Münchner Lustspielhaus sucht hemmungslose Bühnenviecher…

lustspielhaus

Das Münchner Lustspielhaus sucht für ein Musiktheaterprojekt im Sommer 2009 „hemmungslose Bühnenviecher“. Und zwar:

45-jähriger Handwerker
nymphomane Tochter (Friseuse)
drogensüchtiger Sohn (Broker)
Mutter (etwa 55 Jahre alt, verlebt und unverdrossen)
Sozialarbeiter oder Sozialarbeiterin
schauspielfähige Musiker (Klavier, Baß oder Gitarre)

Wer sich für eine dieser Rollen geeignet sieht, möge so bald wie möglich eine Bewerbung an das:

Münchner Lustspielhaus
Occamstrasse 8
80802 München

schicken. Die Mail-Adresse lautet: info@lustspielhaus.de

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Der letzte Roman von Alexandre Dumas: Der Graf von Sainte-Hermine

„Da wären wir also in den Tuilerien“, sagte der erste Konsul zu seinem Sekretär Bourrienne, als sie den Palast betraten, der die vorletzte Station Ludwigs XVI. zwischen Versailles und dem Schafott gewesen war. „Jetzt liegt es an uns dort zu bleiben“. (Link zur Leseprobe im Verlag Blanvalet)

der-graf-von-sainte-hermineMit diesen Zeilen beginnt Alexandre Dumas (pére) unwiderruflich letzter Roman Der Graf von Sainte-Hermine. Er war lange verschollen und ist jetzt im Blanvalet Verlag als literarische Sensation angekündigt und in einer Übersetzung von Melanie Walz erschienen. Er umfasst 1040 Seiten und kostet 24,95 Euro.

Dumas Welterfolg Die drei Musketiere spielt im 17. Jahrhundert, Der Graf von Monte Christo nach der französischen Revolution und Napoleons Untergang.

Hector, der Graf von Sainte-Hermine und Protagonist, begeht seine Heldentaten dazwischen. Er schlägt Schlachten, erschießt Admiral Nelson, reist rettend und jagend durch die Welt, ist reich, allmächtig, gelenkig, gebildet und natürlich keusch, denn was wäre ein Abenteuerroman ohne eine Liebesgeschichte mit einer schönen jungen Dame. Die Schauplätze sind Paris, die Bretagne, die Weltmeere, Birma, Trafalgar, Irland, Italien. Bevor Alexandre Dumas Der Graf von Sainte-Hermine beenden konnte, starb er 1870 in Puys, Seine-Maritime.

Kurzbeschreibung
Ein hinreißendes Lesevergnügen – vom Meister des Abenteuerromans: Alexandre Dumas.
Hector de Sainte-Hermine, letzter Nachfahre einer adeligen Familie, die von der Französischen Revolution ausgelöscht worden war, hatte bei seinem Leben geschworen, Rache zu nehmen und den Royalisten treu zu dienen. Hin und her gerissen zwischen seinem Eid und seiner Begeisterung für Napoleon, wird ihm beides zum Verhängnis. Als er seine große Liebe verliert, sucht er verzweifelt den Tod, schmachtet Jahre im Kerker, bevor er als Korsar und Freibeuter die Meere zwischen Mauritius und Birma besegelt. Jedoch immer wieder taucht er als Held wider Willen aus seinen Abenteuern auf.Hector weiß sich wohl durch Tapferkeit und Mut auszuzeichnen. Er ist der Retter adeliger junger Damen, kämpft im Seekrieg gegen England und wird gar zum Helden der Nation, als ihm in der Schlacht von Trafalgar der tödliche Schuss auf Admiral Nelson gelingt. Napoleon will ihn ehren, doch als er Hector erkennt, fällt dieser erneut in Ungnade und wird nach Italien verbannt. Dort warten neue Abenteuer auf den mutigen Grafen …Die literarische Sensation – Alexandre Dumas‘ letzter Roman: nach 135 Jahren entdeckt!

