Bernhard Jaumann liest aus Die Augen der Medusa in der Krimibuchhandlung Glatteis

Am Donnerstag, den 09. Oktober, um 20.00 Uhr stellt Bernhard Jaumann den neuen Roman aus seinem italienischen Mikrokosmos Montesecco in der Krimibuchhandlung Glatteis vor. Die Augen der Medusa ist aktuell in der KrimiWelt-Bestenliste Oktober auf Platz 9 vertreten.

Der Eintritt beträgt 6 Euro, die Krimibuchhandlung Glatteis, Corneliusstraße 31, 80469 München, bittet um Voranmeldung unter 089 / 201 48 44 oder per Email an info@glatteis-krimi.de

Die Augen der Medusa von Bernhard Jaumann

Kurzbeschreibung
Frost liegt auf den Feldern von Montesecco. Doch eine Explosion zerstört die friedliche Winterlandschaft: Die Limousine von Staatsanwalt Malavoglia wurde von einer Granate getroffen. Am nächsten Tag kesselt eine Spezialeinheit der italienischen Polizei ganz Montesecco ein und arbeitet sich zum Haus des 17-jährigen Vannoni vor. Binnen kurzem belagern Journalisten das kleine Bergdorf in der Mitte Italiens. Nach Gutdünken drehen sie den Einwohnern das Wort im Mund um. Schnell wird Montesecco zum kriminellsten Ort des Landes, wo aus einem übersensiblen Jungen ein Killer wird. Es dauert lange, bis die Bewohner aus ihrer Agonie erwachen. Denn Montesecco ist in Gefahr. Und es geht um alles.

Über den Autor
Bernhard Jaumann, geboren am 08. Juni 1957 in Augsburg, ist deutscher Schriftsteller. Bekannt wurde er durch eine Reihe von Kriminalromanen.

Jaumann studierte in München Deutsch, Geschichte und Sozialkunde für das Lehramt. Anschließend arbeitete er, unterbrochen von längeren Auslandsaufenthalten in Italien, Australien und Mexiko, als Gymnasiallehrer in Bad Aibling. Von 1997 an lebte er in Mexiko-Stadt. Zur Zeit lebt er abwechselnd in Windhoek (Namibia) und bei dem kleinen Bergdorf Montesecco in den italienischen Marken, in dem auch seine beiden neuesten Romane angesiedelt sind.

Für seinen Roman Saltimbocca wurde Bernhard Jaumann 2003 mit dem Friedrich-Glauser-Preis„Bernhard Jaumanns kulinarischer Krimi ist ein Festmahl – hier stimmen die Zutaten bei jedem Gang: Sprachlicher Gaumenkitzel, spannende Komposition, witzige Darreichung – und das Ganze abgeschmeckt mit genau dem richtigen Schuss Ironie.“ ausgezeichnet.

Eine zweite Auszeichnung mit dem Friedrich-Glauser-Preis erhielt er 2008 in der Kategorie Kurzkrimi für seine Story Schnee an der Blutkuppe, die in der Anthologie Zum Sterben schön, 2007 bei Wunderlich, Reinbek, erschien.

Weitere Termine für Lesungen findet man auf der Website von Bernhard Jaumann. So sind u.a. vier Auftritte auf der Frankfurter Buchmesse geplant.

Die Frankfurter Buchmesse von A bis Z im Klappentext

Der KLAPPENTEXT gibt in der Oktober-Ausgabe (PDF-Literaturmagazin) ein kleines ABC der Frankfurter Buchmesse an die Hand, gleichsam als Brevier zum Zurechtfinden zwischen Messehallen und Würstchenständen.

Der Gastautor und ausgewiesene Türkei-Experte Karl Hafner führt ein in die Geheimnisse der heimlichen Hauptstadt des diesjährigen Buchmessen-Ehrengasts. Zudem sind so gut wie alle TV-Sendungen, die die Buchmesse behandeln, zusammengestellt („Außer Büchern†œ), auch die Rubrik „Ausgehorcht†œ handelt naturgemäß von nichts anderem als der Türkei.

Denn, entweder man liebt die Buchmesse oder man hasst sie: Für viele ein Muss, für manche dagegen eine Veranstaltung, um die sie den größtmöglichen Bogen machen. Der KLAPPENTEXT outet sich in dieser Ausgabe †“ als Buchmesses wahrscheinlich treuester Fan. Um diese ganz wunderbaren Tage in der Stadt der Banken und der höchsten Kriminalitätsrate Deutschlands auch anderen schmackhaft zu machen, bedient er sich deshalb der üblichen Methode, um mögliche Traumata vergessen zu machen und weitere gar nicht erst entstehen zu lassen. Nämlich der Methode: erinnern, wiederholen, durcharbeiten.

