zehnSeiten.deEin Abend mit den Machern von zehnSeiten.de, ihren Autoren und Freunden.
10.12.2009, 20 Uhr. Münchner Kammerspiele/Neues Haus

„Bücher hören und sehen“ heißt der programmatische Slogan und wer auf die Seite geht, wird überrascht sein, wie gut das umgesetzt ist: Auf einer virtuellen Lesebühne präsentieren hier die Autoren ihre Bücher, in dem sie zehn Seiten aus ihrem Werk lesen. Direkter und sinnlicher kann man Literatur nicht im Netz vermitteln!

lesend auf der Bühne:
Harriet Köhler
Alexander Schimmelbusch
David Schalko

an den Plattentellern:
Thomas Meinecke

an der Bar:
Blumenbar

Harriet Köhler, geboren 1977, lebt in Frankfurt am Main. Sie besuchte die Deutsche Journalistenschule, arbeitete als freie Autorin unter anderem für Die Zeit, den Tagesspiegel, GQ, das Jugendmagazin „Neon“, den Zündfunk und den Musiksender MTV.
Ihr erster Roman „Ostersonntag“ war die allererste Lesung auf zehnSeiten.de, und nun schenkt sie uns abermals eine Premiere: Es wird ihre erste öffentliche Lesung aus ihrem im Frühjahr 2010 bei Kiepenheuer & Witsch erscheinenden neuen Roman „Und dann diese Stille“ sein.

Alexander Schimmelbusch, geboren 1975, wuchs in New York auf, studierte an der Georgetown University in Washington Volkswirtschaftslehre und Germanistik und arbeitete fünf Jahre als Investmentbanker in London. 2005 erschien sein viel beachteter Debütroman „Im Sinkflug“, in dem er die globale Krise literarisch vorwegnahm. Lesen wird er aus seinem neuen bei Blumenbar erschienenen Roman „Blut im Wasser“, für den er dieses Jahr den Preis der Hotlist der Independent-Verlage erhalten hat.

David Schalko ist 1973 geboren, lebt als Autor und Regisseur in Wien. Bekannt machte ihn seine für das Fernsehen stilprägende „Sendung ohne Namen“, die mit zahlreichen TV-Preisen ausgezeichnet wurde (u.a. Goldene Romy 2003, nominiert für die Rose d’Or und das New York T.V. Festival). Sein Fernsehzweiteiler Aufschneider (gemeinsam mit Josef Hader) wird 2010 im Hauptabendprogramm gezeigt.
David Schalko wird aus seinem neuen Roman „Weisse Nacht“ lesen, diesen Herbst erschienen im Czernin Verlag. Seine großartige Lesung aus „Wir lassen uns gehen“ ist auf www.zehnSeiten.de zu sehen.

Thomas Meinecke ist 1955 in Hamburg geboren. Ab 1977 in München lebend, war er dort von 1978 bis 1986 Mitherausgeber und Redakteur der Avantgarde-Zeitschrift „Mode & Verzweiflung“.
In den 80er Jahren erschienen in unregelmäßigen Abständen in der ZEIT Kolumnen von ihm. Thomas Meinecke ist außerdem Musiker in der 1980 von ihm mitgegründeten Band Freiwillige Selbstkontrolle (FSK). Wie Harriet Köhler ist Thomas Meinecke zehnSeiten-Autor der ersten Stunde. Inzwischen ist er als bisher Einziger bereits mit drei Lesungen vertreten. Diesmal wird er jedoch nicht lesen, sondern für uns & Euch an den Plattentellern stehen!

Eintritt: 8 Euro ( ermäßigt 5 Euro)

Quelle: zehnSeiten.de

Inzwischen ist die Zahl der Autorinnen und Autoren, die jeweils zehn Seiten aus ihren aktuellen Büchern vorlesen, auf zehnSeiten.de auf 42 angestiegen. Erstmals verlagern sie ihren Stammplatz im Internet zusätzlich an die Basis, die Buchhandlung.

zehnseitende

Die Münchner Buchhandlung Lehmkuhl zeigt seit Anfang Juli in einer zweiwöchigen Installation die Videos mit den 49 Autoren-Lesungen.

