kompetent und zugleich so spielerisch und elegant an die großen philosophischen Fragen des Lebens herangeführt. Ein einzigartiger Pfad durch die schier unüberschaubare Fülle unseres Wissens über den Menschen. Von der Hirnforschung über die Psychologie zur Philosophie bringt Precht uns dabei auf den allerneusten Stand. Wie ein Puzzle setzt sich das erstaunliche Bild zusammen, das die Wissenschaften heute vom Menschen zeichnen. Eine aufregende Entdeckungsreise zu uns selbst: Klug, humorvoll und unterhaltsam! · Eine ebenso kompetente wie spielerische Annäherung an die großen philosophischen Fragen · Ein Buch, das die Lust am Denken weckt!

Hugo Hamilton: Legenden

Kurzbeschreibung

Ein Mann voller Geheimnisse auf der Suche nach der Wahrheit über sich selbst

Zeit seines Lebens fragt sich Gregor Liedmann, ob er der leibliche Sohn seiner Eltern ist oder eine Flüchtlingswaise, an Kindes statt angenommen in den Wirren des Zweiten Weltkriegs. Diese Unsicherheit hat sein Leben geprägt, ihn zum Einzelgänger gemacht, ihn von Frau und Kind fort- und in die Welt hinausgetrieben.
Gregor Liedmann, Musiker in Berlin, ist ein verschlossener Mensch, von vielen Geheimnissen umhüllt. Er sei Jude, heißt es, irgendwo im Osten geboren, ein Findelkind. Der wahre Gregor Liedmann, heißt es, sei im Bombenhagel mit drei Jahren umgekommen. Später, 1968, habe Liedmann mit Steinen geworfen, in einer Kommune gelebt und bald darauf Mara geheiratet, eine anarchistische Künstlerin und seine große Liebe. Und trotzdem habe er sie und den gemeinsamen Sohn Daniel nach ein paar Jahren verlassen. Als Trompeter hätte er Weltkarriere machen können, heißt es, er habe in Kanada und in Irland gelebt, aber nirgendwo lange. So viele Legenden umranken ihn, dass keiner mehr weiß, was wahr und was erfunden ist. Jetzt, mit gut sechzig Jahren, erkennt er, wie wichtig ihm Mara und Daniel sind. An einem Tag im späten September fährt er zur Apfelernte auf ein Landgut südlich von Berlin, wo er die beiden wieder trifft und nach der verschütteten Wahrheit, nach sich selbst, nach seiner großen Liebe sucht.

Siegfried Kracauer: Ginster, Suhrkamp Verlag, vergriffen

Siegfried Kracauer, geboren am 8. Februar 1889 in Frankfurt am Main, gestorben am 26. November 1966 in New York, war ein deutscher Journalist, Publizist, Schriftsteller, Soziologe und Filmwissenschaftler, Begründer der Filmsoziologie.
Zwischen 1907 und 1913 studierte Kracauer in Darmstadt, Berlin und München Architektur, daneben besuchte er Vorlesungen über Philosophie und Soziologie. 1914 promovierte er zum Doktor der Ingenieurswissenschaften mit einer Arbeit über preußische Schmiedekunst und arbeitete als Architekt in Osnabrück, München und Berlin bis 1920.
Von 1922 bis 1933 arbeitete er als leitender Film- und Literaturredakteur in der Feuilleton-Redaktion der Frankfurter Zeitung zunächst in Frankfurt, ab 1930 in Berlin, wo er u. a. mit Walter Benjamin und Ernst Bloch zusammenarbeitete. Zwischen 1923 und 1925 verfasste er einen Essay mit dem Titel Der Detektiv-Roman, in dem er sich mit einem Alltagsphänomen der modernen bürgerlichen Gesellschaft (Rosenberg 1992) beschäftigte.
In der Folgezeit beschäftigte sich Kracauer in Form von kleinen Abhandlungen intensiv mit den Oberflächenerscheinungen des modernen Alltagslebens wie Revue, Zirkus, Sportveranstaltungen, Rummelplätzen, Fotografien, Filmen, Werbung, Stadtlandschaften und Interieurs, Tourismus, Tanz usw. Den theoretischen Hintergrund seiner Methode formulierte Kracauer programmatisch in einem seiner Schlüsselwerke, dem Ornament der Masse (1927). Die Aufsätze zeigen eine starke Beschäftigung mit Max Weber und seinem Lehrer Georg Simmel.
Kracauer korrespondierte u.a. mit dem marxistischen Philosophen Ernst Bloch und begann unter dessen Einfluss, sich ab etwa 1926 für die Schriften Karl Marx‘ zu interessieren, und auch seine eigenen Schriften spiegeln eine zunehmende Kapitalismuskritik.
1928 erscheint, vorerst anonym, sein Roman Ginster. Spätere Ausgaben z. B. im Suhrkamp Verlag 1972 werden unter seinem Namen veröffentlicht. In Ginster beschreibt Kracauer das Leben der gleichnamigen Hauptfigur zur Zeit des 1. Weltkriegs in Deutschland.

