Nahezu mittellos und innerlich „so wund, daß mir, ich möchte fast sagen, wenn ich die Nase aus dem Fenster stecke, das Tageslicht wehe tut, das mir darauf schimmert“ (Brief an Marie von Kleist vom 10. November 1811) nahmen die Gedanken an einen Freitod überhand. Heinrich von Kleist suchte und fand eine Begleiterin für diesen Weg, die an Krebs erkrankte Henriette Vogel. Mit deren Einverständnis erschoss Kleist am 21. November 1811 am Stolper Loch, dem heutigen Kleinen Wannsee, im Südwesten Berlins zuerst seine Begleiterin und dann sich selbst.  Damals galt Heinrich von Kleist als Beispiel für die verheerenden Folgen romantischer Poesie, 100 Jahre später erkor man den Dichter zum modernen Klassiker und nun, 2011, soll ein Kleist-Jahr von überbordener Fülle veranstaltet werden.

Am 04. März 2011 wird das „Kleist-Jahr“ in Frankfurt an der Oder, wo der deutsche Dramatiker, Erzähler, Lyriker und Publizist  geboren wurde, aufwuchs und in der Familie den einzigen festen Anhaltspunkt hatte, offiziell eröffnet.

U. a. mit der Vernissage „Materialitäten. Kleists Handschriften“ im Kleist-Museum, erstem Spatenstich für den Museumsneubau und Festakt zur Eröffnung in der Taufkirche Heinrich von Kleists.

In Frankfurt und im Stadtmuseum Berlin wird von Mai an eine große Kleist-Ausstellung unter dem Titel „Krise und Experiment“ zu sehen sein.

In Heidelberg widmet sich ab Juni eine Ausstellung den „Etappen der Werkgeschichte“.

Das Berliner Maxim-Gorki-Theater veranstaltet ein Kleist-Theaterfestival, „Einen Kleist“ heißt das Projekt der Gruppe Rimini-Protokoll.

Einige biographische Miniaturen, Erzählungen, Studien und Biografien über Heinrich von Kleist erscheinen in diesem Jahr neu. Nachfolgend eine Auswahl:

„Kleist: Krise und Experiment von dem Germanisten Günter Blamberger erscheint im Mai 2011 im Kerber Verlag.
Kurzbeschreibung
Heinrich von Kleist durchlebte um 1800 die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche in Deutschland und hatte persönlich, obwohl von adeliger Abstammung, zeitlebens instabile Lebensverhältnisse. Aus fortwährenden Krisenerfahrungen heraus entwickelte er Ideen und Lebensentwürfe, in denen gesellschaftliches Reformdenken und literarische Experimente einander durchdrangen. Der vorliegende, reich bebilderte Katalog zum Kleistjahr 2011 beleuchtet im Spiegel von Kleists Werk- und Lebensexperimenten diesen Zusammenhang von Krise, Kritik und Reformideen im Vergleich auch zu der Jahrhundertwende 2000 – historisch fundiert und mit Fokus auf die überraschende Modernität Kleists aus heutiger Sicht.

„Küsse, Bisse“ Insel-Almanach auf das Jahr 2011: Heinrich von Kleist von Jens Bisky (Herausgeber)
Kurzbeschreibung
Heinrich von Kleist, der schon früh gelernt hatte, „Bisse“ auf „Küsse“ zu reimen, war ein Fachmann für extreme Emotionen. Intensive Empfindungen, das Aufbrausen wie das rasche Verebben, die starke Seelenbewegungen begleiten, kannte er aus eigenem Erleben. Und er hat dieses Auf und Ab, dieses Schwanken von einem Extrem ins andere kaum einem seiner Helden erspart. Indem er den Mittelweg ablehnte, sich selbst und seine Figuren zur Konsequenz zwang, stand er gegen die lebenskluge, aufgeklärte Moral seiner Zeit. Ihr setzte er seine Kunst der Extreme entgegen. Der Almanach zum Kleist-Jahr 2011 lädt ein, den unglücklichen Dichter als Virtuosen der großen Gefühle zu entdecken. Porträtiert werden der Liebhaber Kleist, der Freund, der Propagandist des Hasses und der Ruhmbegierige. In der Inszenierung des Doppelselbstmords am Wannsee kommen sie alle zusammen, vereinen sich Liebe, Vertrauen, Entsetzen und Ehrgeiz. „Der Mensch“, heißt es im Käthchen von Heilbronn, „wirft alles, was er sein nennt, in eine Pfütze, aber kein Gefühl.“

