Krimis-To-Go: Lilli muss sterben und Gefährliche Gewässer

Krimis-to-Go ist eine Autorengruppe, die sich dem Verfassen von Kurzkrimis, Krimis und Kurzgeschichten verschrieben hat.

Entstanden ist die Gruppe Krimis to Go aus dem Krimiforum der SZ, wo sich die Gründungsmitglieder unter Pseudonym kennen und schätzen gelernt haben und nach etwa einem Jahr beschlossen, die 36 besten Geschichten der etwa 1000 Beiträge aus dem SZ-Krimiforum als Anthologie zu veröffentlichen.

Nach dem Erfolg der ersten Anthologie, Lilli muss sterben, beschloss die Gruppe, an einer weiteren Sammlung themenbezogener Kurzgeschichten mit Krimi – Charakter (also es muss nicht immer Mord sein…) zu arbeiten und hat dazu auch neue Talente und Autoren eingeladen, Geschichten beizusteuern.

Daraus entstand Gefährliche Gewässer: Das war der zweite Streich und der dritte folgt sogleich – die Arbeit an dem Folgeband ist schon im Anlaufen!

Keiner dabei, der länger dauert als zwei S-Bahn-Stationen oder eine Tasse Espresso im Speisewagen des ICE.

Lilli muss sterben

Lilli muss sterbenÜber das Buch:
„Ein Blick aus dem Fenster, der das Blut in den Adern gefrieren lässt; die geheimnisvolle junge Frau am Nil und ein ermordeter Frosch †“ so ging†™s zu bei den Krimigöttern van Gulik, Christie, Vargas…. Hier neu aufgeknüpft und weitergestrickt in 36 Variationen, die alle Register ziehen von Thriller, Slapstick, Drama bis zur Parodie: Zum Beispiel die Geschichte von Lilli, der rothaarigen Romanheldin: Seitdem ihr die Gattin ihres Liebhabers auf den Fersen ist, schwebt sie in höchster Gefahr. Oder die Sache mit Krassos, dem finsteren, griechischen Anwalt, den die Klienten ihren „Engel†œ nennen. Oder wie ein poetischer Panzerknacker in der Küche seiner Opfer zu Tode kommt…

36 Minikrimis im Anschluss an P. D. James & Co †“ schnell, schräg und spannend. Zum Zittern, zum Lachen und manchmal zum Weinen.

Gefährliche Gewässer

Über das Buch:
Eine tote Dame in Ralfs und Ellas New Yorker Hotelzimmer †“ das reicht eigentlich für den ersten Urlaubstag. Aber dann stellt sich auch noch heraus, dass sie den gleichen Familiennamen trägt wie Ella. Und warum wird ihr plötzlich von einem Wildfremden auf der Straße kondoliert?
„All Inclusive†œ †“ wie viele Sitten und Gebräuche der Einheimischen schließt dieser Slogan eigentlich ein? Hätte sich das unser Tourist im Afrikanischen Busch womöglich früher überlegen sollen?Und der schlaue Kommissar aus Deutschland †“ wird er seinen molwanischen Kollegen den entscheidenden Hinweis geben können zum Mord an der schönen Elena?
Mord und Totschlag, Verrat und Erpressung von Beirut bis Prag, von Calais bis Las Vegas, hoch in den japanischen Bergen und an der türkischen Küste.
Nach dem großen Erfolg von „Lilli muss sterben†œ haben die Autoren von KRIMIS-TO-GO wieder zugeschlagen: Vierzig abgefahrene Krimis im Miniformat.

KRIMIS-TO-GO wünschen Angenehme Reise!

Erschienen 2007 und 2008 im Lerato-Verlag, jeweils 9,95 Euro

Am 18. Juli findet eine Lesung aus Gefährliche Gewässer ab 18 Uhr in der Krimibuchhandlung Glatteis in München statt.

Die Bücherdiebin von Markus Zusak

Die Bücherdiebin
Kurzbeschreibung

Selbst der Tod hat ein Herz …

Molching bei München. Hans und Rosa Hubermann nehmen die kleine Liesel Meminger bei sich auf – für eine bescheidene Beihilfe, die ihnen die ersten Kriegsjahre kaum erträglicher macht. Für Liesel jedoch bricht eine Zeit voller Hoffnung, voll schieren Glücks an – in dem Augenblick, als sie zu stehlen beginnt. Anfangs ist es nur ein Buch, das im Schnee liegen geblieben ist. Dann eines, das sie aus dem Feuer rettet. Dann Äpfel, Kartoffeln und Zwiebeln. Das Herz von Rudi. Die Herzen von Hans und Rosa Hubermann. Das Herz von Max. Und das des Todes. Denn selbst der Tod hat ein Herz. „Die Bücherdiebin“ ist eine Liebesgeschichte, eine Hommage an Bücher und Worte und eine Erinnerung an die Macht der Sprache, die im Roman von Markus Zusak viele Facetten zeigt: den lakonisch-distanzierten Ton des Erzählers, Poesie und Zuversicht – und die reduzierte Sprache der Nazipropaganda.

