Die Kinder der Elefantenhüter von Peter Høeg [Rezension]

Die Kinder der Elefantenhüter von Peter Høeg

An einem Karfreitag verschwinden der Pfarrer Konstantin Finø und seine Frau Clara, Organistin der Kirche und ambitionierte Tüftlerin, spurlos. Zurück bleiben die Kinder Peter, Tilte und Hans und der Foxterrier Basker, der mehr ein Mensch als ein Hund ist. Geheimnisvolle Agenten tauchen auf, den Kindern droht die Einweisung in ein Heim.

Das Ehepaar Finø hatte schon früher entdeckt, dass ein gut platziertes Wunder während der Predigt ein durchaus lukratives Geschäft verspricht. Den Kindern wird schnell klar, dass sich die Eltern wieder auf Abwegen befinden. Dieses Mal haben sie es auf die Juwelen abgesehen, die bei der Großen Synode, einem ökumenischen Gipfeltreffen in Kopenhagen, ausgestellt werden.

Peter Høegs neuer Roman „Die Kinder der Elefantenhüter†œ ist in die drei Teile „Finø†œ, „Auf dem Meer der Möglichkeiten†œ und „Die Stadt der Götter†œ gegliedert. Im Anschluss findet sich ein 14 Seiten umfassender Epilog mit dem Titel „Der Finøwalzer†œ.

†œJetzt erzähle ich dir, was wir erlebten. In Wirklichkeit tue ich das nicht, um von uns zu erzählen. Sondern um mich selbst daran zu erinnern, wann die Tür offen stand, um es dir zu zeigen.
Ich kann dir nicht durch die Tür helfen, weil ich selber nicht richtig durch sie hindurchgegangen bin. Aber wenn wir sie finden und davorstehen, oft genug, du und ich, dann weiß ich, dass wir eines Tages gemeinsam in die Freiheit hinausgehen werden.†

Der 14-jährige Peter, auch Petrus genannt, ist der Erzähler der Geschichte. Er ist eins fünfundfünfzig groß, siebenundvierzig Kilo schwer und trägt die Fußballstiefelgröße neununddreißig. Peter lebt mit seinen Eltern und seiner Schwester Tilte auf Finø. Finø ist eine Insel der Möglichkeiten und liegt mitten im Meer der Möglichkeiten. †œMeer der Möglichkeiten† klingt wenigstens viel schöner als Katzenarsch, die einzig korrekte Übersetzung für Kattegat wie Tilte findet. Tilte ist sechzehn und hat längst erkannt, dass ihre Eltern Elefantenhüter sind. Sie haben etwas in sich, dass viel größer ist als sie selbst, etwas, das sie nicht kontrollieren können. Es ist die Sehnsucht nach der Erkenntnis, was Gott wirklich ist, die ihren Augen die Wehmut verleiht, eine Sehnsucht, groß wie ein Elefant.

†œDie Finø-Bewohner haben von ihren vielen Reisen Männer und Frauen unterschiedlicher ethnischer Herkunft mitgebracht, und auf diese Weise wurden der Insel viele verschiedene Namen zugeführt†œ, erklärt Peter. Wen wundert es also einen Arzt, Psychiater Hirnforscher und Hypnotiseur namens Thorkild Thorlacius-Drøbert, eine Anaflabia Borderrud als Bischöfin oder eine Buddhistin, IT-Expertin und Chefin eines Call-Centers für sexuell-kulturelles Coaching namens Leonora Ganefryd auf Finø anzutreffen. Die Hebamme ist zugleich Leichenbestatterin, der Vorsitzende der Finøer Separatistenpartei oberster Priester von †œAsathor†. Alle leben in friedlicher Koexistenz.

Im ersten Teil †œFinø† entledigen sich die Kinder erfolgreich ihren Verfolgern um Thorkild Thorlacius und den Agenten Lars und Katinka und verschaffen sich mit Hilfe des Laute spielenden Ex-Junkie und Drogentherapeuten  Rickardt Graf Tre Løver Zugang auf die †œWeiße Dame von Finø†. Mit dem ganzen Schwarm bizarrer Charaktere machen sie sich auf den Weg nach Kopenhagen zur Großen Synode. Die †œWeiße Dame von Finø† ist ein Luxusdampfer, der für einen arabischen Ölscheich und seinem Harem gebaut wurde und mit 42 Kajüten mit goldenen Wasserhähnen, einem Pool und einer Frauenklinik ausgestattet ist. Das Schiff ist weiß wie Schlagsahne und bietet einen idealen Tummelplatz für Peter Høegs zweiten Teil †œDas Meer der Möglichkeiten†.

Für Tumult sorgt die eisgekühlte Leiche der Vibe von Ribe. Bereits seit zehn Tagen tot, ist sie in einem Sarg mit Kühlvorrichtung ebenfalls unterwegs zum Gipfeltreffen der Religionen um gesegnet zu werden. Graf Rickardt befreit sie aus ihrem Sarg, weil er ein sicheres Plätzchen für seine Laute braucht. So taucht Vibe abwechselnd im Rollstuhl im Kühlhaus des Schiffes, oder als Ärztin verkleidet in der Frauenklinik auf. Verdient hat sie die Behandlung allemal, schließlich hat sie den Kindern als Eisbudenbesitzerin im Sommer oft luftgefüllte Eiskugeln verkauft.