Heinrich von Kleist – Biografie von Günter Blamberger
Die Biographie zum 200. Todestag Heinrich von Kleists am 21.11.2011 erscheint am 11.02.2011 im Fischer Verlag.
Wie kein anderer deutscher Dichter hat Kleist die Leser fasziniert. Doch was ist sein Geheimnis? Woher kommt die Tragik seines Lebens? Was sagt uns sein Werk heute?
In seiner großen Biographie zeichnet Günter Blamberger einen neuen Kleist: Anders als üblich erzählt er nicht vom Ende her, vom Selbstmord, sondern wählt die offene Perspektive, das Präsens, den Augenblick, wie er von Kleist selbst erlebt worden ist. Damit gelingt es ihm, das Beunruhigende und Staunenswerte offenzulegen, den Zündstoff in Kleists Leben und Werk zu zeigen. Entstanden ist das packende und anschauliche Porträt eines der großen deutschen literarischen Genies – die definitive Biographie für unsere Zeit.

Kleist: Eine Biografie von Gerhard Schulz erscheint am 16.02.2011 im C. H. Beck Verlag.
Die große Kleist-Biographie von Gerhard Schulz zeichnet die Lebensgeschichte eines Dichters nach, der es schwer mit vielem, am schwersten aber mit sich selbst hatte. In den politisch bewegten Zeiten der Napoleonischen Kriege suchte er ruhelos nach einer Bestimmung für sein Leben. Aber als er sie in der Literatur gefunden hatte, versagten ihm seine Zeitgenossen die Anerkennung dafür. So endete er sein Leben von eigener Hand.
Kleist, scheu wie er war, neigte dazu, seine Lebensspuren zu verwischen, und da sein Ruhm erst allmählich nach seinem Tode zunahm, haben auch andere sich lange Zeit nicht darum gekümmert. Wo hat er, der nach Liebe suchte, sie tatsächlich gefunden? Was trieb ihn auf immer neue Reisen? Diente er als Agent im Kampf gegen Napoleon? War Goethe für ihn jene übermächtige Gestalt, die er zu übertreffen suchte? Und schließlich: was hat sein Werk, um dessentwillen wir uns für ihn interessieren, mit diesem allen zu tun?
Darauf antwortet dieses Buch, ohne sich den vielen Mutmaßungen und Legenden zu unterwerfen, mit denen Kleists Leben bis heute umstellt ist. Entstanden ist eine lebendige und anschauliche Erzählung eines Lebensbogens, der von der Jugend in Preußen bis zum Ende des „pauvre Henri Kleist“ in der Nähe von Potsdam reicht. Die Deutschen haben sich Zeit gelassen, Kleists Meisterschaft zu erkennen, aber das Verlangen danach hat dann glücklicherweise an Intensität zugenommen und dauert unvermindert bis auf den heutigen Tag an. Solchem Verlangen entgegenzukommen, dient diese Biographie.
„Heinrich von Kleist galt als ein schwieriger Mensch. Aber was heißt das schon, denn wer schließlich eicht die Maße und Gewichte, mit denen ein Mensch gemessen und gewogen wird!“ Gerhard Schulz

Gespannt darf man sein, wer in diesem Jahr den Kleist-Preis erhält, und wie der Streit um die Neugestaltung des Grabes am Kleinen Wannsee ausgehen wird.

Ständig aktualisierte Informationen werden auf den Internet-Seiten Kleist-Archiv Semdner und der gemeinsamen Seite der Kleist-Gesellschaft und des Kleist-Museums bekanntgegeben.

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Jedermann: Reinfall am 01.08.2010 im Münchner Brunnenhof

Die Premiere von „Jedermann. Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes“ von Hugo von Hoffmannsthal fand 1920 zur Eröffnung der ersten Salzburger Festspiele auf dem dortigen Domplatz statt.

