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Vertraute Gefahr von Michelle Raven [Rezension]

16. Februar 2011 | Von | Kategorie: Bücher, Fantasy, Rezensionen

Vertraute Gefahr von Michelle Raven

Autumn Howard, eine junge Bibliothekarin aus New York, zieht nach Utah, um im Arches National Park ihre neue Stelle als Rangerin anzutreten. Noch vor ihrem ersten Arbeitstag gerät sie auf einer Erkundungstour in einem abgelegen Teil des Parks durch einen Sturz in eine missliche Lage. Wie das Leben manchmal so spielt, wird sie ausgerechnet von ihrem neuen Arbeitskollegen gerettet. Durch seine offene, freundliche Art, fühlt sich Autumn gleich zu dem attraktiven Shane Hunter hingezogen.

Ein traumatisches Erlebnis in ihrer Vergangenheit macht es ihr nicht leicht, sich auf eine neue Beziehung einzulassen. Shane bemerkt ihre Narben an Leib und Seele, kann aber mit viel Einfühlungsvermögen und Geduld letztendlich ihr Vertrauen und ihre Liebe gewinnen.

Autumn hatte gehofft, dass sie durch den Ortswechsel, ihren neuen Beruf und die Liebe zu Shane ein neues Leben beginnen kann. Doch dann wird sie von ihrem Albtraum eingeholt. Nicht nur ihr Leben ist aufs Neue bedroht, sondern auch das ihrer neuen Freunde.

Schon einmal hat sie sich von Robert Pears lösen können. Nach dem tragischen Tod ihrer Eltern hatte er es jedoch wieder geschafft, sie erneut in seine Abhängigkeit zu zwingen. Dieses Mal mit sehr dramatischen Folgen. Um Autumn endgültig von ihrem Peiniger zu befreien, bittet Shane seinen Bruder Clint, einen ehemaligen SEAL, um Hilfe. Eine spannende Jagd beginnt.

Michelle Raven präsentiert uns in ihrem neuen Roman “Vertraute Gefahr” eine ausgewogene Mischung aus Krimi, Abenteuer und Romanze. Bestürzend und eindrucksvoll sind ihre Schilderungen über den Psychopathen Robert Pears, der Autumn systematisch von ihrer Familie und ihren Freunden isoliert, um so die totale Kontrolle über sie zu gewinnen. Die Einblicke in seine kranke Psyche und wie er sich von der Angst seines Opfers nährt, der schleichende Prozess von einem anfangs normalen, liebevollen jungen Mann in ein sadistisches Monster, ist sehr überzeugend und glaubhaft dargestellt.
Wohltuend sympathisch zeichnet Michelle Raven dagegen die Familie von Shane Hunter. Die Protagonistin wird freundlich begrüßt und von allen bei einem Barbecue in ihre Mitte aufgenommen. Die detaillierten Beschreibungen des Arches National Parks sind faszinierend. Man sieht die rotglühenden Felsformationen in der Abendsonne leuchten und kann die Hitze der Wüste  förmlich auf der Haut spüren.

Da die Autorin auch Shanes Bruder Clint, der Mitglied einer Spezialeinheit ist, so eindrucksvoll mit ins Spiel bringt, und sie den Leser gleichzeitig neugierig auf die anderen Familienmitglieder macht, ist “Vertraute Gefahr” vermutlich (hoffentlich!) der Auftakt zu einer neuen spannenden Serie.

Der Roman ist spannend und flüssig geschrieben, die Charaktere sind sehr sorgsam herausgearbeitet. Nur Autumn hätte ich zum Ende der Geschichte hin etwas mehr Selbstvertrauen in ihre eigenen Stärken gewünscht.

Die Taschenbuchausgabe von “Vertraute Gefahr” umfasst 382 Seiten und ist am 14.01.2011 im LYX Verlag erschienen.

Der Lesekreis bedankt sich bei Angie für die schöne Buchbesprechung und beim LYX Verlag für die freundliche Überlassung eines Rezensionsexemplares.

Eine weitere Rezension findet sich in Tines Bücherwelt.

Kurzbeschreibung
Die Bibliothekarin Autumn will ihre schreckliche Vergangenheit hinter sich lassen und wagt deshalb einen Neuanfang als Rangerin im Arches National Park in Utah. Gleich am ersten Tag verletzt sie sich jedoch und bleibt hilflos in der Wildnis liegen. Durch Zufall wird sie von dem Ranger Shane Hunter gefunden, der sofort von ihr fasziniert ist. Doch Autumn reagiert zunächst ängstlich und abweisend auf seine Hilfe. Mit viel Geduld gelingt es ihm, ihr Vertrauen zu gewinnen. Durch Shanes Aufmerksamkeit beginnt Autumn langsam ihre Angst und die schrecklichen Erinnerungen zu überwinden. Aber dann wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt, und nicht nur sie, sondern auch Shane schweben in höchster Gefahr …

Über die Autorin
1972 in Hannover geboren und aufgewachsen, studierte Michelle Raven Bibliothekswesen und war einige Jahre in verschiedenen Bibliotheken tätig. Nach einem siebenjährigen Zwischenspiel in Köln, wo sie Institutsbibliotheken des Historischen Seminars der Universität leitete und einem Aufenthalt in Washington, DC, wo sie in der Library of Congress arbeitete, ist sie seit 2009 zurück in Niedersachsen. Im Braunschweigischen Landesmuseum und Staatlichen Naturhistorischen Museum ist sie auch weiterhin als Bibliotheksleiterin tätig.

In ihrer Freizeit schreibt und veröffentlicht sie Romantik-Thriller. Seit 2002 wurden bisher acht Bücher von Michelle Raven veröffentlicht (eines unter dem Pseudonym Michaela Rabe). Die einzelnen Titel, sowie weitere Informationen zu den Büchern finden sich auf der Homepage der Autorin in der Bücherübersicht, darunter auch Bilder der Cover, Klappentexte, eine Leseprobe des jeweils ersten Kapitels und Rezensionen. Unter dem Punkt “Bilder” gibt es außerdem einige Fotos von verschiedenen Örtlichkeiten, die in “Canyon der Gefühle“, “Riskante Nähe”, “Eine unheilvolle Begegnung” und “Abgründe des Verlangens” eine Rolle spielen, zu sehen.

Foto: Michelle Raven rechts im Bild – Frankfurter Buchmesse 2010

6 Kommentare
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  1. Uh schöne Rezi! Klingt ja auch nach nem schönen Buch. War das jetzt son Romantic Thrill Roman? Ja oder?

  2. ja, ich finde die Rezi auch sehr gelungen – was mich ehrlich gesagt ein bisschen abschreckt, ist das Cover. Dieser laszive Blick passt irgendwie gar nicht zu dem von Angie beschriebenen Inhalt. Ich habe übrigens inzwischen gesehen, dass das Buch neu aufgelegt wurde.
    LG

  3. Wow, das liest sich aber sehr gut.
    ..hhmmm….ich glaub ich muß morgen noch mal los……
    Sehr schön gemacht, Angie.

  4. Danke meine Lieben. Ja, das Cover passt nicht so wirklich zu dem Thema, aber das ist ja bei vielen Büchern so. Da hätte ein Bild von dem Park bestimmt auch gut ausgesehen, von mir aus auch mit bikki Blutspuren… 😉 Das ist ein Romantic-Thrill, da ist wirklich alles dabei, auch die Erotik kommt nicht zu kurz. 😉

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