Frauenkrimis.net – Kriminelles auf dem Seziertisch

frauenkrimisMit Frauenkrimis.net hat Henny Hidden, die Krimilady, ein neues Internetportal speziell für Frauen eröffnet. Die meisten Blogbetreiber sind männlich, hier wird nun aus weiblicher Sicht  für Frauen über die Arbeiten von Frauen gebloggt. Neuerscheinungen, Termine für Lesungen und Veranstaltungstipps, Interviews aber auch Psychologisches rund um das Thema Krimi und Kriminalität werden behandelt. Henny Hiddens gewohnt sorgfältige, detailierte Rezensionen, die so manches Mal spannender sind als die rezensierten Krimis, findet man wie zuvor auf dem Blog der Krimilady.

Krimilady

Über Henny Hidden

Angetrieben vom Rausch des Lesens mit einer unstillbaren Gier nach neuen Geschichten, beeinflusst durch Dramatiker wie Pinter, Albee, Mrozek, Genet und Ionesco, liebt Henny Hidden, die Krimilady, Texte, in denen Personen auf der Inhaltsebene nur über das Wetter reden und wo allein durch die Intonation die Dramatik, die sich auf der Beziehungsebene abspielt, erkennbar wird.

Studiert hat Henny Hidden Philosophie und Soziologie. Soziologen schauen, laut Henny Hidden, auf eine Gesellschaft drauf. Sie versuchen aus den gesellschaftlichen Beziehungen die immanenten Strukturen abzubilden, verpassen diesen Begrifflichkeiten und sind versessen darauf, ihre Erklärungsversuche in eine Theorie zu pressen.
In der Kriminalliteratur, auf die sie eher zufällig während eines Schweden-Urlaubs gestoßen ist, versucht sie herauszufinden, wie sich die Ermittlungskette aufbaut und ob der Autor den Zufall einsetzt. Dass im Krimi Zufälle verwendet werden, wurde ihr schon recht schnell deutlich.
Seither verfolgt sie, wie geschickt es ein Autor schafft, Zufälle so einzubauen, dass der Leser wähnt, alles baue sich aufeinander auf.

Diese Informationen stammen aus einem Interview mit Nessa Altura und sind vollständig hier nachzulesen.

Druckfrisch mit Denis Scheck am 01.03. um 23.30 Uhr

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Am 01. März 2009, um 23.30 Uhr, sendet DasErste eine neue Folge von Druckfrisch mit Denis Scheck.

Diesmal trifft Denis Scheck den neuen Star der Schweizer Literatur-Szene, Daniel Zahno, der jetzt mit „Die Geliebte des Gelatiere“ (weissbooks) seinen ersten Roman geschrieben hat.

die-geliebte-des-gelatiereKurzbeschreibung
Daniel Zahno erzählt die Geschichte eines jungen Venezianers, der auf der Suche ist. Auf der Suche nach der richtigen Arbeit, der richtigen Frau, dem richtigen Leben.
Seit frühester Kindheit fasziniert Alvise das Eis. Mit seiner ersten Liebe, Noemi, leckt er Vanille-Eis, als Schüler hilft er in einer Gelateria aus. Später wird er, nach einigem Hin und Her, selbst Gelatiere. Er hat Talent und gewinnt die Coppa dOro, eine Art Oscar für den besten seiner Zunft.
Und doch ist Alvise nicht glücklich. Nach einer schweren Krise entschließt er sich, nach seiner einstigen großen Liebe zu suchen: der schon seit langer Zeit verschwundenen Noemi. Und er findet sie – in Amerika. Aber lässt sich nach über zwanzig Jahren die alte Vertrautheit wiederherstellen? Läßt sich das Rad der Zeit zurückdrehen?
Die Geliebte des Gelatiere ist ein Roman über die Vergänglichkeit, aber auch über die ersten Versuche in der Kunst der Liebe, über die Sehnsucht und das Träumen. Und darüber, dass jedes Leben einen besonderen Zauber hat.

Über den Autor
Daniel Zahno, geboren 1963 in Basel. Für seinen Erstling, Doktor Turban (1996), erhielt er u.a. den Tübinger Poetik-Preis und den Clemens-Brentano-Preis. 2006 publizierte er den poetischen Reigen Im Hundumdrehen. Nach Aufenthalten am Ledig House in New York und am Instituto Svizzero in Venedig schrieb er seinen ersten Roman, Die Geliebte des Gelatiere. Daniel Zahno lebt und arbeitet in Basel.