In †œDie Stadt der Götter† kommt es schließlich im dritten Teil zum fulminanten Showdown in Kopenhagen. Bruder Hans greift ins Geschehen ein, Pallas Athene, eine gutherzige und schlagkräftige Prostituierte, gefühlvolle Terroristen und einige andere vervollständigen den Reigen der burlesken Figuren.

†œWas wir und die Welt also erleben, ist das Schlüpfen der Elefanten aus ihren Puppen , sie schlagen mit den Flügeln und fangen an zu flattern, falls du das Bild verstehst, das vielleicht nicht gerade dem Biologieunterricht entspricht, aber einigermaßen deutlich macht, was da tatsächlich geschieht†œ, lautet Peters Botschaft.

Peter Høegs Figuren sind stark überzeichnet. Die Kinder sind die offensichtlichen unschuldigen Vertreter in einer Welt von selbstgefälligen, religiösen, korrupten, kriminellen halb- oder vollverrückten Erwachsenen. Hans ist achtzehn und studiert Astropyhsik in Kopenhagen. Er ist der Visionär unter den Kindern und stark und schön. Die sechzehnjährige Tilte hat die Spiritualität zu ihrem Lebensmittelpunkt gemacht. Sie verfügt über einen so messerscharfen Verstand, dass selbst ihre Lehrer sich vor ihr fürchten. Peter ist eher klein und schmächtig und dennoch der Star in Finøs Fußballverein. Er ist schnell, handelt entschlossen und mutig und ist der Realist unter den Geschwistern. Peters unverbrauchter Blick legt in seiner Vorurteilslosigkeit die Absurditäten der Erwachsenenwelt offen. Er bezieht den Lesenden direkt mit ein und schildert mit viel Wortwitz und Humor die unglaublichste Abenteuergeschichte mit Verfolgungsjagden, Entführung, Maskeraden, Erpressung bis hin zu einem Sprengstoffanschlag, den es zu verhindern gilt.

Mit einem Augenzwinkern greift der Autor die großen philosophischen Fragen des Lebens auf und spielt mit der Idee, dass bei einem Treffen mit den †œrichtig Verrückten†, den Mystikern aller Weltreligionen, eine gemeinsame Grundlage gefunden werden könnte. Schließlich sieht es in jedem Paradies fast gleich aus, und bei Licht betrachtet, sind sie sich näher, als man dachte.

Peter Høegs Fabulierkunst ist furios und amüsant. Der Roman liest sich wie ein Roadmovie und sprüht geradezu von wahnwitzigen Ideen. Er hat darin einen wahrhaft mächtigen Elefanten befreit. Dennoch wünsche ich mir in seinem nächsten Roman wieder eine Handlung mit Protagonisten in Smillas Alter. Peters altkluge Stimme wirkt am Ende doch ein wenig ermüdend.

Kurzbeschreibung
Auf den ersten Blick sind die Finøs aus Dänemark eine ganz normale Familie: Der Vater ist Pastor, die Mutter spielt Orgel, Peters großer Bruder studiert Astronomie. Doch an einem Karfreitag sind plötzlich die Eltern verschwunden, die schon einmal durch zweifelhafte Wundertaten mit der Justiz in Konflikt geraten waren. Um Vater und Mutter vor weiteren Torheiten zu bewahren, beginnen Peter und seine Schwester Tilte eine großangelegte Suchaktion. Inmitten falscher Heiliger und fanatischer Sinnsucher finden sie ihre eigene Tür zur Freiheit und zum Glück. Peter Høegs spannender und temporeicher Roman ist ein Abenteuer voller filmreifer Szenen, aktueller Anspielungen und verrückter Einfälle. Der Autor von „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ zeigt erneut seine mitreißende Fabulierkunst.

Über den Autor
Peter Høeg, 1957 in Kopenhagen geboren, studierte Schauspiel, Tanz und Literaturwissenschaften. Nach zahlreichen Reisen, vor allem in die Karibik und nach Afrika, gründete er eine Stiftung zugunsten von Frauen und Kindern in Entwicklungsländern. Peter Høeg lebt heute als freier Schriftsteller in der Nähe von Kopenhagen.

Die Kinder der Elfefantenhüter“ umfasst 488 Seiten und ist am 06.09.2010 im Hanser Verlag erschienen. Der Lesekreis bedankt sich beim Hanser Verlag für die freundliche Überlassung eines Rezensionsexemplares. Wer mehr über Peter Høeg und die Kinder der Elefantenhüter erfahren möchte, sollte unbedingt Tiltes Insel besuchen. Der Verlag hat dem Roman eine eigene Homepage eingerichtet, auf der auch aktuell ein Gewinnspiel zum Roman ausgeschrieben ist. Der Hauptpreis ist eine Reise nach Kopenhagen.

www.tiltes-insel.de

Geschenktipp: Neues von Marilyn Monroe – Tapfer lieben

Geschenktipp: Neues von Marilyn Monroe – Tapfer lieben: Ihre persönlichen Aufzeichnungen, Gedichte und Briefe

Kurzbeschreibung
Ein sensationeller Fund – Marilyn Monroe in ihren eigenen Worten

