Am 07.12.2010 wurde bei Sotheby’s das teuerste Bilderbuch der Welt versteigert.

Das Werk „Birds of America“ stammt von dem Naturforscher und Maler John James Audubon und ist mit Gemälden und wissenschaftlichen Beschreibungen einer Vielzahl von Vögeln aus den Vereinigten Staaten versehen.

12 Jahre lang reiste John James Aubudon quer durch Amerika, schoss die Vögel und hängte sie an Drähten auf. Dann malte er sie. In England ließ er die Bände drucken, um die Kopien gezielt an die Reichen zu verkaufen.

Zunächst wurden zwischen 1827 und 1838 nur einzelne Abbildungen veröffentlicht. Die Arbeit besteht aus handkolorierten Abdrucken von Kupfertafeln in den Maßen von ca. 99 cm auf 64 cm. Die Originalausgabe wurde von Robert Havell und seinem Sohn in einer speziellen Tiefdruck-Technik eingraviert und wird heute oft als das größte jemals produzierte Bilderbuch betrachtet.

Nur 119 komplette Kopien von „Birds of America“ aus dem 19. Jahrhundert existieren noch heute; 108 davon gehören Museen und Bibliotheken.

Im März 2000 wurde bei Christie´s bereits eine Kopie für $ 8.802.500 verkauft. Am Dienstagabend kam nun ein weiteres Exemplar aus einer Sammlung von Lord Hesketh bei Sotheby’s unter den Hammer.

Für wie viel dieses Exemplar nun tatsächlich versteigert wurde, ist nicht genau zu sagen.

Laut Wikipedia waren es £ 5.300.000 ($ 10.270.000), der Schweizer NZZ Online Nachrichtendienst spricht von 6,5 Millionen Pfund (etwa 7,7 Millionen Euro) und die FAZ glaubt, dass jemand 8,6 Millionen Euro (7,3 Millionen Pfund) dafür bezahlt hat.

Wie auch immer, die Bilder sind wirklich wunderschön und sehr faszinierend.

11 Gedanken zu „Birds of America – teuerstes Bilderbuch der Welt versteigert

  1. ja, hast du dir Bilder auf Wikipedia mal in der größeren Auflösung angeschaut? Wow – die sind wirklich grandios – da gibt es übrigens noch mehr davon… 😉
    LG

  2. „12 Jahre lang reiste John James Aubudon quer durch Amerika, schoss die Vögel und hängte sie an Drähten auf.“

    Ja, die Bilder sind wunderschön – aber ich bin froh, dass die meisten Maler heutzutage in Tierparks oder Museen ect. gehen und die Vögel da abzuzeichnen, auch wenn das schwieriger ist, weil die immer wegfliegen – grrr – erinnert mich an meine Ausbildung wir mussten auch immer Tiere mit starkem Bewegungsdrang zeichnen ^-^

  3. na ja, in den Unis werden z.B. Frösche ja heute noch seziert und die haben schließlich auch kein schönes Ende 😉 Aber falls jemand auf die Idee käme heute Vögel zu schießen um sie zu malen, bekäme er bestimmt Schwierigkeiten. Das ist auch gut so!
    LG

  4. Es gibt Länder da werden Frösche noch gegessen. Luxembourg z.B. da gibts die wirklich beim Chinesen. Wir haben auch seziert… in Bio ne 😉 Kuhaugen und Miesmuscheln die lebten noch… also die Miesmuscheln…und ich hab mich geweigert und hab nen Schulverweis bekommen! Das waren noch Zeiten.Ich denke aber auch mit den Vögeln, dass damals in dieser Zeit, das Mitgefühl der Tiere gegenüber ganz anders bzw. viel weniger vorhanden war als das heute der Fall ist. Früher war also nicht alles besser 😀

  5. Finde ich aber super, dass du dich gegen das sezieren gewehrt hast! – Ich wäre wohl schon von dem Anblick in Ohnmacht gefallen.
    Klar hatte man damals nicht die Möglichkeit einfach in nen Tierpark zu gehen und da paar Vögelchen zu malen. Und heute würde man wohl eher eine Bildband mit schönen Fotos machen ^-^

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