In London begegnet Denis Scheck Doris Lessing, die in diesem Jahr 90 Jahre alt wird. In ihrem neuen Roman „Alfred und Emily“ (Hoffmann und Campe) hat die „Epikerin weiblicher Erfahrung“ (Nobelpreis-Jury) ihre Eltern mit einer neuen fiktiven Biographie ausgestattet.

alfred-und-emilyKurzbeschreibung
Was wäre gewesen, wenn …? Lessing spielt mit dieser Frage und streicht den Ersten Weltkrieg aus der Geschichte. Alfred und Emily, das sind Lessings Eltern: der Vater kriegsversehrt und traumatisiert, die Mutter zeit ihres Lebens verbittert, weil das Schicksal es nicht gerade gut mit ihr meinte. Lessing schreibt in diesem wunderbaren Buch die Geschichte einfach um und erschafft für ihre Eltern ein Leben jenseits von Krieg und Entbehrung. »Die Wut meines Vaters auf die Schützengräben hat sich schon in jungen Jahren auf mich übertragen und sich seither nicht verflüchtigt … Ein Vermächtnis, auf das ich gern verzichtet hätte.« Nicht nur aus diesem Grund hat Doris Lessing das Leben ihrer Eltern neu erfunden. In ihrer Fiktion erfüllt sie dem Vater seinen Herzenswunsch, eine Farm im ländlichen England zu bewirtschaften, und ihrer Mutter gibt sie die Möglichkeit, sich nach und nach zu einer unabhängigen Frau mit einer wichtigen gesellschaftlichen Aufgabe zu entwickeln. So großartig und anrührend dieses Gedankenspiel auch ist, kommt Lessing nicht umhin, den -schönen Traum im zweiten Teil ihres Buches mit der Realität zu konfrontieren – und sie erzählt, wie es wirklich war.

Über die Autorin
Doris Lessing wurde 1919 in Persien geboren und wuchs auf einer Farm im damaligen Rhodesien auf. Mit dreißig Jahren kam sie nach London und veröffentlichte dort 1950 ihren ersten Roman. Ihr umfangreiches literarisches Werk macht sie zu einer der bedeutendsten zeitgenössischen Autorinnen. Im Hoffmann und Campe Verlag erschienen seit 1988 zahlreiche Werke, zuletzt der hochgelobte Roman Ein süßer Traum (2003), die Erzählungen Ein Kind der Liebe (2004) und zuletzt ihr Roman Die Kluft (2007). Sie erhielt 2007 den Nobelpreis für Literatur.

Exklusiv in dieser Sendung: Eine ganz persönliche Empfehlung der großen Kirmi-Autorin Donna Leon, die sich gemeinsam mit dem Moderator für ein Buch von Orlando Figes über das „Leben in Stalins Russland“ begeistern kann: „Die Flüsterer“ ( Berlin Verlag).

die-flustererKurzbeschreibung
Viele Darstellungen behandeln die sichtbaren Aspekte der stalinistischen Diktatur: die Verhaftungen und Prozesse, die Versklavung und das Morden in den Gulags. Kein Buch hat jedoch bislang die Auswirkungen des Regimes auf das Privat- und Familienleben der Menschen untersucht, den Stalinismus, der uns alle ergriff , wie es ein russischer Historiker einmal formuliert hat. Auf der Basis von Hunderten Interviews mit Zeitzeugen und zahllosen bislang unbekannten Dokumenten liefert nun Orlando Figes in Die Flüsterer erstmals einen unmittelbaren Einblick in die Innenwelt gewöhnlicher Sowjetbürger und zeigt an zahlreichen eindringlichen Beispielen, wie Einzelne oder Familien in einem von Misstrauen, Angst, Kompromissen und Verrat beherrschten Alltag um ihr Überleben kämpften. Für die Zeit der Revolution von 1917 bis zu Stalins Tod und darüber hinaus rekonstruiert Figes das moralische Gespinst, in dem sich die allermeisten Russen gefangen sahen: Eine einzige falsche Bewegung konnte eine Familie zerstören oder am Ende womöglich deren Rettung bedeuten. Keiner konnte sich sicher fühlen, nicht einmal die überzeugtesten Anhänger des Regimes. Wahrheit und Wahn, Schuld und Unschuld waren in diesem Unterdrückungssystem immer wieder auf fatal miteinander verquickt. Orlando Figes neues Meisterwerk in seiner erzählerischen Wucht und Aufrichtigkeit vergleichbar mit Grossmans Jahrhundertroman Leben und Schicksal ist das breit angelegte Porträt einer Gesellschaft, in der jeder nur noch flüstert entweder um sich und andere zu schützen oder um zu verraten. Ein ebenso schonungsloser wie ergreifender Bericht davon, wie schwach und wie unvorstellbar stark Menschen in einer von Paranoia geprägten totalitären Gesellschaft werden können.

