Kurzgeschichte vom Fliegen: Startwierigkeiten und Erdeeren von Angie Holt

Startschwierigkeiten und Erdbeeren

Der Privatjet stand glänzend in der heißen Sonne auf dem Rollfeld bereit und wartete nur noch auf Duncan und mich. Das Gepäck war schon an Bord, meine Schwestern verabschiedet, es konnte also losgehen… eigentlich.
„Der ist aber nicht besonders gro߆œ, entfuhr es mir, als ich den kleinen Flieger misstrauisch aus noch sicherer Entfernung beäugte und blieb abrupt stehen. Ich kannte nur die großen Flugzeuge, und dieses hier sah aus, als wäre er noch viel zu klein und zu jung um mich sicher zu transportieren.
„Aber bequem und sicher, oh und schnell!†œ meinte Duncan grinsend, nahm meine Hand und drückte sie aufmunternd.
„Nun komm, meine Süße, der Pilot wartet und Schottland auch.†œ Als ich mich widerstrebend von ihm zu der Treppe, die überhaupt keine Ähnlichkeit mit den Gangways der großen Flieger hatte, ziehen ließ, schoss mir spontan ein Spruch durch den Kopf.
„Wenn ich groß bin, werde ich ein Flugzeug†œ!
„Äh… wir könnten doch eigentlich mit dem Schiff… also, ich würde viel lieber… oder sollen wir nicht hier auf der Insel bleiben? In Schottland soll es doch um diese Zeit regnen.†œ Ich sah in treuherzig an und trat schon einen Schritt zurück. Er beugte sich zu mir runter, küsste mich und meinte dann schmunzelnd:
„Wenn man dich so hört, könnte man auf die Idee kommen, du hättest Flugangst.†œ
„Iiich? Nein!†œ, log ich schamlos und erwiderte unschuldig seinen Blick. Ich hatte nur panische Angst vor dem Start und was dabei so alles passieren konnte. Und vor komischen Geräuschen im Flieger, während dieser versucht sein gewaltiges Gewicht in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit schubweise in Richtung Himmel zu befördern. Meinen lieben Schwestern, die mein kleines Problem kannten und sich regelmäßig lustig darüber machten, hatte ich zusätzlich zu verdanken, dass ich in Bezug auf das Fliegen hoffnungslos abergläubisch geworden war. Wer kannte sie nicht, die lieben aufmunternden Worte.
„Zieh bloß deine Turnschuhe an, du weißt doch, nach einem Absturz werden die Leichen immer in der Turnhalle aufgebahrt! Ohne Turnschuhe kein Einlass!†œ Eine meinte es besonders gut, indem sie mir riet ja etwas Rotes anzuziehen, ein rotes Halstuch zum Beispiel. Warum? Ist doch ganz klar, erklärte sie mir, wenn du über dem Meer abstürzt, werden die als erstes gerettet, die gut sichtbar sind… und rot fällt halt sofort auf! Okay, die Geschichte, dass man am Gang sitzen sollte, weil bei einem Absturz der Getränkewagen nochmal vorbeikam, fand ich noch mit am dämlichsten. Ich saß IMMER am Gang, weil ich dann schneller die Maschine verlassen konnte, wenn es zum Crash kam. Wer dachte da noch an einen Drink?
Ich wusste, es war alles Humbug, aber trotzdem wäre ich nie mit Sandalen in ein Flugzeug gestiegen. Sicher nicht! Wenn ich nur an meinen Flug nach Australien dachte. Damals hatte ich noch, nachdem wir schon fast zwei Stunden unterwegs waren, ganz cool meine Schuhe abgestreift und es mir in meinem zurückgelehnten Sitz bequem gemacht. Fest in meine Decke gekuschelt, schlief ich friedlich wie so ziemlich alle Passagiere an Bord. Nach einiger Zeit ertönte plötzlich ein Alarm und eine mechanische Stimme rief in regelmäßigen Abständen:
„YOU NEED OXYGEN… YOU NEED OXYGEN! †œIch schreckte zusammen, blinzelte ins Halbdunkel und warte darauf, dass sich die Sauerstoffmasken aus der Verkleidung über mir lösten. Doch nichts geschah. Ich hörte auch keine gruseligen Geräusche, die auf einen eventuellen Absturz oder Sonstiges hinwiesen. Verstört sah ich mich nach meinen Mitreisenden um. Doch die blieben seltsam ruhig und desinteressiert. Meine Freundin neben mir wachte erst gar nicht auf! Selbst die Flugbegleiterinnen blieben gelassen. Ich hatte dann eine gefragt, was los war. Die freundliche Dame lächelte nur und meinte gelassen:
„….†œ
Aha, gut zu wissen! Ich hatte kein Wort verstanden! Sie sprach in so einem schnellen Englisch, dass bei mir nur eine Fehlfunktion von einem „was-auch-immer†œ hängen blieb. Dann war der Spuk auch schon vorbei. Der Alarm verstummte und es herrschte wieder Ruhe. Mit meiner war es natürlich vorbei, und ich zog verschämt meine Schuhe wieder an…

