Schon wieder ein Spielzeug mit Sicherheitsmängeln aus China.
Dies und Das
Literatur und auch Sonstiges
Münchner Verwaltungsgericht billigt Raucherclubs
Allein in München gibt es mittlerweile 700 Raucherclubs und das bayerische Nichtraucherschutzgesetz wird immer mehr zur Posse. Am Mittwoch hat das Münchner Verwaltungsgericht auf Antrag des Vereins zur Erhaltung der bayerischen Wirtshauskultur (VEBWK) den Mitgliedern in Raucherclubs den Tabakgenuss bis auf weiters erlaubt.
Das Landratsamt Freising hatte dem Moosburger Lokal „Marcos Sportsbar“ auferlegt, das Schild „Rauchen erlaubt“ zu entfernen und den Betrieb als Raucherclub einzustellen. Dagegen beantragte der VEBWK eine einstweilige Anordnung und argumentierte unter anderem damit, dass das Nichtraucherschutzgesetz verfassungswidrig sei.
Das Verfassungsgericht gab dem Antrag statt. „Das ist eine wegweisende Entscheidung„, sagte Anwalt Michael Scheele, „wir hoffen, dass die Staatsregierung schon jetzt damit beginnt, über Änderungen des Gesetzes nachzudenken.“
Bis zur Klärung bei der Hauptsachenverhandlung müssten die Behörden nun Raucherclublösungen dulden.
Quelle: Süddeutsche Zeitung Foto: Flickr
Deutscher Buchpreis 2008: Verlage reichen 145 Romane ein
Deutscher Buchpreis 2008: Verlage reichen 145 Romane ein
Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat gestern Details zum Deutschen Buchpreis 2008 mitgeteilt:
Rainer Moritz, Leiter des Literaturhauses Hamburg, ist Sprecher der Jury für den Deutschen Buchpreis 2008. Das hat die siebenköpfige Jury bestimmt, die jetzt mit ihrer Auswahl für den Deutschen Buchpreis 2008 beginnt. Bis zum Einsendeschluss Ende März wurden 145 deutschsprachige Romane eingereicht. Beteiligt haben sich 71 Verlage aus Deutschland, 13 aus Österreich und 10 aus der Schweiz †“ eine Rekordzahl im vierten Jahr des Deutschen Buchpreises.
Knapp die Hälfte der eingereichten Romane sind Frühjahrstitel (70), 67 Titel werden im Sommer und Herbst erscheinen und 8 Romane stammen aus dem Herbstprogramm 2007. Jeder Verlag konnte sich mit maximal zwei Romanen direkt um die Auszeichnung bewerben. Darüber hinaus haben Verlage die Möglichkeit, bis zu fünf weitere Titel zu empfehlen, die den Bewerbungskriterien entsprechen. Die Juroren können von dieser Liste, die 61 Romane umfasst, zusätzliche Titel anfordern.
Der Jury für den Deutschen Buchpreis 2008 gehören neben Rainer Moritz an: Christoph Bartmann (Leiter der Abteilung Kultur und Information des Goethe-Instituts), Martin Ebel (Kulturredakteur des Tages-Anzeigers, Zürich), Meike Feßmann (freie Kritikerin), Jens Jessen (Feuilletonchef der ZEIT), Manfred Keiper (Inhaber „andere Buchhandlung†œ, Rostock) und Michael Schmitt (Redakteur „Kulturzeit†œ, 3sat).
Die rund 20 Titel umfassende Longlist wird am 20. August 2008 bekannt gegeben. Daraus wählen die Juroren sechs Titel für die Shortlist, die am 17. September 2008 veröffentlicht wird. Am 13. Oktober, dem Abend der Preisverleihung, erfahren die sechs Autoren, an wen von ihnen der Deutsche Buchpreis geht.
Informationen zum Deutschen Buchpreis 2008 können abgerufen werden unter www.deutscher-buchpreis.de.
Frankfurt am Main, 15. April 2008
Das Lächeln der Landrätin – Gabriele Pauli inspiriert Krimiautor
Harry Luck, Chef vom Dienst/Nachrichten bei Focus-Online, seit Juli 2007 stellvertretender Nachrichtenchef, hat sich von Gabriele Pauli inspirieren lassen und einen Krimi mit dem Titel „Das Lächeln der Landrätin“ geschrieben. Erscheinen wird das Buch im Mai diesen Jahres.
Darin gerät die bayerische Landrätin Pia Blum wegen pikanter Fotos in die Schlagzeilen, die den Eindruck nahe legen, die populäre Politikerin habe eine Vergangenheit im Rotlichtmilieu. Parallelen zu den Latexhandschuhfotos von Pauli sind keineswegs zufällig. „Ich erzähle nicht die echte Geschichte von Gabriele Pauli, aber inspiriet hat mich der reale Fall durchaus“, sagt Harry Luck. Als Nachrichtenredakteur bei Focus-Online hat er selbst immer wieder über die vielen überraschenden Wendungen der CSU-Affäre um Pauli berichtet. „Die Geschichte der Fürther Landrätin bietet viel Stoff für Spannungsliteratur, Intrigen, Machtkämpfe, Konflikte und eine Prise Erotik“.