Ein sensationeller Zufallsfund brachte einmalige Aufzeichnungen ans Licht: die Notizhefte, Briefe und Gedichte, die Marilyn Monroe von 1943 bis zu ihrem Tod 1962 verfasste. Sie zeigen uns das Bild einer belesenen, warmherzigen, klugen und sehr witzigen Frau, die vor allem eins wollte: geliebt werden. Marilyn schreibt leidenschaftlich und verzweifelt, selbstironisch und literarisch. Gute Beobachterin ihrer selbst und anderer, immer eigener Schwierigkeiten und Fähigkeiten bewusst, erstaunlich offen und schonungslos. Sie reflektiert über glückliche und enttäuschende Beziehungen, ihre Kindheit, den traumatischen Aufenthalt in der Psychiatrie, plant Dinner für Freunde. Sie hat ehrgeizige Ziele für ihre Arbeit und Angst vor dem Älterwerden. Immer getrieben von dem Willen, zu lernen, noch besser zu werden, immer und immer weiter … In diesem Buch kommt der Mensch hinter dem Ruhm zum Vorschein, die innere Biographie der Norma Jeane Mortenson. Die Texte liegen im englischen Original und in deutscher Übersetzung vor, das Buch enthält zudem außergewöhnliche Fotos und Faksimiles.

Marilyn Monroe wurde am 1. Juni 1926 als Norma Jeane Mortenson in Los Angeles geboren. Mit Filmen wie Blondinen bevorzugt, Das verflixte siebente Jahr oder Manche mögen’s heiß erlangte sie Weltruhm. 1954 gründete sie ihre eigene Produktionsfirma, 1960 erhielt sie einen Golden Globe als beste Hauptdarstellerin. Sie starb am 5. August 1962 an einer Medikamenten-Überdosis. Ihr Tod wurde nie ganz aufgeklärt.

Die broschierte Ausgabe von „Tapfer lieben“ umfasst 269 Seiten und ist am 05.10.2010 im S. Fischer Verlag erschienen.

Fankfurter Buchmesse 2010: edition fünf stellt sich vor

Fankfurter Buchmesse 2010: edition fünf stellt sich vor

Am 08.10.2010 luden die Gründerinnen der „edition fünf“ zu einem Sektempfang auf die Frankfurter Buchmesse ein. Am Gemeinschaftsstand mit der Edition Nautilus wurde im Kreis von Freundinnen und Freunden der erfolgreiche Start der ersten fünf Bücher der neuen Edition begossen.  Die schönen Bücher von klugen Autorinnen zum Wiederentdecken, Verschenken und Selberlesen präsentierten sich in den Regalen auf dem Messestand. Die Herausgeberinnen Karen Nölle und Christine Gräbe sowie die Verlegerin Silke Weniger (Foto vorne rechts) können zurecht Stolz auf das Ergebnis sein.

Im ersten Programm sind die Autorinnen Kate Chopin, Irmtraud Morgner, Malin Schwerdtfeger, Joyce Johnson sowie eine Anthologie mit Erzählungen vertreten.

Die Herausgeberinnen haben literarische Schätze aufgespürt, teilweise neu bearbeitet und mit Nachworten anderer Expertinnen (und eines Experten) versehen. Künftig werden sie jeden Herbst ein Paket aus fünf lesenswerten Titeln schnüren. Die eigensinnigen und klugen Texte erscheinen im hochwertigen Gewand und sollen die Leserinnen glücklich und die Literaturwelt reicher machen.

„Vielleicht braucht ein konventionell erzogener weiblicher Mensch die Chance, sich gegen die Strömung der Sitten irgendwann freizuschwimmen†œ, schrieb Irmtraud Morgner. Und so ist es eine Schwimmerin, die das Cover der neuen Ausgabe von „Hochzeit in Konstantinopel†œ ziert. Der frech fantastische Roman über eine realsozialistische Hochzeitsreise, die keine ist, ist nun nach vielen Jahren wieder lieferbar. Im zwanzigsten Todesjahr der Autorin erscheint er in der neu gegründeten edition fünf.

Das Freischwimmen in all seinen Facetten bildet den Mittelpunkt des ersten Programms. In drei Romanen, einem Selbstzeugnis und einer Anthologie loten Autorinnen aus, wie Frauen sich die Welt erobern. Der Aufbruch ist die literarische Klammer der Texte, die ein ganzes Jahrhundert weiblicher Lebensentwürfe umspannen.

Das Erwachen von Kate Chopin

Kurzbeschreibung
Kate Chopin (1859 – 1904) hatte zunächst scheinbar alles, was ein Frauenherz begehren kann: einen in jeder Hinsicht großzügigen Ehemann, sechs gesunde Kinder und ein hübsches Haus in einem der vornehmen Viertel von New Orleans. Doch dann starb ihr Mann, und die junge Witwe fing an zu schreiben.
Als ihr Roman ‚Das Erwachen‘ 1899 erschien, erregte er ebenso großes Interesse wie breiteste Ablehnung. Gerühmt wurde ihre makellose stilistische Kunst, verurteilt aber wurde die ‚traurige Geschichte einer Dame aus den Südstaaten, die tun wollte, wonach ihr der Sinn stand. Sie wollte es nicht nur, sie tat es auch, mit verheerenden Folgen.‘ Zeitgenössische Kritiken verurteilten die detaillierte Schilderung der mannigfaltigen und gleichzeitigen Liebesaffären einer Ehefrau und Mutter. Tatsächlich aber geht es Kate Chopin um die Darstellung eines weiblichen Bewußtwerdungsprozesses.Eine Frau wagt den Versuch, ihre Pflichten als Gattin und Mutter gegen individuelle Freiheit und Selbstbestimmung einzutauschen.

