Spiegel-Bestseller Hardcover Woche 46/2012

Platz 1 : Böser Wolf von Nele Neuhaus

Platz 2 : Der Gefangene des Himmels von Carlos Ruiz Zafón

Platz 3 : Winter der Welt von Ken Follett

Platz 4 : Er ist wieder da: Der Roman von Timur Vermes

Platz 5 : Ein plötzlicher Todesfall von Joanne K. Rowling

Platz 6 : Verachtung von Jussi Adler-Olsen

Platz 7 : Das Schicksal ist ein mieser Verräter von John Green

Platz 8 : Hundert Namen von Cecelia Ahern

Platz 9 : Im Tal des Fuchses von Charlotte Link

Platz 10 : Letzte Worte von Karin Slaughter

Quelle: Spiegel Online Kultur

Spiegel-Bestseller Paperback Belletristik Woche 46/2012

Platz 1 : Shades of Grey 03 – Befreite Lust von E. L. James

Platz 2 : Shades of Grey 01 – Geheimes Verlangen von E. L. James

Platz 3 : Shades of Grey – Gefährliche Liebe von E. L. James

Platz 4 : Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand von Jonas Jonasson

Platz 5 : 80 Days – Die Farbe der Lust von Vina Jackson

Platz 6 : Grießnockerlaffäre von Rita Falk

Platz 7 : Schwarze Piste von Andreas Föhr

Platz 8 : Drachenelfen – Die Windgängerin von Bernhard Hennen

Platz 9 : Bretonische Verhältnisse von Jean-Luc Bannalec

Platz 10 : Das Lied von Eis und Feuer 01 von George R.R. Martin

Quelle: Spiegel Online Kultur

Spiegel-Bestseller Taschenbücher Woche 46/2012

Platz 1 : Das Haus der vergessenen Träume von Katherine Webb

Platz 2 : Die hellen Tage von Zsuzsa Bánk

Platz 3 : Auf Treu und Glauben von Donna Leon

Platz 4 : Das Lächeln der Frauen: Roman von Nicolas Barreau

Platz 5 : Der Augenjäger von Sebastian Fitzek

Platz 6 : Rosenzauber von Nora Roberts

Platz 7 : Ich. Darf. Nicht. Schlafen. von Steve Watson

Platz 8 : Die Vermessung der Welt von Daniel Kehlmann

Platz 9 : Ein Moment fürs Leben von Cecelia Ahern

Platz 10 : Happy Family von David Safier

Quelle: Spiegel Online Kultur

Tasmanische Teufel isst man nicht und Cheerio, Miss Sophie!

Am Samstag, 10. November 2012, veranstalteten Gerlinde Moorkamp und Anne Kästner einen Tag in der Volkshochschule in München Pasing unter dem Motto „Tasmanische Teufel isst man nicht„. Die beiden koch- und literaturbegeisterten Frauen haben sich mit einem Standardwerk der tasmanischen Küche auseinandergesetzt, weil wenig über die Küche des südlichsten australischen Bundesstaates bekannt ist.

The 21st Birthday Cookery Book of The Country Women’s Association in Tasmania† ist ein Kochbuch der Landfrauen-Vereinigung in Tasmanien und wurde erstmals im Jahr 1957 veröffentlicht. Bereits die erste Ausgabe verkaufte sich nach kurzer Zeit 10.000 Mal und avancierte in den folgenden Jahren durch seine Popularität zu einem Must-have für viele angehende Hausfrauen. Die Sammlung umfasst neben unterhaltsamen nostalgischen Tipps zur Haushaltsführung Hunderte Rezepte, die an eine Zeit erinnern, wo schon beim Kochen auf die Verwendung von einfachen, gesunden und nahrhaften Zutaten geachtet wurde.

In vier Gruppen, bestehend aus drei bis vier Teilnehmerinnen und Teilnehmern, bereiteten wir im Lauf des Tages ein Menü zu, dessen Gerichte ausschließlich aus diesem Kochbuch stammten. Anne Kästner hatte die Rezepte vorab für uns übersetzt und die entsprechenden Zutaten zur Verfügung gestellt. Nachfolgend das Menü in chronologischer Folge – beginnend mit der Suppe aus dem legendären Silvester-Sketch „Dinner for One“.