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Nachdem ich noch so ungefähr eine halbe Stunde darauf gewartet hatte, ob die Sauerstoffmasken nicht doch noch von der Decke baumelten, oder die Stewardessen mit panischem Blick durch den Gang hasteten, traute ich mich endlich meinen Platz zu verlassen und die Toilette aufzusuchen. Zurück unter meiner Decke versank ich endlich in einen unruhigen Schlaf.
Abgelenkt durch meine Gedanken, hatte Duncan es tatsächlich geschafft mich in das Innere der kleinen Maschine zu bugsieren. Ich fand mich plötzlich auf einem bequemen Sitz wieder – mit einem feixenden Duncan neben mir.
„Keine Flugangst, so so…†œ Ich schnallte mich hastig an, überprüfte mit hochrotem Kopf den Sitz meiner Turnschuhe und die des leuchtend roten Halstuchs, das ich mir noch schnell zu Hause umgebunden hatte, weil es so gut zu meiner weißen Bluse passte.
„Wenn der liebe Gott gewollt hätte, dass wir fliegen können, hätte er uns Flügel wachsen lassen!†œ, murmelte ich und dann gestand ich ihm kleinlaut meine Flugangst.
„Ach, ich weiß, ich benehme mich albern, aber es ist komischerweise nur der Start, der mich regelmäßig aus der Fassung bringt. Sobald der Flieger seine Flughöhe erreicht hat, geht es mir wieder super. Keine Ahnung warum das so ist. Vielleicht war ich in einem früheren Leben ein Albatros? Die haben doch auch immer Schwierigkeiten beim Start.†œ Duncan lachte nur kopfschüttelnd und nahm meine Hand.
„Die haben auch ihre Probleme mit der Landung. Es wird schon alles gut gehen, meine Liebe. Atme ein paar Mal tief durch und dann ganz normal weiter. Glaub mir, das hilft. Vertrau mir einfach.†œ
„Es ist noch keine Maschine oben geblieben, ich weiß!†œ, konnte ich mir dann doch nicht verkneifen. Trotzdem umklammerte ich seine Hand fester, als die Maschine zu ihrer Startposition rollte. Als sie dann beschleunigte, kniff ich meine Augen fest zusammen und versuchte so zu atmen wie er es mir geraten hatte. Beinahe hätte ich mich bei dem Versuch auch noch verschluckt. Beim Abheben hatte ich schon fast seine Hand zerquetscht, obwohl er mir beruhigend mit seinem Daumen über meinen Handrücken strich, während ich immer tiefer in den Sitz gedrückt wurde. Der Pilot teilte uns nach wenigen Minuten über die Bordsprechanlage mit, dass wir gleich unsere endgültige Flughöhe erreicht und wir das ideale Flugwetter erwischt hatten.
„Du kannst die Augen wieder aufmachen, Darling. Wir sind oben.†œ Vorsichtig öffnete ich meine Augen und sah in sein schmerzhaft verzogenes Gesicht.
„Oh, tut mir leid!†œ, flüsterte ich und gab seine Hand frei. Ich lächelte ihn reumütig an, als er seine Hand ausschüttelte, um den Blutkreislauf wieder anzuregen.
„Schon gut. Ich werde es überleben. Warum versuchst du nicht ein bisschen zu schlafen, der Flug ist noch lang genug.†œ Ich nickte und kuschelte mich an seine Schulter. Und tatsächlich döste ich nach der ganzen Aufregung innerhalb kürzester Zeit ein.
Geweckt wurde ich durch Duncan, der mich sanft von seiner Schulter löste und auf meinen Sitz zurück schob. Der Pilot hatte ihn ins Cockpit gerufen. Mit einer Entschuldigung auf den Lippen verschwand er hinter der Tür zum Cockpit. Schlagartig wurde ich wieder nervös, doch diesmal hatte es nichts mit dem Flug zu tun, sondern mit dem Anlass der Reise. Immerhin war ich das erste Mal ohne meine Schwestern unterwegs – alleine mit Duncan nach Schottland. Duncan… Es war schon merkwürdig, da kannte man jemanden erst einige Wochen, wusste genau, dass man in ihm den richtigen Partner oder Gefährten gefunden hatte und schon krempelte man sein ganzes Leben um. Natürlich war ich neugierig auf sein Zuhause, ich wusste bloß nicht genau, wo das war. Er hatte mir gesagt, dass es in der Nähe von Fort Williams lag, wo immer das auch sein mochte. Schließlich war ich noch nie in Schottland gewesen. Er hatte mir eigentlich auch nicht viel über seine Familie erzählt. Nur, dass seine Eltern nicht mehr lebten, mehr nicht. In dem Punkt war er ziemlich verschwiegen. Nach den Aufregungen in den letzten Wochen, hofften wir, jetzt endlich Zeit füreinander zu finden. Deutlich entspannter als noch vor einer Stunde, sah ich neugierig aus dem kleinen Fenster zu meiner Linken. Unter uns lag eine dünne Wolkenschicht. Durch ein paar Lücken zeigte sich ab und zu das Meer, das tief unter uns lag. Es war wirklich ein angenehm ruhiger Flug, also konnte ich meinen Blick entspannt durch das Innere der Kabine schweifen lassen. Hier war es ganz anders, als man es von den Charterflügen gewohnt war. Die Kabine war geräumig und komfortabel. Die wenigen Sitze gemütlich wie Sessel und mit den engen Sitzen in der Touristenklasse nicht vergleichbar. Dann entdeckte ich direkt neben meiner breiten Armlehne eine Konsole mit verschiedenfarbigen Knöpfen. Neugierig drückte ich den ersten Knopf und wartete gespannt darauf, was passierte.