alexandre_dumasKlappentext
„Absolut wunderbar! Dumas ist und bleibt der ‚Napoleon unter den Erzählern‘!“ Washington Post

Über den Autor
Alexandre Dumas père (1802-1870) genoss nur eine dürftige Schulbildung. Bereits vierzehnjährig arbeitete er als Schreiber, 1822 wurde er Sekretär des Herzogs von Orléans und späteren Bürgerkönigs Louis-Philippe. Ein romantisches Historienstück machte ihn 1829 als Dramatiker berühmt. Nach weiteren Bühnenerfolgen erschien eine große Anzahl meist historischer Abenteuerromane, darunter so zeitlos populäre wie „Die drei Musketiere“ und „Der Graf von Monte Christo“. Als Enkel einer schwarzen Sklavin, dessen Vater selbst noch in der Sklaverei geboren worden war, sah sich Dumas zeitlebens rassistischen Angriffen ausgesetzt. Im Jahr 2002 wurden anlässlich seines 200. Geburtstages seine Gebeine ins Pariser Pantheon überführt.

Quellen: Spiegel Online, Blanvalet, Wikipedia

Twilight BRAVO Gewinnspiel – die schönsten Ideen einiger Fans

Am 18. Mai war Einsendeschluss für die Abgabe der schönsten und originellsten Ideen der Twilight-Fans, die eine der beiden Reisen zum Drehort von New Moon in Italien gewinnen wollten. BRAVO und Concorde Filmverleih hatten Anfang Mai dazu aufgerufen, Lieblingsszenen aus der †œTwilight†-Saga, egal, ob aus dem Film oder der vierteiligen Buchreihe von Stephenie Meyer kreativ darzustellen. Alles war erlaubt: Filmen, Fotografieren, Malen, Basteln.

Die Sieger stehen zwar noch nicht fest, dafür haben einige Fans ihre Ideen und Beiträge, mit denen sie sich an den Gewinnspiel beteiligt haben, hier eingereicht:

Bella und Edward – eingereicht von Lena

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Video von Daria (per Mausklick landet ihr auf www.myvideo.de und könnt das komplette Video sehen)

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Bild von Natalie

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Bilder von Natalie II (per Mausklick landet ihr bei YouTube und könnt alle Bilder von Natalie sehen)

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Bild von Johanna

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Collage von Anna

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Twilight-Video eingereicht von Lisa (komplett zu sehen auf BRAVO.de per Mausklick auf das Bild)

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Foto von Ninja (wurde schon in der BRAVO in der letzten Woche veröffentlicht)

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Collage von Silvana und Verena

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Bild von Lilli (13 Jahre) – Bella und Edward

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New Moon: Edward in Italien – Bild aus dem Video von Tarafee

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Bild von Melissa (11 Jahre)

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Twilight-Bild (Acryl) von Isy

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Vampir-Bild von Tamara

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Edward – Bild (Acryl) von Ilona

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Vampir-Bild von Maja

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Twilight-Comic – gemalt und gebastelt von Tatjana

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Auszüge der Twilight-Foto-Story von Kim

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Ein Video von Hannah

Twilight – New Moon: Brunnen-Szene in Montepulciano von Chris

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Kohlezeichnung von Jaqueline (17 Jahre)

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Wer mag, kann weitere Beiträge hier einreichen (entweder per Mail an webmaster@lesekreis.org oder direkt als Link per Kommentar), ich werde sie dann entsprechend hier einbinden. Mir gefallen übrigens alle sehr gut, die Jury wird es nicht leicht haben! 😉

Christa Wolf und Günter Grass zu Ehrenpräsidenten des P.E.N. ernannt

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Die Mitgliederversammlung des P.E.N.-Zentrums Deutschland hat auf seiner Jahrestagung in Görlitz seine Mitglieder Christa Wolf und Günter Grass zu Ehrenpräsidenten des P.E.N. ernannt.