1930 veröffentlichte Kracauer sein zweites größeres Werk, den Essay Die Angestellten; er übernimmt die Feuilleton-Redaktion in Berlin und heiratet Lili Ehrenreich. Aufgrund seiner zunehmend kritischen Haltung nehmen die Differenzen mit der Chefredaktion der Frankfurter Zeitung zu. In dieser Zeit nehmen Filmkritiken immer größeren Raum im Schaffen Kracauers ein.

Matthew Johnstone: Mein schwarzer Hund: Wie ich meine Depression an die Leine legte

Kurzbeschreibung
Ein Trost für Betroffene und ein wunderbarer Weg für Angehörige und Freunde, ins Gespräch zu kommen
Ein schwarzer Hund läuft durch dieses Buch, von Seite zu Seite wird er größer, irgendwann ist er riesig, am Ende jedoch sitzt er brav und klein an der Leine: Der schwarze Hund, das ist die Depression, die Matthew Johnstone viele Jahre begleitete. In einer berührenden Bildergeschichte erzählt er davon, wie sie ihn fast umgebracht hätte und wie er es schließlich schaffte,sich Schritt für Schritt wieder von ihr zu befreien. Der schwarze Hund späht um die Ecke. Er legt sich einem auf die Brust und beherrscht die Gedanken. Er sitzt im Kopf und zerfetzt die Erinnerungen. Er lungert daneben, wenn man sich sinnlos betrinkt: Matthew Johnstone findet für den schwer fassbaren Zustand der Depression einfache, zwingende Bilder, die Betroffenen, deren Angehörigen und Freunden helfen können: Sich nicht alleine damit zu fühlen, sich mitteilen zu können, Verständnis zu entwickeln, miteinander darüber ins Gespräch zu kommen und nie die Hoffnung zu verlieren.

Donald Friedman: Und ich mischte die Farben und vergaß die Welt

Kurzbeschreibung
Viele Schriftsteller Männer wie Frauen hätten auch Anerkennung als Maler oder Musiker verdient, so begabt waren sie auf mehreren Gebieten. Für manche von ihnen gehörte das Malen von Anfang an dazu, andere entdeckten ihre Leidenschaft erst später im Leben. Wie viele schreibende Dichter Bilder von tiefer Ausdruckskraft und größtem Können hinterlassen haben, ist weitgehend unbekannt. Dieses Buch, das über 150 Gemälde und Zeichnungen berühmter Schriftsteller zeigt, füllt diese Lücke und präsentiert Kunstwerke von Goethe, Baudelaire, Stifter, Dostojewski,Grillparzer, den Brontës, Proust, Strindberg, Dürrenmatt, Lorca, Ionesco, Dylan Thomas, Grass, Sylvia Plath, Patricia Highsmith u.v.a.