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Oh, das Licht wurde gedimmt. Na ja, das war jetzt nicht so spektakulär wie erhofft, also probierte ich gleich den nächsten aus. Daraufhin erklang leise Musik. Mutig tastete ich mich weiter vor.
„Huch!†œ, entfuhr es mir unwillkürlich als sich plötzlich die Rückenlehne nach hinten neigte, der Sitz sich in eine bequeme Liegefläche verwandelte, und ich flach auf dem Rücken lag. Neben mir öffnete sich eine Klappe, hinter der sich ein Kissen, eine Decke und eine seidenweiche Augenbinde verborgen hatten. Decke und Kissen nahm ich an mich, und bevor sich die Klappe langsam schließen konnte, warf ich noch schnell die Augenbinde wieder zurück! So ein Ding sah nur gruselig aus. Nun waren noch zwei Knöpfe übrig. Also probierte ich den vorletzten und konnte zusehen wie ein kleiner Monitor langsam von der Decke herabschwebte, sich etwas nach vorne neigte und auf halber Höhe stehen blieb. Gleichzeitig öffnete sich eine weitere Klappe neben mir und gab einen Blue-Ray Player mit einer großen Auswahl an Discs frei.
„Wow! Also hier konnte man es aber aushalten!†œ
Blieb nur noch der letzte Knopf. Tja, und der öffnete eine gut sortierte kleine Bar mit allerhand Leckereien, die ich erst mal ausgiebig begutachtete. Neben den kleinen Fläschchen mit hochprozentigen Spirituosen sah ich Dosen mit Coke und Bier, kleine Tetrapacks mit Orangen- und Apfelsaft, Trauben- und Kirschsaft. Oha, auch eine eisgekühlte Flasche Champagner und eine kleine Schale mit frischen saftig roten Erdbeeren konnte ich entdeckten! Die Knabbereien wie Nüsse und Chips, Brezeln in handlichen Tütchen, verschiedene Schokoriegel und Weingummi in allen Farben ließen mir noch zusätzlich das Wasser im Mund zusammenlaufen. Als Duncan endlich wieder die Kabine betrat, war ich gerade dabei es mir gemütlich zu machen. Er blieb kurz vor meinem Platz stehen und musterte mich grinsend. Oh, ich musste wohl ein Bild für die Götter abgegeben haben, denn in einer Hand hielt ich noch die Decke, das Kissen lag schon unter meinem Kopf. In der anderen Hand befanden sich mindestens fünf Discs mit den neuesten Blockbustern und eine Minitüte mit Chips hatte ich zwischen meine Finger geklemmt. Ein halb aufgegessener Schokoriegel steckte zwischen meinen Zähnen. Mit angezogenen Knien, zwischen denen ich eine Dose Coke eingeklemmt hatte, lag ich auf dem Rücken. Die Fernbedienung hatte ich auf meinem Bauch positioniert.
„Warte, meine Süße, ich helfe dir.†œ Duncan beugte sich langsam über mich und… biss in den Schokoriegel.
„Lecker, süß und cremig. Oh, da ist ja noch mehr†œ, murmelte er und küsste mich wieder. Als sein Kuss intensiver wurde, ließ ich die Sachen einfach fallen und umarmte ihn.
„Duncan? Was ist mit dem Piloten?†œ, fragte ich leise und knabberte an seinem Ohrläppchen.
„Ach, der ist für die nächsten Stunden beschäftigt†œ, murmelte er und griff über mich in die Schale mit den Erdbeeren. Oh…
Später, viel später, nachdem wir etwas geschlafen und ein wenig genascht hatten, schenkte er mir einen Kaffee ein und setzte sich mir gegenüber. Er sah mich ernst an, räusperte sich und fuhr sich mit einer Hand durch seine Haare. Er wirkte seltsam angespannt und nervös.
„Duncan, was ist denn?†œ Er atmete hörbar aus und nahm meine Hand.
„Tut mir leid, es gibt eine Planänderung.†œ Ich sah ihn neugierig an.
„Was?†œ
„Ja, wir werden nicht nach Glasgow fliegen sondern nach Inverness. Ich habe vorhin die Order… also, als der Pilot mich gerufen hatte, da war Mythos am Funk. Wir müssen zuerst auf das Anwesen. Nur für ein paar Tage, höchstens zwei Wochen.†œ
Er sah aus dem Fenster und biss die Zähne zusammen.
„Na, so schlimm ist das doch nicht†œ, dachte ich nur verwundert.
„Und wo ist das Anwesen? Ist es weit weg von Fort Williams?†œ, fragte ich ihn. Er sah mich immer noch nicht an.
„Das Anwesen liegt in der Nähe von Loch Ness.†œ Oha, jetzt musste ich doch kichern, hielt mir aber schnell die Hand vor den Mund. Endlich sah er mich wieder an. Gott sei Dank war er nicht mehr so ernst. Und als er meinen amüsierten Gesichtsausdruck sah, musste er sogar schmunzeln.
„Ja, ich weiß, was du denkst. Aber so nahe ist Loch Ness auch wieder nicht. Es tut mir leid, Angie, aber es ist wichtig.†œ

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„Ach, und wenn schon, mir ist es egal. Dann fahren wir eben erst zum Anwesen. Solange wir nur zusammen sind. Duncan, du machst dir wie immer zu viele Gedanken.†œ Die Stimme des Piloten unterbrach uns.
„Bitte schnallt euch an, wir landen in wenigen Minuten in Inverness.†œ Ich strahlte Duncan an, küsste ihn schnell, dann zog ich den Gurt fest, schnappte mir seine Hand und sagte feierlich:
„Schottland, ich freue mich auf dich!†œ
Minuten später setzte die Maschine sanft auf schottischem Boden auf. Nachdem wir alle Formalitäten erledigt hatten und durch den Zoll waren, verschwand unser Gepäck auf geheimnisvolle Weise. Ich sah ihn nur fragend an.
„Oh, das hat alles seine Richtigkeit.†œ Er nahm meine Hand und zog mich hinter sich her.
„Komm mein Herz, ich möchte dir etwas zeigen!†œ Er hatte es plötzlich furchtbar eilig und war kaum zu bremsen.
„Hey, langsam! Ich hab nun mal nicht so lange Beine!†œ, maulte ich und stolperte hinter ihm her.
„Oh, tut mir leid.†œ Da hob er mich einfach hoch, trug mich die letzten Meter zu einem kleinen Gebäude.
„Aber deine sind hübscher!†œ, flüsterte er in mein Ohr.
In dem Gebäude blieb er abrupt stehen und zeigte mir, was ihn so in Aufregung versetzt hatte.
„Das Angie, ist mein Baby!†œ
Unglaublich! Das Ding war eindeutig nicht aus Fleisch und Blut.