Café Saratoga von Malin Schwerdtfeger

Kurzbeschreibung
Malin Schwerdtfegers erster Roman erzählt vom Erwachsenwerden, von Liebe und Freundschaft, in einem neuen, wildpoetischen, unverwechselbaren Ton. Für die beiden Schwestern Sonja und Majka, zwei Mädchen in der Pubertät, ist die polnische Halbinsel Hel in ihren Sommerurlauben ein Ort der Abenteuer und Erweckungen, besonders das Café Saratoga, das ihr Vater von der steinalten Tante Apolonia übernimmt. Das Meer, die eigenen Körper, die Männer, die Landschaft werden entdeckt, mit Sorge, Lust und Schrecken beobachtet, die Komik und das Verhängnis der Liebe frühzeitig registriert. Aber was für die Mädchen Hel ist, ist für den Vater, der mit seiner kindischen, vitalen Verrücktheit alle, auch die von ihm geschiedene Frau, an sich kettet, Westdeutschland. Eines Tages, die Familie hat deutsche Vorfahren, kann Tata ausreisen. Die ganze Familie, auch die schimpfend-kränkelnde Mutter Lilka, folgt. Sonja, die Ich-Erzählerin, wird in diesen Jahren, angefeuert von ihrem Vater, den sie abgöttisch liebt, zögerlich zur Frau, und wieder verändert sich die Welt. Nur der verrückte Tata, den man auch als Leser einfach lieben muss, bleibt sich ewig gleich. Malin Schwerdtfegers erster Roman erzählt mit poetischer Rasanz, mit kluger Komik und feiner Beobachtungsgabe vom Erwachsenwerden, von polnischen und deutschen Mentalitäten, von scheiternden Ehen und bedingungsloser Liebe, von Freundschaft und Aufbruch.

Zaunköniginnen: Erinnerungen von Joyce Johnson

Kurzbeschreibung
New York in den 50er-Jahren. Joyce Johnson kehrt ihrem bürgerlichen Elternhaus den Rücken und bricht auf, um eine abenteuerliche Existenz als Dichterin zu führen. Doch in der Bohème der jungen Beatpoeten werden den Frauen allenfalls kleine Nebenrollen zugedacht. Joyce Johnson erinnert sich an ihre frühe Rebellion gegen den Muff und die Spießigkeit der fünfziger Jahre. Zu Unrecht wurde sie vor allem als Geliebte des Beatpoeten Jack Kerouac wahrgenommen †“ dabei waren die beiden nur zwei Jahre ein Paar. Ihre Erinnerungen, auf Deutsch schon einmal unter dem Titel „Warten auf Kerouac†œ erschienen, erhalten in der edition fünf den Namen „Zaunköniginnen†œ.

Hochzeit in Konstantinopel von Irmtraud Morgener

Kurzbeschreibung
Nichts ist, was es scheint, auf dieser Reise, die nicht nach Konstantinopel geht, sondern an die Adria. In die Flitterwochen, obwohl das Paar aus Ostberlin noch gar nicht verheiratet ist. Am Ende landet Bele, die ihrem Verlobten Abend für Abend Geschichten erzählt, vor allem bei sich selbst.
Irmtraud Morgener (1933 bis 1990), geboren in Chemnitz, Schriftstellerin und Germanistin, lebte in Ostberlin. Anfangs begeisterte Sozialistin, verwarf sie später ihre frühen Bücher. Mit „Hochzeit in Konstantinopel“ fand sie 1968 ihre eigene Stimme: sinnlich, frech, stilistisch brillant.

Heldinnen des Glücks: Sieben Geschichten vom Aufbruch von Alice Munro, Felicitas Hoppe, Margriet de Moor, Charlotte Perkins Gilman, Anna Banti, Sarah Kirsch und Jane Bowles

Kurzbeschreibung

Aufbruch heißt in jeder dieser Erzählungen etwas anderes: Da bietet sich ein Nachbar als Heiratskandidat an, bei einer Sommerreise tun sich Abgründe auf, im Kino werden Lebenswege resümiert und ein ganzes Dorf von Dienstmädchen macht sich auf, das Glück zu finden.

Die Autorinnen erzählen eigenwillige Geschichten vom Weg durchs Leben †“ und davon, wie unterschiedlich das Glück aussehen kann.

Quelle: editionfuenf.de

Spiegel-Bestenliste Hardcover Woche 41/2010

Platz 1 : Sturz der Titanen: Die Jahrhundert-Saga von Ken Follett

Kurzbeschreibung
Drei Länder. Drei Familien. Ein Jahrhundert.Europa 1914. Eine deutsch-österreichische Aristokratenfamilie, die unter den politischen Spannungen zerrissen wird. Eine Familie aus England zwischen dem Aufstieg der Arbeiter und dem Niedergang des Adels. Und zwei Brüder aus Russland, von denen der eine zum Revolutionär wird, während der andere in der Fremde sein Glück sucht. Ihre Schicksale verflechten sich vor dem Hintergrund eines heraufziehenden Sturmes, der die alten Mächte hinwegfegen und die Welt in ihren Grundfesten erschüttern wird.