Auf mehreren Monitoren lesen unter anderem die Autoren Katja Huber, Rosa Pock, Thomas Meinecke, Hanno Millesi, Peter Henisch, Sabine Gruber, Maximilian Dorner, Martin Beyer, Linda Stift, Stefan Beuse, Vladimir Vertlib, Gernot Wolfgruber, David Schumann, Dirk Dobbrow, Thommie Bayer, Ruth Johanna Benrath, Eleonora Hummel, Benjamin Lebert, Ursula Krechel, Rafik Schami, Norbert Gstrein, Norbert Niemann, Julia Zange, Marie Fadel und Rafik Schami, Daniel Grohn, Thomas von Steinaecker, Paul Brodowsky, Andreas Neumeister, Stefanie Geiger, Thomas Palzer, Klotz & Dabeler, Matthias Hirth, Georg M. Oswald, Norbert Niemann, Harriet Köhler, Björn Bicker, Franzobel, Verena Roßbacher, Andrea Maria Schenkel, David Schalko, Michael Stavaric und Lorenz Langenegger aus ihren aktuellen Büchern.

Im Anschluss sollen dauerhaft wechselnde Lesungen von zehnSeiten.de auf einem fest installierten Screen bei Lehmkuhl im Schaufenster zu sehen und zu hören sein.

Quelle: Börsenblatt

ZehnSeiten.de, ein neues Literatur-Internet-Projekt, ist seit der Frankfurter Buchmesse online. In der Pressemitteilung heißt es: „ZehnSeiten.de versteht sich als ortsungebundene visuelle wie akustische Lesebühne, auf der in puristischer schwarz-weiß Ästhetik Autoren jeweils zehn Seiten ihrer Wahl aus einem ihrer Bücher vorlesen. Alle Beträge sind ungeschnitten und vor einheitlicher Kulisse aufgenommen, um den Fokus klar auf den Text zu richten. zehnSeiten.de macht Leser neugierig auf zeitgenössische Literatur und gibt Autoren die Möglichkeit ihre Bücher angemessen im Internet zu präsentieren.“

Sie wollten Bücher im Internet wertfrei präsentieren, sagt Johannes Wörle, einer der Initiatoren des Projekts: „Keine Überladung, keine Werbung. Der Leser soll sich über zeitgenössische Literatur informieren können und den Autor, der hinter dem Gelesenen steht, ein bisschen kennenlernen.“

Derzeit sind Autoren wie

Rafik Schami (Das Geheimnis des Kalligraphen),
Marie Fadel und Rafik Schami (Damaskus. Der Geschmack einer Stadt),
Lorenz Langenegger (Hier im Regen),
Ursula Krechel (Shanghai fern von wo),
Daniel Grohn (Kind oder Zwerg),
Thomas von Steinaecker (Wallner beginnt zu fliegen),
Paul Brodowski (Die blinde Fotografin),
Andreas Neumeister (Könnte Köln sein),
Stefanie Geiger (Der Eisfürst)
Thomas Palzer (Pony, Ruin),
Klotz und Dabeler (Aus dem Leben des Manuel Zorn),
Matthias Hirth (Angenehm),
Georg Oswald (Im Geist der Gesetze),
Thomas Meinecke (Feldforschung, Musik),
Norbert Gstrein (Die Winter im Süden, Die englischen Jahre),
Xaver Bayer (Die durchsichtigen Hände),
Norbert Niemann (Willkommen neue Träume, Schule der Gewalt, Wie man´s nimmt),
Georg M. Oswald,
Julia Zange (Die Anstalt der besseren Mädchen),
Maximilian Dorner (Mein Dämon ist ein Stubenhocker),
Harriet Köhler (Ostersonntag)

bereits auf zehnSeiten.de hör- und sehbar, weitere Autoren folgen.

Finanziert wird der Internetauftritt durch die Verlage, die für Lesungen zahlen müssen – immerhin bietet sich ihnen dadurch eine attraktive Plattform für gut verknüpfbare Werbung. Ein Mitspracherecht bei der Auswahl der Autoren und Bücher behalten sich die Veranstalter allerdings vor: „Der Leser soll sich ja unabhängig vom Verlag über Bücher informieren können. Auch über Bücher, die nicht unbedingt in jeder Buchhandlung ausliegen.“

Quelle: (Isabella Hager / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 8.1.2009)

Weitere Quellen: Turmsegler, eliterator.de