Unsere Kommentatorin Angie hat sich mit dieser Kurzgeschichte beim Germanwings Story Award und bei Readbox beteiligt. Wer für die Geschichte voten möchte, findet sie hier in der Readbox. 😉

Spiegel-Bestenliste Hardcover Woche 13/2011

Platz 1 : Verwesung von Simon Beckett

Kurzbeschreibung
Dr. David Hunters schwierigsters Fall. Drei Mädchen sind verschwunden. Ein Serienkiller gesteht. Doch Jerome Monk weigert sich zu verraten, wo er ihre Leichen vergraben hat. Auch David Hunters Einsatz bringt keine Ergebnisse.
Acht Jahre später: Monk bricht aus dem Gefängnis aus. Für David Hunter beginnt ein Albtraum. Denn die Dämonen der Vergangenheit lassen ihm keine Ruhe …
Simon Beckett hat auf dem Thron des Krimikönigs Platz genommen.“ Die Welt

Platz 2 : Der alte König in seinem Exil von Arno Geiger

Kurzbeschreibung
Wenn einer nicht mehr denken kann wie früher, was ist das für ein Leben? Arno Geigers Vater hat Alzheimer. Die Krankheit löst langsam seine Erinnerung und seine Orientierung in der Gegenwart auf, lässt sein Leben abhandenkommen. Arno Geiger erzählt, wie er nochmals Freundschaft mit seinem Vater schließt und ihn viele Jahre begleitet. In nur scheinbar sinnlosen und oft so wunderbar poetischen Sätzen entdeckt er, dass es auch im Alter in der Person des Vaters noch alles gibt: Charme, Witz, Selbstbewusstsein und Würde. Arno Geigers Buch ist lebendig, oft komisch. In seiner tief berührenden Geschichte erzählt er von einem Leben, das es immer noch zutiefst wert ist, gelebt zu werden. Mehr Informationen zu „Der alte König in seinem Exil“ von Arno Geiger finden sich hier.

Platz 3 : Im Schatten des Kauribaums von Sarah Lark

Kurzbeschreibung
Neuseeland 1875: Lizzie und Michael Drury haben sich den Traum von einer großen Schaffarm erfüllt, vor ihnen liegt eine verheißungsvolle Zukunft. Doch ihr Leben gerät jäh aus den Fugen, als ihre älteste Tochter Matariki entführt wird ═ von ihrem leiblichen Vater, dem Maori-Häuptling Kahu Heke … Während die Drurys um ihre Tochter bangen, steht der Familie Burton ein scheinbar glückliches Ereignis bevor: Kathleens Sohn Colin kehrt nach Neuseeland zurück. Noch ahnt niemand, was der junge Mann heraufbeschwören wird ┤ Der zweite, in sich abgeschlossene Band von Sarah Larks farbenprächtigem Bestseller-Epos.

Platz 4 : Für Eile fehlt mir die Zeit von Horst Evers

Kurzbeschreibung
Andere nennen es Alltag. Horst Evers nennt es Schikane. „Mir passieren auch schlimme Sachen. Zum Beispiel habe ich eine elektrische Saftpresse zum Geburtstag bekommen. Wenn man erst einmal so weit ist, dass die Menschen es einem nicht mehr zutrauen, das Obst roh, am Stück beißen zu können, sondern einem elektrische Saftpressen schenken, dann weiß man, was die Stunde geschlagen hat. Mit dem Obst fängt es an, aber bald schon wird dir diese Maschine vermutlich auch das Mittag- und Abendessen pürieren. Das ist der Lauf der Welt. Mit Brei beginnen wir, mit Brei enden wir. Die Klammer des Lebens, letztlich ist sie das Püree. Aber am Ende sind wir natürlich froh, dass wir das Püree haben. Die Welt ist sonst schon hart genug.“
Man amüsiert sich als Komiker ja ungern über das, was Kollegen fabrizieren, aber bei Horst Evers geht es beim besten Willen nicht anders. Fast jede Seite gehört in die Kategorie †¹Wäre ich gern selbst draufgekommen†º!“ Frank Goosen

Platz 5 : Der Menschenmacher von Cody Mcfadyen

Kurzbeschreibung
David lebt mit zwei anderen Kindern bei einem Mann, den sie Vater nennen. Der Mann hält sie gefangen und stellt ihnen unmögliche Prüfungen, an denen sie wachsen sollen ═ „evolvieren“, wie er sagt. Wenn sie versagen, wird Vater sehr böse. Oft benutzt er einen Gürtel, manchmal eine Zigarette. Den Kinder bleibt keine Wahl: Wenn sie überleben wollen, müssen sie Vater töten. Zwanzig Jahre später. David ist ein erfolgreicher Autor. Doch noch immer träumt er jede Nacht von dem schrecklichen Mord, den sie begangen haben. Eines Tages erhält er einen Brief mit einem einzigen Wort: Evolviere. Vater ist vielleicht doch nicht tot. Die Vergangenheit kehrt zurück. Und mit ihr eine schreckliche Wahrheit.

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Platz 6 : Der Sommer ohne Männer von Siri Hustvedt

Kurzbeschreibung
„Eine Weile nachdem er das Wort Pause ausgesprochen hatte, drehte ich durch und landete im Krankenhaus. Die Pause war eine Französin. Natürlich war sie jung, und ich vermute, dass Boris schon lange scharf auf seine Kollegin gewesen war, bevor er sich auf ihre signifikanten Bereiche stürzte …“ Von einer der großen Denkerinnen der US-Literatur: ein erfrischend frecher, geistreicher und amüsanter Roman über den sogenannten Geschlechterkrieg. „Die intellektuelle Demut und die Wissbegier sind Siri Hustvedts Schwestern.“ DIE ZEIT
Von Witwen und Verstoßenen, von Müttern und Töchtern, von der Liebe sehr junger Mädchen und sehr alten Damen und von traurigen und heiteren Begebenheiten weiß sie zu berichten. Immer sieht sie mit unsichtbarer Brille hinter Fassaden und entdeckt versteckte Signale, aus denen man herausdestilliert, wie es um uns Menschen, um Männer und Frauen und um deren Zusammenleben bestellt ist. Doch auch das eigene Erleben und Leiden kommt nicht zu kurz… Der Roman gehört für mich zu den Highlights diesjähriger Neuerscheinungen„, laut Amazon-Rezensent Cl. Borries.