Platz 2 : Reckless: Steinernes Herz von Cornelia Funke

Kurzbeschreibung
Treten Sie ein in die Welt hinter dem Spiegel! Obwohl Jacob Reckless immer darauf geachtet hat, die Welt hinter dem Spiegel vor seinem Bruder Will geheimzuhalten, ist dieser ihm gefolgt. Doch in dem wunderbaren Reich lauern tödliche Gefahren: Will wird von einem Goyl angegriffen und beginnt, zu Jade zu versteinern. Verzweifelt will Jacob ihn retten, aber nur die Feen haben die Macht, das Steinerne Fleisch aufzuhalten. Gemeinsam mit Clara, Wills großer Liebe, und der Gestaltwandlerin Fuchs macht Jacob sich auf die gefährliche Reise Der neue Roman der internationalen Bestsellerautorin Cornelia Funke: ein fesselndes Abenteuer in einer von den Grimmschen Märchen inspirierten Welt.

Platz 3 : Schändung von Jussi Adler-Olsen

Kurzbeschreibung
„Der Blutdurst der Jäger. Wie würden sie es machen? Ein einzelner Schuss? Nein. So gnädig waren die nicht, diese Teufel, so waren sie nicht …“
Ein Leichenfund in einem Sommerhaus in Rørvig. Zwei Geschwister sind brutal ermordet worden. Der Verdacht fällt auf eine Gruppe junger Schüler eines exklusiven Privatinternats, die für ihre Gewaltorgien bekannt sind. Einer von ihnen gesteht.
Zwanzig Jahre später. Nachdem Carl Mørck aus dem Urlaub zurückkommt, stößt ihn sein Assistent Assad mit der Nase auf die verstaubte Rørvig-Akte. Doch von oberster Stelle werden ihnen weitere Ermittlungen verboten. Carl und Assad ist klar, dass hier etwas zum Himmel stinkt: Die Spuren führen hinauf bis in die höchsten Kreise der Gesellschaft, in die Welt der Aktienhändler, Reeder und Schönheitschirurgen †“ und sie führen ganz weit nach unten, in die Abgründe der Gesellschaft, zu einer Obdachlosen: äußerlich hart wie Granit, doch mit einer blutenden Seele …

Platz 4 : Erbarmen von Jussi Adler-Olsen

ErbarmenKurzbeschreibung
Der Albtraum einer Frau.
Ein dämonischer Psychothriller.
Der erste Fall für Carl Mørck vom Sonderdezernat Q in Kopenhagen.
Die verzerrte Stimme kam aus einem Lautsprecher irgendwo im Dunklen: „Herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag, Merete. Du bist jetzt hier seit 126 Tagen, und das ist unser Geburtstagsgeschenk: Das Licht wird von nun an ein Jahr lang eingeschaltet bleiben. Es sei denn, du weißt die Antwort: Warum halten wir dich fest?“
Am 2. März 2002 verschwindet eine Frau spurlos auf der Fähre von Rødby nach Puttgarden, man vermutet Tod durch Ertrinken. Doch sie ist nicht tot, sondern wird in einem Gefängnis aus Beton gefangen gehalten.
Wer sind die Täter? Was wollen sie von dieser Frau? Und: Kann ein Mensch ein solches Martyrium überleben?
„Ein ungewöhnlich schöner und hochspannender Thriller, der einem bis zur letzten Seite den Atem abschnürt.“ politiken.dk

Platz 5 : Hummeldumm: Das Roman von Tommy Jaud

Kurzbeschreibung
„Sitzreihe 12 war die letzte, die zwischen Tortellini und Hühnchen wählen durfte. Ich saß in Reihe 13. Schon auf dem Hinflug hätte mir klar sein können, dass der Jahresurlaub zum Albtraum wird.“
Wer an allem schuld ist, ist für Matze sowieso klar: seine Freundin Sina. Während er in endlosen Verhandlungen die neue Eigentumswohnung klargemacht hat, sollte sie einfach nur „irgendwas“ buchen. Hat sie auch. Doch musste dieses „irgendwas“ ausgerechnet eine zweiwöchige Gruppenreise durch Namibia sein, ein Land, in dem jede hüftkranke Schildkröte schneller ist als das Internet? Was hat er denn verbrochen, dass man ihn nun täglich in einen Kleinbus voller Bekloppter sperrt, um ihn dann zu österreichischen Schlagern über afrikanische Schotterpisten zu rütteln? Und warum stolpert er bei minus zwei Grad in einem albernen Wanderhut über die Dünen der Kalahari, statt auf Mallorca ein Bierchen zu schlürfen? Als Matze dann noch daran erinnert wird, dass die sicher geglaubte Wohnung an andere Käufer geht, wenn er nicht sofort die fünftausend Euro Reservierungsgebühr überweist, hat er gleich noch drei neue Probleme: Das nächste Internetcafé ist fünfhundert Kilometer entfernt, der Handyakku plattgedaddelt und das einzige Ladegerät fest in österreichischer Hand.
„Ich drücke meine Nase ans Busfenster und blicke hinaus ins weite Land. Die Namibier winken uns und lachen. Klar lachen sie, sie sind ja frei. Wir nicht. Wir sind die in Blech gepackte Rache für die deutsche Kolonialzeit.“

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Platz 6 : Endlich! von Ildikó von Kürthy

