Vom 19. bis 21. Oktober 2012 findet das erste internationale Festival der Dichterinnen in der Pasinger Fabrik in München statt. Über 40 Lyrikerinnen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Südtirol und Finnland präsentieren die Vielfalt zeitgenössischer Lyrik von Frauen.

Das Schamrock-Festival der Dichterinnen wird ein generationen- und grenzübergreifender Treffpunkt für Autorinnen, KuratorInnen und KritikerInnen. Die Dichterinnen und ihre Texte stehen im Mittelpunkt, dabei geben sie Einblick in das ganze Spektrum klassischer und experimenteller Formen von Lyrik.

Neben klassischen Lesungen finden Autorinnengespräche und Diskussionen, Filmvorführungen und Poesie-Clips statt (sh. Programm). Performerinnen mit Band bringen die Wörter zum Tanzen. In Vorträgen und Workshops werden Fragen zur Poesie und Poetik gestellt, wie: Gibt es in der aktuellen Dichtung einen spezifisch weiblichen Ton? Welche Rolle spielt die Lyrik in der globalisierten Welt? Welche könnte sie spielen?

Preise:
Einzellesungen 8,00 bis 14,00 Euro (ermäßigt 6,00 bis 12,00 Euro)
Festival-Tageskarte 25,00 Euro (ermäßigt 20,00 Euro)
3-Tages-Festivalpass 55,00 Euro (ermäßigt 45,00 Euro)
2-Tage Workshop 100 Euro (für Festival-Dichterinnen und Festivalpassinhaber 60 Euro)

Tickets gibt es im Vorverkauf und vor Ort an der Theaterkasse der Pasinger Fabrik, August-Exter-Str. 1, 81245 München und bei München Ticket.

Mehr Informationen über das Schamrock-Festival finden sich auf der Homepage unter www.schamrock.org

Die polnische Dichterin Wisława Szymborska ist tot. Sie starb am 01. Februar 2012 im Alter von 88 Jahren in ihrem Haus in Krakau.

Die Literaturnobelpreisträgerin aus dem Jahr 1996 lebte von 1931 bis zu ihrem Tod in Krakau, wo sie 1941 ihr Abitur ablegte. Sie studierte in den Jahren 1945 bis 1948 polnische Literatur und Soziologie an der Jagiellonen-Universität.

Wisława Szymborska gilt als Schöpferin einer eigenen poetischen Sprache. Das Nobelpreiskomitee sagte damals, sie habe die Eleganz der Sprache mit der „Wut eines Beethovens“ verbunden.

Sie veröffentlichte zahlreiche Gedichtbände und war auch als Übersetzerin von Poesie, unter anderem aus dem Französischen, tätig. Von der Politik hielt sich Szymborska fern, war aber als unabhängiger Geist bekannt.

Anfang der 90er-Jahre wurde die auch ins Deutsche übersetzte Szymborska mit dem Goethe-Preis und dem Herder-Preis ausgezeichnet.

Vom Tod ohne Übertreibung

[…] Wer behauptet, der Tod sei allmächtig,
ist lebendiger Beweis dagegen.

Es gibt kein solches Leben,
das nicht wenigstens für einen Augenblick
unsterblich wäre.

Der Tod
kommt immer um diesen einen Augenblick zu spät.

Umsonst rüttelt er am Griff
der unsichtbaren Tür.
Er kann, was jemand erreicht hat,
nicht rückgängig machen.

Quelle: Auf Wiedersehen. Bis morgen, Gedichte ausgewählt und übertragen von Karl Dedecius, © Suhrkamp Taschenbuch
Quelle Foto Wikipedia: © Mariusz Kubik, http://www.mariuszkubik.pl