Platz 7 : Karte und Gebiet von Michel Houellebecq

Kurzbeschreibung
Michel Houellebecq, Enfant terrible der Literaturszene, hat das Buch geschrieben, das niemand erwartet hätte. Karte und Gebiet ist ein großer Wurf: ein doppelbödiges, selbstironisches Vexierspiel, ein gewichtiger Roman, der zugleich wie schwerelos wirkt. Houellebecq erweist sich darin als begnadeter Erzähler, der alle Spekulationen ins Leere laufen lässt. Jed Martin ist Künstler. In seinen ersten Arbeiten stellt er Straßenkarten und Satellitenbilder gegenüber, zum Durchbruch verhelfen ihm jedoch Porträts. Einer der Porträtierten: „Michel Houellebecq, Schriftsteller“. Doch dann geschieht ein grausames Verbrechen: ein Doppelmord, verübt auf so bestialische Weise, dass selbst die hartgesottenen Einsatzkräfte schockiert sind. Die Kunst, das Geld, die Arbeit. Die Liebe, das Leben, der Tod: Davon handelt dieser altmeisterliche Roman, der auch hierzulande bereits als literarische Sensation gefeiert wird. Michel Houellebecqs neustes Werk ist ein vollendeter Geniestreich von überraschender Zartheit. Der einstige Agent provocateur erscheint darin gereift und auf so humorvolle Weise melancholisch wie nie. Karte und Gebiet wird nicht nur die Freunde Houellebecqs begeistern, sondern auch manchen seiner Feinde.

Platz 8 : Léon und Louise von Alex Capus

Kurzbeschreibung
Es ist die große Liebe: Léon und Louise begegnen sich an der Atlantikküste im Ersten Weltkrieg, doch dann reißt ein Fliegerangriff die beiden auseinander. Sie halten sich für tot. Léon heiratet, doch Louise, von leidenschaftlichem Temperament, geht ihren eigenen Weg – bis sie sich 1928 zufällig in der Pariser Métro wiederbegegnen. Der Beginn einer hinreißenden Dreiecks-Geschichte, die den Widrigkeiten des Lebens mit Aufrichtigkeit, Humor und Beharrlichkeit standhält.
„Léon und Louise sind ein Paar, das sich einen Platz ganz oben am zeitgenössischen Literaturhimmel verdient hat, denn so ein zarter und gekonnter Umgang mit Sprache und eine Fantasie, die sich eine Geschichte erdacht hat, von der der Leser glauben möchte, dass sie so passiert ist, verdienen nicht weniger“, findet Amazon-Rezensentin Fiona.

Platz 9 : Kein Wort zu Papa von Dora Heldt

Kurzbeschreibung
„Das schaffen wir mit links!“ Wie gut, dass Ines nichts schrecken kann. Ohne ihre patente Schwester wäre Christine sonst ziemlich mulmig zumute. Ihre Freundin Marleen hat sie angefleht, für ein paar Tage ihre Pension auf Norderney zu übernehmen †“ ein Job, von dem Christine nicht die leiseste Ahnung hat. Die Schwestern stoßen schnell an ihre Grenzen. Und das nicht nur, weil sie nicht kochen können. Zu allem Überfluss flackert Gisbert von Meyers Verliebtheit in Christine wieder auf, und er schreibt einen geheimnisvollen Artikel, den Papas Freund Kalli sofort nach Sylt faxt. Prompt stehen Papa und Mama auf der Matte, als selbst ernannte Retter. Das Chaos ist perfekt. Zumal Christine und Ines sich immer mehr in Lügen verstricken: Marleen und ihr Freund sitzen wegen einer dubiosen Verdächtigung in Dubai in Untersuchungshaft, was keiner erfahren darf …

Platz 10 : Schändung von Jussi Adler-Olsen

Kurzbeschreibung
„Der Blutdurst der Jäger. Wie würden sie es machen? Ein einzelner Schuss? Nein. So gnädig waren die nicht, diese Teufel, so waren sie nicht …“
Ein Leichenfund in einem Sommerhaus in Rørvig. Zwei Geschwister sind brutal ermordet worden. Der Verdacht fällt auf eine Gruppe junger Schüler eines exklusiven Privatinternats, die für ihre Gewaltorgien bekannt sind. Einer von ihnen gesteht.
Zwanzig Jahre später. Nachdem Carl Mørck aus dem Urlaub zurückkommt, stößt ihn sein Assistent Assad mit der Nase auf die verstaubte Rørvig-Akte. Doch von oberster Stelle werden ihnen weitere Ermittlungen verboten. Carl und Assad ist klar, dass hier etwas zum Himmel stinkt: Die Spuren führen hinauf bis in die höchsten Kreise der Gesellschaft, in die Welt der Aktienhändler, Reeder und Schönheitschirurgen †“ und sie führen ganz weit nach unten, in die Abgründe der Gesellschaft, zu einer Obdachlosen: äußerlich hart wie Granit, doch mit einer blutenden Seele …

Quelle: Buchreport – Spiegel Online

Spiegel-Bestenliste Taschenbücher Woche 13/2011

Platz 1 : Das verlorene Symbol von Dan Brown

Kurzbeschreibung
Washington, D.C.: In der amerikanischen Hauptstadt liegt ein sorgsam gehütetes Geheimnis verborgen, und ein Mann ist bereit, dafür zu töten. Aber dazu benötigt er die Unterstützung eines Menschen, der ihm freiwillig niemals helfen würde: Robert Langdon, Harvard-Professor und Experte für die Entschlüsselung und Deutung mysteriöser Symbole. Nur ein finsterer Plan ermöglicht es, Robert Langdon in die Geschichte hineinzuziehen. Fortan jagt der Professor über die berühmten Schauplätze der Hauptstadt. Doch er jagt nicht nur ═ er wird selbst zum Gejagten. Denn das Rätsel, das nur er zu lösen vermag, ist für viele Kreise von größter Bedeutung ═ im Guten wie im Bösen. Danach wird die Welt, die wir kennen, eine andere sein.

