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Wäre es schön? Es wäre schön! Ein Abend mit Irina Liebmann im Literaturhaus

28. März 2008 | Von | Kategorie: Bücher, Lesungen, Literaturhaus München, München, Termine

Irina Liebmann
Wäre es schön? Es wäre schön!
Mein Vater Rudolf Herrnstadt
Lesung am Dienstag, 1.4.2008, um 19:30 im Saal des Münchner Literaturhauses, Salvatorplatz 1

Aus einer bürgerlichen jüdischen Familie im oberschlesischen Industrierevier stammend, hatte Rudolf Herrnstadt (1905-1966) den aufziehenden Faschismus früh erkannt und beschlossen, nicht zu fliehen, sondern gegen ihn zu kämpfen. Er wurde Kommunist undließ sich, wo er gebraucht wurde, von der Partei einsetzen.

Irina Liebmann, erst in Ostberlin, später in Westberlin, mehrfach ausgezeichnete Schriftstellerin, entdeckt ihren Vater als Akteur der Zeitgeschichte und zeichnet den großen Bogen seines Lebens nach – vom Warschau der Vorkriegzeit bis zum Trümmerfeld von Berlin, von Moskau im Krieg bis zum Aufbau des Stalinismus. Er wurde der sprachgewaltige und bekannteste Pressemann der Ostzone und der frühen DDR, bevor seine Hingabe für die Sache des Kommunismus tragisch endete.

Wäre es schön? Es wäre schön! Kurzbeschreibung
Wäre es schön? Es wäre schön! ist die Biographie eines restlos engagierten Menschen, dessen Anliegen es war, das aktuelle Weltgeschehen begreifbar zu machen, den Krieg zu beenden und in Deutschland einen Neuanfang zu wagen.
Rudolf Herrnstadt (1903-1966) war der sprachgewaltige und bekannteste Pressemann der Ostzone und der frühen DDR, bevor er aus der SED ausgestoßen und in die Provinz verbannt wurde. Aus einer bürgerlichen jüdischen Familie im oberschlesischen Industrierevier stammend, hatte er den aufziehenden Faschismus früh erkannt und beschlossen, nicht zu fliehen, sondern gegen ihn zu kämpfen. Er wurde Kommunist, verzichtete auf eine persönliche Karriere und ließ sich stattdessen von seiner Partei dort einsetzen, wo er gebraucht wurde. Der Bogen seines Lebens wie auch seiner Schriften führt von Berlin über Prag und Warschau nach Moskau und wieder zurück nach Berlin, wo er im Mai 1945 mit der Roten Armee eintrifft und die ersten Zeitungen Berlins mit aufbaut, dann die Presse der Ostzone. In der frühen DDR wird er die Parteizeitung leiten, ihre Propaganda offensiv vertreten, aber seine Position auch immer nutzen, um Neues in Gang zu bringen. Er wird der Erste sein, der öffentlich nach mehr Demokratie ruft und einen achtungsvollen Umgang mit den Menschen fordert. 1953 wird er als”Feind der Partei”aus der SED ausgeschlossen und seitdem totgeschwiegen. Das Buch belegt die Spannweite dieses Lebens – vom Warschau der Vorkriegszeit bis zum Trümmerbild von Berlin, von Moskau im Krieg bis zum Aufbau der Stalinallee. Irina Liebmann entdeckt ihren Vater als Akteur der Zeitgeschichte, geprägt von Faschismus und Krieg und der Hingabe für die Sache des Kommunismus, die tragisch endete.

Karten in der Literaturhandlung (Tel. 089-280 01 35) und im Literaturhaus (Tel. 089-29 19 34-27).
Veranstalter: Literaturhandlung, Stiftung Literaturhaus, Eintritt: Euro 8.-

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