Kurzbeschreibung
„Nur eine schlafende Frau ist eine zufriedene Frau.“ Ich dachte, ich sei einigermaßen glücklich. Aber so kann man sich irren. Denn ich habe versehentlich die Wahrheit über meine Ehe herausgefunden: Ich bin eine betrogene Frau! Ist das das Ende? Oder ein Anfang? Erst mal brauche ich ein neues Ego. Und definierte Oberarme. Ich beschatte meinen Mann, besuche das Seminar „Nackt besser aussehen“ und wache am Morgen danach nicht allein auf. Mein neuer Personal Trainer sagt: „Wahrheit oder Glück, du kriegst niemals beides.“ Ich sage: „Ich will meinen Mann und mein Leben zurück!“ Zum Schluss bekomme ich genau das, was ich mir schon immer hätte wünschen sollen. Endlich! „Ildikó von Kürthy ist die Spezialistin für den schlauen Frauenroman.“ Welt am Sonntag

Platz 7 : Freiheit von Jonathan Frantzen

Kurzbeschreibung
Patty und Walter Berglund – Vorzeigeeltern und Umweltpioniere, fast schon ideale Nachbarn in ihrer selbst renovierten viktorianischen Villa in St. Paul – geben plötzlich Rätsel auf: Ihr halbwüchsiger Sohn zieht zur proleten­haften repub­likanischen Familie nebenan, Walter lässt sich zum Schutz einer einzigen Vogelart auf einen zwielichtigen Pakt mit der Kohleindustrie ein, und Patty, Exsportlerin und Eins-a-Hausfrau, entpuppt sich als wahrlich sonderbar. Hat Walters bester Freund, ein Rockmusiker, damit zu tun? Auf einmal lebt Patty ihre kühnsten Träume, führt sie ein Leben ohne Selbstbetrug.
In diesem Roman einer Familie, der zugleich ein großes Epos der letzten dreißig Jahre ame­rika­nischer Geschichte ist, erzählt Jonathan Franzen von Freiheit – dem Lebensnerv der westlichen Kulturen – und auch dem Gegenteil von ihr, zeigt die tragikomischen Verwerfungen zeitgenössischer Liebe und Ehe, Freundschaft und Sexualität. Freiheit ist ein bedeutsames Buch über unser Leben in einer immer unübersichtlicher und fragiler werdenden Welt.

Platz 8 : Nichts: Was im Leben wichtig ist von Janne Teller

Kurzbeschreibung
„Nichts bedeutet irgendwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendwas zu tun.“ Mit diesen Worten schockiert Pierre alle in der Schule. Um das Gegenteil zu beweisen, beginnt die Klasse alles zu sammeln, was Bedeutung hat. Doch was mit alten Fotos beginnt, droht bald zu eskalieren: Gerda muss sich von ihrem Hamster trennen. Auch Lis Adoptionsurkunde, der Sarg des kleinen Emil und eine Jesusstatue landen auf dem Berg der Bedeutung. Als Sofie ihre Unschuld und Johan seinen Zeigefinger opfern mussten, schreiten Eltern und Polizei ein. Nur Pierre bleibt unbeeindruckt. Und die Klasse rächt sich an ihm … Eine erschütternde Parabel über das Erwachsenwerden, Erziehung und Gewalt in unserer Gesellschaft. Mehr Informationen über „Nichts“ von Janne Teller findet sich hier.

Platz 9 : Sommerlügen von Bernhard Schlink

Kurzbeschreibung
Lebensentwürfe, Liebeshoffnungen, Alterseinsichten †“ was ist Illusion, und was stimmt? Was bleibt, wenn eine Illusion zerplatzt? Die Flucht in eine andere? Weil das Leben ohne Lebenslügen nicht zu bewältigen ist? Sieben irritierend-bewegende Geschichten von Bernhard Schlink.
„Der Tag, an dem sie aufhörte, ihre Kinder zu lieben …« So beginnt die Geschichte einer Frau, die merkt, dass das, was ihrem Leben Sinn gegeben hat, nicht mehr trägt. Sie macht sich auf die Suche, trifft den Mann wieder, den sie als Studentin geliebt hat wie er sie. Hat sie damals die falsche Entscheidung getroffen? Ein Sohn will endlich wissen, wer sein Vater ist, und macht mit ihm eine Reise. Ein Mann, unheilbar krank, arrangiert einen Sommer mit den Seinen, um in den Tod zu gehen, wenn das Leben noch schön ist. Ein Passagier hört auf einem Flug die Lebensbeichte seines Sitznachbarn †“ oder sind es lauter Lügen? Warum versucht ein junger Mann und Vater seine erfolgreiche Frau vor der Welt zu verstecken? Was treibt einen Liebenden, seine Geliebte wieder und wieder zu belügen und in den Lügen sie und sich selbst zu verlieren? Und wie löst man die Stricke, mit denen einen das alte Leben hält, wenn späte Liebe ein neues Leben verspricht? Die Lügen, mit denen wir leben, behutsam aufzudecken ist der Kern dieser unbestechlich klaren, schwermütig schönen Erzählungen.

Platz 10 : Solar von Ian McEwan

Kurzbeschreibung
Michael Beard, 53, ist Nobelpreisträger der Physik. Doch seine besten Zeiten hat er hinter sich, er käut seine prämierte Idee in Vorträgen wieder und ergattert so Fördergelder für ein politisches Prestigeprojekt: das Institut für erneuerbare Energien. Wirklich neue Energien aber steckt er nur in sein Privatleben: während seiner fünften Ehe hat er es immerhin zu elf Affären gebracht. Doch als schließlich alles ins Wanken gerät, bietet sich ihm die Gelegenheit zu einem Coup, denn die geniale Idee eines Rivalen sorgt für neuen Zündstoff in seinem Leben. In Solar geht es nicht nur um Sonnen-, sondern auch um kriminelle Energie.

