Am 25. Oktober 2012 erscheint der neue Barcelona-Roman von Carlos Ruiz Zafón unter dem Titel „Der Gefangene des Himmels“ (Originaltitel: El prisionero del cielo).

Der Buchhändler Daniel Sempere und sein Freund Fermín Romero de Torres werden erneut in ein großes, unheimliches und spannendes Abenteuer hineingezogen. Fermín ist „von den Toten auferstanden und hat den Schlüssel zur Zukunft“. In der Fortsetzung nimmt Carlos Ruiz Zafón den Leser abermals mit auf eine fesselnde Reise in sein Barcelona zwischen Dezember 1957 und Februar 1958 und in die Jahre 1939 und 1940 – kurz nach dem spanischen Bürgerkrieg. Fermíns Lebensgeschichte verknüpft die Fäden von „Der Schatten des Windes“ mit denen aus „Das Spiel des Engels„.

Carlos Ruiz Zafón stellt seinen neuen Roman „Der Gefangene des Himmels“ ab dem 24. Oktober 2012 auf einer Lesereise in Deutschland und der Schweiz vor.

Nachfolgend die Termine der Lesungen:

24.10.2012 – 19:30 Uhr
Literaturhaus Frankfurt
Moderation: Michi Strausfeld
Deutscher Text: Peter Schröder (Schauspiel Frankfurt)

25.10.2012 – 20:00 Uhr
Thalia Theater, Hamburg
Moderation: Michi Strausfeld
Deutscher Text: Tim Grobe

26.10.2012 – 20:00 Uhr
Babylon, Berlin
Moderation: Michi Strausfeld
Deutscher Text: Frank Arnold

28.10.2012 – 20 Uhr
Stadthausquai, Zürich
Moderation: Res Strehle
Deutscher Text: Sebastian Arenas

29.10.2012 – 19:00 Uhr
Literaturhaus Basel
Moderation: Michi Strausfeld
Deutscher Text: Thomas Sarbacher

30.10.2012 – 20:00 Uhr
Ludwig-Maximilians-Universität, Große Aula, München
Deutscher Text: Johannes Steck

Quelle: S. Fischer Verlag – Carlos Ruiz Zafón

Der Geschwister-Scholl-Preis 2011 wird dem 53-jährigen chinesichen Schriftsteller, Dichter und Musiker Liao Yiwu für sein Buch „Für ein Lied und hundert Lieder. Ein Zeugenbericht aus chinesischen Gefängnissen“ verliehen.

Begründung der Jury

Das Manuskript dieses erschütternden, wilden und mitreißenden Buches wurde von den chinesischen Behörden mehrmals beschlagnahmt – und so musste Liao es mehrmals schreiben. Im Juni dieses Jahres hat er sich ins Exil nach Deutschland absetzen können, wo das Buch im Juli 2011 im S. Fischer Verlag erschienen ist.

Geschildert werden darin die vier Jahre der Inhaftierung des Autors von 1990 bis 1994. Liao hatte am Vorabend des Massakers auf dem Platz des Himmlischen Friedens am 4. Juni 1989 in Peking ein prophetisches Gedicht geschrieben, für das er ins Gefängnis geworfen wurde. Sein epischer, drastischer Bericht handelt von der Brutalität und Absurdität willkürlicher staatlicher Repression. Er gilt aber nicht allein dem persönlichen Schicksal des Autors, der wie andere verfolgte Künstler seines Landes vielfach einer existentiellen Unterdrückung ausgesetzt war. Vielmehr unternimmt es Liao Yiwu in seiner starken, mal illusionslosen, mal bildreichen Sprache, allen Erniedrigten Chinas eine Stimme zu geben.

