Nach dem frühen Tod ihrer Mutter wächst Magdalena bei ihren Großeltern auf. Diese verweigern ihr jegliche Auskunft über den Vater, den sie nie kennengelernt hat. Ein einziges Foto und das Wissen, dass ihr Vater aus Italien stammt, reichen ihr irgendwann nicht mehr. Sie kann und will sich nicht mehr mit dem ihr auferlegten Schicksal zufriedengeben, lernt Italienisch und macht sich im Urlaub als Reisebegleiterin einer Busreisegesellschaft in Italien auf die Suche nach ihrem Vater.

Schon bald findet sie auf Elba erste Hinweise, indem sie zufällig den Ort entdeckt, an dem das Foto entstanden ist. Damit fängt die Suche nach ihrem Vater erst richtig an. Nina und Matteo, ein Zweiergespann, dass sie eher durch einen unglücklichen Zufall kennenlernt, unterstützen sie bei ihren Recherchen und erweisen sich alsbald als gute Freunde.

Stefanie Gerstenberger hat mit Magdalena eine Protagonistin gezeichnet, die sich deutlich von vielen typischen Romanheldinnen von heute unterscheidet. Sie besitzt keine Traumfigur, begehrt mehr als sie begehrt wird und ist auch in beruflicher Hinsicht nicht besonders erfolgreich. Gerade durch diese Schwächen kann man sich sehr gut in Magdalena hineinversetzen, und sich so manches Mal sogar mit ihr identifizieren. Die Autorin, die selbst eine Zeitlang auf Elba gelebt hat, vermittelt eindrucksvoll einen italienischen Flair, den  sie vielfältig in den Beschreibungen von Gerüchen und Landschaften aufzeigt. „Magdalenas Garten“ ist eine schöne Sommerlektüre  – auch wenn die Story an sich nicht neu ist.

Magdalenas Garten“ von Stefanie Gerstenberger umfasst 448 Seiten und ist im August 2010 im Diana Verlag erschienen. Der Lesekreis bedankt sich bei Hannah für ihre schöne Buchbesprechung und beim Diana Verlag (hier findet sich auch eine Leseprobe) für die freundliche Überlassung eines Rezensionsexemplares.

Über die Autorin
Stefanie Gerstenberger, 1965 in Osnabrück geboren, studierte Deutsch und Sport, bis sie erkannte, dass sie keine Lehrerin werden wollte. Nach einem Wechsel in das Hotelfach lebte und arbeitete sie auf Elba und Sizilien, in der Karibik und in San Francisco. 1993 lernte sie in Köln den Schauspieler Thomas Balou Martin kennen, mit dem sie heute verheiratet ist und zwei Kinder hat. Ihre erster Roman „Das Limonenhaus“ (Diana, 2009) wurde von der Presse hoch gelobt und auf Anhieb ein großer Erfolg.

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