Quelle: Buchreport – Spiegel Online

Spiegel-Bestenliste Taschenbücher Woche 41/2010

Platz 1 : Eat Pray Love von Elizabeth Gilbert

Kurzbeschreibung
Essen. Beten. Lieben. Das braucht der Mensch zum Glücklichsein. Aber die einfachsten Dinge sind die schwersten, das weiß auch Elizabeth. Mit Anfang 30 hat sie ihren Mann verlassen und steht nun vor einem Scherbenhaufen. Nach tränenreichen Nächten beschließt die New Yorkerin, eine lange Reise anzutreten: In Italien lernt sie die Kunst des Genießens kennen, in einem indischen Ashram alle Regeln der Meditation und in Bali trifft sie auf Felipe und erfährt durch ihn die Balance zwischen innerem und äußerem Glück.

Platz 2 : Herbstmagie von Nora Roberts

Kurzbeschreibung
Romantisch und gefühlvoll: Der dritte Roman des Jahreszeitenzyklus von Nora Roberts
Gemeinsam mit ihren drei besten Freundinnen betreibt die hübsche Konditorin Laurel die erfolgreiche Hochzeitsagentur Vows. Tag für Tag hilft sie glücklichen Paaren, ihre Liebe mit einem rauschenden Fest zu krönen, in Laurels eigenem Privatleben sieht es aber alles andere als rosig aus. Doch dann verliebt sie sich in den smarten Staranwalt Del. Er ist für sie die Liebe ihres Lebens, aber sieht der heißbegehrte Junggeselle das ebenso?

Platz 3 : Der Chinese von Henning Mankell

Kurzbeschreibung
An einem frostigen Januartag 2006 macht die Polizei von Hudiksvall eine entsetzliche Entdeckung. In einem kleinen Dorf sind neunzehn Menschen auf bestialische Weise ermordet worden. Die Polizei vermutet dahinter die Tat eines Wahnsinnigen. Als Richterin Birgitta Roslin in der Zeitung von der Tat liest, ist ihr sofort klar, dass die Pflegeeltern ihrer Mutter unter den Mordopfern sind. Mehr noch: Sie erkennt, dass die Polizei eine falsche Spur verfolgt, und beginnt selbst zu recherchieren. Ein Hinweis führt nach China, wo Birgitta auf grausame Machenschaften der politischen Führungselite stößt.

Platz 4 : Verbrechen von Ferdinand von Schirach

Kurzbeschreibung
Ferdinand von Schirach hat es in seinem Beruf alltäglich mit Menschen zu tun, die Extremes getan oder erlebt haben. Das Ungeheuerliche ist bei ihm der Normalfall. Er vertritt Unschuldige, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten, ebenso wie Schwerstkriminelle. Deren Geschichten erzählt er †“ lakonisch wie ein Raymond Carver und gerade deswegen mit unfassbarer Wucht.
„Schirach schreibt so souverän, klar und einfach, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Er ist ein großartiger Erzähler, weil er sich auf die Menschen verlässt, auf deren Schicksale… Geschriebenes Kino im Kurzformat“ (Der Spiegel)

Platz 5 : Leichenblässe von Simon Beckett

Kurzbeschreibung
Dr. Hunter ist zurück … Bei seinem letzten Einsatz ist David Hunter nur knapp dem Tode entronnen. Nicht vollständig genesen, quält ihn die Frage, ob er seinem Beruf noch gewachsen ist. Bis ein alter Freund den Forensiker um Hilfe bittet: In einer Jagdhütte in den Smoky Mountains wurde ein Toter gefunden. Die Leiche ist bis zur Unkenntlichkeit zersetzt. Die Spuren sind widersprüchlich. Und David Hunter ist im Begriff, einen folgenschweren Fehler zu begehen … «Mit einem schwermütigen Forensiker als Ermittler avanciert der Brite Simon Beckett zum neuen Krimikönig.» DIE WELT

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Platz 6 : Der verborgene Garten von Kate Morton

Kurzbeschreibung
Ein verwunschener Garten, eine adlige Familie, ein dunkles Geheimnis
Als die junge Australierin Cassandra von ihrer Großmutter ein kleines Cottage an der Küste Cornwalls erbt, ahnt sie nichts von dem unheilvollen Versprechen, das zwei Freundinnen ein Jahrhundert zuvor an jenem Ort einlösten. Auf den Spuren der Vergangenheit entdeckt Cassandra ein Geheimnis, das seinen Anfang in den Gärten von Blackhurst Manor nahm und seit Generationen das Schicksal ihrer Familie bestimmt.
Blackhurst Manor, Cornwall, Anfang des 20. Jahrhunderts: Nach dem Tod ihrer Eltern wächst Eliza bei ihrem Onkel auf Blackhurst Manor, dem Familienbesitz der Mountrachets, auf. Sie und ihre Cousine Rose werden schnell unzertrennlich. Um der Welt der Erwachsenen zu entfliehen, erkunden sie das geheimnisvolle Anwesen und entdecken einen verborgenen Garten mit einem Cottage †“ ein Ort, an den sich die fantasievolle Eliza immer wieder zurückziehen kann. Doch als die Mädchen erwachsen werden, zerbricht ihre einstige Freundschaft. Rose verliebt sich in Nathaniel, und als die beiden heiraten, zieht sich Eliza in das Cottage zurück, um sich ganz dem Schreiben von Geschichten zu widmen. So ahnt sie nicht, dass Rose zutiefst unglücklich ist, weil ihre Ehe kinderlos bleibt. In ihrer Verzweiflung bittet sie Eliza um Hilfe. Ein unheilvoller Plan wird in die Tat umgesetzt und bestimmt fortan das Schicksal der nachfolgenden Generationen.

