Der Künstler und Satiriker F. W. Bernstein, Mitbegründer der Satirezeitschrift „Titanic“, erhält den mit 10.000 Euro dotierten Wilhelm-Busch-Preis 2008/2009. Die Auszeichnung wurde dem Illustrator und Schriftsteller für seine „erbarmungslose Güte und Wärme“ zugesprochen.

Bernstein zeichnet nach Begründung der Jury ein „altmeisterlicher Sprachsinn gepaart mit Modernität“ aus, teilten die „Schaumburger Nachrichten“ am Sonntag mit. Der Zeichner, Grafiker, Illustrator, Lyriker und Schriftsteller sei ein „innovativer Traditionalist und anachronistischer Avantgardist„. Fritz Weigle alias F. W. Bernstein sei nicht nur als Lehrer und Professor seinen Schülern und Studenten, sondern vor allem seinem Publikum gegenüber immer mit „erbarmungsloser Güte und Wärme“ aufgetreten.

Der 70 Jahre alte Bernstein – Mitglied der „Neuen Frankfurter Schule“ – war mit Kollegen und Freunden wie F. K. Waechter und Robert Gernhardt sowie anderen Mitgliedern für die literarisch-satirische Zeitschrift „Pardon“ tätig und gehörte zu den „Titanic„-Initiatoren. Er sei, heißt es in der Jurybegründung weiter, ein Neuerer des Komikwesens und immer eine Klasse für sich. Die wohl bekannteste Formulierung Bernsteins ist längst Allgemeingut geworden: „Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche.“

Im vergangenen Jahr ging der Wilhelm-Busch-Preis an Vicco von Bülow, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Loriot.

Quelle: Spiegel Online

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