Markus ZusakÜber den Autor
Markus Zusak, 1975 geboren, lebt und arbeitet in Sydney, spielt Fußball und schreibt Romane, die international für Furore sorgen. Für »Der Joker« wurde er dutzendfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2007. »Die Bücherdiebin«, sein neuestes Werk, stürmte die internationalen Bestsellerlisten über Nacht. Zusaks Bücher wurden bis jetzt in über 20 Sprachen übersetzt.

Gebundene Ausgabe: 592 Seiten, Verlag: Blanvalet (Februar 2008)
Der Verlag hat eine 37-seitige Leseprobe auf seine Website gestellt.
39 von 45 Kundenrezensenten haben dem Buch 5 Sterne gegeben, eine ungewöhnlich gute Bewertung!

Quelle Foto: Flickr

Bayerische Staatsbibliothek zeigt Ottheinrich-Bibel

Ottheinrich BibelAb 10. Juli zeigt die Bayerische Staatsbibliothek in München in einer Ausstellung die Ottheinrich-Bibel †“ das älteste erhaltene illustrierte Neue Testament in deutscher Sprache.

Die Ottheinrich-Bibel ist eine der kostbarsten Bilderhandschriften der Welt. Die wohl um 1425/30 geschriebene und wahrscheinlich in Regensburg teilweise illuminierte Handschrift überliefert eine frühe deutsche Übersetzung des Neuen Testaments (sogenannte Augsburger Bibelhandschrift). 1530 bis 1532 ließ Ottheinrich (Pfalz) die vorgesehene Bildausstattung durch Matthias Gerung im Renaissance-Stil vollenden. Im Dreißigjährigen Krieg nach Gotha gelangt, wurde der riesige Band in den 1860er Jahren in acht Einzelbände zerlegt. Drei Bände (I, II und VII) erwarb 1950 die Bayerische Staatsbibliothek.

Die restlichen fünf Bände wurden im März 2006 vom Eigentümer, der Herzog-von-Sachsen-Coburg-&-Gotha’schen-Kunststiftung kurz vor der geplanten Eintragung in das Verzeichnis national wertvollen Kulturgutes aus Deutschland nach Großbritannien gebracht und sollten am 4. Dezember 2007 bei Sotheby’s in London zur Versteigerung kommen. Kurz zuvor wurden sie vom Freistaat Bayern für die Bayerische Staatsbibliothek erworben.

Erster nachgewiesener Eigentümer war Ottheinrich, der im Dezember 1530 den ersten Vertrag mit Matthias Gerung schloss, um die Illumination des kostbaren Codex zu vollenden. Ottheinrich nahm den Band nach Heidelberg mit. Im November 1622 entführte Kurfürst Maximilian von Bayern die Bibel nach München. Bei der schwedischen Besetzung Münchens 1632 nahm König Gustav Adolf von Schweden mit anderen Handschriften das Stück an sich. Er übergab es später Herzog Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar, von dem es an dessen Bruder Herzog Ernst I. von Sachsen-Gotha überging. Von etwa 1647 ab befand es sich in der Bibliothek von Schloss Friedenstein in Gotha. Fünf der acht Bänden gingen 1936 an das Kurpfälzische Museum in Heidelberg im Tausch gegen zwei Cranach-Gemälde (die seit 1945 verschollen sind). 2003 wurden diese Bände der Herzog-von-Sachsen-Coburg-&-Gotha’schen-Kunststiftung zurückgegeben. Mit anderen Kulturgütern brachten Familienangehörige des ehemals regierenden Hauses 1945 die in Gotha verbliebenen Teile der Bibel in ihren Besitz. Sie wurden 1950 an die Bayerische Staatsbibliothek verkauft, für die 2007 dann auch die anderen Teile erworben werden konnten.

Ottheinrich-BibelIllustration der Apokalypse durch Gerung, Blatt 294 recto

†œDie Ottheinrich-Bibel†œ , 10. Juli bis 10. August, Bayerische Staatsbibliothek, München (Schatzkammer, Ludwigstr. 16) †“ Öffnungszeiten: Mo bis Fr 9†“17 Uhr, Do 9†“20 Uhr, Sa/So 13†“17 Uhr. An Feiertagen geschlossen. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Quelle: Bayerische Staatbibliothek, Wikipedia

Lesung mit Marcel Beyer am 10. Juli im Literaturhaus München

Lesung mit Marcel Beyer aus „Kaltenburg“ am Donnerstag, den 10. Juli, um 20 Uhr im Literaturhaus München, Salvatorplatz 1

Der Lyriker und Romanautor Marcel Beyer erhält in diesem Jahr den Joseph-Breitbach-Preis, dies wurde erst vor wenigen Tagen bekannt. Die Jury lobt in ihrer Begründung die †œsprachlich versierte und psychologisch komplexe Auseinandersetzung mit der deutschen Vergangenheit„.