Inzwischen ist es längst ein Klassiker der Weltliteratur und seit 90 Jahren untrennbar mit den Salzburger Festspielen verbunden, wo es Jahr für Jahr aufgeführt wird. Alle großen Schauspieler reißen sich um die Hauptrollen – Jedermann, Buhlschaft und Teufel. Als Jedermann brillierten in Salzburg bereits Will Quadflieg, Curd Jürgens, Maximilian Schell und Klaus Maria Brandauer. Die Geliebte des Jedermann, der ihr in dem Stück einen Lustgarten kaufen möchte, wurde in Salzburg schon von vielen berühmten Damen gespielt. Darunter waren unter anderem Sunnyi Melles, Veronica Ferres und Nina Hoss. Regisseure in Salzburg waren unter anderem Gernot Friedel und Christian Stückl.

Der „Jedermann“ ist schon lange nicht mehr nur auf dem Domplatz in Salzburg ein Klassiker. Eine der beliebtesten „Jedermann“-Produktionen ist die Inszenierung von Peter Willy Willmanns. Mit zahlreichen Aufführungen bei namhaften deutschen und österreichischen Bühnen und Festivals hat sie sich regelrecht zum Theater-Exportschlager entwickelt. Willmanns „Jedermann“ liegt eine gestraffte, modernisierte Fassung des Mysterienspiels zugrunde.

Die Inszenierung ist opulent und volkstümlich und verwendet die Originalkostüme der Salzburger Festspiele von 1959 und hätte mit dem Aufgebot an Falken, Pferden und Fackeln sowie Tanzeinlagen der Münchner Moriskentänzer zur mittelalterlichen Musik des Ensembles Capella Monacensis für einen unvergesslichen Abend sorgen können.

Die Voraussetzungen für die Veranstaltung am 01.08.2010 im Brunnenhof der Münchner Residenz waren ideal. Nach einem heißen Sommertag versprachen die Temperaturen auch abends ein Freilicht-Spektakel ohne frieren zu müssen. Gegen 20 Uhr strömten die Gäste in sommerlichen, teilweise sehr eleganten Outfits in den Brunnenhof. Doch schon beim Betreten des rechteckigen Areals wurde deutlich, dass wir mit unseren Tickets in der Kategorie D für 44,90 Euro kaum etwas würden sehen können. Die Bühne befand sich am Ende des Hofes direkt hinter dem Brunnen. Der Veranstalter hatte die Stuhlreihen rechts und links am Brunnen entlang bis fast zum entgegengesetzten Ende entlang platziert. Die Zuschauer ab Kategorie C hatten, bedingt durch den dazwischenliegenden Brunnen, im Prinzip nie die Möglichkeit die ganze Bühne einsehen zu können. Von unseren Sitzen aus konnten wir gerade mal ab und zu die Köpfe der Schauspieler erkennen, ganz zu schweigen vom rechten Drittel der Bühne! Eine kleine, nach hinten ansteigende Tribüne und eine höher gelegene Bühne hätten schon für Abhilfe sorgen können. Dann wären zwar die Schauspieler immer noch sehr weit entfernt gewesen, man hätte aber wenigstens die „opulenten Kostüme“ im Ganzen sehen können.

Die Technik ließ ebenfalls zu wünschen übrig. Sobald die Schauspieler in Aktion traten und die Mikrophone verdeckt wurden, war kaum noch etwas zu verstehen. Auch wirkte Peter Willy Willmann in seiner Rolle als Jedermann nicht überzeugend. Dadurch, dass die Sicht versperrt war und man der Handlung nicht folgen konnte, waren wir mehr oder weniger auf das gesprochene Wort angewiesen. Durch die schlechte Technik kam die Stimme von Peter Willy Willmann wohl eher verzehrt rüber, dafür konnte man an seiner lauten Atmung erkennen, dass seine Rolle sehr anstrengend war. Christine Neubauer sahen wir als Buhlschaft immerhin ganz kurz etwas genauer, als sie nach ihrem Auftritt im Galopp auf ihrem Schimmel dem Ausgang entgegen eilte. Nach einem kurzem Applaus und einigen Buh-Rufen folgten ihr die enttäuschten Zuschauer.

