Neuseeland wird Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2012

Wie die Süddeutsche Zeitung heute berichtet, wird sich Neuseeland im nächsten Jahr literarisch, geschichtlich und kulturell auf der Frankfurter Buchmesse präsentieren.

„Neuseeland bietet kulturelles Erfahren von ungeheurer Intensität. Die multikulturelle Identität Neuseelands beruht auf mitreißenden Geschichten, seien sie mündlich erzählt, geschrieben, gesungen oder verfilmt„, sagte Juergen Boos, Chef der Frankfurter Buchmesse.

Der Vertrag wurde in der Nacht zum Donnerstag in Auckland in Anwesenheit von Außenminister Guido Westerwelle unterzeichnet. Nach Irland (1996) und Indien (2006) ist Neuseeland das dritte englischsprachige Gastland der Buchmesse.

In diesem Jahr ist Island, das Land der Sagen und Mythen, als Ehrengast vertreten, 2013 wird Brasilien erwartet und 2014 stellt Finnland sich vor.

Kurzgeschichten-Schreibwettbewerb von neobooks & Suite101

Seit dem 19. Mai und bis zum 19. Juni 2011 kann jeder sein Schreibtalent unter Beweis stellen und am Kurzgeschichten-Schreibwettbewerb zum „Tag des Schreibens“ teilnehmen.

Der „Tag des Schreibens“ ist eine Initiative von Suite101, einem Autorennetzwerk, dem mehr als 1000 aktive Autoren in Deutschland, Österreich und der Schweiz angehören. Der Aktionstag soll einmal im Jahr dazu dienen, im hektischen Informationszeitalter inne zu halten und sich einen Tag lang zu bemühen, richtig zu schreiben und korrekt zu formulieren (Also, das 😉 und FYI mal sein zu lassen…) – und auch Lust am Fabulieren wecken.

Bei Suite101 publizieren sowohl Profis als auch Hobby-Schreiber. Ein vierzehnköpfige Redaktion betreut die Autoren. Redakteure lesen jeden Beitrag, geben Feedback und Verbesserungsvorschläge. Partner der Suite 101 sind die Autoren- und Lesercommunity neobooks.com, das Online-Magazin netzpiloten.de und das Online-Portal MSN.de.

Am 29.06.2011 findet nun der erste „Tag des Schreibens“ statt. Was an diesem Tag konkret passiert, ist allerdings noch ein großes Geheimnis, das bald gelüftet werden soll.

Das erste Highlight rund um den „Tag des Schreibens“ ist ein Kurzgeschichten-Schreibwettbewerb unter folgenden Bedingungen:

Das Thema
Es gibt Tage, die verändern das gesamte Leben. Manchmal reichen wenige Buchstaben aus und schon ist nichts mehr wie vorher. Wir wollen Geschichten lesen, in denen ein geschriebenes Dokument und der Tag, an dem es geschrieben wurde eine wichtige Rolle spielen †“ das kann zum Beispiel ein Brief, ein Testament oder ein einfacher Zettel sein…

Die Teilnahme
Stellen Sie Ihre Kurzgeschichte bis spätestens Sonntag, 19. Juni 2011 in der Kategorie „Tag des Schreibens“ auf neobooks ein und versehen Sie sie mit dem Stichwort „TdS“. Ihre Geschichte sollte maximal zehn Seiten lang sein. Zu den Teilnahmebedingungen: Mitmachen kann jeder ab 18 Jahren. Pro Person darf nur eine Geschichte eingereicht werden.

Das Finale
Nachdem alle Beiträge eingereicht wurden, sucht die Jury – bestehend aus der Chefredaktion von Suite101, dem neobooks Lektorat und COSMOPOLITAN-Chefredakteurin Petra Winter, einer Patin der Initiative – die zehn besten Geschichten aus. Die Top 10 geben wir ab dem 28. Juni hier bekannt. Anschließend werden per User-Voting fünf Gewinner aus den Finalisten gewählt.

Der Gewinn
Die fünf besten Kurzgeschichten erhalten einen Verlagsvertrag und werden als neobooks eRiginals veröffentlicht. Außerdem erhalten die fünf bestplatzierten Autoren je einen nagelneuen Amazon Kindle eReader. Platz sechs bis zehn gewinnen je ein Buchpaket im Wert von ca. 50 Euro.

