Ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob ich mir das Buch „Istanbul“ von Orhan Pamuk gekauft hätte, wenn eine Freundin es mir nicht geschenkt hätte.
Auch wenn das Audimax der LMU gestern ausverkauft war und ich mir keinen persönlichen Eindruck von dem Schriftsteller machen konnte, habe ich das Gefühl kaum jemals zuvor einem Autor und einer Stadt näher gekommen zu sein.

Das Buch fordert viel Konzentration beim Lesen, berichtet seitenweise über „Hüzün“, eine Art Melancholie die sich über die Einwohner der Stadt gelegt hat, Maler, Literaten vergangener Zeiten und Kuriositäten, die zum Schmunzeln anregen. Während er in seiner Kindheit durch die Stadt streift, erfährt der Leser viel über die Geschichte Istanbuls. Spannend ist es an der persönlichen Familiengeschichte des Autors, verstärkt durch viele Familienfotos, teilzuhaben.

„Man lebt am Rande Europas, des reichen Europas, führt aber selbst ein armes Leben. Die Melachnolie zwischen den Ruinen des Imperiums sind jeden Tag erlebbar“, erläutert Pamuk bei seiner Lesung. Glück bedeute für ihn nicht sich ins Leben zu stürzen, Glück sei, es zu betrachten.

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