Modest Mussorgskys Oper „Chowanschtschina“ wird aus dem Nationaltheater auf den Max-Joseph-Platz ab 18 Uhr übertragen.

Worum geht es?

Im Russland des 17 Jahrhunderts streiten die alten politischen und klerikalen Mächte so lange miteinander um die Herrschaft, bis Peter sie alle wegräumt und sich selbst zum Zar macht.

Worum geht´s wirklich?

Im Russland des 21. Jahrhunderts streiten die alten politischen und klerikalaen Mächte so lange miteinander um die Herrschaft, bis sie von einem neuen Herrscher niedergemetzelt werden oder freiwillig in den Tod gehen.

Was geht mich das an?

Die Aufführung ist spannender als Putin im Fernsehen.

Aber warum muss ich deshalb vier Stunden ausharren?

Weil der Regisseur Dmitri Tcherniakov es schafft, die Gegenwart aus der Historie heraus zu erklären und diese selbt unglaublich transparent macht. Und weil es eine wirklich gute Geschichte ist.

Und wie klingt´s?

Düster, wild, heilig und zärtlich <- stimmt, mit Gänsehauteffekt!

Geht´s ein bisschen genauer?

Zwischen gewaltigen Chorsätzen und brutalen Orchesterpassagen tauchen immer wieder hinreißende, in dieser Form selten gehörte Melodien und wunderbare Arien auf. Die Motive sind angereichert mit Volksmusik und Spurenelementen aus der orthodoxen geistlichen Musik.

Wie schaut´s aus?

Beeindruckend: Großes Kino auf der Opernbühne unmittelbar, einleuchtend und verblüffend durch das ungewöhnliche Bühnenbild.

Wen nehme ich mit?

Jemanden, mit dem sich gut vier Stunden schweigen lässt. Und der viel Wodka verträgt.

Was ziehe ich an?

Kampfmontur mit schweren Stiefeln oder einfach ein paar alte, graue Fetzen aus der Altkleidersammlung, Pelz und viel Schmuck geht auch.

Werde ich es mögen?

Wenn nicht, kannst saufen!

Ein Bericht von Egbert Tholl aus der Süddeutschen Zeitung eine Kritik zu Chowanschtschina gibt es ebenfalls auf dem Isarblick

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