Mit dem seit Anfang des Monats online gegangenen Buchclub Tubuk Deluxe wollen die Berliner sich neue Zielgruppen erschließen – umworben werden Liebhaber junger Literatur aus unabhängigen Verlagen, die beim „Prinzip Buchclub“ für gewöhnlich an die Generation ihrer Eltern oder Großeltern denken.

TUBUK entdeckt das Prinzip Buchclub neu
Buchclub erinnert dich an deine Eltern?
Nicht mehr lange, denn jetzt gibt es den Buchclub für dich.

Mit TUBUK DELUXE eröffnet TUBUK einen Buchclub, der dir junge Literatur nach Hause bringt. Für 6 Euro im Monat und einen Zeitraum deiner Wahl bist du dabei.

Alle 3 Monate ein Buch nach Hause
TUBUK sucht für dich die Favoriten aus. Das sind Bücher, die besonders sind. Besonders schön, besonders intelligent, besonders spannend.
TUBUK schickt dir vier mal im Jahr ein Buch nach Hause.
So kannst du immer wieder neue Bücher entdecken
„, wirbt der Buchclub auf seiner Internetseite.

Bislang haben 36 Verlage und 43 Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bei Tubuk.de angedockt; unter anderem Alexander, Bilger, Blumenbar, Edition Nautilus, Voland & Quist oder Weissbooks.

Das aktuelle Buch für diesen Sommer ist Rohstoff von Jörg Fauser.

Quelle: Börsenblatt, Tubuk

13 Gedanken zu „TUBUK DELUXE – ein Buchclub, der junge Literatur nach Hause bringt

  1. Das klingt leider nicht wirklich verlockend. Nichts gegen Buchklubs – ich bin selbst in zweien von ihnen, aber erstens sind (am Beispiel Fauser) 10 % Vergünstigung zu gering, zweitens suche ich mir meine Bücher gerne selbst aus und lasse mir nicht von einer Redaktion welche unterjubeln. Ich schaff das selbst bei Bertelsmann, auch wenn es da immer wieder recht schwerfällt, aus den Schrottmassen etwas Taugliches herauszufiltern. Und welchen Sinn es machen soll, einen Einzelband aus einer ziemlich umfangreichen Werkausgabe als Auswahltitel zu versenden, erschließt sich mir aus Kundensicht nicht wirklich, aus Anbietersicht allerdings schon, denn tubuk bzw. Betreiber Schwarzer Freitag scheint eine Buchhandlung mit online – Standbein zu sein. Mit einer Titelbasis wie bei der Büchergilde könnte das Ganze Projekt Sinn machen und erfolgreich für zeitgenössische Literatur werben. So dürfte sich allenfalls die bereits existierende Tubuk – Lesercommunity angesprochen fühlen. LG tinius

  2. Aber tinius,
    erstens „musst“ du dir ja kein Buch „unterjubeln“ lassen, zweitens schreibst du jeder selber, dass es dir oft schwer fällt in dieser Bücherflut ein passendes Buch zu finden, drittens finde ich die Auswahl der dort vorgestellten Bücher echt nicht schlecht. Die meisten beschäftigen sich ja nicht so intensiv mit dem Angebot auf dem Buchmarkt und zahlen wahrscheinlich gerne 10% mehr, wenn sie zum Beispiel einen „Fauser“ zugeschickt bekommen und dafür nicht ewig recherchieren mussten.
    LG

  3. Wenn ich dort Mitglied werde, habe ich eben keine Wahl und muß nehmen, was kommt. Meine Auswahlprobleme bezogen sich einzig und allein auf Bertelsmann, weil deren Ausrichtung auf viel Gelesenes und damit qualitativ Minderwertiges gerichtet ist. Und so sehen auch deren Auswahlbände für diejenigen aus, die es nicht schaffen, selbst fristgerecht ihren Einkauf dort zu erledigen. In diesem Quartal war es die Vorabpremiere von „Der Katalane“ von Noah Gordon. (Und ich kauf mir mein Klopapier denn doch lieber aufgerollt und mit Perforation versehen. Zudem ist diese Variante weicher und am Hintern schmeichelnder.) – Ja, und das läßt mich überlegen, dort recht bald wieder zu kündigen, da ich fürchte, daß mit einem Verkauf auch noch die letzten Reste des Lesbaren dort verschwinden könnten. Allerdings könnte es ebensogut genau andersherum kommen. Die Diskussionen laufen ja schon seit Anfang 2008, daß die Clubs eventuell abgestoßen werden sollen. Mal abgesehen von reinen Finanz – JointVentures kann ich mir allerdings nur Hugendubel / Weltbild oder Thalia als ernsthafte Interessenten vorstellen. Denn erstens dürfte das Investitionsvolumen trotz eher verhaltener Gewinnerwartungen doch ziemlich hoch sein, zum anderen würden andere sich auch inhaltlich überheben. LG tinius

