Am Dienstag, den 17. Mai 2011, organisieren das „Vereinsheim“ und „Die Schwabinger Bürgerversammlung“ ab 18.30 Uhr einen „Blickpunkt Spot special“ im Forum Münchner Freiheit (nördlich von der Bushaltestation) zur Rettung der Schwabinger 7.

Der Gebäudekomplex in der Feilitzschstraße 7-9, in dem sich unter anderem die berühmte Kneipe Schwabinger 7 befindet, soll Ende Juni abgerissen werden. Die Organisatoren der Protestaktion haben bei ihrem Kampf für den Erhalt des Kulturviertels Altschwabing spontan prominente Unterstützung von Konstantin Wecker, Willy Michl, Frank Markus Barwasser („Erwin Pelzig“), Andreas Rebers, Hannes Ringelstetter und anderen erhalten.

Bislang hat sich die „Schwasi“ immer wieder tapfer und vehement gegen den Abriss gewehrt. Noch 2008 hatte ausgerechnet die Finanzkrise den Abrissbemühungen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Doch nun scheint es ernst zu werden, und eine der letzten aus Kriegsschutt erbauten Baracken in München muss weichen.

Quelle: Münchenblogger

schwabinger7Persönlich würde ich die Schabinger 7 nicht gerade als das  „schönste“ Kneipen-Urgestein im Münchner Stadtteil Schwabing bezeichnen, aber mit Sicherheit ist es die „ungewöhnlichste“ Spelunke (genau in diesem Sinn: Das Wort Spelunke stammt von dem lateinischen spelunca bzw. dem griechischem spelygx – für „Höhle“) in ganz München.

Eigentlich ist es eine der letzten aus Kriegsschutt erbauten Baracken in dieser Stadt. Tapfer und vehement hat sie sich bisher gegen alle Abriss-Gerüchte gehalten.

2008 wurde es für die „Schwasi“ besonders eng. Wieder einmal konkretisierten sich die Abrisspläne für das Gelände, im März 2009 sollte es endgültig soweit sein. Doch es sieht so aus, als gäbe es noch einmal einen Aufschub für das drohende Ende der Schwabinger 7. schwabinger71-1

Ausgerechnet die Finanzkrise soll den Abrissbemühungen einen Strich durch die Rechnung gemacht haben, zumindest bis Ende des Jahres scheint die Existenz der „Sieben“ gesichert. Vielleicht also die letzte Möglichkeit, die Schwabinger 7 noch zu „Lebzeiten“ entsprechend zu würdigen, bevor es ans Nachrufschreiben geht.

schwabinger72Fans der legendären Kneipe können noch einmal durchatmen. Durchatmen – und die Lungen tief mit dem unverwechselbaren Rauch- und Kneipendunst füllen. Und das nächste Bier bestellen. Noch einmal gepflegt abstürzen in der Schwasi. Und nicht zuviel an die Zukunft denken.

Wer weiß, vielleicht bleibt sie uns ja noch länger erhalten, als es momentan aussieht. Die Sieben ist schließlich eine Glückszahl.

Und wer nicht daran glaubt, sollte die Chance nicht verpassen noch schnell dort vorbeizuschauen, es lohnt sich auf jeden Fall! 😉

Quellen: Muenchenblogger Fotos: Flickr