Loriot: Gesammelte Werke und Gesammelte Bildergeschichten in Kassette

Kurzbeschreibung
„Wer glaubt, Humor bestehe darin, sich über andere Leute lustig zu machen, hat den Humor nicht verstanden. Um komisch zu sein, muss man vor allem sich selbst zur Disposition stellen.“ Loriot
Über den Autor
Loriot, eigentlich Bernhard Victor Christoph-Carl von Bülow, kurz Vicco von Bülow, wurde am 12. November 1923 in Brandenburg an der Havel geboren. Sein Vater ist preußischer Offizier, seine Mutter starb früh. Von Bülow wuchs bei Großmutter und Urgroßmutter in Berlin auf, bis die Familie 1938 nach Stuttgart zog. Dort besuchte er ein humanistisches Gymnasium, das er 1941 mit Notabitur verließ.
Er begann in der Familientradition eine Offizierslaufbahn, es folgte ein dreijähriger Militäreinsatz an der Ostfront in Russland. Nach dem Krieg arbeitete er kurzzeitig als Holzfäller in Niedersachsen, 1946 legte er das Abitur ab. Von 1947 bis 1949 studierte er Malerei und Grafik an der Kunstakademie (Landeskunstschule) in Hamburg. Nach dem Abschluss legte er erste Arbeiten als Werbegrafiker vor und erfand das charakteristische „Knollennasenmännchen“.
Ab 1950 war von Bülow als Cartoonist zunächst für das Hamburger Magazin „Die Straße“, im Anschluss für den „Stern“ tätig. Seit dieser Zeit verwendet er den Künstlernamen Loriot, die französische Bezeichnung des Pirols, des Wappentiers der von Bülows. Es folgten weitere Arbeiten für „Weltbild“ und „Quick“.
1967 wechselte Loriot das Medium: Er moderierte zunächst die Fernsehsendung „Cartoon“, die er auch als Autor und Co-Regis

Lois H. Gresh und Robert Weinberg: Die Wissenschaft bei James Bond

Kurzbeschreibung
Tödliche Armbanduhren, unsichtbare Autos, Atombomben vor Miami: In James Bond Filmen ist schon was geboten. Oft phantastisch, gelegentlich seiner Zeit voraus und manchmal erschreckend realistisch bringen Schurken und Helden die Welt seit 1962 zum Schmunzeln und Grübeln. Was ist dran an den Erfindungen von Q und Konsorten? Welche technischen Spielereien gibt es wirklich, was würde passieren, wenn der eine oder andere Schurke seine Pläne verwirklichen könnte. Diesen Fragen und vielem mehr gehen Lois H. Gresh und Robert Weinberg nach und geben Ihnen so nicht nur einen Überblick über die Bond-Reihe, sondern auch über den Stand der Wissenschaft in einigen Gebieten.
Über den Autor
Lois H. Gresh ist Pressesprecher der naturwissenschafltichen Fakultät der Universität von Rochester, Robert Weinberg hat über 20 Bücher und Dutzende Kurzgeschichten verfasst. Zusammen haben Sie viele populärwissenschaftliche Bücher veröffentlicht.

Quelle: Börsenblatt

Lesen! geht weiter.

Das Backes, in der Kölner Südstadt gelegen, ist nicht die typische Veedelskneipe op dr’Eck, es ist eher ein Treffpunkt, wo man über Kultur, Politik und Wirtschaft und die Entwicklungen im Veedel redet und dabei Bier trinkt, heißt es auf der Internetseite. Neuerdings wird dort auch über Bücher gesprochen, denn das Backes ist der neue Treffpunkt für Elke Heidenreich mit ihren jeweiligen Gästen. Im Backes wurde die 38. Lesen!-Sendung aufgezeichnet und zwar für das Internet. Weitere Aufzeichnungen werden einmal monatlich folgen und auf dem Literaturportal litColony.de rund um die Uhr abrufbar sein.