Mulligatawny Soup von Mrs. A. J. Barwick
Äpfel und Zwiebeln werden angebraten, mit Brühe aufgegossen und mit Kartoffeln und Karotten gekocht. Mit Zitronensaft, Chutney, Currypulver, etwas Salz und Zucker abschmecken, absieben und mit Mehl andicken.

Amaerican Fried Fish (O. M. Thompson, Geeveston)
Fisch (wir hatten Seelachs) in Stücke schneiden, in gesalzener Milch wenden, panieren und im Backofen backen.

…dazu eine gekochte Mayonnaise (M. Church, Newstead Branch)
Eigelb, Zucker, Mehl, Senf, Salz, Milch, Butter und Essig mischen und in einer beschichteten Pfanne kochen bis sie fest wird. Zugegebenermaßen sorgte hier die Schürze unseres Teilnehmers für ebenso viel Aufmerksamkeit wie die Mayonnaise, die zunächst nicht so richtig fest werden wollte. 😉

Fish & Bacon Rolls (V. Bowden, Taroona)
Fischfilet mit Speckstreifen mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer in der Auflaufform gebacken.

… und ein Tomaten Relish (G. A. Turnbull, Smithton)
Tomaten, Zwiebeln, Zucker, Senf, Currypulver, Kurkuma und ein wenig Essig kochen. Die Tomaten müssen zuvor gehäutet und gemeinsam mit den geschälten Zwiebeln gesalzen über Nacht ziehen.

Et voilá – die Vorspeisen konnten serviert werden:

Die Mulligatawny-Soup…

… Mayonnaise, Relish und Fischstäbchen.

Zu den Hauptgerichten gehörte Fisch á la Prinz (D. M. Armstrong)
Fischfilet (hier Kabeljau) in eine Auflaufform geben, mit Bananenscheiben bedecken, mit Toastbrotkrumen bestreuen und mit Tomatenscheiben belegen. Käse und ein wenig Pfeffer dazu, mit Milch übergießen und bei mittlerer Hitze backen.

und ein Herzhafter Hackfleisch-Auflauf (D. M. Armstrong)
Hackfleisch anbraten und gehackten Sellerie, gewürfelte Zwiebeln, geriebene Kartoffel, Zitronenschale, Chutney, Gewürzgurken, Tomatenmark, Worcestershire Sauce, Brühe, Salz und Pfeffer dazugeben. Nach zirka 30 Minuten Zuckerschoten dazugeben und mit Croutons servieren.

Dass man den „Tasmanischen Teufel“ nicht essen kann, war wohl allen schon zuvor klar. Es folgten Impressionen von der Insel auf der Leinwand. Eine willkommene Unterbrechung, da wir uns alle nach dem reichhaltigen Essen kaum noch bewegen konnten.

Ein wenig Landeskunde von Gerlinde Moorkamp…

… und der Hinweis auf einen Büchertisch mit Literatur, Kochbüchern und Reiseführern von tasmanischen Autorinnen und Autoren.

Zur Nachspeise gehörten Lemon Cheese Tarts (G. A. Turnball, Smithton)
Mehl, Butter, Eigelb, Zitronensaft und 1 Prise Salz mit etwas Wasser verkneten, in eine Form geben, mit einer gekochten Masse aus Eiern, Zucker, Butter und Zitrone füllen und im Backofen backen.

Maori Kisses (Mrs. Moles, Kempton)
Walnüsse, Datteln, Zucker, Mehl, Butter, Kokosnuss, Backpulver und Vanillezucker verarbeiten und in Kugeln geformt backen.

Lemon Coconut Crunchies (Mrs. Parsons, Lenah Valley)
Butter, Zucker, Mehl, Backpulver, Zitrone, Cornflakes und Milch vermengen und backen.