Platz 2 : Tiere von Simon Beckett

Kurzbeschreibung
Manche Menschen sind Tiere. Nigel ist sicherlich nicht der Hellste. Aber er ist meistens ganz guter Laune. Im Büro gibt es immer etwas zu kopieren, und außerdem sind da Cheryl und Karen. Auch im Pub, den seine Eltern früher führten und in dem Nigel jetzt wohnt, fühlt er sich wohl. Es gibt hier zwar kein Bier und keine Zigaretten mehr, aber Nigel interessiert sich sowieso mehr für Fernsehen und Comics. Und dann ist da noch der Keller. Hier hält Nigel seine Mitbewohner. Dass die nicht freiwillig da unten wohnen, stört Nigel nicht …

Platz 3 : Die Dienstagsfrauen von Monika Peetz

Kurzbeschreibung
Fünf Freundinnen auf dem Jakobsweg. Ein hinreißend komischer Roman über eine Reise, die alles verändert. „Die Dienstagsfrauen“ – der Roman von Monika Peetz bald auch als Fernsehfilm im Ersten. … Nie war Pilgern weiblicher.
Fünf Freundinnen. Seit über 15 Jahren treffen sie sich regelmäßig am ersten Dienstag im Monat. In ihrem Stammlokal nennt man sie die Dienstagsfrauen. Einmal im Jahr unternehmen die fünf Frauen etwas gemeinsam. Dieses Jahr haben sie etwas ganz Besonderes vor: Pilgern auf dem Jakobsweg. Am Ende dieser Reise ist nichts mehr, wie es war. Würden sie sich heute begegnen, wären sie wohl gar nicht miteinander befreundet. Aber seit die fünf Frauen vor 15 Jahren nach ihrem Französischkurs auf einen Absacker bei Luc eingefallen sind, ist am ersten Dienstag im Monat der Kamintisch für sie reserviert. Fünf Frauen, nun dies- und jenseits der vierzig, mit sehr unterschiedlichen Temperamenten: Da ist Caroline, die Strafverteidigerin, verheiratet und Mutter zweier erwachsener Kinder. Organisiert, konsequent und streitbar. Sie sagt, was sie denkt, und sie tut, was sie sagt. Und kann trotzdem gut mit Kikis Chaos umgehen. Kiki, chronisch gut gelaunt, gern verliebt, entwirft beruflich Haushaltsgegenstände. Sie hofft auch mit 35 noch, von der Wegwerfware wegzukommen. Bei Aufträgen und bei Männern. Eva wäre schon froh, wenn sie ein eigenes Leben hätte. Als Hausfrau, Ehefrau und Mutter mit brachliegender medizinischer Approbation ist sie geplagt von den schrecklichen „V’s“: vierzig, vier Kinder, verirrt. Estelle, die Apothekergattin, ist die Frau, die immer zu viel in den Koffer packt und das Tragen anderen überlässt. Einig sind sie sich nur, wenn es darum geht, ihrer Freundin Judith beizustehen. Die zierliche Kindfrau ist die Dramaqueen der Dienstagsfrauen. Sie bespricht ihre Probleme lieber, als dass sie sie löst. Doch wer will ihr das übel nehmen? Jetzt, wo sie gerade Witwe geworden ist? Nach dem Tod ihres Mannes findet Judith ein Tagebuch, das er über seine Pilgerreise nach Lourdes geführt hat. Arne, an Krebs erkrankt, konnte den Weg nicht zu Ende gehen. Die fünf Freundinnen machen sich auf, Arnes Reise zu vollenden – und ahnen nicht, worauf sie sich einlassen. Schritt für Schritt kommen sie einem Geheimnis auf die Spur, das ihr Leben durcheinanderwirbelt. Die Pilgerreise, als Unterstützung für die trauernde Judith gedacht, wird für die fünf Freundinnen ein Augenöffner. Nichts ist, was es scheint. „Die Dienstagsfrauen“ werden momentan verfilmt (Produzenten: CONRADFILM und DEGETO) und im Juni 2011 zu sehen sein.

Platz 4 : Der Leopard von Jo Nesbø

Kurzbeschreibung
Hongkong: Im Dunst der Garküchen und Drogenhöhlen dämmert einsam ein Mann vor sich hin. Kommissar Harry Hole ist am Ende, er hat alle Brücken hinter sich abgebrochen, die chinesische Mafia ist ihm auf den Fersen. Gleichzeitig erschüttert Oslo eine Serie grotesk-grausamer Morde. Die junge Kommissarin Kaja schafft es schließlich, Harry zurückzuholen. Schon bald wird er immer tiefer in den Fall hineingezogen. Der Täter erweist sich als äußerst unberechenbar und intelligent. Er arbeitet mit einem perfiden Mordwerkzeug, das lautlos und quälend langsam tötet. Die Spuren führen Harry von einer einsamen Hütte im norwegischen Hochgebirge bis nach Ruanda. Als er dem Killer gegenübersteht, muss er eine übermenschliche Entscheidung treffen.

