Eragon 04 erscheint unter dem Titel „Das Erbe der Macht“

Das Warten hat ein Ende – na ja, zumindest fast, denn der vierte und abschließende Teil der großen Eragon-Saga von Christopher Paolini erscheint in den USA und in Großbritannien am 08.11.2011 unter dem Titel „Inheritance„.

Wie heute bekannt wurde, wird die deutschsprachige Übersetzung auf jeden Fall auch noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. „Das Erbe der Macht“ steht auf dem grünen Cover, das heute ebenfalls vorgestellt wurde. Der Preis wird derzeit mit 24,99 Euro angegeben.

Die Spannung steigt, denn über den Inhalt des vierten Eragon-Bandes wird noch striktes Stillschweigen bewahrt.

Wer sich an das Ende des drittes Bandes nicht erinnern kann, findet nachfolgend die letzte Seite nochmals zum Einstieg in den vierten Teil:

Während die Sonne Eragon durch seine Rüstung hindurch wärmte, verschwand seine Traurigkeit nach und nach wie die Nebelfetzen über dem Wasser. Er atmete tief ein und aus und seine Muskeln entspannten sich.
Nein, sagte er, wir sind nicht allein. Ich habe dich und du hast mich. Und dann sind da Arya und Nasuada und Orik und noch viele andere, die uns auf unserem Weg zur Seite stehen werden.
Und Glaedr, sagte Saphira.
Ja.
Eragon sah auf den Eldunarí hinab, der eingehüllt in seinen Armen lag, und große Zuneigung für den in seinem Seelenhort gefangenen Drachen erfüllte ihn sowie der brennende Wunsch, ihn zu beschützen. Er presste den Stein fester an die Brust und legte Saphira die Hand auf den Hals, dankbar, dass sie zusammen waren.
Wir können es schaffen, dachte er. Galbatorix ist nicht unverwundbar. Er hat einen Schwachpunkt und den werden wir gegen ihn verwenden … Wir können es schaffen.
Wir können und wir müssen, sagte Saphira.
Für unsere Freunde und unsere Familie … und für ganz Alagaësia … müssen wir es schaffen.
Eragon hob Glaedrs Eldunarí hoch über seinen Kopf und streckte ihn der Sonne und dem neuen Tag entgegen, und er lächelte, begierig auf die kommenden Schlachten †“ begierig darauf, dass er und Saphira am Ende Galbatorix gegenüberstehen und das Schicksal des finsteren Königs besiegeln würden…

Quelle: Ergaon.de

Neuerscheinung: Ali Baba und vierzig Räuber

Ali Baba und vierzig Räuber: Erzählungen aus Tausend und eine Nacht von Ernst-Peter Wieckenberg (Herausgeber), Johann Heinrich Voß (Übersetzer)

Nach mehr als zwei Jahrhunderten erschien in diesem Jahr wieder eine Auswahl von Märchen aus einer der frühesten deutschen Übersetzungen von „Tausendundeine Nacht“ von Johann Heinrich Voß (1751 bis 1826).

Johann Heinrich Voß, der Dichter und Übersetzer berühmter Klassiker, hat seinen Platz in der deutschen Literatur nicht nur seiner profunden Gelehrsamkeit und Kenntnis der antiken Sprachen und Verskunst zu verdanken, sondern auch der vollendeten Beherrschung der deutschen Sprache. Am berühmtesten und bekanntesten ist seine Übersetzung der Odyssee geworden, die 1781 erschien und deren einprägsame bildhafte Sprache Generationen deutscher Leser mit Homer vertraut machte.

Die französische Fassung von „Tausendundeine Nacht„, die Antoine Galland Anfang des 18. Jahrhunderts vorgelegt hatte, übersetzte und veröffentlichte Voß von 1782 bis 1785 in sechs Bänden. Wer sie las, war bezaubert – seinem Verleger gelang es damals allerdings nicht, ihr eine weite Verbreitung zu sichern.

Es gibt heute philologisch anspruchsvolle, auf das Arabische zurückgehende Ausgaben von „Tausendundeine Nacht„, und dennoch lohnt es sich, die Fassung von Johann Heinrich Voß zu lesen. Seine Übersetzung dieser Geistermärchen, Liebesgeschichten, Abenteuerberichte und schwankhaften Dichtungen zeugt von einer unbändigen Lust am Erzählen.

Seine lange zu Unrecht vergessene Übersetzung ist mit dieser Ausgabe neu zu entdecken.

Michael Maar hat unter dem Titel „Die Entdeckung des Cliffhangers“ auf FAZ.net eine begeisterte Rezension veröffentlicht. Sein Fazit lautet: „Der Übersetzer Johann Heinrich Voß brilliert posthum mit einer Auswahl aus Tausendundeiner Nacht. Tretet ein! Ein Wunderwerk liegt vor euch, das lange verschlossen war, eine portable Ali-Baba-Höhle voller funkelnder Prosaschätze, farbig glitzernder Stoffe und ergötzlichster Spezereien!“

„Ali Baba und vierzig Räuber“ umfasst 390 Seiten und ist im Januar 2011 im C.H. Beck Verlag erschienen.

Hans Joachim Schädlich erhält den Joseph-Breitbach-Preis 2011

Der Schriftsteller Hans Joachim Schädlich erhält den mit 50.000 Euro dotierten Joseph-Breitbach-Preis 2011. Dies teilte die Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur, die den Preis gemeinsam mit der Stiftung Joseph Breitbach vergibt, am 27.04.2011 mit.