Quelle: literatur-muenchen.de

KrimiWelt-Bestenliste Oktober 2008

Platz 1 : Mariaschwarz von Heinrich Steinfest

Kurzbeschreibung
Gibt es die perfekte Beziehung? Am ehesten wohl bei jener Symbiose, die ein Wirt und sein Gast eingehen. Wie zwischen Job Grong, dem Wirt, und Vinzent Olander, seinem Gast. Bis zu dem Tag, als Grong ihn vor dem Ertrinken in einem See rettet. Danach ist alles anders. Der See ist ein tiefes Gewässer, das den Namen Mariaschwarz trägt und von dem die Einheimischen meinen, in ihm würde sich nicht nur das Weltall spiegeln, sondern auch ein Ungeheuer beheimatet sein. Als man ein Skelett aus jenem See birgt, ruft das den Wiener Kriminalinspektor Lukastik auf den Plan. Mit famoser Arroganz und gewohnt unkonventionellen Ermittlungsmethoden tritt er in das Leben der Dorfbewohner und stellt Mariaschwarz gewissermaßen auf den Kopf. Doch an manchen Beziehungen gibt es nichts zu rütteln.

Platz 2 : Fragen Sie den Papagei von Richard Stark

Kurzbeschreibung
Kennen Sie Parker? Er ist das durch und durch Böse. Parker ist nach einem Banküberfall auf der Flucht, verfolgt von einer Meute Polizisten mit Spürhunden. Reiner Zufall, dass er auf Tom Lindahl stößt, einen Außenseiter mit Papagei, der ihm eine Fluchtmöglichkeit und ein Dach über dem Kopf bietet. In dem tristen kleinen Ort in Massachusetts schmieden die beiden einen nicht ungefährlichen Plan, und jeder, der diesem in die Quere kommt, scheitert an Parkers Skrupellosigkeit. Parker ist „der hartgesottenste unter den Hartgesottenen, ein wahrhaft furchterregender Typ“ (The Guardian). Mit diesem Thriller beginnt Zsolnay die Wiederentdeckung des Autors Richard Stark. Viele Parker-Romane wurden verfilmt, darunter „Point Blank“ mit Lee Marvin in der Hauptrolle.

Platz 3 : Die Verschwundenen von Jean-François Vilar

Kurzbeschreibung
„Vilar versteht es scheinbar mühelos, mit Zeitebenen zu jonglieren. Es gibt, was die Durchdringung zeitgeschichtlicher Themen angeht, keinen besseren Schriftsteller, keinen, der handwerklich so souverän, inhaltlich so originell und sprachlich so meisterlich wäre. Er macht die Vergangenheit zu einem gegenwärtigen Stoff“ (Aus dem Nachwort von Christian v. Ditfurth). »Sie mögen Paris, die Revolution, den Roman noir, Unverschämtheiten? Vier Gründe, die Romane von Vilar mit Spannung zu verfolgen« (La Quinzaine Littéraire).

Platz 4 : Weißer Schatten von Deon Meyer

Kurzbeschreibung
Er nennt sich Lemmer, er ist weiß, und sein Job ist es, unsichtbar zu sein. Er ist der Bodyguard im Schatten. Als Emma le Roux, eine weiße Südafrikanerin, ihn anheuert, hofft Lemmer auf einen schnellen, harmlosen Job. Er soll Emma zum Krüger Nationalpark begleiten. Sie meint, ihren vor zwanzig Jahren verschwundenen Bruder in den Fernsehnachrichten gesehen zu haben. Angeblich hat er skrupellos vier Wilderer ermordet, die ein Reservat überfielen. Kaum sind sie im Krüger-Park angekommen, muss Lemmer eine giftige Schlange töten, die jemand in Emmas Apartment geschmuggelt hat. Er begreift, dass er einer Sache auf der Spur ist, die etliche Nummern zu groß und zu gefährlich für ihn ist. Dann, nach ihrer ersten gemeinsamen Nacht, wird Emma schwer verletzt. Allein versucht Lemmer, ihren Angreifer zu finden. Der Showdown beginnt.