Platz 5 : Im Koma: Roman von Joy Fielding

Kurzbeschreibung
Du kannst ihn nicht sehen. Du kannst ihn nur hören. Dein Mörder wartet auf dich …
Casey Marshall führt ein sorgloses Leben in Philadelphia, umgeben von der Liebe ihres Mannes Warren und erfüllt von ihrem Beruf. Bis zu jenem Tag, an dem ihre Welt zusammenbricht †“ und sie einem furchtbaren Autounfall zum Opfer fällt. Als Casey im Krankenhaus das Bewusstsein wiedererlangt, wird sie von Panik erfasst: Um sie herum herrscht Dunkelheit, sie kann sich nicht bewegen und nicht sprechen. Doch der wahre Alptraum steht ihr noch bevor, denn sie muss erkennen, dass ihr Unfall in Wirklichkeit ein heimtückischer Anschlag war. Und bald weiß sie †“ der Mörder ist in ihrer Nähe und wartet nur darauf, sein grausames Werk zu vollenden …

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Platz 6 : Zwei ein einem Tag von von David Nicholls

Kurzbeschreibung
Alle sind sich einig: der schönste Liebesroman der letzten Jahre
„Gerade stelle ich mir dich mit 40 vor!“ Es ist der 15. Juli 1988, und Emma und Dexter, beide zwanzig, haben sich gerade bei der Abschlussfeier kennengelernt und die Nacht zusammen durchgemacht. Am nächsten Morgen gehen beide ihrer Wege. Wo werden Sie an genau diesem Tag ein Jahr später stehen? Und wo in den zwanzig darauffolgenden Jahren? Werden sich die beiden, die einander niemals vergessen können, weiterhin immer gerade knapp verpassen?

Platz 7 : Alte Liebe von Elke Heidenreich und Bernd Schroeder

Kurzbeschreibung
„Kinder, Männer, Alte: lesen!“
Martin Halter, Frankfurter Allgemeine Zeitung
Alte Liebe rostet nicht. Aber die Zeit ist nicht spurlos vorbeigegangen an Lore und Harry. Die leidenschaftliche Lore hat Angst, bald mit dem frisch pensionierten Harry untätig im Garten zu sitzen. Unterdessen heiratet ihre Tochter Gloria in dritter Ehe einen steinreichen Industriellen, der ihr Vater sein könnte. Wie konnte es so weit kommen? Elke Heidenreich und Bernd Schroeder erzählen in umwerfenden Dialogen die Geschichte eines Ehepaars. Komischer sind die Szenen einer Ehe noch nicht erzählt worden.

Platz 8 : Niedertracht: Alpenkrimi von Jörg Maurer

Kurzbeschreibung
Hier trägt das Böse Tracht: Der dritte Alpenkrimi mit Kommissar Jennerwein
In der Gipfelwand hoch über einem idyllischen alpenländischen Kurort findet die Bergwacht eine Leiche. Wie kam der Mann ohne Kletterausrüstung überhaupt dort hin? Kommissar Jennerwein ermittelt mit seinem Team zwischen Höhenangst und Almrausch, während sich die Einheimischen in düsteren Vorhersagen über weitere Opfer ergehen. Was hat derweil die merkwürdige Mückenplage in Gipfelnähe zu bedeuten, warum besitzt ein grantiger Imker auf einmal viel Geld, und wieso hilft ein Mafioso, ein Kind aus Bergnot zu retten? Jennerwein hat einen steilen Weg vor sich
Nach den Bestsellererfolgen Föhnlage und Hochsaison der dritte Alpemkrimi von Jörg Maurer

Platz 9 : Still Missing – Kein Entkommen: Thriller von Chevy Stevens

Kurzbeschreibung
Was würdest du tun, wenn dich jemand am helllichten Tag entführt? Wenn du ihm vollkommen ausgeliefert bist? Wenn es aus dieser Hölle kein Entkommen gibt? Würdest du töten? Und wäre dann wirklich alles vorbei?
Ein Thriller wie ein Albtraum, der immer wieder neu beginnt.
„Düster, beunruhigend, atemberaubend und einfach absolut packend.“ Kathy Reichs
„Dieser außergewöhnliche Thriller wird Sie von der ersten Seite an in Bann halten und noch lange, nachdem Sie das Buch fertiggelesen haben.“ Karin Slaughter
Ein ganz normaler Tag, ein ganz normaler Kunde mit einem freundlichen Lächeln. Doch im nächsten Moment liegt die junge Maklerin Annie O Sullivan betäubt und gefesselt in einem Lastwagen. Als sie erwacht, findet sie sich in einer abgelegenen, schallisolierten Blockhütte wieder. Ihr Entführer übt die absolute Kontrolle über sie aus. Ein endloser Albtraum beginnt hinter dem ein noch schlimmerer auf sie wartet

Platz 10 : Das andere Kind von Charlotte Link

Kurzbeschreibung
Eine alte Farm, eine einsame Landschaft, ein düsteres Geheimnis aus vergangener Zeit. Mit tödlichen Folgen für die Gegenwart …
In der nordenglischen Küstenstadt Scarborough wird eine Studentin erschlagen aufgefunden. Monatelang tappen die Ermittler im Dunkeln †“ dann geschieht ein ähnlicher Mord. Ein Zusammenhang zwischen den beiden Opfern ist nicht erkennbar. Und so klammert sich die ehrgeizige Polizistin Valerie Almond an das allzu Offensichtliche: an ein Zerwürfnis in der Familie des zweiten Opfers. Lange ist ihr der Blick jedoch verstellt für das Gift, das in dieser Familie wirkt, und dessen Ursprung sie bis weit in die Vergangenheit hinein zurückverfolgen müsste. Und fast zu lange dauert es, bis Valerie Almond begreift, dass ein kranker Täter seinen Rachedurst noch nicht gestillt hat …
Charlotte Link ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart.

Quelle: Buchreport – Spiegel Online

Bildung 21 – Demo für mehr Lehrer und gegen Bildungsabbau am 02.04.11

Bildung 21 – Demo für mehr Lehrer und gegen Bildungsabbau am 02.04.2011 ab 12.00 Uhr auf dem Odeonsplatz in München.