In Lucks Roman bewirbt sich die Landrätin um den Posten der bayerischen Ministerpräsidentin – die echte Pauli hatte um den CSU-Vorsitz gekämpft. Doch während in der Realität spätestens bei Rufmord Schluss war, gibt es im Buch einen echten Mord. „Ein Krimi ohne Mord geht natürlich nicht“, erklärte der Autor seinen Kunstgriff.
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Menü von Johannes Mario Simmel aus Es muss nicht immer Kaviar sein
Es muss nicht immer Kaviar sein
Die tolldreisten Abenteuer und auserlesenen Koch-Rezepte des Geheimagenten wider Willen Thomas Lieven mitgeteilt von Johannes Mario Simmel
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Lady-Curzon-Suppe
Paprika Huhn
Kopfsalt „Clara“
Reis
Gespickte Äpfel mit Weinschaumsauce
Toast mit Käse
11. April 1957
Dies Abendessen brachte 717 850 Schweizer Franken ein
Suppe
Lady Curzon war die Frau des indischen Vizekönigs Lord Curzon. Ihr Mann schrieb politische Bücher. Sie verfaßte Kochrezepte. Für ihre Schildkröten-Suppe empfiehlt die Lady die Vorderfüße der schmackhaften Tiere. Sie enthalten das beste Fleisch. Zum Würzen nehme man: Dragon und Thymian, Ingwer, Muskat, Nelken sowie Curry. Ein Glas Sherry gehört in die Suppe, in der möglichst noch Schildkröten-Eier, Würstchen aus den Därmen und einer Farce von den Innereien des Tieres schwimmen sollen. Wem dies jedoch zu umständlich erscheint, der kaufe sich im Laden eine Büchse fertiger Schildkröten-Suppe, vergesse allerdings nicht, einen kräftigen Schluck Sherry und einen Tassenkopf Sahne hineinzugießen….
Paprika-Huhn
Man brate ein zartes Huhn auf die übliche Weise in Butter, lasse es aber nicht zu braun werden, teile es dann je nach Größe in 4 oder 6 Teile und stelle sie warm. – Man lasse eine sehr fein gehackte Zwiebel und einen Teelöffel Paprika in der Bratbutter dünsten, dann mit wenig Wasser oder Fleischbrühe aufkochen, füge reichlich dicke saure Sahne, die mit etwas Maizena verrührt wurde, hinzu, schmecke mit Salz und eventuell noch Paprika ab. Um die rote Farbe zu verstärken, gibt man etwas Tomatenmark in die Sauce, das aber keinesfalls vorschmecken darf. – Man lege die Hühnerstücke in die Sauce, lasse sie einige Minuten darin ziehen.
Reis
Fast immer „klebt“ der Reis wie ein Brei. Dabei ist es so einfach, Reis körnig zu machen. Man beachte: Der soll – nachdem er gut gewaschen ist – in beliebiger Menge Wasser 10-15 Minuten kochen. Nun kommt er in ein Sieb und wird darin unter kaltem Wasser gespült. Das ist der Trick, um das klebrige Reismehl zu entfernen! Kurz vor dem Anrichten wärme man den Reis in demselben Sieb über kochendem Wasser, nur durch den Wasserdampf. Erst in der tischfertigen Schüssel kommt dann etwas Butter, Salz oder auch je nach Geschmack Curry, Safran oder Pfeffer darüber.
Gespickte Äpfel mit Weinschaumsauce
Gleichmäßig große, mürbe Äpfel schälen, in einem vanillierten Zuckersirup langsam gar ziehen lassen, ohne daß sie zerfallen, aus der Sauce heben und auf einem Sieb abtropfen lassen. In der Zwischenzeit Mandel abziehen, in Streifchen schneiden, auf ein Backblech ausbreiten und im heißen Backofen rösten. Die gut abgetropften Äpfel werden nun mit Likör, Rum oder Kognak getränkt und mit den Mandelstiften gespickt. Man richtet sie auf einer Platte an und reicht dazu die Weinschaumsauce: Zwei Eidotter werden mit 100 g Stärkepulver mit 1/2 Tasse Wasser glattgerührt, 1/4 Liter Weißwein dazugeben und zusammen mit der schaumiggerührten Eiermasse unter Rühren auf kleiner Flamme dickgekocht. Die zwei Eiweiß zu steifem Schnee schlagen, unter die Masse ziehen, eventuell mit Rum, Arrak, Kognak usw. abschmecken.
Toast mit Käse
Man bestreiche Weißbrotscheibchen in der Mitte dick mit Butter. Eine Scheibe Käse – nur Emmentaler oder Edamer ist geeignet – wird drauf gelegt. Die Schnittchen werden auf einem Kuchenblech in gut vorgewärmter Röhre 5 Minuten gebacken, bis sie goldgelb sind. Ganz heiß servieren.
Es muss nicht immer Kaviar sein
Das Buch handelt von dem deutschen Bankier Thomas Lieven, der im Zweiten Weltkrieg versucht, sich den Geheimdiensten der Kriegsbeteiligten zu entziehen. Es beginnt damit, dass Thomas, der zu dieser Zeit in London lebt, nach Nazideutschland reisen muss, was ihm sehr zuwider ist. Dort wird er, da er von einem Geschäftsfreund in London hereingelegt wurde, von der Gestapo verhaftet. Weiterlesen
