2011: Kleist-Jahr mit neuen Büchern, Ausstellungen und Aufführungen

Nahezu mittellos und innerlich „so wund, daß mir, ich möchte fast sagen, wenn ich die Nase aus dem Fenster stecke, das Tageslicht wehe tut, das mir darauf schimmert“ (Brief an Marie von Kleist vom 10. November 1811) nahmen die Gedanken an einen Freitod überhand. Heinrich von Kleist suchte und fand eine Begleiterin für diesen Weg, die an Krebs erkrankte Henriette Vogel. Mit deren Einverständnis erschoss Kleist am 21. November 1811 am Stolper Loch, dem heutigen Kleinen Wannsee, im Südwesten Berlins zuerst seine Begleiterin und dann sich selbst.  Damals galt Heinrich von Kleist als Beispiel für die verheerenden Folgen romantischer Poesie, 100 Jahre später erkor man den Dichter zum modernen Klassiker und nun, 2011, soll ein Kleist-Jahr von überbordener Fülle veranstaltet werden.

Am 04. März 2011 wird das „Kleist-Jahr“ in Frankfurt an der Oder, wo der deutsche Dramatiker, Erzähler, Lyriker und Publizist  geboren wurde, aufwuchs und in der Familie den einzigen festen Anhaltspunkt hatte, offiziell eröffnet.

U. a. mit der Vernissage „Materialitäten. Kleists Handschriften†œ im Kleist-Museum, erstem Spatenstich für den Museumsneubau und Festakt zur Eröffnung in der Taufkirche Heinrich von Kleists.

In Frankfurt und im Stadtmuseum Berlin wird von Mai an eine große Kleist-Ausstellung unter dem Titel „Krise und Experiment“ zu sehen sein.

In Heidelberg widmet sich ab Juni eine Ausstellung den „Etappen der Werkgeschichte“.

Das Berliner Maxim-Gorki-Theater veranstaltet ein Kleist-Theaterfestival, „Einen Kleist“ heißt das Projekt der Gruppe Rimini-Protokoll.

Einige biographische Miniaturen, Erzählungen, Studien und Biografien über Heinrich von Kleist erscheinen in diesem Jahr neu. Nachfolgend eine Auswahl:

„Kleist: Krise und Experiment von dem Germanisten Günter Blamberger erscheint im Mai 2011 im Kerber Verlag.
Kurzbeschreibung
Heinrich von Kleist durchlebte um 1800 die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche in Deutschland und hatte persönlich, obwohl von adeliger Abstammung, zeitlebens instabile Lebensverhältnisse. Aus fortwährenden Krisenerfahrungen heraus entwickelte er Ideen und Lebensentwürfe, in denen gesellschaftliches Reformdenken und literarische Experimente einander durchdrangen. Der vorliegende, reich bebilderte Katalog zum Kleistjahr 2011 beleuchtet im Spiegel von Kleists Werk- und Lebensexperimenten diesen Zusammenhang von Krise, Kritik und Reformideen im Vergleich auch zu der Jahrhundertwende 2000 †“ historisch fundiert und mit Fokus auf die überraschende Modernität Kleists aus heutiger Sicht.

„Küsse, Bisse“ Insel-Almanach auf das Jahr 2011: Heinrich von Kleist von Jens Bisky (Herausgeber)
Kurzbeschreibung
Heinrich von Kleist, der schon früh gelernt hatte, „Bisse†œ auf „Küsse†œ zu reimen, war ein Fachmann für extreme Emotionen. Intensive Empfindungen, das Aufbrausen wie das rasche Verebben, die starke Seelenbewegungen begleiten, kannte er aus eigenem Erleben. Und er hat dieses Auf und Ab, dieses Schwanken von einem Extrem ins andere kaum einem seiner Helden erspart. Indem er den Mittelweg ablehnte, sich selbst und seine Figuren zur Konsequenz zwang, stand er gegen die lebenskluge, aufgeklärte Moral seiner Zeit. Ihr setzte er seine Kunst der Extreme entgegen. Der Almanach zum Kleist-Jahr 2011 lädt ein, den unglücklichen Dichter als Virtuosen der großen Gefühle zu entdecken. Porträtiert werden der Liebhaber Kleist, der Freund, der Propagandist des Hasses und der Ruhmbegierige. In der Inszenierung des Doppelselbstmords am Wannsee kommen sie alle zusammen, vereinen sich Liebe, Vertrauen, Entsetzen und Ehrgeiz. „Der Mensch†œ, heißt es im Käthchen von Heilbronn, „wirft alles, was er sein nennt, in eine Pfütze, aber kein Gefühl.†œ