Hans Joachim Schädlich wird damit für sein literarisches Gesamtwerk ausgezeichnet. „Die große Kunst dieses Autors besteht darin, dass seine Texte nichts abbilden und nichts nachbilden, aber ihr völliges Erfundensein direkt von den Vitalkräften des Lebens gespeist zu sein scheint„, heißt es in der Begründung der Jury.

Hans Joachim Schädlich, 1935 in Reichenbach (Vogtland) geboren, studierte Germanistik in Berlin und Leipzig und promovierte 1966 mit einer Arbeit über „Die Phonologie des Ostvogtländischen„. Von 1959 bis 1976 war er an der Ostberliner Akademie der Wissenschaften tätig, anschließend als freier Übersetzer. In der DDR nicht veröffentlicht und als Unterzeichner der Biermann-Resolution attackiert, konnte Schädlich im Dezember 1977 in die Bundesrepublik ausreisen. Seit 1979 lebt er in Berlin. Er ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Zuletzt erschien im vergangenen Jahr sein Roman „Kokoschkins Reise“ bei Rowohlt. Der Titel wurde 2010 mit dem Internationalen Buchpreis Corine ausgezeichnet.

Die Preisverleihung findet am 23. September 2011 im Stadttheater Koblenz statt. Die Laudatio hält Ruth Klüger.

Quelle: Börsenblatt

Amazon: Deutschland liest jetzt auf dem Kindle

Am 21.04.2011 hat Amazon ein umfangreiches Angebot für den E-Book-Reader „Kindle“ freigeschaltet und damit den deutschen Markt für elektronische Bücher entscheidend verändert.  Die schwierigen Verhandlungen mit den deutschen Verlagen haben den Starttermin verzögert, doch nun „sind alle führenden Publikumsverlage dabei„, teilte Ralf Kleber, der Chef von amazon.de mit.

Über 25.000 deutschsprachige Bücher sind mittlerweile erhältlich, darunter 71 der 100 gegenwärtigen Bücher auf der Spiegel-Bestsellerliste. Auf Platz 1 rangiert derzeit Simon Becketts Thriller Verwesung auf der Website des Kindle-Shops für 19,99 Euro. Die Hardcover-Ausgabe kostest 22,95 Euro. Der alte König in seinem Exil von Arno Geiger kostet gedruckt 17,90 Euro und im Download 13,99 Euro. Bei Ken Folletts Sturz der Titanen ist der Preisunterschied noch größer. Die gebundene Ausgabe ist für 28 Euro erhältlich, als E-Book ist der Inhalt für 19,99 Euro zu haben.

In den USA sind Kindle-E-Books bereits seit November 2007 auf dem Markt und haben schon im letzten Quartal in 2010 den Umsatz mit den Taschenbüchern überholt. Es ist wohl nur ein Frage der Zeit, bis sich der Trend zum E-Book auch in Deutschland durchsetzt. Auch wenn das Gesamtgeschäft mit E-Books bei den deutschen Verlagen im vergangenen Jahr  lediglich bei fünf Prozent lag, dürfte der Einstieg von Amazon entscheidend zu einem Wandel beitragen.

Nach wie vor ist nicht bekannt, wann Amazon den Kindle E-Book-Reader mit der deutschen Tastatur und Benutzerführung herausbringt, derzeit bietet der Online-Handelskonzern das amerikanische Kindle-Lesegerät für 139 Euro an. Für das iPad oder diverse Smartphones gibt es bereits deutschsprachige kostenlose Kindle-Apps.

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Pulitzer Preis 2011 für Belletristik geht an New Yorker Autorin Jennifer Egan

„A Visit from the Goon Squad“ lautet der Titel des Romans der New Yorker Autorin Jennifer Egan, für den sie mit dem Pulitzer Preis 2011 in der Kategorie Belletristik ausgezeichnet wurde. Die Handlung ist eine „originelle Untersuchung des Erwachsenwerdens im digitalen Zeitalter„, lautet des Urteil der Jury. Das Buch zeige „eine warmherzige Neugier an einem Kulturwechsel mit Warpgeschwindigkeit„. In „A Visit from the Goon Squad“ geht es um den Punkrocker Bennie Salazar, seine Freunde und die Musikszene im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Der Roman spielt nicht nur in den letzten fünf Jahrzehnten, sondern auch in der nahen Zukunft. Er soll im nächsten Jahr in der deutschsprachigen Übersetzung im Schöffling Verlag erscheinen.

Jennifer Egan wurde 1962 in Chicago geboren. Ihre Kurzgeschichten „Emerald City“ wurden 1993 publiziert. Bekannt wurde die Autorin 2006 durch ihren Roman „The Keep„, der von der Kritik gefeiert wurde und auch verfilmt werden soll.
„A Visit From the Goon Squad“ ist ihr fünftes Werk. Nach der Nominierung für den „PEN/Faulkner Award for Fiction“ und der Verleihung des „National Book Critics Circle Award (Fiction)“ erhält sie nun auch den höchsten Medienpreis der USA. Der Pulitzer Preis gehört zu den wichtigsten Auszeichnungen für Schriftsteller, Journalisten und Komponisten. Er wird in 21 Kategorien vergeben und ist mit jeweils 10.000 Dollar dotiert.

Quelle: Finacial Times Deutschland