Gast: Campino

Mit dem Start von litCOLONY.de wechselt Elke Heidenreich das Medium. Jeden Monat, statt bisher sechsmal jährlich, wird sie künftig an dieser Stelle ihre Lese- empfehlungen aussprechen. Abrufbar 365 Tage im Jahr, 7 Tage die Woche, 24 Stunden am Tag. Ansonsten bleibt alles wie gewohnt: tolle Gäste, spannende Bücher und der kleine Lese-Mann. Lesen! die 38., mit Campino und fünf neuen Büchern.

1. Der Kaiser von China von Tilman Rammstedt

„Höchst unterhaltend – vor Phantasie nur so leuchtend!” E.H.

Kurzbeschreibung
Der neue Roman vom Ingeborg-Bachmann-Preisträger 2008:
Keith Stapperpfennig kommt aus einer einzigartigen Familie. Von der Mutter weiß er wenig, vom Vater gar nichts. Zusammen mit vier vermeintlichen Geschwistern wuchs er beim Großvater auf mit immer neuen, immer jüngeren Großmüttern. In eine von ihnen hat Keith sich selbst verliebt. Zum Achtzigsten schenken die Enkel ihrem Großvater eine gemeinsame Reise an ein Ziel seiner Wahl. Als er sich China wünscht, will keiner ihn begleiten, am Ende bleibt es an Keith hängen. Der lehnt sich zum ersten Mal im Leben auf, verjubelt das Reisegeld und lässt den Großvater alleine ziehen. Doch dann bekommt Keith von der jüngsten Großmutter einen Anruf, sein Opa sei im Westerwald gestorben. Er muss eine Geschichte aus dem Hut zaubern, die den Geschwistern glaubhaft macht, die Reise habe stattgefunden und erfindet sein eigenes China. Doch je weiter sich Keith in seine Lügen verstrickt, desto deutlicher wird, dass er nicht als Einziger die Unwahrheit sagt. Tilman Rammstedt ist ein überwältigender Roman gelungen, so sprühend, rasant und urkomisch, dass man sich mit dem größten Vergnügen belügen lässt.2. book

2. Brautprinzessin von William Goldman

„Das Buch ist ein großer Spaß zu lesen!” Campino „Das Buch ist enorm witzig, albern, völlig verrückt, phantastisch, höchst unterhaltend, ein echter Fund!” E.H.

Kurzbeschreibung
Die schöne Butterblume soll den unausstehlichen Prinzen Humperdinck heiraten, doch sie liebt den Stalljungen Westley. Eine Unmenge schwindelerregender florinesischer Abenteuer sind die Folge, despektierlich kommentiert von Mr. Goldman.
„William Goldman ist mit der Brautprinzessin ein Geniestreich geglückt, zumindest aber ein Werk von genialer, literarischer Schlitzohrigkeit. Und deshalb gilt für seine Leser und alle, die es noch werden wollen, auch der erste Satz der Neuausgabe: Das hier ist noch immer mein Lieblingsbuch.“ Klaus Modick
Klappentext

Worum es geht in diesem Buch?- Fechten. Ringkämpfe. Folter. Gift. Wahre Liebe. Haß. Rache. Riesen. Jäger. Böse Menschen. Gute Menschen. Bildschöne Damen. Schlangen. Spinnen. Wilde Tiere jeder Art und in mannigfaltigster Beschreibung. Schmerzen. Tod. Tapfere Männer. Feige Männer. Bärenstarke Männer. Verfolgungsjagden. Entkommen. Lügen. Wahrheiten. Leidenschaften. Wunder. Ein Buch, das anders ist als alles, was Sie bisher gelesen haben; eine höchst amüsante Unterhaltung, durchsetzt mit kaustischen Bemerkungen über Leben und Liebe. Ein Buch von einem Meistererzähler.

3. Scherbenpark von Alina Bronsky

„Scherbenpark ist ein mehr als überzeugendes Debüt aus einem Milieu, von dem wir nur ganz wenig wissen.” E.H.

