Ende 2005 wurde das „alte“ Literaturblatt des Kulturreferats eingestellt. Es gab Protestveranstaltungen, Pressekommentare und viele Schreiben, aber alle Rettungsversuche nützten nichts, eine Lücke wurde aufgerissen und viele Veranstalter registrierten einen Besucherschwund. Der von der Stadt angepriesene Online-Kalender konnte das Literaturblatt, das kostenlos in Buchhandlungen und Kultur-Institutionen ausgelegen und einen Überblick über die Literaturszene der Stadt geboten hatte, nicht ersetzen.

Stein Vaaler ist möglicherweise zusammen mit seinen Kollegen vom Münchner Literaturbüro Retter des „Literaturblattes“, denn seit diesem Monat gibt es ein neues Literaturblatt, die „Literaturseiten München“. In einer Auflage von 10 000 Stück wird es von freiwilligen Helfern an 100 Stellen in der Stadt ausgelegt. Die Redaktion des beidseitig bedruckten DIN-A3 Blatts und der noch ausführlicheren Internet-Ausgabe (www.literaturseiten-muenchen.de) besteht aus sechs bis sieben Leuten.

Wenn sich weitere Anzeigenkunden oder gar ein Sponsor finden, möchte man auf vier Seiten erweitern. Eine unschätzbare Unterstützung wäre sicher auch der Zuschuss der Stadt, auf den Vaaler hofft. Das Kulturreferat steht der Initiative „wohlwollend“ gegenüber, möchte aber zunächst „prüfen, in welcher Form Unterstützung möglich ist“.

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