OYO – Thalia bringt E-Book-Reader für 139 Euro auf den Markt

Heute hat Thalia auf der IFA (Internationale Funkausstellung) in Berlin bekannt gegeben, dass ab dem 06.09.2010 der neue E-Book-Reader, der unter dem Namen OYO auf den Markt kommt, vorbestellt werden kann. Die Lieferung wird für den Oktober 2010 versprochen.

„Der OYO kommt …. und startet in die Zukunft des Lesens„, heißt der Werbeslogan von Thalia. Gleichzeitig startet der Online-Buchshop damit eine Preisoffensive, denn der OYO soll nur 139 Euro kosten und über alle technischen Gegebenheiten der momentan am Markt erhältlichen E-Book-Reader verfügen.

An der Partnerschaft mit Sony will Thalia weiterhin festhalten. Diese habe sich bewährt und auch die neuen Sony Reader würden über die Vertriebskanäle von Thalia verkauft.

Die Medion AG, die gestern auf der IFA den Verkaufsstart eines eigenen Readers für den Dezember verkündet hat, ist für die Hardware und Software zuständig, Thalia für Vertrieb und E-Book-Angebot.

„Wir freuen uns, mit MEDION einen Partner gefunden zu haben, der dafür bekannt ist, richtungsweisende Technologien und Entwicklungen in hochwertige Produkte und Lösungen für den Endverbraucher zu transportieren. Dies war eine wichtige Grundvoraussetzung dafür, dass wir unseren Kunden mit dem OYO ein Gerät anbieten können, das ihren Wünschen und Bedürfnissen entspricht. Im Zusammenspiel mit dem eBookstore können wir damit eine völlig neue Lesewelt eröffnen“, kommentiert Michael Busch, Geschäftsführer Thalia Holding GmbH die Zusammenarbeit.


buch.de eBook-Reader Oyo

Laut Thalia verfügt der neue E-Book-Reader über folgende Technik:

  • 15,2 cm / 6 Zoll Touchscreen Display †“ kontrastreich, augenschonend und sehr gut lesbar †“ auch bei Tageslicht dank elektronischer Tinte
  • Leistungsstarker Akku †“ für bis zu 8000 Seiten mit einer Akkuladung, 2 GByte Speicherkapazität
  • Automatische Display-Rotationstechnologie
  • Virtuelle Tastatur zur Erstellung von Notizen und einfaches Setzen von Lesezeichen
  • Umblättern wie im richtigen Buch mit nur einer Fingerbewegung und einfaches Navigieren durch die Benutzerüberfläche – dank der Touchscreen- Technologie

Mehr zu Ausstattung und Nutzbarkeit findet sich auf lesen.net

Neu ist allerdings, dass Thalia bereits zum Verkaufsstart einen Buch-Shop mit mehreren hunderttausend Titel vorinstalliert hat. Die E-Book lassen sich direkt und ohne den Einsatz eines PCs oder Notebooks kabellos über WLAN, Internetanbindung oder WLAN Router vorausgesetzt, auf den OYO laden.

„Die digitale Welle hat den deutschsprachigen Buchmarkt erreicht. Prognosen gehen von einem Absatz von bis zu 60 Millionen eBooks bis zum Jahr 2015 allein in Deutschland aus. Mit unserem eReader OYO fokussieren wir uns auf diese neue Zielgruppe der digitalen Buchbegeisterten und bieten eine einzigartige Verknüpfung von Buchhandelskompetenz mit einem der größten Angebote an deutschsprachigen Leseinhalten“, erklärt Michael Busch, Geschäftsführer der Thalia Holding, die Entscheidung, einen eigenen eReader zu entwickeln.

Der OYO ist ab Oktober in allen Thalia Buchhandlungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie im Online-Shop erhältlich. Vorbestellungen sind ab Montag, 6. September auf mein-oyo.com und in allen Thalia Buchhandlungen möglich. Ende des Jahres plant Thalia bereits den Launch des Profi-Modells OYO 3G, welches unabhängig von einer Internetverbindung auch über ein Mobilfunknetz den Download von eBooks ermöglicht.

Quelle: Buchmarkt.de

E-Book-Reader von Medion unter 200 Euro mit E-Books von Thalia oder Libri?