Fazit: Eine herbe Enttäuschung auf ganzer Linie! 🙁

Gut gegen Nordwind in der Komödie am Kurfürstendamm in Berlin

Daniel Glattauers Roman „Gut gegen Nordwind“ erschien im Herbst 2006, wurde für die Longlist des deutschen Buchpreises nominiert und hat sich bisher 750.000 Mal im deutschsprachigen Raum verkauft.
Gemeinsam mit Ulrike Zemmer verfasste Glattauer eine Bühnenfassung des Romans, die im Mai 2009 an den Kammerspielen des Theaters in der Josefstadt in Wien erfolgreich uraufgeführt wurde. Ab dem 17. Januar 2010 wird „Gut gegen Nordwind“ auch in Berlin gezeigt.
In dem Zweipersonenstück geht es um eine ganz besondere „Brieffreundschaft“ im Zeitalter des Internets:
Durch einen Tippfehler landet Emmi Rothners Mail irrtümlich bei Leo Leike – und so erlebt der Zuschauer, wie sich die betont „glücklich“ verheiratete Homepage-Expertin und der beziehungsgeschädigte Kommunikationswissenschaftler in der virtuellen Welt näher kommen. Die beiden beginnen zu flirten und müssen dabei kaum etwas von ihrem Leben preisgeben. Die Abwesenheit des anderen macht den Reiz der Korrespondenz aus und weckt in Emmi und Leo verschüttete Sehnsüchte und Begierden. Aber kann sich daraus auch eine Verliebtheit oder sogar Liebe entwickeln, wo die beiden sich doch im wirklichen Leben noch nie begegnet sind? Oder sind die wahren Abenteuer im Kopf?
Gut gegen Nordwind2„Gut gegen Nordwind“ erzählt von der Sehnsucht in Zeiten des Internets. Von hart bis zart, von trotzig bis hingebungsvoll – von schnodderig bis verzweifelt, von unendlich traurig bis unfassbar komisch: Keine Gefühlslage bleibt in „Gut gegen Nordwind“ ausgespart.

Der Autor
Daniel Glattauer: „Ich glaube nicht, dass ich Bücher schreibe, die die Weltliteratur vorantreiben werden. Das war nie mein Anspruch. Ich möchte Bücher schreiben. Dass manche das Literatur nennen, freut mich. Wenn man sagt Unterhaltungsliteratur, hab ich kein Problem damit, und wenn man sagt Leichte Literatur ist das auch vollkommen okay. Wenn man aber meint, Leichte Literatur sei etwas Minderwertiges, dann ärgert mich das. Ich möchte Bücher schreiben, mit denen Menschen, die ungefähr mein Bildungsniveau und meine Ansprüche haben, etwas anfangen können.“ (Daniel Glattauer in einem Interview mit Günter Kaindlstofer auf Deutschlandradio Kultur)

Der gebürtige Wiener Daniel Glattauer hat über 20 Jahren als Journalist gearbeitet. Zuletzt schrieb er Gerichtsreportagen, Kolumnen und Feuilletons für die Tageszeitung „Der Standard“. „Gut gegen Nordwind“ ist sein dritter Roman, der wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ vor einiger Zeit schrieb „… zunächst von Buchhändlerinnen an Kundinnen und weiter an Freundinnen empfohlen wurde und dann von der Kritik bestaunt wurde.“ Im vergangenen Frühjahr erschien die Fortsetzung „Alle sieben Wellen“. Ursprünglich hatte Glattauer nicht beabsichtigt, die Geschichte von Emmi Rothner und Leo Leike weiter zu erzählen, aber seine Fans ließen ihm keine Ruhe. Bereits Ende November 2009 waren über 275.000 Exemplare des Romans verkauft.

Tanja Wedhorn spielt die Rolle der Emmi Rothners

Schon während ihrer Schulzeit spielte Tanja Wedhorn in freien Theatergruppen. Bevor sie ihr Studium an der Hochschule für Darstellende Künste in Berlin aufnahm, begann sie erst noch ein Lehramtsstudium in Dortmund, aber die Liebe zum Theater war stärker.
Noch während der Abschlussprüfung ihres Studiums wurde sie für „SK-Babies“ (1998) gecastet und bekam ein festes Engagement am Thalia-Theater in Hamburg.
Mit ihrer durchgehenden Serienhauptrolle in „Die Nesthocker“ (1999) wurde Tanja Wedhorn einem breiten Publikum bekannt. Der ganz große Durchbruch für sie kam 2004 mit der Hauptrolle in der ersten deutschen Telenovela „Bianca – Wege zum Glück“. Hierfür wurde sie mit dem österreichischen Fernsehpreis „Romy“ als beliebtester weiblicher Shootingstar ausgezeichnet.
Außerdem war Tanja Wedhorn in vielen Fernsehserien zu sehen, so in „Wolffs Revier“, „SK-Babies“, „Tatort“, „SK Kölsch“, „Balko“ und „SOKO 5113“.