  4. Mich würde es auch stören, wenn ich da Mitglied wäre und man würde mir z.B. wie jetzt „Rohstoffe von Jörg Fauser“ zuschicken – das Buch habe ich schon gelesen! Ansonsten finde ich die Idee gar nicht so übel, da mir oft auch die Zeit fehlt nach einem guten Buch zu suchen.
    Ciao 🙂

  5. hi tinius, hi Leseratte,

    ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass man zwingend den Vorschlagsband nehmen muss. Habe Tubuk angemailt und nachgefragt, melde mich ausführlicher, wenn ich Antwort habe….

    Wünsche euch einen wunderschönen Tag,
    lG

  6. So, nun bin ich etwas schlauer, in der Tat hattest du Recht mein lieber tinius. TUBUK hat folgendermaßen geantwortet:

    Vielen Dank für die Anfrage. Es ist richtig, das die Mitglieder immer ein ausgewähltes Buch von TUBUK zugeschickt bekommen. Die Idee basiert auf dem Wunsch unserer Leser, Bücher jenseits des Mainstream zugeschickt zu bekommen ohne lange danach suchen zu müssen. So werden die Leser alle drei Monate mit einem neuen Buch überrascht, das von TUBUK ausgewählt wird. Der Buchclub richtet sich also vor allem an alle, die gerne immer mal ein neues Buch entdecken, aber selbst vom Angebot überfordert sind oder einfach nicht dazu kommen sich über Bücher zu informieren, aber gerne lesen.

    Nun gut, ich finde die Idee nach wie vor nicht schlecht. Wir gehören einfach nicht zur Zielgruppe 😉
    LG

  7. Siehst Du ? Ich kann lesen… und ich gehöre nicht zu denen, die schon bei der Auswahl eines Buches – auch abseits des Mainstreams – überfordert wären. Überforderung sehe ich nur, weil es mir nicht gelingen wird, alle mich interessierenden Bücher zu kaufen, zu lagern und zu lesen. 😉 (Gestern gab es wieder eine Downtime ?). LG tinius

  8. jep, habe es gesehen – eins zu null für dich! Allerdings habe ich dir ja schon gleich gesagt, dass du nicht zur Zielgruppe gehörst 😉
    Mir gefällt die Idee immer noch.
    Hast du eigentlich schon mal über E-Books für dich nachgedacht? Dann müsstest du zumindest nicht lagern 😉
    Bussi…

  9. Ich hasse ebooks. Bücher bestehen aus Papier und Druckerschwärze. Alles andere ist ein binär codiertes Dokument. 😉 LG tinius

  10. Was mir bei der ganzen Diskussion untergeht, ist die Unterscheidung von TUBUK und einer Redaktion, die eine Bücher „unterjubelt“. Der klassiche Buchclub will verkaufen, klar! Das will TUBUK sicherlich auch, was ja per se auch nicht schlecht ist. Der große Unterschied ist doch aber, dass TUBUK eine Community ist. Die Betreiber der Community beschäftigen sich ja den ganzen Tag mit nichts anderem als Lesermeinungen. Die werden sich schon besser auskennen, als eine Redaktion.
    By the way: das TUBUK DELUX Konzept ist sicherlich nicht günstig, aber ich denke die Idee ist die Förderung von Verlagen, die Bücher abseits des Mainstreams fördern. Kultur sollte uns allen etwas wert sein, auch wenn das von den Buchclubs der Welt nicht gerade gepuscht wird. So ungerne ich die Kino-Käule raus hole: 12.- EUR für den neuen ‚James Bond“, das macht jeder, aber 6 Eier im Monat für den erhalt einer literarischen Szene und 4 Bücher im Jahr, das ist zu viel. TsssTssssTsss.

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