Heute hat die Medion AG auf der IFA (Internationale Funkausstellung) einen neuen E-Book-Reader vorgestellt, der noch pünktlich zum Weihnachtsgeschäft 2010 in den Handel kommen und unter 200 Euro kosten soll. Das in Essen ansässige Unternehmen beliefert vornehmlich große Handelsketten wie zum Beispiel Aldi/Hofer, real, Tchibo, Media Markt, Plus, Karstadt und Marktkauf.

Wie Amazons Kindle und Sonys E-Book-Reader verfügt er über einen 6 Zoll (15,2 cm) großen E-Ink-Bildschirm ohne aktive Hintergrundbeleuchtung, das für lange Laufzeiten und angenehmes Lesen sorgen soll. Über den Touchscreen kann der Anwender die Menüs bedienen, per Wisch blättern oder mit dem mitgelieferten Stylus Notizen schreiben.

Das Gerät verfügt über einen Speicher von 2 GByte, der über eine Micro-SD-Karte um bis zu 16 GByte erweitert werden kann. Es unterstützt die Textformate PDF, ePub, HTML, DOC, TXT, RTF, Fb2 und PRC. Außerdem kann es Bilder (JPEG, PNG, GIF, BMP) darstellen und Audiodateien (MP3) abspielen. Die Ausgabe erfolgt über Kopfhörer – der Anschluss dafür befindet sich an der Unterseite des Gerätes.

Medions E-Book-Reader greift per USB oder WLAN auf den E-Book-Shop des Herstellers zu.  Allerdings dient das WLAN nicht dazu, Dateien vom Computer auf das Lesegerät zu übertragen. Darüber kann der Nutzer nur auf den E-Book-Shop zugreifen, den Medion gerade aufbaut. Im nächsten Jahr ist eine Variante mit UMTS-Modul geplant.

Ein deutscher Buchhändler mit größerem E-Book-Portfolio soll mit im Boot sein, den Namen verriet Medion noch nicht. Es könnte sich aber um Libri oder Thalia handeln, die beide auf der IFA präsent sind und Neuheiten ankündigen wollen.

Die IFA findet vom 03. bis 08. September 2010 in Berlin statt. Man kann also gespannt sein, was Libri oder Thalia in den nächsten Tagen berichten.

Quelle: Golem,  Heise Online Quelle Foto: Computerbild.de

Frankfurter Buchmesse 2010: Programmübersicht im Börsenblatt-Café

Frankfurter Buchmesse 2010 – Börsenblatt-Café: Zeit für Debatten †“ und das „wahre Buch“

Zur Buchmesse eröffnet wieder das Börsenblatt-Café †“ in Halle 4.0, Stand D 1339. Nachfolgend eine Übersicht über das geplante Programm:

Mittwoch, 6. Oktober 2010

„Wahre Bücher! Warum die digitale Zeit nicht ohne Druckwerke auskommt“, 11 bis 12 Uhr
Am ersten Messetag stehen Verlage im Mittelpunkt; ab 11 Uhr geht es um die Qualität von gedruckten Büchern, um die Wuünsche von Käufern und Herstellern.

„E-gitt? Das Problem der digitalen Rechte“, 14 bis 15 Uhr
Thema Nummer zwei sorgt in den USA längst für großen Wirbel und wird auch für deutsche Verlage zunehmend wichtiger †“ die Autorenhonorare bei digitalen Ausgaben.

Donnerstag, 7. Oktober 2010

„Schon abgehängt oder gut aufgestellt?“ 11 bis 12 Uhr
Der Messedonnerstag widmet sich einem Dauerthema im Sortiment: der Frage, wie sich der Buchhandel im digitalen Geschäft beteiligen kann.

„Mehr Hardcore: Brechen Autoren und Verlage alle Tabus im Jugendbuch“ 14 bis 15 Uhr
Im Jugendbuch gibt es nichts, das es nicht gibt. Je drastischer die Story, umso besser scheint der Absatz
zu sein. Eine Debatte über Thesen, Trends und Tabus rund ums Buch für junge Leser.

Freitag, 8. Oktober 2010

„Deutscher Buchpreis: Gespräch mit dem Gewinner“ 11 bis 12 Uhr
Am Freitagvormittag ist das Börsenblatt-Café für den Gewinner des Deutschen Buchpreises 2010 reserviert. Mit auf dem Podium: sein Verleger.