Der „Gestürzte Bananenkuchen mit Ahornsirup“ ließ uns dann fast platzen. Das Rezept für diesen Kuchen stammte übrigens aus „Bills Küche“ von Bill Granger, einem australischem Koch.

 

Fazit: Für mich war es der erste Kochkurs überhaupt. Obwohl man diese Veranstaltung, wie auch Anne Kästner betonte, eher als Koch-Event bezeichnen konnte. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten wohl alle ganz unterschiedliche Vorstellungen vom Ablauf. Die Gerichte, die wir zubereitet haben, waren vielleicht nicht für jeden anspruchsvoll genug, mir hat die Zubereitung der Speisen durchweg gefallen und geschmeckt hat wirklich alles. Ungewöhnlich fand ich die Kombination Fisch und Banane oder Hackfleich mit Chutney, wie überhaupt die meisten Gerichte einen süßlichen Touch hatten. Die Lemon Cheese Tarts bezeichneten viele als ihren Favoriten. Die Kombination Kochen & Geschichte & Literatur hat mir super gut gefallen. Der Tag verging wie im Flug und die Insel Tasmanien, eines der Sehnsuchtsziele auf der Südhalbkugel, rückte ein wenig näher.

Gerlinde Moorkamp und Anne Kästner haben bereits mehre Kurse in der Volkshochschule in München Pasing organisiert. Fragen zu kommenden Ereignissen oder auch zu diesem Event beantwortet Anne Kästner per Mail unter [feuerlilie@arcor.de].

Peter von Matt erhält Schweizer Buchpreis 2012 für „Das Kalb vor der Gotthardpost“

Der 75-jährige Schweizer Schriftsteller und Germanist Peter von Matt gewinnt den mit 30.000 Franken dotierten Schweizer Buchpreis 2012 für den Essay-Band „Das Kalb vor der Gotthardpost„.

Die feierliche Preisverleihung fand heute erstmals im Theater Basel vor über 300 Gästen statt. Die Jury würdigte das Werk als „ein Buch, das in herausragender Weise zur Gegenwart der Schweiz spricht. In Analysen von großer sprachlicher Kraft und gedanklicher Originalität beleuchtet Peter von Matt den Zusammenhang zwischen Literatur und Politik„.

Kurzbeschreibung
Erscheinungstermin: 6. Februar 2012 im Hanser Verlag
Peter von Matt liebt die Schweiz, ein Land zwischen Idylle und Globalisierung, zwischen alpiner Tradition und Hightech-Tunnel. Reich an Bildern und Weisheit, mit Witz und kämpferischer Vehemenz wirft er aber auch einen kritischen Blick auf die Gesellschaft: Auf ihren schludrigen Umgang mit der Sprache oder die Abschottung gegen Einwanderer. Mit deutschen Literaten wie Friedrich Schiller oder Max Frisch im Blick liest er Politik und Landsleuten seiner Heimat die Leviten. Dieses Buch führt uns vor Augen, dass und warum die Beschäftigung mit Literatur mitten ins Herz des Bewusstseins eines jeden Staatsbürgers trifft.

Das Kalb vor der Gotthardpost“ ist eines von fünf Werken, welche die Jury im September 2012 unter 76 eingereichten Romanen und Essays von deutschsprachigen in der Schweiz lebenden oder geborenen Autorinnen und Autoren  auf der Shortlist nominiert hat.

Bücher von Schweizer Autorinnen und Autoren sollen in der Öffentlichkeit stärker wahrgenommen werden. Dieses Ziel verfolgen die Träger des Schweizer Buchpreises, der Verein LiteraturBasel und der Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband SBVV, seit fünf Jahren. Inzwischen hat sich der Schweizer Buchpreis als wichtigste literarische Auszeichnung des Landes etabliert und genießt internationale Beachtung. Die Ausschreibung für die nächste Ausgabe wird im Frühling 2013 publiziert, heißt auf der Webseite der Schweizer Buchpreises.

Quelle: Schweizer Buchpreis