Der Schriftsteller kämpft einen literarischen Kampf für die Wiederherstellung der Menschenwürde – er ist ein großer Künstler und ein mutiger Chronist zugleich. Liao Yiwu hat seinen eigenen Kopf und seinen eigenen Ton. Gerade damit ist er im Sinne des Vermächtnisses der Geschwister Scholl ein Vorbild für alle, die gegen Ungerechtigkeit und Diktatur aufbegehren. Sein Werk steht in besonderer Weise für moralischen und intellektuellen Mut. Mit der Auszeichnung von Liao Yiwu verbindet sich die mahnende Hoffnung, dass er einmal in ein freies, demokratisches China zurückkehren möge.

Der 32. Geschwister-Scholl-Preis wird am 14. November 2011 um 19.00 Uhr in der Großen Aula der Ludwig-Maximilian-Universität in München verliehen.

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Quelle: Homepage Geschwister-Scholl-Preis

Herta Müller - Lesung LMUDie Osiandersche Buchhandlung in Tübingen überträgt ihre für den 23. November angekündigte Lesung mit Herta Müller live im Internet und plant weitere Liveübertragungen.

Wie Tobias Schmid, Leiter Technische Dienste bei Osiander, erläutert, entstand die Idee wegen des großen Andrangs auf die Veranstaltung mit der Literaturnobelpreisträgerin. Da der Festsaal der Universität schnell ausverkauft war, habe man einen weiteren Saal angemietet, in dem eine Liveübertragung auf einer Leinwand verfolgt werden kann. „Damit“, erläutert Schmid, „liegen die Bilddaten ja bereits in analoger Form vor. Diese werden dann digitalisiert und können so per Internet übertragen werden.“

Bei Osiander erhofft man sich damit eine Aufwertung der eigenen Homepage und plant jetzt, auch zukünftig Veranstaltungen mit bekannten Autoren übertragen. Im Falle von Herta Müller übernimmt die Universität Tübingen als Mitveranstalter den technischen Teil, Schmid ist aber sicher: „In etwas kleinerem Rahmen stemmen wir das schon auch allein.“ Welche Lesung als nächste übertragen werden soll, kann er noch nicht sagen und weist darauf hin, dass zuerst die technischen Voraussetzungen geschaffen werden müssen. Zudem müsse in jedem Einzelfall das Einverständnis der Lesenden eingeholt und beim Verlag angefragt werden, um eventuelle Probleme wegen der Rechte zu klären.

Die Lesung findet am 23. November um 20:00 Uhr im Festsaal der Universität Tübingen statt und kann unter www.osiander.de verfolgt werden.

Quelle: Buchmarkt.de

Manuskriptum10 Jahre Manuskriptum!

Das Institut für deutsche Philologie der LMU München und „manuskriptum“, der Kurs für kreatives Schreiben an der LMU hat allen Grund zum feiern – nämlich 10 Jahre quicklebendige Literatur der Gegenwart.

Am 13. November 2009 um 19 Uhr findet die Jubiläumslesung in der Großen Aula der Ludwig-Maximilians-Universität am Geschwister-Scholl-Platz 1 in München statt. An diesem Abend sind erstmals alle inzwischen prominenten und preisgekrönten Absolventen des Kurses zusammen auf einer Bühne zu erleben. Fast alle werden noch unveröffentlichte Texte mitbringen.

Ihre Geschichten sind so vielfältig und bunt, wie junge Literatur nur sein kann, und spiegeln zugleich das Konzept des Kurses wider: Denn seit dem Beginn des MANUSKRIPTUM-Kurses im Wintersemester 1999/2000 haben jährlich wechselnde Dozenten ihr Literaturverständnis an die nachfolgenden Autoren weitergegeben. Außerdem werden an dem Abend ausgewählte, noch ‚ungedruckte’ Erzähltalente aus den letzten drei Kursen ihre aktuellen Arbeiten vorstellen.

Der Eintritt beträgt 5 Euro, an der Abendkasse ab 18.30 Uhr 7 Euro. Die Karten können per Mail an manuskriptumgala@gmail.com bestellt werden.