Johano Strasser wurde in seinem Amt als Präsident bestätigt, ebenso der Schatzmeister Hermann-Anders Korte. Herbert Wiesner wurde als Generalsekretär des P.E.N. gewählt, nachdem Wilfried F. Schoeller nicht mehr kandidiert hatte. Dirk Sager wurde als Writers in Prison-Beauftragter, die Übersetzerin Christa Schuencke als Writers in Exile-Beauftragte gewählt. Beide sind somit auch Vizepräsidenten des deutschen P.E.N.-Zentrums. Petra Morsbach, Monika Rinck, Hans Thill und Jan Wagner wurden als neue Beisitzer in das Präsidium gewählt.

Wie es in einer Mitteilung zur Mitgliederversammlung heißt, schließt sich das deutsche P.E.N.-Zentrum der Heidelberger Erklärung gegen die Verletzung des Urheberrechts durch das Scan-Programm von Google an. Das Präsidium habe in Briefen an drei Brüsseler Kommissare und den Präsidenten dazu aufgefordert, dass auch die Europäische Kommission tätig wird.

Quellen: Börsenblatt, Fotos: Wikipedia

Juli 2009: Mrs Dalloway von Virginia Woolf

Nachdem Virginia Woolf schon im Mai im Gespräch war und die Abstimmung im Lesekreis nur ganz knapp für den „Schattenfuchs von Sjón“ ausfiel, befassen wir uns jetzt fast einstimmig am 03. Juli zur gewohnten Zeit  mit Virginia Woolfs Mrs Dalloway. Wir treffen uns, bei hoffentlich schönem Wetter, unter dem Freisitz bei Gerlinde und Rainer.

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Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Mrs. Dalloway

Mit dem Roman Mrs. Dalloway erweiterte Virginia Woolf die realistische Erzählweise des 19. Jahrhunderts um die experimentelle Form der Stream of consciousness-Technik (R Stichwort S. 1169). In der Überzeugung, jedes Individuum erfahre und verarbeite die objektive Realität unterschiedlich und schaffe sich im Bewusstsein eine eigene Wirklichkeit, schildert die Autorin Sinneseindrücke und Gedankenströme der Romanfiguren. Die Wiedergabe von Vorgängen in der äußeren Welt ist von untergeordneter Bedeutung. Woolf sah ihre Aufgabe darin, in die Psyche der Figuren vorzudringen, um die Dualität von Welt und Mensch zu verdeutlichen, und schuf mit Mrs. Dalloway den Prototyp des Bewusstseinsromans.

