KindleDas Blog TechCrunch berichtet, dass Amazon seit letzten November 240 000 Kindle verkauft hat und beruft sich dabei auf eine direkte Quelle bei Amazon. Amazon selbst hat dies offiziell nicht betätigt.

Der (das?) Kindle wiegt knapp 300 Gramm und kostete im November 400 Dollar (rund 273 Euro), mittlerweile hat Amazon den Preis auf 360 Dollar gesenkt. Es fasst 200 Bücher, diese wiederum kosten knapp zehn Dollar das Stück und werden über eine kostenlose Mobilfunkverbindung („Amazon Whispernet“) auf den Apparat übertragen. Einen PC-Anschluss braucht man zum Bestücken nicht. Die Bildschirmdiagonale beträgt sechs Zoll (15,2 cm). Der Kindle hat keine Hintergrundbeleuchtung, wie sie etwa bei Laptop-Bildschirmen üblich ist. Zum Lesen also braucht man, wie beim herkömmlichen Buch, im manchen Lagen eine Lampe. Der Name „Kindle“ bedeutet übertragen „ein Licht entzünden“.

Bertelsmann scheiterte vor 10 Jahren mit seinem RocketBook in der Bundesrepublik; in den 90er Jahren waren E-Books nahezu unverkäuflich. Branchenkenner räumen dem neuen elektronischen Lesegeräte von Amazon mittlerweile gute Verkaufschancen ein. Genauso wie es Apple erfolgreich mit dem iPod handhabt, bietet Amazon Gerät und Inhalte aus einer Hand an.

Für den Kindle waren laut Amazon mehr als 90 000 Bücher zum Start elektronisch verfügbar, darunter auch aktuelle Bestseller. Auch Tageszeitungen wie die „New York Times“ oder das „Wall Street Journal“ können abonniert werden.

Wenn, wie es TechCrunch vorrechnet, die Einnahmen durch das Gerät bis jetzt zwischen 86 und 96 Millionen Dollar ausmachen und der Umsatz für die digitalen Bücher, Zeitungen und sonstiges Zubehör dazugezählt wird, liegt der Umsatz bei über 100 Millionen Dollar.

Scott Devitt, ein Analytiker von Stifel, Nicolaus & Co., sagt voraus, dass Amazon weitere 500.000 bis 750.000 Kindle im Laufe des Jahres verkaufen wird. Zusätzlich, vermutet Devitt, werden Besitzer des Kindle weitere 120 bis 150 Dollar für Bücher und andere Inhalte ausgeben und somit Einnahmen irgendwo zwischen 225 und 355 Millionen Dollar Amazon in diesem Zeitabschnitt bescheren. Zusammengenommen ein Umsatz von 1 Milliarde Dollar.

Noch im Mai diesen Jahres schätzte Citi Analytiker Mark Mahaney die Gesamtverkäufe von Kindle in diesem Jahr auf nur 189 000 Stück. Diese Zahl ist bereits jetzt (je nachdem wie viel der 240.000 Einheiten Amazon im letzen Jahr verkauft hat ) übertroffen worden. Seiner Schätzung zufolge werden 467 000 Einheiten im nächsten Jahr und 2,2 Millionen in 2010 verkauft werden, dies läuft auf Gesamteinnahmen von 60 Millionen Dollar in 2008 bis zu 741 Millionen Dollar in 2010 hinaus. Es könnte an der Zeit sein diese Zahlen nach oben zu revidieren.

Ob und wann es das neue Gerät auch in Deutschland geben soll, darüber teilt Amazon nichts mit.

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