Junge Literatur made in Munich von:

Lena Gorelik, geboren 1981 in Leningrad, arbeitet heute als Schriftstellerin und Journalistin.
Teilnahme am manuskriptum-Kurs 2003/2004. Das Werk von Lena Gorelik wurde mit mehreren Preisen geehrt, zuletzt mit dem Förderpreis zum Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg. Auswahl an Veröffentlichungen: Meine weißen Nächte (2004), Hochzeit in Jerusalem (2007), Verliebt in St. Petersburg. Meine russische Reise (2008), Verlag
SchirmerGraf, München.

Daniel Grohn, geboren 1976 in den USA, ist Arzt und Schriftsteller und lebt heute in München. Nach der Teilnahme am manuskriptum-Kurs 2001/2002 erhielt er das Literaturstipendium der Stadt München. Auswahl an Veröffentlichungen: Verschiedene Anthologiebeiträge sowie der Roman Kind oder Zwerg (2006), DVA, München.

Christopher KloebleChristopher Kloeble, geboren 1982 in Bayern, nahm 2002/2003 am manuskriptum-Kurs teil,
bevor er nach Leipzig ans Deutsche Literaturinstitut wechselte. Für seine Veröffentlichung
Unter Einzelgängern erhielt er 2008 den Literaturpreis der Jürgen Ponto Stiftung. Auswahl an Veröffentlichungen: Verschiedene Anthologiebeiträge sowie der Roman: Unter Einzelgängern (2008) und der Erzählungsband Wenn es klopft (2009), Dtv, München.

Jens Petersen, geboren 1977 in Pinneberg, lebt und arbeitet heute in Zürich als Arzt und Schriftsteller. Nach seiner Teilnahme am manuskriptum-Kurs 2001/2002 erhielt er neben dem Literaturstipendium der Stadt München weitere bedeutende Auszeichnungen. Sein bisher größter Erfolg ist die Verleihung des Bachmannpreises 2009. Auswahl an Veröffentlichungen: Verschiedene Anthologiebeiträge sowie der Roman Die Haushälterin (2005) DVA, München.

Fridolin Schley, geboren 1976 in München, lebt als Schriftsteller in München. Nach seiner Teilnahme am manuskriptum-Kurs 1999/2000 erhielt er mehrere Auszeichnungen, zuletzt den Tukan-Preis für seine Veröffentlichung Wildes Schönes Tier (2007). Auswahl an Veröffentlichungen: Verschiedene Anthologiebeiträge sowie der Roman Verloren mein Vater (2001), die Erzählungsbände Schwimmbadsommer (2003), C.H. Beck Verlag, München und Wildes Schönes Tier (2007), Berlin Verlag, Berlin.

Thomas von Steinaecker, geboren 1977 in Bayern, nahm 2001/2002 am manuskriptum-Kurs teil. Für seinen Debütroman Wallner lernt fliegen erhielt er mehrere Auszeichnungen, darunter den Aspekte-Literaturpreis und den Literaturförderpreis der deutschen Wirtschaft. Auswahl an Veröffentlichungen: Verschiedene Anthologiebeiträge sowie die Romane Wallner lernt fliegen (2006), Geister (2007), Schutzgebiet (2009), Frankfurter Verlagsanstalt, Frankfurt am Main.

Julia Zange, geboren 1983 in Darmstadt, nahm 2004/2005 am manuskriptum-Kurs teil. Heute lebt sie in Berlin. 2006 gewann sie den wichtigsten deutschen Newcomer-Wettbewerb „open mike“. Veröffentlichung: Die Anstalt der besseren Mädchen (2008), Suhrkamp, Frankfurt am Main.

Zusätzlich stellen aus den manuskriptum-Kursen der letzten drei Jahre ihre Arbeiten und Projekte vor: Katie Eyssen, Franziska Fejfar, Christian Frühm, Simon Kalus, Elias Kreuzmair, Gregor Locher, Markus Michalek, Simone Stirner, David Vondracek, Verena Zeller.

Quelle: manuskriptum