Platz 5 : Die dunkle Unermesslichkeit des Todes von Massimo Carlotto

Kurzbeschreibung
„Die dunkle Unermesslichkeit des Todes“erzählt von zwei Männern und einem brutalen Verbrechen, das die beiden untrennbar miteinander verbindet. Zwei Lebensgeschichten werden raffiniert verwoben zu einer wütenden Anklage gegen eine Gesellschaft, in der es keine Wiedergutmachung und keinen Trost geben kann. Eine große Geschichte über Rache und Vergebung.Silvio Contin, Weinhändler in einer venezianischen Kleinstadt, führt ein unbeschwertes Leben mit seiner hübschen Frau und einem kleinen Sohn. Doch eines Tages nehmen zwei Männer bei einem Raubüberfall Frau und Sohn als Geiseln und töten sie kaltblütig. Der Verlust lässt Contin tief fallen, bis ihn 15 Jahre nach der Tragödie ein Gnadengesuch des inhaftierten und mittlerweile schwer kranken Mörders, Raffaello Beggiato, erreicht. Langsam begreift Contin, dass dies die Chance seines Lebens ist: Rache.“Die dunkle Unermesslichkeit des Todes“ist ein Roman von erzählerischer Radikalität und rasender Spannung.

Platz 6 : Der Nebel von gestern von Leonardo Padura

Der Nebel von gesternKurzbeschreibung
»Havanna war die aufregendste Stadt der ganzen Welt! Die Nacht hörte nie auf. Als wärs das Normalste der Welt, hast du zwischen Marlon Brando und Cab Calloway gesessen, gleich neben Errol Flynn und Josephine Baker. Mit all den verrückten Leuten, den besten Musikern, die Kuba je hervorgebracht hat. Kannst du dir das vorstellen?« Not macht erfinderisch. Auch Mario Conde, der sich als Antiquar durchs Leben schlägt – kein schlechtes Geschäft in Zeiten, in denen viele Kubaner ihre Bücher zu Geld machen müssen. Eines Tages stößt Conde auf eine außerordentlich wertvolle, seit vierzig Jahren vergessene Bibliothek. All seine Geldsorgen scheinen mit einem Schlag gelöst. Doch dann entdeckt er zwischen den bibliophilen Kostbarkeiten eine Zeitschrift aus den Fünfzigerjahren mit dem Porträt der Bolero-Sängerin Violeta del Río. Ihr Bild und die einzige Schallplatte, die sie vor ihrem rätselhaften Tod aufgenommen hat, verzaubern ihn. Er macht sich auf die Suche nach ihr und dringt vor in das Havanna von gestern, zu den letzten Zeugen jener wilden Jahre, in die Welt der Boleros, der Mafia und der Spielhöllen, aber auch in das zerfallende, melancholische Havanna der Gegenwart.

Platz 7 : Portugiesische Eröffnung von Jenny Siler

Portugiesische EröffnungKurzbeschreibung
Nicole Blake streift durch Lissabon, vom Bairro Alto bis zum Gassengewirr der Alfama. Sie fragt in Cafés, Läden, Fälscherwerkstätten. Sie muss ihn finden, Rahim Ali, ihren früheren Geliebten. Der Auftrag kommt direkt vom US-Verteidigungsministerium. Eigentlich wollte Nicole nichts mehr mit ihrer Vergangenheit zu tun haben, und jetzt erinnert sie doch alles an früher, mit einer Ausnahme: Ihr arabischer Exfreund steht unter Terrorverdacht.
Jenny Silers atmosphärischer Thriller erzählt die Geschichte eines großangelegten Verrats, der der Vorbereitung des Irakkriegs dient. Die Suche nach der Wahrheit führt ihre Heldin zum ersten Golfkrieg und den Konflikten im Libanon der achtziger Jahre, wobei sie auch den Geheimnissen ihrer Familie auf die Spur kommt.

Platz 8 : Der Fahrer von Andrew Vachss

Kurzbeschreibung
Die Karriere als Fluchtfahrer ist Eddie gewissermaßen vorherbestimmt schon lange vor dem Führerschein, war er fasziniert vom Autofahren. Sein Leben als Kleinkrimineller nimmt eine Wendung, als er J.C. begegnet. Das Superhirn einer hochprofessionellen Gang schätzt Eddies bedingungslose Loyalität ebenso wie sein Geschick am Steuer und heuert ihn für einen letzten großen Coup an. Alles läuft glatt bis eine Frau dazwischenfunkt.