Oliver Mommsen spielt die Rolle des Leo Leike

Oliver Mommsen besuchte die renommierte Maria Körber-Schauspielschule in Berlin. Im Anschluss daran absolvierte er eine Kamera-Ausbildung bei Studio Actors&Camera in Köln. Danach spielte er Theater und stand häufig vor der Kamera. Seit 2001 ist er im Bremer „Tatort“ der Assistent von Kommissarin Inga Lürsen, dargestellt von Sabine Postel. 2006 bekam er für seine Rolle in der Folge „Scheherazade“ den Sonderpreis des Deutschen Fernsehkrimipreises als Bester Nebendarsteller.
In dem SAT.1-Film „Männer sind Schweine“, der vor kurzem abgedreht wurde, übernahm Oliver Mommsen die Hauptrolle. Für das ARD-Jugenddrama „Sie hat es verdient“ stand er u. a. neben Veronica Ferres und Jule Ronstedt als Vater, der seine Tochter missbraucht, vor der Kamera.

Der Regisseur
Rüdiger Hentzschel
Der gebürtige Karlsruher lebt seit seiner Schauspielausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in seiner Wahlheimat Wien. Schauspielerengagements führten ihn u. a. an die Württembergische Landesbühne Esslingen sowie an viele Wiener Bühnen, u. a. an das Volkstheater, das Schauspielhaus, das Theater in der Josefstadt sowie das Theater der Jugend. Zudem war er in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen. Seit 1995 arbeitet Hentzschel auch als
Regisseur. In Wien inszenierte er u. a. „Das Land, wo Milch und Honig fließen“ im Theater Drachengasse, „Eleana und Robert“ im Theater in der Josefstadt sowie „Oleanna“, „Wir sind keine Engel“, „Komödie im Dunkeln“, „Die Grönholm-Methode“ und zuletzt „Hin und Her“ am Scala Theater. Seine sehr erfolgreiche Inszenierung von Tschechows „Drei Schwestern“ tourte durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Am Frankfurter Fritz Rémond Theater führte Hentzschel Regie bei „Die Falle“, „Hysteria“ und „Toutou“.

Nach dem Roman von Daniel Glattauer
Bühnenfassung von Ulrike Zemme und Daniel Glattauer
Regie: Rüdiger Hentzschel, Bühne: Julia Hattstein, Kostüme: Gizella Koppany
mit Tanja Wedhorn und Oliver Mommsen
Berliner Erstaufführung am 17. Januar 2010
(Voraufführungen 13. – 16. Januar 2010)
bis 21. Februar 2010
Komödie am Kurfürstendamm

Kartenpreise
Di-Do 36/25/13 Euro
Fr/Sa/So 39/28/17 Euro
Voraufführungen 19 Euro
Berliner Erstaufführung 47/36/24 Euro
Karten 030/88 59 11 88 und unter www.komoedie-berlin.de

Wie es euch gefällt – Schauspiel von William Shakespeare

wie-es-euch-gefallt1

Noch bis zum 08. August zeigt die Bayerische Theaterakademie auf der Freilichtbühne im Arkadenhof des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege (Alte Münze) Shakespeares Schauspiel Wie es euch gefällt. Die Karten kosten zwischen 18 Euro und 24 Euro.
Bei schlechtem Wetter im Akademietheater im Prinzregententheater München.
Die telefonische Spielortansage ist an Aufführungstagen jeweils ab 18 Uhr unter der Nummer 089/2185-2827 zu erreichen.