„Viereckig und hart reicht nicht mehr: Zusatzsortimente für den Buchhandel“ 14 bis 15 Uhr
Bücher sind im Buchhandel nicht alles, längst füllen Sortimenter ihre Regale und Auslagen auch mit DVDs, Geschenkartikeln oder Musik-CDs. Was sich lohnt, worauf es bei der Präsentation ankommt †“ und beim Pricing.

Samstag, 9. Oktober 2010

„Lesen unter Hitler“ 15 bis 16 Uhr
Zum Abschluss der Veranstaltungsrunde widmet sich die Börsenblatt-Redaktion einem historischen Thema: Autor Christian Adam und der Verleger K. G. Saur sprechen über Autoren, Bestseller und Leser im Dritten Reich.

Ken Follett zu Gast beim Buchjournal
Wer das Buchjournal auf der Frankfurter Buchmesse besucht, braucht diesmal vermutlich sehr spitze Ellenbogen: Die Redaktion hat am Messedonnerstag ab 15.30 Uhr Starautor Ken Follett zu Gast †“ und spricht mit ihm im Börsenblatt-Café über seinen neuen Roman „Sturz der Titanen“ (Lübbe).

Wie kreativ die Leser des Kundenmagazins sind, wird sich am Samstag zeigen, wenn der Kurzgeschichtenwettbewerb 2010 endet  †“ garantiert mit viel Applaus – 14 Uhr. Das Thema in diesem Jahr hieß: „Das Fest“.

Quelle: Börsenblatt

Natalie Pollock – eine fiktive Romanfigur mit 850 Fans auf Facebook

Natalie Pollock wurde am 15.04.1994 nicht geboren, sondern gegründet. Die 16-jährige Amerikanerin ist die Protagonistin in einem Online-Roman und die Erfindung der Autorinnen Laura Moser und Lauren Mechling, die ebenfalls nur im Netz zu finden sind. Auf der Website des amerikanischen Onlinemagazins Slate schreiben sie an einem Jugendroman unter dem Titel „My Darklyng„. Im Moment sind 33 Kapitel online gestellt und das Buch damit abgeschlossen. In My Darklyng, was ungefähr so viel wie „Mein dunkler Liebling“  bedeutet, geht es um Vampire -  um was auch sonst.

Natalie Pollock ist auf Facebook zum Leben erwacht. Sie mag Zucchini-Schokoladen-Muffins und Horrorfilme. Zu ihren Hobbies gehört die Fotografie, ihr Freund heißt Josh und heute überlegt sie sich, was sie zum kommenden Schulanfang anziehen wird. Sie postet Videos und Fotos und hat mittlerweile 850 Freunde, die ihre Pinnwand-Einträge lebhaft kommentieren und diskutieren.

Den ganzen Sommer über hat das Autorenduo  Mechling und Moser die Geschichte von Natalie Pollock erzählt.

Der Plot, der sich offen an den Vampir-Hype der Twilight-Saga ranhängt, entfaltet sich häppchenweise. Natalie erhält rätselhafte Nachrichten eines Stalkers, die auch auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht werden. Ihre Facebook-Fans können die Pinnwandeinträge kommentieren und werden so zu einem Teil der Geschichte.

„Schreibt man über irgendeinen Teenager im Jahr 2010“, sagt Mechling, „wäre es falsch, Facebook und Twitter nicht zu nutzen. Schließlich verbringen viele Teenager jede freie Minute im Netz. Dazu kommt ihr Hang, sich mitzuteilen und Dinge öffentlich gut oder doof zu finden. Jedes Mal, wenn die Leser eine Internetseite besuchen, und relevante Informationen zur Geschichte finden, sei es so, als hätten sie eine Schatzsuche gewonnen. Kleine, versteckte Zusatzinformationen halten auch die leicht ablenkbaren Leser im Geschehen.

Es wäre vermutlich übertrieben, das Projekt schon jetzt als bahnbrechend zu bezeichnen, dafür ist es zu klein, die Zahl der Leser zu niedrig. Dennoch zeigt die Arbeit der Autorinnen anschaulich, was im Netz in Sachen „Leserbindung“ inzwischen alles möglich ist.

