Facebook Seite Feed abonnieren

Rätseln über den ersten Satz bei Elke Heidenreich und Lesen!

7. September 2008 | Von | Kategorie: Der schönste erste Satz, Dies und Das, Lesekreis
Link button by WP Buttons

In der Lesen! im ZDF – Sendung am 05. September wird zum 3. Mal nach einem Buch gesucht. In dem Gewinnspiel geht es um Autor und Titel von folgendem ersten Satz:

Mein Vater und meine Mutter hätten in New York bleiben sollen, wo sie sich kennengelernt und geheiratet haben und wo ich geboren wurde.

Wer den ersten Satz nicht erkennt, kann ihn auf Anhieb im Netz finden. Gesucht wird:

Die Asche meiner Mutter von Frank McCourt

Kurzbeschreibung
Der Roman Die Asche meiner Mutter ist ein bestürzendes Dokument einer Kindheit in Limerick von den 1920er bis zu den 1940er Jahren. Frank McCourt schildert in seinen Irischen Erinnerungen (so der Untertitel) das ihm und seiner Familie widerfahrene Leid der Unterprivilegierten aus kindlicher Perspektive, ohne jedoch auf Humor und Optimismus zu verzichten.
Inhalt: McCourt verbringt seine ersten Lebensjahre als ältestes Kind einer irischen Familie in New York. Da die USA der Familie nicht den erhofften Wohlstand bringen und die jüngste Tochter Margaret aufgrund der schlechten Versorgung stirbt, geht die Familie zurück nach Irland. In den Slums von Limerick leben die sechs Kinder mit ihren Eltern am Rand des Existenzmismus – Vater Malachy vertrinkt die Armenunterstützung im Pub und lässt seine Kinder abends zu irischen Freiheitsliedern singen. Mutter Angela bettelt, um die Kinder vor dem Verhungern zu bewahren, dennoch sterben die Zwillingsbrüder an Unterernährung. Franks Kindheit wird auch durch absurde Erlebnisse mit religiösen und staatlichen Autoritäten geprägt. Der selbstständige Junge spart schon als Kind für die Rückkehr in die USA. Mit 19 begibt er sich auf ein Schiff nach New York, um ein neues Leben anzufangen.

Aufbau: McCourts Geschichte orientiert sich an dem Muster der mündlich wiedergegebenen Historie. Als Zeitzeuge gibt der Autor Zeugnis einer typischen Kindheit in den irischen Slums der 1920er Jahre. Die Unterdrückung durch Armut und Kirche stellt McCourt als Verursacher des familiären Unglücks dar. Die sozialen Umstände, darunter Alkoholismus und katholische Intoleranz, zeigt der Autor als spezifisch irisch. Priester und Schulmeister werden als Hüter einer unduldsamen Klassengesellschaft vorgeführt, die den Ärmsten keine Möglichkeit gibt, aus ihrem Joch auszubrechen.

Das Buch ist eine Hommage an die Mutter des Autors, die ihre von Leid geprägte Existenz selbstaufopfernd für das Überleben ihrer Kinder einsetzte. Trotz des ernsten Themas schildert McCourt die einzelnen Episoden humorvoll aus kindlich-jugendlicher Perspektive, d. d. im Präsens und in einfachen Worten.

Wirkung: McCourts erster Roman löste in den USA und Europa einen Boom kindheitsbezogener Erinnerungsliteratur aus. Das große öffentliche Interesse am Schicksal McCourts veranlasste den Autor mit dem Roman Ein rundherum tolles Land (1999) von seinen Erlebnissen als Erwachsener in den USA zu berichten.

Über den Autor
Frank McCourt wurde 1930 in Brooklyn in New York als Kind irischer Einwanderer geboren, wuchs in Limerick in Irland auf und kehrte 1949 nach Amerika zurück. Dreißig Jahre lang hat er an New Yorker High Schools unterrichtet. Für sein erstes Buch, “Die Asche meiner Mutter”, 1996 erschienen, erhielt er den Pulitzerpreis, den National Book Critics Circle Award und den L.A. Times Book Award. Er lebt mit seiner Frau Ellen in New York und Connecticut.

Quellen: Wikipedia, Lesen! im ZDF

4 Kommentare
Hinterlasse einen Kommentar »

  1. Da ich durch Zufall reinsah und auch den äußerst sympathischen Christian Brückner entdeckte, den ich hoffentlich in der Zukunft mal bei einer Lesung treffen werde, die meine Stammbuchhandlung einmal im Monat veranstaltet, bekam ich diesmal auch die Quizfrage mit. ;) Und mein erster Gedanke war, daß es sich genau um dieses Buch handeln müßte. Erschreckend allerdings fand ich, wie Heidenreich Brückners Argumentation zur Metaphysik von Melvilles “Moby Dick” beiseite fegen wollte. Das macht mir die Frau wirklich nicht sympathischer…. LG tinius – und danke für (erneute) Verlinkung und das Lob im GB.

  2. hi tinius,
    aber ja, du kannst Christian Brückner bestimmt auch in Berlin in der Lesung mit Noah Gordons “Katalanen” erleben, zumindest war er ja erst kürzlich damit hier im Münchner Literaturhaus. ;.) Ich habe gesehen, dass er bei drei Büchern von Elke Heidenreichs Liste als Sprecher fungiert hat. Er scheint ganz schön fleißig und gut im Geschäft zu sein. Die Lesen! – Sendung habe ich leider verpasst und weiß daher gar nicht, was sie mit ihm angestellt hat.
    Die erneute Verlinkung ist doch Ehrensache und nochmals, Gratulation zur Entscheidung zu wechseln,
    schönen Tag und liebe Grüße
    P.S.: bitte mache aus dem “mit” ein “mir” in meinem Gästebucheintrag bei dir…tztztztz

  3. Eines der letzten Dinge, die ich tun würde, wäre, mir eine Lesung vom “Katalanen” anzutun. Also nee, nich wirklich…. das kannst Du gerade nicht ernst meinen. ;) Dein Vertipper wurde korrigiert – cool, daß man das überhaupt kann. ;) LG tinius

  4. :lol: nein natürlich habe ich das nicht ernst gemeint! Weiß ja, wie du dazu stehst!

Schreibe einen Kommentar