Das klingt doch wirklich spannend! Also, lasst euch alle von der Muse küssen und macht mit, denn verlieren kann man durch die Teilnahme rein gar nichts.

edition fünf: Neues Leseglück zum Weitertragen – Verlagsvorschau 2011

„Neues Leseglück zum Weitertragen“ verspricht die soeben veröffentlichte Verlagsvorschau der edition fünf. Auch die zweiten Fünf sind wunderbar bedacht erwählt. Sie kreisen um das Thema Wagnisse, um Lebens- und Liebesabenteuer, die vor allem eines zeigen:

Der Mut, sich in die Welt zu wagen, bedeutet immer auch den Mut, zu sich selbst zu finden. Jedes echte Wagnis geht von innen aus.

Drei Romane, einen Essayband und ein Erinnerungsbuch †“ aus den USA, Deutschland und Schweden †“ schicken die Verlegerin Silke Weniger und die Herausgeberinnen Karen Nölle und Christine Gräbe in den Bücherherbst 2011.

Mehr Informationen zu den Autorinnen und den Inhalten der „zweiten Fünf“ sowie zwei Leseproben finden sich hier.

Susanna Alakoski – Bessere Zeiten

Roman
Als Leena und ihre Familie eine neue Wohnung finden, scheint sich alles zum Guten zu fügen. Drei Zimmer mit Balkon, Parkett und Farbfernseher, ein Spielplatz direkt vor der Tür. Doch bei den Schweden heißt das neue Viertel für die finnischen Gastarbeiter abfällig „Schweinehäuser„. Die Eltern sind arm. Und sie trinken. Leena beginnt sich weit weg zu wünschen. Doch wo ist ihr Platz in dieser Welt? Einfühlsam beschreibt das Bestsellerdebüt Kinderarmut in der Wohlstandsgesellschaft, mitten im südschwedischen Ystad, wo sonst Kurt Wallander seine Fälle löst. Die Brisanz reicht weit über die 1960er und 1970er Jahre hinaus.

Über die Autorin
Susanna Alakoski, geboren 1962 in Vasa, Finnland, wuchs in Ystad auf, dem Schauplatz ihres ersten Romans. Heute lebt sie in Stockholm, schreibt für schwedische Zeitungen und ist frauenpolitisch aktiv. Für ihr Debüt „Bessere Zeiten“ erhielt sie 2006 den Augustpreis für den besten schwedischen Roman des Jahres.

Zora Neale Hurston – Vor ihren Augen sahen sie Gott

Roman
Florida 1928. In einer einzigen Nacht erzählt Janie ihrer besten Freundin Pheoby, wie sie aufbrach, ein anderes Leben zu führen, wie sie den viel jüngeren Tea Cake traf, endlich das Glück fand und was geschah, als der große Hurrikan kam … In Janies Geschichte geht es um nicht weniger als um das, was Menschen, ob Frau oder Mann, schwarz oder weiß, im Innersten ausmacht. Von ihrer Reise kehrt Janie als ein neuer Mensch zurück †“ und mit ihr alle, die ihre Geschichte hören. Zu Recht gilt der Roman als eine der schönsten, traurigsten und herzergreifendsten Liebesgeschichten, die je geschrieben wurden.

Über die Autorin
Zora Neale Hurston (1891 †“ 1960) wuchs in Eatonville, Florida, einer rein schwarzen Gemeinde, auf. Erst als Erwachsene wurde ihr die soziale Bedeutung ihrer Hautfarbe bewusst. Im New York der 1920er gehörte sie zur Harlem Renaissance und veröffentlichte erste Texte. Als Anthropologin reiste sie viel, so auch nach Haiti, wo sie in nur sieben Wochen „Vor ihren Augen sahen sie Gott“ schrieb. Sie starb von der Öffentlichkeit vergessen und in Armut. Heute wird sie in der englischsprachigen Welt gefeiert und verehrt. Hierzulande ist sie (noch) eine Entdeckung.

Eudora Welty – Vom Wagnis, die Welt in Worte zu fassen

Essays
Als Mädchen besucht sie Tag für Tag die Leihbücherei, wo sie nicht mehr als zwei Bücher täglich entleihen darf †“ viel zu wenig für ihren Lesehunger! Aber sie liest nicht nur wie besessen, sie ist auch eine aufmerksame Beobachterin, in der schon bald der Wunsch keimt, selbst Schriftstellerin zu werden. Wie sie zunächst das Hören und Sehen lernt, wie sie von Mississippi aus erste Schritte in die Welt wagt und ihr das ganze Leben zur Schule des Schreibens wird, bevor sie den Mut zur eigenen Stimme findet, davon erzählt Eudora Welty auf wunderbar lebendige Weise.