Kurzbeschreibung
Jung, schnell, scharfsinnig – willkommen in Saschas Welt! Auch das gibt es noch: Eine junge, unbekannte Autorin bietet in einer E-mail dem Lektor ihr Manuskript an, der lässt es sich schicken, liest es gleich und macht eine Woche später ein Vertragsangebot. Alina Bronsky hat den Verlag mit ihrem Debüt im Sturm erobert und wird auch Sie begeistern. Was macht ihr Debüt so besonders? Da ist zum einen die siebzehnjährige Sascha Naimann, die aus Moskau nach Deutschland gekommen ist und mit ihren zwei jüngeren Geschwistern im Scherbenpark lebt – einem Hochhaus-Ghetto, in dem eigene Gesetze herrschen, die sie mit wilder Entschlossenheit bricht. Da ist zum anderen das katholische Elite-Gymnasium, das Sascha wegen ihrer Hochbegabung und ihrer prekären Lebenssituation angenommen hat, mitsamt den behüteten und ausstaffierten Mitschülerinnen, die keinen Schimmer von Algebra haben, aber ein volles Freizeitprogramm. Und da ist der Ton, in dem Sascha ihre Geschichte erzählt: Selbstbewusst und geradeheraus, beiläufig und trocken kommentiert sie ihre Umgebung, das verzweifelte Streben nach Glück, Freiheit und Wohlstand, das Scheitern ringsum und das eigene Aufbegehren. Sascha beginnt ihre Geschichte mit zwei Vorsätzen: Sie will ihrer Mutter ein Buch schreiben, und sie will Vadim töten. Was es mit Vadim auf sich hat, warum Sascha ohne Mutter, aber mit ihrer Großtante lebt, wie die Familie durch ein Verbrechen erschüttert und zugleich berühmt wurde, und was es bedeutet, in ein Dreiecksverhältnis mit einem Journalisten und seinem sechzehnjährigen Sohn zu geraten – all das erzählt sie mit Herz, Witz und einer Energie, die mitreißt. Sascha ist eine Pendlerin zwischen zwei Welten und in keiner davon zu Hause, aber scharfzüngig und altklug genug, um sich zu behaupten – und den Leser mitzunehmen auf eine Reise, die beständig an Fahrt gewinnt.

4. Buch der Sehnsüchte von Leonard Cohen

„Das Buch hat viele schöne, ganz persönliche Augenblicke, tolle Texte – ein lässiges Buch!” E.H.

Kurzbeschreibung
Das Buch der Sehnsüchte entstand größtenteils während eines fünfjährigen Aufenthalts von Leonard Cohen in einem zen-buddhistischen Kloster auf dem Mount Baldy im Süden Kaliforniens. Dort wurde er 1996 unter dem ironischen Namen Jikan Leonard Cohen – der Stille – zum Mönch ernannt. Die erstmals auf Deutsch veröffentlichte Sammlung Buch der Sehnsüchte von Gedichten, Epigrammen, Zen-Sprüchen, Songs und Essays wird ergänzt durch Zeichnungen und handschriftliche Texte eines der größten Singer/Songwriter der Gegenwart.

5. Der Knacks von Roger Willemsen

„Dieses Buch ist tief bewegend und trifft einen mitten ins Herz! Was für ein kluges Buch für uns alle.” E.H.

Kurzbeschreibung
»Als mein Vater starb, war ich 15, sah aus wie Janis Joplin und war gerade in der Schule sitzengeblieben«, erinnert sich Roger Willemsen an den Urknacks seinen eigenen Lebens. »Der Knacks«, das ist der Moment, in dem das Leben die Richtung wechselt und nichts mehr ist wie zuvor. Aber mehr noch als die großen Brüche interessieren Willemsen die fast unmerklichen, namenlosen Veränderungen: die feinen Haarrisse in einer Beziehung, das Altern von Menschen, Städten, Kunstwerken, die Enttäuschung, der Verlust, die Niederlage – die unaufhaltsame Arbeit der Zeit. Ein großer literarischer Essay über die Zeit und das, was sie mit uns macht: Mal autobiographisch erzählend, mal beobachtend und reflektierend schreibt Roger Willemsen sein vielleicht persönlichstes Buch.

Quelle: litColony.de