Schon im nächsten Schuljahr sollen die Schüler der oberen Klassen der Highschools in Kalifornien digitale Lehrbücher in mathematischen und naturwissenschaftlichen Fächern bekommen. In einer zweiten Phase sollen alle Klassenstufen mit digitalen Lehrmaterialien ausgestattet werden.

Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger will damit 350 Millionen US-Dollar einsparen, denn so viel habe der Staat im vergangenen Jahr für Unterrichtsmaterial ausgegeben. Schwarzenegger will aber nicht nur den Haushalt entlasten, sondern den Schülern auch eine bessere Ausbildung durch mehr Aktualität ermöglichen. Die gedruckten Exemplare werden nur alle sechs Jahre neu aufgelegt, digitale Bücher hingegen könnten permanent die technischen Fortschritte erfassen.

Nach Angaben von Schwarzenegger ist Kalifornien der erste Bundesstaat in den USA, der gedruckte Bücher aus Schulen verbannen und durch digitale Schulbücher ersetzen will.

Ganz nebenbei geht es Schwarzenegger auch um das Image seines Staates. Kalifornien sei der Sitz von Hochtechnologieunternehmen und erstklassigen Universitäten. Doch die Schüler, die es gewohnt seien, Informationen aus dem Internet auf mobilen Geräten zu lesen, schleppten immer noch „veraltete, schwere und teure Lehrbücher“ mit sich herum, schrieb Schwarzenegger am 07.06.2009 in einem Beitrag in der in San Jose erscheinenden Tageszeitung Mercury News.

Wer allerdings für die Anschaffungskosten aufkommt und welches Gerät verwendet werden soll,  erwähnt Schwarzenegger in seinem Beitrag nicht. Sollte der Bundesstaat Kalifornien die Geräte den Schülern zur Verfügung stellen, wird seine Rechnung wohl nicht aufgehen.  Ansonsten werden Schüler, Eltern, Kinderärzte und Orthopäden die Einführung der E-Books sicherlich begrüßen, denn die Abschaffung der veralteten, schweren und teuren Schulbücher ist in vielerlei Hinsicht ein Gewinn, und auch hierzulande wünschenswert.

Quelle: golem.de

4 Gedanken zu „Kalifornien: Schwarzenegger setzt auf E-Books und verbannt Schulbücher

  1. Danke, Dolcevita, eine sehr interessante Nachricht die ich sonst nicht mitbekommen hätte.

    Eine ganz tolle Idee – vor allem wenn alle Schulbücher im eigenen elektronischen Reader wären und die Kinder keine schweren Büchertaschen mehr schleppen müssten, das wär ein Jubel.
    Nur hör ich schon das ganz große Jammern wenn ein Kind seinen Reader verliert…
    Was das kostet…
    Haben wir nicht gerade Wirtschaftskrise? Bin ja eigentlich sehr für Hightech, aber das klingt schon sehr luxuriös.

    Liebe Grüße,
    Anne

  2. hi meine Liebe!

    Schön, dass du dich mal wieder meldest.
    Vieles spricht dafür die Schulbücher abzuschaffen (wow, ich müsste die alten Schinken z.B. nicht mehr einbinden… 😉 ) Leider kenne ich die Zahlen für die Ausgaben der Bücher bei der Umstellung auf das G8 hier in Bayern nicht. Die müssen aber immens sein und die Bücher sind ja bis heute nicht aktuell – Stoff rein, Stoff raus, etc…
    Allerdings teile ich deine Bedenken in Bezug auf Anschaffung, Verlust oder stell dir vor eine Schulaufgabe steht an und das Ding ist kaputt.
    Vielleicht kannst du mehr erfahren und berichten, wie das in Kalifornien umgesetzt wird. Wahrscheinlich ist ein Gerät entwickelt worden, das in der Anschaffung nicht so teuer ist. Die Schulbuchverlage werden bestimmt jammern, auf der anderen Seiten muss der Inhalt aber auch gepflegt werden.
    Es bleibt auf jeden Fall spannend.

    Ganz herzliche Grüße! 😉

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