Über die Autorin
Eurora Welty (1909 †“ 2001, Jackson, Mississippi) gehört zu den wichtigsten und einflussreichsten Erzählerinnen der USA. Sie veröffentlichte zahlreiche Erzählbände und Romane und erhielt 1973 für den Roman „The Optimist†™s Daughter“ den Pulitzer-Preis. Auch als Fotografin erlangte sie Weltruhm. Höchste Zeit, anlässlich ihres 10. Todestages die Essays über ihre Anfänge als Schriftstellerin in neuer deutscher Übersetzung wieder zugänglich zu machen.

Ruth Liepmann – Vielleicht ist Glück nicht nur Zufall

Erinnerungen
Sie war Jüdin, Kommunistin und Widerstandskämpferin. Unerschrocken kämpfte sie für politisch Verfolgte, überstand zwei Weltkriege und gefährliche Jahre im Untergrund. Zudem liebte sie die Literatur: Nach Kriegsende setzte sie sich als literarische Agentin für ihre Autoren aus aller Welt ein. Erst mit 83 Jahren ließ sich die Grande Dame des Literaturbetriebs dazu bewegen, ihre Lebensgeschichte aufzuzeichnen.
Ihre Erinnerungen, ohne Eitelkeit und mit viel Aufrichtigkeit geschildert, umspannen fast ein ganzes Jahrhundert.

Über die Autorin
Ruth Liepmann (1909 †“ 2001) wuchs als Tochter einer jüdischen Arztfamilie in Hamburg auf und studierte Jura. Als Kommunistin erhielt sie 1933 Berufsverbot. 1934 wurde sie wegen Hochverrats angeklagt und flüchtete ins Exil nach Holland, wo sie politisch tätig war, bis sie 1943 in den Untergrund ging. Nach Kriegsende kehrte sie nach Hamburg zurück, heiratete und gründete mit ihrem Mann die erste Literaturagentur der Nachkriegszeit in Deutschland. 1961 zog das Ehepaar nach Zürich, wo die angesehene Agentur Liepman bis heute ihren Sitz hat.

Annette Kolb – Das Exemplar

Roman
Sommer 1909. Mariclée reist nach England, um einen Mann zu treffen. Als sie „das Exemplar“ um einen Tag verfehlt, beschließt sie zu warten und vertreibt sich die immer länger werdende Wartezeit auf einer bizarren Reise durch London, England und Irland. Aus Tagen werden Wochen und schließlich Monate. An Bord eines großen Passagierdampfers begegnet sie endlich nicht nur ihrem Angebeteten, sondern auch dessen Gattin und Schwiegermutter … Das spannende, scharfsinnige und hinreißend eigentümliche Porträt einer jungen Frau, die das Wagnis eingeht, einer sehr unkonventionellen Vorstellung von Liebe nachzujagen.

Über die Autorin
Annette Kolb (1870−1967), Tochter eines Münchner Gartenarchitekten und einer Pariser Pianistin, setzte sich zeitlebens für die deutsch-französische Verständigung ein. Die Pazifistin lebte viele Jahre im Exil, zuletzt in den USA. Sie kehrte immer
wieder nach Deutschland zurück. Mit „Das Exemplar“ gelang ihr 1913 der Durchbruch als Schriftstellerin. In den 1920ern spielte sie eine bedeutende Rolle im deutschen Literaturleben und wurde †“ in Deutschland und Frankreich †“ mit zahlreichen Preisen geehrt.
„Wie schön, wie vollkommen, wie meisterhaft der Schluss vom †ºExemplar†¹ ist. Wenn nicht diese infame Entfernung wäre, ich würde Ihnen alle Blumen ins Haus schicken, die ich zu sehen bekomme.“ Rainer Maria Rilke an Annette Kolb

Quelle: edition fünf

Literaturverfilmung: Naokos Lächeln von Haruki Murakami im Kino

Sinnlich und bildgewaltig

Am 30.06. 2011 startet die Verfilmung von Haruki Murakamis Bestseller „Naokos Lächeln“ in den deutschen Kinos. Im Original wurde Naokos Lächeln 1987 veröffentlicht, die deutschsprachige Übersetzung erschien erst 2003 im Btb Verlag. Insgesamt wurde der Roman in 33 Sprachen übersetzt und millionenfach verkauft.