Platz 9 : Tödliche Schlagzeilen von Michael Collins

Kurzbeschreibung
Ein Journalist auf der Spur eines abscheulichen Verbrechens
Früher eine Hochburg industrieller Produktion, ist die kleine amerikanische Stadt, in der Bill lebt, nur noch eine verlassene Ruine ihrer selbst. Und ihre Bewohner sind traurige Verlierertypen. Auch Bill verzweifelt an seinen banalen Artikeln für das Lokalblatt „Daily Truth“, und schreibt heimlich an seinem großen Essay zum Niedergang des amerikanischen Traums. Dann kommt plötzlich eines Nachts der alte Lawson nicht mehr nach Hause. Und Ronny, sein Sohn, gerät unter Mordverdacht. Die Stadt berauscht sich an dem Skandal, den Bill mit seinen Berichten anheizt. Bis er sich zu fragen beginnt, was wirklich hinter dem Verschwinden des alten Mannes steckt …

Platz 9 : Die Augen der Medusa von Bernhard Jaumann

Kurzbeschreibung
Frost liegt auf den Feldern von Montesecco. Doch eine Explosion zerstört die friedliche Winterlandschaft: Die Limousine von Staatsanwalt Malavoglia wurde von einer Granate getroffen. Am nächsten Tag kesselt eine Spezialeinheit der italienischen Polizei ganz Montesecco ein und arbeitet sich zum Haus des 17-jährigen Vannoni vor. Binnen kurzem belagern Journalisten das kleine Bergdorf in der Mitte Italiens. Nach Gutdünken drehen sie den Einwohnern das Wort im Mund um. Schnell wird Montesecco zum kriminellsten Ort des Landes, wo aus einem übersensiblen Jungen ein Killer wird. Es dauert lange, bis die Bewohner aus ihrer Agonie erwachen. Denn Montesecco ist in Gefahr. Und es geht um alles.

Quelle: arte.tv

Der Name des Windes von Patrick Rothfuss

Der Name des Windes: Die Königsmörder-Chronik. Erster Tag

Ein amerikanisches Magazin hat „Der Name des Windes“ bereits mit der Trilogie  Der Herr der Ringeverglichen. Die Fantasy-Szene ist begeistert von dem ersten Teil der „Königsmörder-Chronik“, die auch als Trilogie angelegt ist.

In „Der Name des Windes“ erzählt Patrick Rothfuss die Geschichte von Kvothe, dem berühmtesten Zauberer seiner Zeit.

Denis Scheck legt uns dieses „zauberhafte“ Buch am 05. Oktober 2008  in seiner Literatursendung Druckfrisch mit folgender Begründung ans Herz:

Fehlt es Ihrem Leben an Magie? Ich spreche nicht von Varietéschnickschnack, also verschwundenen Elefanten oder weggehexten weißen Tigern á la David Copperfield oder Siegfried und Roy. Ich spreche von echter Magie, Magie, wie Fantasy-Leser sie von Tolkien, J.K. Rowling oder Cornelia Funke kennen.

Sollten Sie diese Art von Magie in Ihrem Alltag gerade vermissen, dann habe ich genau das Richtige für Sie: „Der Name des Windes“, ein exzeptionell intelligenter Fantasy-Roman von Patrick Rothfuss.

Es gibt gar nicht wenige Menschen, die können bestimmte Arten von Literatur nicht ausstehen. Sie mögen einfach keine Fantasy oder keine Sciencefiction, so wie man vielleicht keine Muscheln mag oder keinen Brokkoli. Mir liegt es fern, hier missionieren zu wollen †“ höchstens durch den Hinweis, dass unser Leben und unsere Literatur schon armselig genug sind, auch ohne dass man die Palette des Möglichen noch mutwillig einschränkt.

Patrick Rothfuss‘ epische Geschichte ist ein moderner Mythos darüber, wie Mythen entstehen. „Der Name des Windes“ erzählt die Lebensgeschichte eines jungen Musikers und Wanderschauspielers, dessen Familie mitsamt ihrer Truppe eines Tages aus heiterem Himmel ermordet wird. Kvothe, so wird sich der Musiker und Magier später nennen, ist der einzige Überlebende, und alles, was er von der Bluttat weiß, deutet auf einen Zusammenhang mit einem uralten Mythos, der schon fast in Vergessenheit geraten ist.