Platz 7 : Verblendung von Stieg Larsson

verblendungKurzbeschreibung
Eine Familiengeschichte, die einen nicht mehr loslässt. Was geschah mit Harriet Vanger? Während eines Familientreffens spurlos verschwunden, bleibt ihr Schicksal jahrzehntelang ungeklärt. Bis der Journalist Mikael Blomkvist und die Ermittlerin Lisbeth Salander recherchieren. Was sie zutage fördern, lässt alle Beteiligten wünschen, sie hätten sich nie mit diesem Fall beschäftigt. An seinem 82. Geburtstag erhält der einflussreiche Industrielle Henrik Vanger per Post anonym ein Geschenk. Das Paket enthält eine gepresste Blüte hinter Glas, genau wie in den 43 Jahren zuvor. Vangers Lieblingsnichte Harriet hatte ihm 1958 zum ersten Mal dieses Geschenk gemacht, doch dann verschwand sie spurlos. Ihr Leichnam wurde nie gefunden. In einer letzten Anstrengung beschließt Vanger herauszufinden, was dem geliebten Mädchen tatsächlich zustieß. Er engagiert den Journalisten Mikael Blomkvist, der, getarnt als Biograf, bald auf erste Spuren stößt. Unterstützt wird er von der jungen Ermittlerin Lisbeth Salander, einem virtuosen Computergenie mit messerscharfem Verstand. Je tiefer Blomkvist und Salander in der Vangerschen Familiengeschichte graben, desto grauenvoller sind ihre Enthüllungen. Ausgezeichnet mit dem skandinavischen Krimipreis. -> mehr Infos zu der Trilogie und zum Film

Platz 8 : Nein! Ich will keinen Seniorenteller: Das Tagebuch der Marie Sharp von Virginia Ironside

Kurzbeschreibung
Ein bezauberndes, witziges Lesevergnügen für alle, die sich so alt fühlen, wie sie sind
Herbst des Lebens? Generation Silber? Unsinn! Marie Sharp wird demnächst sechzig und damit schlicht alt. Ein Grund zum Feiern, wie sie findet. Schon wegen all der Dinge, die sie jetzt nicht mehr tun muss, wie etwa Volkshochschulkurse besuchen. Nichts hasst Marie so sehr wie umtriebige Senioren, die nur so alt sind, wie sich fühlen †“ sie stürzt sich lieber kopfüber in das Vergnügen, nicht mehr jung sein zu müssen. Dazu gehört ihre neue Rolle als Großmutter und eine alte Liebe. Denn Maries Jugendschwarm ist wieder zu haben …
Vom Vergnügen, endlich nicht mehr jung sein zu müssen.
„Keine leeren Floskeln, keine leeren Entmutigungen. Sondern die Erfahrungen einer liebenswerten Frau, die um keinen Preis jünger sein möchte, als sie ist und gerade dadurch wesentlich jugendlicher erscheint als manche, die dem Jugendkult verfallen sind.“ (NDR 1 )

Platz 9 : Vergebung von Stieg Larsson

vergebungKurzbeschreibung
Wer suchet, der tötet
Die Ermittlerin Lisbeth Salander steht unter Mordverdacht. Ihr Partner Mikael Blomkvist schwört, ihre Unschuld zu beweisen. Er weiß, dass es um Salanders Leben geht. Als seine Ermittlungen die schwedische Regierung in ihren Grundfesten zu erschüttern drohen, setzt er alles auf eine Karte.
Klappentext
†œLarssons Gespür für Timing und Spannung ist überragend.† taz
†œSo packend, dass man dafür Urlaub nehmen sollte!† TV Spielfilm
†œStieg Larssons erzählerische Virtuosität (…) lässt seine Trilogie weit über das Genre des Polit-Thrillers hinauswachsen: Sie ist ein großer Gesellschaftsroman.† Der Spiegel

Platz 10 : Für immer der Deine von Nicolas Sparks

Kurzbeschreibung
An der Schwelle zwischen Leben und Tod findet Logan Thibault einen Glücksbringer: die Fotografie einer lächelnden, schönen Frau. Obwohl er sie noch nie zuvor gesehen hat, glaubt Thibault, dass sie den Schlüssel zu seinem Schicksal in Händen hält. Er sucht die geheimnisvolle Frau auf †“ und sein Leben nimmt eine so wunderbare wie dramatische Wendung.
„Man liest lässig hinein, doch bald ist man gefangen. Und kommt nicht mehr heraus. Bis zum letzten Buchstaben. (…) Amerikas zuverlässigster Seufzerlieferant!“ B.Z.

Quelle: Buchreport – Spiegel Online