2009 begannen in Japan die Dreharbeiten an der Verfilmung unter der Regie von Trần Anh Hùng („Der Duft der grünen Papaya“), der auch das Drehbuch schrieb. Die Musik zum Film entwickelte Jonny Greenwood. Die Schauspielerin Rinko Kikuchi ist in der Rolle der Naoko zu sehen, den Protagonisten Watanabe spielt Ken†™ichi Matsuyama.

Kurzbeschreibung
Tokio in den späten 60er Jahren: Während sich auf der ganzen Welt die Studenten versammeln, um das Establishment zu stürzen, gerät auch das private Leben von Toru Watanabe in Aufruhr. Mit seiner ersten Liebe Naoko verbindet ihn eine innige Seelenverwandtschaft, doch ihre Beziehung ist belastet durch den tragischen Selbstmord ihres gemeinsamen Freundes Kizuki. Als die temperamentvolle Midori in sein Leben tritt, die all das ist, was Naoko nicht sein kann, muss Watanabe sich zwischen Vergangenheit und Zukunft entscheiden …

Goethepreis der Stadt Frankfurt 2011 geht an Ali Ahmad Said alias Adonis

Der 81-jährige syrisch-libanesische Lyriker Ali Ahmad Said, der unter dem Künstlernamen Adonis (†Ø£Ø¯ÙˆÙ†ÙŠØ³†Ž) veröffentlicht, erhält den mit 50.000 Euro dotierten Goethepreis der Stadt Frankfurt. Frankfurt vergibt seit 1927, derzeit alle drei Jahre, den Goethepreis an Persönlichkeiten, die mit ihrem Schaffen bereits zur Geltung gelangt und deren schöpferisches Wirken einer dem Andenken Goethes gewidmeten Ehrung würdig ist. Der Preis wird in Form einer auf Pergament geschriebenen, künstlerisch gestalteten Urkunde zur Feier des Geburtstag Johann Wolfgang von Goethes am 28. August 2011 in Paulskirche in Frankfurt verliehen.

Zu den bisherigen Preisträgern gehören u.a. Siegfried Lenz (1999), Marcel Reich-Ranicki (2002), Amos Oz (2005) und zuletzt in 2008 die Choreografin und Ballettdirektorin Pina Bausch.

„So wie Goethe im West-Östlichen Divan persische und arabische Dichtung bei uns heimisch machte, hat Adonis die Errungenschaften der europäischen Moderne in den arabischen Kulturkreis getragen. Adonis ist ein leidenschaftlicher Rebell gegen die geistige Erstarrung der arabischen Kultur„, teilte die Jury in der Begründung mit.

Adonis schloss nach dem Besuch eines französischsprachigen Lycées in Tartus 1954 sein Studium an der syrischen Universität Damaskus ab. 1955 wurde er wegen seiner Mitgliedschaft in der Syrischen Sozialen Nationalistischen Partei (SSNP) ein halbes Jahr inhaftiert. Danach ließ er sich mit seiner Frau im Libanon nieder, wo er 1957 zusammen mit Yusuf al-Khal und anderen renommierten Schriftstellern die avantgardistische „Literaturzeitschrift Schi’r“ (Poesie) herausgab. 1960 nahm er die libanesische Staatsbürgerschaft an. 1973 graduierte er an der Université Saint-Joseph in Beirut. In den folgenden Jahren lehrte er trotz des beginnenden Libanesischen Bürgerkriegs sowohl an der Université Saint-Joseph als auch an der staatlichen Université Libanaise in Beirut. Seit 1985 lebt er im Exil in Paris.

Adonis ist wohl der bedeutendste arabische Dichter der Gegenwart. Durch Rückgriff auf klassische arabische Dichter, die oftmals keine Tabus kannten und kritisch gegenüber der Religion waren, versucht er, diese Offenheit neu zu beleben. Neben seinen Gedichten erregte er durch seine kritischen Essays immer wieder Aufsehen in der arabischen Welt.

Zuletzt erschien von Adonis im Juli 2010 im S. Fischer Verlag eine Neuauflage von „Die Gesänge Mihyars des Damaszeners: Gedichte 1958 – 1965 in der Übersetzung von Stefan Weidner.

Quellen: Wikipedia, Börsenblatt