Andreas Kienle und Isabel Krämer Kienle, zwei Eltern aus München, wollen handeln und nicht länger zusehen:

Gebraucht werden ALLE, die sich nicht länger gefallen lassen, dass sie zum Spielball von Zahlenjongleuren werden.

Über die Anzahl der LEHRERSTELLEN an den bayerischen Schulen wurde in den letzten Wochen viel Widersprüchliches berichtet. Trotz anders lautender Mitteilungen der Staatsregierung ergibt sich aus dem Zahlenwerk des Doppelhaushalts 2011/2012, der Anfang April 2011 in letzter Lesung verabschiedet werden soll, ganz eindeutig keine Verbesserung der Versorgung mit Lehrkräften.
Die bisherige, zum Teil katastrophale UNTERVERSORGUNG MIT LEHRERN bleibt damit bestehen. So können an den Schulen nicht einmal die Regelstunden abgedeckt werden.
Zu große Klassen, eine hohe Anzahl von Stundenausfällen durch Krankheit, ein hoher Einsatz von Referendaren im Regelunterricht, viele Überstunden der Lehrer … sind Alltag.

Aber auch Studenten und alle, die an der Zukunft dieses Landes interessiert sind, haben genug Gründe, um sauer zu sein: Die große Bologna-Reform ging total daneben; die Hochschulen sind überfüllt – der doppelte Abiturjahrgang wird die Lage noch extrem zuspitzen; die Studiengebühren (nur noch in Bayern, BaWü und Niedersachsen) halten ärmere Studenten vom Studium ab; Bildung wird immer mehr zur an wirtschaftlichen Interessen orientierten Ausbildung; Studenten und Dozenten haben so gut wie keine Mitspracherechte; Soziale Selektion durch das dreigliedrige Schulsystem; G8 ist völlig chaotisch…

Wir brauchen Eure Hilfe, nicht nur auf der Demo, sondern besonders im Vorfeld, da wir eine 5.000 Personen Demo nicht ganz allein organisieren können.

Aktiviert vor allem die Schüler und Studenten mit ihren Netzwerken, denn es geht um sie, nicht um die Eltern !!! Wir brauchen einen gemeinsamen Protest von Schülern, Eltern, Studenten und allen die sich für eine bessere Bildung stark machen wollen !!!

Bitte ladet doch auch bitte alle eure Freunde ein und sagt allen bescheid! Schüler, Lehrer, Eltern, Großeltern, Studenten, Dozenten, Professoren, Arbeitende – alle sind willkommen! Wer nicht selber kommen kann/will, der lade doch bitte seine Freunde ein – jeder hat Freunde, die das Thema interessiert! Wenn jeder nur 10 Leute (gerne mehr) einlädt, können wir eine tolle Demo schaffen…!

Meldet Euch mit Eurem Beitrag (Kontakte, Orga,..) bei uns!

– per Mail: mail@bildung21.info

– per Telefon: 0176-15799724

Andreas Kienle // Isabel Krämer Kienle

Mai 2011: Little Bee von Chris Cleave

Chris Cleave lässt in seinem Roman zwei Welten aufeinanderprallen. Mit einer Wucht, die umhaut„, schreibt Jutta Legath in der Brigitte am 09.02.2011 über Chris Cleaves Bestseller „Little Bee“. Gerlinde hat den Roman für die nächste Besprechung im Lesekreis, am 07.05.2011 um 21 Uhr bei Karin, vorgeschlagen.

Kurzbeschreibung
Manchmal wünscht sie sich, sie wäre eine englische Pfundmünze: dann würde sich nämlich jeder freuen, sie zu sehen. Little Bee ist 16 Jahre alt und stammt aus Afrika. In ihrer Heimat ist ihr Schreckliches zugestoßen, und seit zwei Jahren lebt sie in einem englischen Abschiebelager für Asylbewerber. Trotz allem ist sie ein Mensch voll Lebensfreude, Witz und Intelligenz. In England kennt sie außerhalb des Lagers nur zwei Menschen: Vor Jahren hat sie in Nigeria das Ehepaar Sarah und Andrew, die im englischen Kingston-upon-Thames ein privilegiertes Leben führen, kennengelernt. Ein furchtbares gemeinsames Erlebnis hat eine tragische Verbindung zwischen ihnen geschaffen. Als Little Bee aus dem Lager entlassen wird, ruft sie bei Sarah und Andrew an. Ein Anruf, der unvorhersehbare Folgen hat: Einige Tage später bringt sich Andrew um. Und kurz darauf steht Little Bee vor Sarahs Tür …

Die gebundene Ausgabe von „Little Bee“ umfasst 320 Seiten und ist am 01.02.2011 im Deutschen Taschenbuch Verlag erschienen.

Über den Autor
Der 1973 geborene britische Journalist und Schriftsteller Chris Cleave wuchs in Kamerun und Buckinghamshire auf. Nach seinem Psychologiestudium in Oxford ist er u.a. als Barmann, Hochseematrose und Journalist tätig gewesen, hat Meeresnavigation unterrichtet und eine Internetfirma gegründet.

Sein Debütroman „Incendiary“ (deutscher Titel: Lieber Osama) erschien in 20 Ländern und wurde mit Michelle Williams und Ewan McGregor verfilmt. Sein zweites Buch „The other Hand“ (deutscher Titel: Little Bee) erschien im Jahre 2008 in Großbritannien und für den Costa Book Awards nominiert.

Im darauffolgenden Jahr erschien es unter dem Titel Little Bee auch in den USA und in Kanada. Der Roman wird von Blossom Films in Kooperation mit BBC Films mit Nicole Kidman verfilmt.

Chris Cleave schreibt weiterhin für die englische Tageszeitung The Guardian und lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in London.