Das Stück wurde am 4. August 1600 zum Druck eingereicht, doch wurde seine Drucklegung zu dieser Zeit offenbar verhindert. Eine Notiz neben dem Eintrag lautet: „…to be staied“.  Erst 23 Jahre später erschien das Werk erstmals im Druck in der ersten Shakespeare-Gesamtausgabe.

Wie es euch gefällt erzählt von Menschen auf der Flucht: Von Verbannten, Verzweifelten, Hoffnungsvollen, Jungen und Alten, Narren und Adligen, Herren und Dienern auf der Suche nach einem neuen Leben. Der Wald, in dem sie sich schließlich begegnen werden, verdichtet sich immer mehr zu einer Traumlandschaft – changierend zwischen paradiesisch und alptraumhaft. Alle werden hier etwas finden, aber niemand das, womit er gerechnet haben mag. Leichtigkeit, aber auch wütender Ernst der Liebe, verweben ihre Geschichten unaufhaltsam zu einem filigranen Verwirrspiel, aus dem zuletzt einige Paare hervorgehen, aber sich nichts in ungetrübtes Wohlgefallen auflöst.

Übersetzung von Frank Günther
In der Fassung von Mario Andersen und Bea Ackermann für die Bayerische Theaterakademie

Inszenierung: Mario Andersen
Bühne: Jörg Brombacher
Kostüme: Adriana Taratufolo
Choreographie: Katja Wachter
Dramaturgie: Benno Heisel
Musik: Martin Lutz

HERZOG, der Ältere: Urs Fabian Winiger
HERZOG FREDERICK: Felix Steinhardt
LE BEAU, ein Höfling: Sebastian Strehler
CHARLES, ein Preisringer: Urs Fabian Winiger
PROBSTEIN, ein Narr: Philipp Michael Börner
OLIVER, älterer Sohn: Robert Augustin
ORLANDO, jüngerer Sohn: Marian Kindermann
DIE ALTE ADAM, Olivers Dienerin: Natalia Rudziewicz
AMIENS, Edelmann des verbannten Herzogs: Sebastian Strehler
JACQUES, Edelmann des vebannten Herzogs: Gisa Flake
WILHELM, Schäfer: Robert Augustin
SILVIUS, Schäfer: Felix Steinhardt
1. LORD IM WALD: Felix Steinhardt
2. LORD IM WALD: Julia Sontag
PAGE Herzog Fredericks: Julia Sontag
LEIBWÄCHTER Herzog Fredericks: Gisa Flake
ROSALINDE, Tochter des verbannten Herzogs: Bettina Lieder
CELIA, Tochter des Herzogs Fredericks: Luise Weiß
PHOEBE, eine Schäferin: Natalia Rudziewicz
KÄTE, eine Ziegenhirtin: Julia Sontag
HYMEN, ein Gott: Gisa Flake

Arkadenhof der Alten Münze in München

Mitten in der Münchner Innenstadt, in der Pfisterstraße zwischen Marienhof und Platzl, liegt der Arkadenhof der Alten Münze. In Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege wird dieser Renaissancehof von der Bayerischen Theaterakademie im Juli und August für Freilichtaufführungen genutzt.

Zutritt über das Hauptportal in der Pfisterstraße

Bitte beachten, dass die Karten ab dem 01. – 08. August nur zwischen 14.00 – 18.00 Uhr unter der Telefonnummer (089) 2185-2899 und im Internet bestellt werden können. Die bestellten Karten können an der Abendkasse abgeholt werden.

Quellen: Prinzregententheater München, Wikipedia

lustspielhaus

Das Münchner Lustspielhaus sucht für ein Musiktheaterprojekt im Sommer 2009 „hemmungslose Bühnenviecher“. Und zwar:

45-jähriger Handwerker
nymphomane Tochter (Friseuse)
drogensüchtiger Sohn (Broker)
Mutter (etwa 55 Jahre alt, verlebt und unverdrossen)
Sozialarbeiter oder Sozialarbeiterin
schauspielfähige Musiker (Klavier, Baß oder Gitarre)

Wer sich für eine dieser Rollen geeignet sieht, möge so bald wie möglich eine Bewerbung an das:

Münchner Lustspielhaus
Occamstrasse 8
80802 München

schicken. Die Mail-Adresse lautet: info@lustspielhaus.de

Quelle: Süddeutsche Zeitung