Über den Autor
Orlando Figes lehrt Geschichte am Birkbeck College in London. Über sein preisge – kröntes Standardwerk Die Tragödie eines Volkes (1998) schrieb der große Historiker Eric Hobsbawm, es werde mehr zum Verständnis der russischen Revolution bei – tragen als irgendein anderes Buch, das ich kenne . Auch sein Buch Nataschas Tanz. Eine Kulturgeschichte Russlands (2003) erhielt zahlreiche hervorragende Besprechungen. Beide Bücher sind im Berlin Verlag erschienen.

Und wie in jeder Ausgabe von Druckfrisch: Denis Schecks scharfzüngiger Kommentar zur Spiegel-Bestseller-Liste als Orientierungshilfe im Bücherdschungel der Buchhandlungen.

Quelle: DasErste

FOCUS-Bestenliste Jugendbücher Februar 2009

focus_home_ress1Für diese Woche hatte der FOCUS angekündigt, künftig jeweils eine separate Kinder- und Jugendbuch-Bestsellerliste zu veröffentlichen. Die Top Ten der Jugendbuchtitel, ab 12 Jahre etwa, stehen also seit dem 16.02. im FOCUS.

Platz 1 : Die Märchen von Beedle dem Barden von J. K. Rowling

Platz 2 : Eragon Bd.3 †“ Die Weisheit des Feuers von Christopher Paolini

Platz 3 : Tintenherz von Cornelia Funke

Platz 4 : Bis(s) zum Morgengrauen von Stephenie Meyer

Platz 5 : The Tales of Beedle the Bard von J. K. Rowling

Platz 6 : Hinter verzauberten Fenstern von Cornelia Funke

Platz 7 : Tintenherz, m. Filmbildern von Cornelia Funke

Platz 8 : Tintenblut von Cornelia Funke

Platz 9 : Bis(s) zur Mittagsstunde von Stephenie Meyer

Quelle: FOCUS

Klappentext – Literaturmagazin für München geht in Druck!

klappentext

Für 2009 hat das Literaturportal literatur-muenchen.de sich vorgenommen, dass der KLAPPENTEXT nicht mehr nur digital, sondern zudem gedruckt erscheint und verteilt wird.

Ab März ist es soweit:

Die März-Ausgabe des KLAPPENTEXT wird nicht nur als PDF-Datei, sondern auch gedruckt, also auf echtem Papier zum Anfassen erscheinen.

Das Kulturreferat der Stadt München unterstützt dankenswerterweise dieses Projekt.

Fraglich ist leider, ob das Geld für die April-Ausgabe reicht, deshalb bittet die Redaktion um aktive Mithilfe und Unterstützung.

Wer also noch Mittel für eine Anzeigenschaltung zur Verfügung hat, etwas Geld spenden oder sich aktiv an der Verteilung des gedruckten Literaturmagazins beteiligen möchte, meldet sich bitte schnellstens bei Katrin Schuster in München, in der Baaderstr. 38, oder per Mail direkt unter info@literatur-muenchen.de.

Wie viel Aufwand, Arbeit und Enthusiasmus die Redaktion beim monatlichen Zusammentragen aller Literatur-relevanten Tipps und Termine in München aufbringen muss, kann man sich vorstellen, wenn man den Klappentext schon abonniert hat.

Willkommen sind übrigens auch Butterbrote und aufbauende Worte – viel Erfolg! 😉

Quelle: literatur-muenchen.de

Emirates Airline International Festival of Literature ohne Margaret Adwood

atwood22Die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood hat ihre Teilnahme am erstmals abgehaltenen „Emirates Airline International Festival of Literature†, das am 26. Februar in Dubai beginnt, abgesagt.

Die kanadische Tageszeitung The Globe and Mail berichtet heute, dass Margaret Atwood, die auch Vize-Präsidentin des Internationalen PEN ist, auf den Ausschluss der britischen Schriftstellerin Geraldine Bedell von der Teilnahme an dem Festival, mit ihrer Absage reagiert habe. Atwood habe in ihrer Email an die Verantwortlichen ausdrücklich von einem empörenden Fall der Zensur gesprochen, berichtet die Zeitung.

Die Organisatoren des Festivals hatten die Einladung an Bedell nach der Lektüre ihres Romans †œThe Gulf Between Us† zurückgenommen. In dem Roman geht es, vor dem Hintergrund des Irak-Kriegs, in einer Nebenhandlung um die Affaire eines homosexuellen Scheichs mit einem Engländer. Wie die Leiterin des Organisationskomitees, Isobel Abulhoul mitteilte, verletze das Buch „gewisse kulturelle Empfindlichkeiten†œ. Dies sei nicht im Interesse des Festivals. In den Vereinigten Arabischen Emiraten unterliegen alle Publikationen der Zensur. Besonders sexuelle und religiöse Themen stehen unter strenger Beobachtung.

Quelle: Börsenblatt