Kvothe fühlt sich dabei in etwa so, wie Sie es tun würden, wäre Ihnen in unsere Welt ein Leid geschehen und Sie könnten der Polizei als Täterbeschreibung nur den großen bösen Wolf nennen. Das ist der Ausgangspunkt eines Romans, der mitreißend neu uralten Zauber wirkt. Für mich ist „Der Name des Windes“ die überzeugendste Fantasy seit Tolkiens „Der Herr der Ringe“, Roman von Musik und Magie, der sich wie eine Kreuzung aus Bob Dylan und Jack Vance liest.

Also vertrauen Sie mir, ich weiß, was ich tue, und lesen Sie Patrick Rothfuss‘ „Der Name des Windes“, deutsch von Jochen Schwarzer, erschienen im Verlag Klett-Cotta.

Klappentext
„Vielleicht habt ihr von mir gehört“ … von Kvothe, dem für die Magie begabten Sohn fahrender Spielleute. Das Lager seiner Truppe findet er verwüstet, die Mutter und den Vater tot – „sie haben einfach die falschen Lieder gesungen“. Wer aber sind diese Chandrian, die weißglänzenden, schleichenden Mörder seiner Familie? Um ihnen auf die Spur zu kommen, riskiert Kvothe alles. Er lebt als Straßenjunge in der Hafenstadt Tarbean, bis er auf das Arkanum, die Universität für hohe Magie aufgenommen wird. Vom Namenszauber, der ihn als Kind fast das Leben gekostet hätte, erhofft sich Kvothe die Macht, das Geheimnis der sagenumwobenen Dämonen aufzudecken.

Im Mittelpunkt dieses Leseabenteuers steht ein großer Magier und leidenschaftlicher Wissenschaftler, ein Musiker, dessen Lieder die Sänger zum Weinen bringen … und ein schüchterner Liebhaber.

Mit Der Name des Windes legt Patrick Rothfuss den ersten Teil der Königsmörder-Chronik-Trilogie vor, der in den USA bei Kritikern und Fantasylesern begeistert aufgenommen wurde und schon bald einen der vorderen Plätze in der New York Times Bestsellerliste belegte.

Der Bestseller-Autor Terry Brooks schreibt: „Der Name des Windes stellt das Debüt eines Autors dar, den wir lieber im Auge behalten sollten.“ Das Magazin „The Onion“ gibt den Lesern folgenden Rat: „Stellen Sie Der Name des Windes neben Der Herr der Ringe ins Regal und erwarten Sie den Tag, an dem beide in einem Atemzug genannt werden, vielleicht als Erste unter Gleichen.“

2007 wurde Patrick Rothfuss für seinen Roman Der Name des Windes mit dem Quill Award sowie dem Pulishers Weekly Award für das beste Fantasy-Buch des Jahres ausgezeichnet.

Über den Autor
Patrick Rothfuss, geboren am 06. Juni 1973 in Madison, Wisconsin, USA, ist ein US-amerikanischer Fantasy-Schriftsteller. 1991 begann er sein Studium an der Universität von Wisconsin, das er 1999 mit einem Bachelor of Arts abschloss. An der Washington State University setzte er sein Studium fort und graduierte mit einem Master of Arts. Seitdem lehrt er an der Universität von Wisconsin. Im März 2007 veröffentlichte er sein erstes Buch The Name of the Wind, das im selben Jahr mit dem Quills Award ausgezeichnet wurde.

Werke
The Kingkiller Chronicle (deutsch: Die Königsmörder-Chronik)

1. The Name of the Wind, März 2007 (deutsch: Der Name des Windes, erschien im September 2008)
2. The Wise Man’s Fear, geplant Oktober 2008
3. The Doors of Stone, geplant 2009 (Arbeitstitel)

Leseprobe

Prolog. Eine dreistimmige Stille

Es war wieder Abend geworden. Das Wirtshaus zum Wegstein lag still da, und es war eine dreistimmige Stille.

Die vernehmlichste der dreifachen Stille war dumpf und lastend und verdankte sich dem, was fehlte. Hätte ein Wind geweht, so hätte er in den Bäumen geseufzt, hätte das Wirtshausschild quietschend zum Schaukeln gebracht und die Stille wie trudelndes Herbstlaub die Straße hinabgeweht. Wäre das Wirtshaus gut besucht gewesen, hätten sich dort auch nur eine Handvoll Männer aufgehalten, so hätten sie die Stille mit Geplauder und Gelächter erfüllt, mit dem Radau und Bohei, den man in dunklen Abendstunden in einer Schenke erwartet. Wäre Musik erklungen … aber nein, natürlich erklang keine Musik. All das fehlte, und so blieb es still.