Quelle: Süddeutsche Zeitung

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Ausgezeichnete Jugendliteratur: Weggesperrt von Grit Poppe

Ausgezeichnete Jugendliteratur: Weggesperrt von Grit Poppe

Grit Poppe erhält für ihren Jugendroman „Weggesperrt“ den diesjährigen Gustav-Heinemann-Friedenspreis für Kinder- und Jugendliteratur. Der Roman schildert den Leidensweg einer Jugendlichen in der DDR, die 1988 in einen Jugendwerkhof und später in dem berüchtigten Erziehungsheim Torgau eingesperrt wird.

Der Gustav-Heinemann-Friedenspreis wurde gestiftet, um die Verdienste des Bundespräsidenten Gustav Heinemann als Förderer der Friedensforschung und -erziehung zu würdigen, und um solche Kinder- und Jugendbücher auszeichnen zu können, die in besonderer Weise geeignet sind, Kindern und Jugendlichen die Idee eines von Toleranz und Zivilcourage geprägten friedlichen Zusammenlebens zu vermitteln.

Seit 1982 wird die Literaturauszeichnung von der Landeszentrale für politische Bildung in Nordrhein-Westfalen jährlich vergeben. Sie ist mit 7500 Euro dotiert und wird am 27.09.2010 in Essen verliehen.

Kurzbeschreibung
Niemals aufgeben! Flucht aus dem Erziehungsheim
DDR 1988: Anjas Mutter stellt einen Ausreiseantrag aus der DDR und wird von der Stasi verhaftet. Die 14-jährige kommt in einen Jugendwerkhof, eine Einrichtung der Jugendhilfe. Geschockt von der Willkür der Erzieher, der Gewalt und dem Drill, will Anja bald nur noch fliehen. Tatsächlich gelingt ihr die Flucht, aber nur für kurze Zeit. Anja fragt sich immer wieder, was sie eigentlich verbrochen hat. Als sie eines Tages ausrastet, bringt man sie nach Torgau, in eine geschlossene Einrichtung. Dort lernt sie Tom kennen, der wie sie nicht aufgeben will.
Ein spannender Roman über Willkür und Gewalt im Jugendwerkhof in der DDR. Sorgfältig recherchiert von der Autorin, die selbst in der Bürgerrechtsbewegung engagiert war. Mit Glossar und Wende-Chronik im Anhang.

Die 330 Seiten umfassende Taschenbuchausgabe ist im August 2009 im Dressler Verlag erschienen und wird Jugendliche ab 14 Jahre empfohlen.

Über die Autorin
Die deutsche Schriftstellerin Grit Poppe wurde am am 25. Januar 1964 in Boltenhagen, Bezirk Rostock geboren. Sie ist die Tochter des Physikers und Bürgerrechtlers Gerd Poppe aus dessen erster Ehe. Da ihr Vater nach dem Studium eine Stelle im Halbleiterwerk Stahnsdorf bei Potsdam antrat, zog die Familie dorthin um, wo sie aufwuchs und, nach der Scheidung der Eltern 1970, die Schule besuchte. Nach einer Lehre als Sekretärin arbeitete sie im DEFA-Studio für Spielfilme und später an der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg.

Zu Wendezeiten engagierte sie sich in der Bürgerbewegung „Demokratie Jetzt“ und war bis 1992 Geschäftsführerin von DJ (später Bündnis 90) für das Land Brandenburg.

Schon als Schülerin hatte Grit Poppe den Wunsch, Schriftstellerin zu werden. Von 1984 bis 1988 studierte sie am Literaturinstitut „Johannes R. Becher“ in Leipzig. 1989 debütierte sie mit dem Erzählband Der Fluch. Sie schreibt Romane und Geschichten für Kinder und Erwachsene und lebt mit ihren beiden Kindern, einem Sohn und einer Tochter, in Potsdam. Das Wechselspiel zwischen einer realistischen Handlung und Fantasy-Elementen zeichnet bisher die meisten ihrer Jugendbücher aus. Zu nennen sind hier vor allem Alabusch oder Das Herz des Vulkans (1999) und Käpten Magic (2006).

Weggesperrt ist ihr erster rein realistischer Jugendroman, der auf umfangreichen Recherchen beruht und als Ganzschrift für die Realschulabschlussprüfung in Baden-Württemberg 2011 ausgewählt wurde.

Mehr über Grit Poppe und ihre Publikationen findet sich auf ihrer anschaulichen Homepage.