KaltenburgKaltenburg

Die Maxime des großen österreichischen Zoologen Ludwig Kaltenburg lautete »Leben heißt Beobachten.« Unter Beobachtung stehen in Marcel Beyers neuem Roman jedoch nicht die Tiere, sondern die Menschen, die ihre Geheimnisse zu erforschen suchen. In den Lebensläufen dieser Menschen spiegelt sich der Lauf der deutschen Geschichte. Marcel Beyer erweist sich einmal mehr als großer Beobachter und großartiger Erzähler – er liest am 10. Juli im Literaturhaus München.

Kurzbeschreibung
Marcel Beyer hat einen neuen großen Roman geschrieben. Der „Erfinder der Wirklichkeit“, der Heinrich-Böll- und Uwe-Johnson-Preisträger, der „Dichter des ganzen Deutschland“ entwirft in ihm ein Panorama deutscher Geschichte von den dreißiger Jahren bis in die Gegenwart. Wie im Erfolgsroman „Flughunde“ verwebt Marcel Beyer erneut Persönliches und Geschichtliches derart überzeugend miteinander, daß wir den Ereignissen im katastrophischen Deutschland des 20. Jahrhunderts gebannt folgen.

Ludwig Kaltenburg, geboren 1903, Biologe, arbeitet Ende der dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts in Posen. Dort begegnet er zum ersten Mal dem Ich-Erzähler, zu diesem Zeitpunkt noch ein Kind. Im Gefolge des Zusammenbruchs des „Dritten Reichs“ flüchtet der Junge mit seinen Eltern nach Dresden. Dessen Bombardierung im Februar 1945 überlebt er und beginnt ein Studium der Ornithologie, das ihn erneut in engen Kontakt zu Kaltenburg bringt. Der kann in Dresden ein eigenes Institut gründen und sich internationales Renommee erwerben. Wie erfahren die beiden Wissenschaftler, der angehende und der erfolgreiche, die Gründung und Konsolidierung der DDR in Dresden, welche Wendungen nehmen die Lebensläufe der beiden in den unterschiedlichen Stadien der DDR, wie erlebt der Ornithologe schließlich das Ende der DDR?

Moderation: Hans-Jürgen Balmes
Veranstalter: Stiftung Literaturhaus. Eintritt: Euro 8.- / 6.-

Für Buchtinker und Seitenfresser mit dem Faible für La Paloma

La PalomaIm rumänischen Banat spielt es die Blaskapelle rituell am offenen Grab („Draußen am Friedhof, dort steht ein großes Kreuz…“), auf Hawaii schläfert Harry Koizumi damit sein Strandpublikum ein („No more do I see the starlight caress your hair…“), in Afghanistan ist es †“ in der Version des Volkshelden Ahmed Zahir †“ ein Underground-Hit („Von dir, du Blume, wünsche ich…“), und auf Sansibar rockt es die Festgesellschaft als Rausschmeißer („Meine Damen und Herren, wir sagen auf Wiedersehen…“).

Quasi einmal um die Welt führt der unterhaltsame Dokumentarfilm von Sigrid Faltin, der am Donnerstag in den Kinos anlief, durch die Tiefe des Raums und der Zeit: Ursprünglich vor etwa 150 Jahren von einem Basken komponiert, der auf Kuba weilte und sich offenbar ungern und aus unklaren Gründen von der karibischen Insel trennte („Als ich Havanna verließ, oh mein Gott / sah keiner mich gehen außer mir“ heißt es im Original), ist das melancholische Lied von der Taube inzwischen der wohl meistgespielte Song der Welt und in unzähligen Kulturen nicht nur gern gesehener Gast, sondern einheimisches Liedgut geworden.
Unvergesslich Hans Albers in Große Freiheit Nr. 7 und La Paloma…

Der Film Große Freiheit Nr. 7 wurde 1943 (Mai bis November) in Deutschland während des Zweiten Weltkrieges von Helmut Käutner gedreht. Es ist der erste Agfa-Farbfilm der Terra Film. Er durfte nach der Zensur vom Dezember 1944 in Deutschland nicht gezeigt werden und wurde erst 1945 von den Alliierten freigegeben. Er gehört zu den Terra Film-Filmklassikern mit vielen, seinerzeit bekannten Liedern.

Quelle: Spiegel Online