Im Schankraum saßen zwei Männer an einem Tresenende beieinander. Sie tranken mit stiller Entschlossenheit und mieden ernsthafte Gespräche über beunruhigende Neuigkeiten. Und indem sie das taten, fügten sie der großen, dumpfen Stille eine kleine, mürrische hinzu. Daraus entstand eine Art Legierung, ein Kontrapunkt.

Die dritte Stille war weit weniger vernehmlich. Hätte man eine Stunde lang gelauscht, so hätte man vielleicht begonnen, sie im Dielenboden des Raumes oder in den Holzfässern hinterm Tresen zu erahnen. Sie lag in der steinernen Masse des schwarzen Kamins, der noch die Wärme eines erloschenen Feuers barg. Sie lag im langsamen Hin und Her eines weißen Leinentuchs, das die Maserung des Tresens entlangfuhr. Und sie lag in den Händen des Mannes, der dort stand und eine Mahagonifläche polierte, die bereits im Lampenschein glänzte.

Der Mann hatte leuchtend-, ja flammenrotes Haar. Seine Augen blickten dunkel und abwesend, und er bewegte sich mit einer Sicherheit, die sich aus vielfältigem Wissen speiste.

Das Wirtshaus gehörte ihm, wie ihm auch die dritte Stille gehörte. Und das war nur recht und billig so, denn sie war die größte der dreifachen Stille und schloss die anderen ein. Sie war so tief und so weit wie der Spätherbst. Sie wog so schwer wie ein großer, vom Fluss glatt geschliffener Stein. Es war der geduldige, schnittblumenhafte Laut eines Mannes, der darauf wartet zu sterben.
Fortsetzung der Leseprobe hier bei Klett-Cotta

Gebundene Ausgabe: 910 Seiten, Verlag: Klett-Cotta; Auflage: 1 (September 2008), 24,90 Euro

Brida von Paulo Coelho – Buch und Trailer

Brida von Paulo Coelho

Aus dem Portugiesischen von Maralde Meyer-Minnemann

„Aber woran erkennt man den Mann oder die Frau seines Lebens?“, fragte Brida. „Du musst etwas riskieren“, war die Antwort. „Dabei wirst du oft scheitern, du wirst enttäuscht werden, desillusioniert. Aber wenn du nie aufhörst, nach deiner Liebe zu suchen, wirst du sie am Ende finden.“ Eine bewegende Geschichte über Liebe, Mut und eine spirituelle Form der Erotik.

Trailer zum Buch

Über den Autor
Paulo Coelho wird 1947 als Sohn einer gutbürgerlichen Familie in Brasilien geboren. Gegen den Willen der Eltern schlägt er eine künstlerische Laufbahn ein. 1987 erscheint sein erstes Buch „Auf dem Jakobsweg“. Inzwischen ist er einer der meistgelesenen Autoren der Welt. Er lebt heute in Rio de Janeiro und Tarbes, Frankreich.

Paulo Coelhos Roman „Brida“ erscheint jetzt auf Deutsch. Nicht das erste seiner Bücher, an dem sich vermutlich die Geister scheiden werden. „Alchimist des Wortes“ oder „Fünf-Cent-Esoteriker“ wird er genannt. Dennoch erreicht er ein Millionenpublikum.

„Aber woran erkennt man den Mann oder die Frau seines Lebens?“, fragt Brida. Sie ist die Hauptfigur des gleichnamigen Romans von Paulo Coelho, den er eigentlich schon 1990 veröffentlicht hat, der aber erst jetzt auf Deutsch erscheint. Die junge Frau ist also auf der Suche nach der großen Liebe †“ wie fast alle Romanfiguren Coelhos. Der Hirtenjunge Santiago in „Der Alchimist“, Maria in „Elf Minuten“ oder Veronika in „Veronika beschließt zu sterben“, alle suchen den einen, den einzigen Partner, der das Leben vervollkommnt. Fast immer müssen sie sich dafür auf lange Reisen begeben †“ auch zu sich selbst.

Mehr über Paulo Coelho in dem Porträt von Anja Koch: Das Schreiben als Traum – ARD Kultur am 30.09.2008

Gebundene Ausgabe: 240 Seiten, Verlag: Diogenes; Auflage: 1 (20. September 2008), 19,90 Euro