Inhalt:
Die Handlung des Romans konzentriert sich auf den Ablauf eines Tages. An einem Londoner Junitag 1923 trifft die 52-jährige Hauptfigur Clarissa Dalloway Vorbereitungen für eine Abendgesellschaft, die sie mit ihrem Ehemann Richard in ihrem Haus gibt. Nach ein paar Besorgungen in der Stadt bekommt sie Besuch von ihrem Jugendfreund Peter Walsh. Später bereitet sie sich für den Abend vor, an dem sie die perfekte Gastgeberin ist.
virginia-woolf1Parallel zu dem Geschehen um Clarissa führt Virginia Woolf die Figur des nervenkranken Kriegsveteranen Septimus Warren Smith ein, dessen psychische Instabilität als Folge seiner Erlebnisse während des Ersten Weltkriegs am Ende des Romans zu seinem Selbstmord führt.
Aufbau: Woolf arbeitet in die äußere Romanhandlung ein inneres Geschehen ein. Dabei kontrastiert sie beide nebeneinander existierenden Wirklichkeitsebenen: Die innerlich erlebte Zeit der Figuren (mind-time) steht der äußeren messbaren Zeit (clock-time) gegenüber, verdeutlicht durch die Glockenschläge von Big Ben. Die Stundenschläge bilden ein wesentliches Strukturelement: Sie fungieren als Übergänge vom Bewusstsein einer Person in das Bewusstsein einer anderen.
Für die Romanfiguren sind die Vorgänge der äußeren Welt Anlässe, in ihre eigene Gedankenwelt und Wirklichkeit einzutauchen und durch Assoziationen vergangene Lebenssituationen wieder zu erleben. Clarissa Dalloway erinnert sich an ihre Jugend und an verpasste Möglichkeiten, hervorgerufen durch das Wiedersehen mit ihrem Jugendfreund. Die Begegnung führt Clarissa darüber hinaus die Erkaltung ihrer aus gesellschaftlichen Zwängen bestehenden Ehe vor Augen. Die Figur weist eine polarisierte Spannung auf. Einerseits versucht sie der Gesellschaft zu entfliehen, andererseits vermitteln flüchtige Momente des Glücks und der Freude in ihr den Wunsch, Teil des Lebens zu sein.
Septimus durchlebt die Vergangenheit, den Krieg, immer wieder aufs Neue. Das Leitmotiv »Fürchte nicht mehr Sonnenglut« aus R Shakespeares dramatischer Romanze Cymbeline (1608) stellt die Verbindung der beiden Protagonisten her. Woolf entwarf die Septimus-Figur als eine Art Doppelgänger zu Clarissa, indem sie das Schicksal beider kontrapunktisch gegenüberstellt. Clarissa erfährt auf ihrer Abendgesellschaft von Septimus†™ Tod. In seinem Schicksal erkennt sie ihr mögliches eigenes. Am Ende des Romans entscheidet sie sich für das Leben.
Wirkung: Die formale Art der Darstellung stellte in den 1920er Jahren ein literarisches Novum dar und wurde mit Ulysses (1922) von James R Joyce, der Woolf künstlerisch beeinflusste, richtungweisend für den Roman der Moderne sowie den Nouveau Roman in Frankreich.

Kurzbeschreibung
An einem Junitag des Jahres 1923 bereitet Clarissa Dalloway, eine der glänzendsten Londoner Gastgeberinnen, eine große Abendgesellschaft vor. Während sie alle konventionellen Erwartungen erfüllt, stellen sich bei ihr Erinnerungen und Assoziationen ein, die ihr nach und nach bewußt machen, wie sehr ihre äußere Existenz sich von ihrer inneren unterscheidet.

Über die Autorin
Virginia Woolf (1882-1941) war, zusammen mit ihrer Schwester Vanessa, Mittelpunkt der „Bloomsbury Group“, des Künstler- und Literatenzirkels, der sich um 1905 in London zusammenfand. Ihr erster Roman, Die Fahrt hinaus, erschien 1915. Neben den Romanen umfaßt ihr Gesamtwerk Erzählungen, Tagebücher, Briefe und eine Vielzahl von Essays. Virginia Woolf gilt als die bedeutendste englische Schriftstellerin dieses Jahrhunderts.
Virginia Woolf litt unter schweren Depressionen. Am 28. März wählte sie im Fluss Ouse bei Lewes in Sussex den Freitod. Da sie sehr gut schwimmen konnte, packte sie einen großen Stein in ihren Mantel, um eine eventuelle Selbstrettung zu verhindern. Ihre Leiche wurde erst nach drei Wochen, am 18. April, gefunden. Sie hinterließ zwei Abschiedsbriefe, einen an ihre Schwester Vanessa und einen an ihren Ehemann. Dieser endet mit den Sätzen:
„Alles, außer der Gewißheit Deiner Güte, hat mich verlassen. Ich kann Dein Leben nicht länger ruinieren. Ich glaube nicht, dass zwei Menschen glücklicher hätten sein können, als wir gewesen sind.“
Die Werke von Virginia Woolf erscheinen seit 1989 im S.Fischer Verlag in neuen Übersetzungen, herausgegeben und annotiert von Klaus Reichert, und in der Umschlaggestaltung von Sarah Schumann.