Heinrich von Kleist – Biografie von Günter Blamberger
Die Biographie zum 200. Todestag Heinrich von Kleists am 21.11.2011 erscheint am 11.02.2011 im Fischer Verlag.
Wie kein anderer deutscher Dichter hat Kleist die Leser fasziniert. Doch was ist sein Geheimnis? Woher kommt die Tragik seines Lebens? Was sagt uns sein Werk heute?
In seiner großen Biographie zeichnet Günter Blamberger einen neuen Kleist: Anders als üblich erzählt er nicht vom Ende her, vom Selbstmord, sondern wählt die offene Perspektive, das Präsens, den Augenblick, wie er von Kleist selbst erlebt worden ist. Damit gelingt es ihm, das Beunruhigende und Staunenswerte offenzulegen, den Zündstoff in Kleists Leben und Werk zu zeigen. Entstanden ist das packende und anschauliche Porträt eines der großen deutschen literarischen Genies †“ die definitive Biographie für unsere Zeit.

Kleist: Eine Biografie von Gerhard Schulz erscheint am 16.02.2011 im C. H. Beck Verlag.
Die große Kleist-Biographie von Gerhard Schulz zeichnet die Lebensgeschichte eines Dichters nach, der es schwer mit vielem, am schwersten aber mit sich selbst hatte. In den politisch bewegten Zeiten der Napoleonischen Kriege suchte er ruhelos nach einer Bestimmung für sein Leben. Aber als er sie in der Literatur gefunden hatte, versagten ihm seine Zeitgenossen die Anerkennung dafür. So endete er sein Leben von eigener Hand.
Kleist, scheu wie er war, neigte dazu, seine Lebensspuren zu verwischen, und da sein Ruhm erst allmählich nach seinem Tode zunahm, haben auch andere sich lange Zeit nicht darum gekümmert. Wo hat er, der nach Liebe suchte, sie tatsächlich gefunden? Was trieb ihn auf immer neue Reisen? Diente er als Agent im Kampf gegen Napoleon? War Goethe für ihn jene übermächtige Gestalt, die er zu übertreffen suchte? Und schließlich: was hat sein Werk, um dessentwillen wir uns für ihn interessieren, mit diesem allen zu tun?
Darauf antwortet dieses Buch, ohne sich den vielen Mutmaßungen und Legenden zu unterwerfen, mit denen Kleists Leben bis heute umstellt ist. Entstanden ist eine lebendige und anschauliche Erzählung eines Lebensbogens, der von der Jugend in Preußen bis zum Ende des „pauvre Henri Kleist†œ in der Nähe von Potsdam reicht. Die Deutschen haben sich Zeit gelassen, Kleists Meisterschaft zu erkennen, aber das Verlangen danach hat dann glücklicherweise an Intensität zugenommen und dauert unvermindert bis auf den heutigen Tag an. Solchem Verlangen entgegenzukommen, dient diese Biographie.
„Heinrich von Kleist galt als ein schwieriger Mensch. Aber was heißt das schon, denn wer schließlich eicht die Maße und Gewichte, mit denen ein Mensch gemessen und gewogen wird!†œ Gerhard Schulz

Gespannt darf man sein, wer in diesem Jahr den Kleist-Preis erhält, und wie der Streit um die Neugestaltung des Grabes am Kleinen Wannsee ausgehen wird.

Ständig aktualisierte Informationen werden auf den Internet-Seiten Kleist-Archiv Semdner und der gemeinsamen Seite der Kleist-Gesellschaft und des Kleist-Museums bekanntgegeben.

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Literaturverfilmung: Yorkshire Killer-Trilogie von David Peace im Fernsehen

Mit „1974“, dem Auftakt seiner Yorkshire-Ripper-Saga, legte der 43-jährige britische Autor David Peace einen spektakulären Debütroman vor. Durch das sogenannte „Red Riding Quartet„, bestehend aus den Romanen 1974, 1977, 1980 und 1983, die zwischen 1999 und 2002 im englischsprachigen Raum erschienen sind, wurde er bekannt und mehrfach ausgezeichnet. Die deutschsprachigen Übersetzungen erschienen zwischen 2005 und 2008 im Liebeskind Verlag. Mittlerweile hat der Heyne Verlag die Taschenbuchausgaben auf den Markt gebracht.

Zum Hintergrund haben alle Romane die Morde des sogenannten „Yorkshire Rippers“ Peter William Sutcliffe, die sich in Peaces Heimat West Yorkshire zugetragen hatten und ihn schon als Kind beeindruckten.

Bei den Ermittlungen in einer grausamen Mordserie geht der junge Gerichtsreporter Eddie Dunford elf Tage durch die Hölle. „1974“ ist eine Orgie des Blutes und der Gewalt, gleichwohl ein „gewaltiges Stück Literatur“ (Die Welt), das von der internationalen Presse als Ereignis gefeiert und vielfach preisgekrönt wurde.

1977“ ist der zweite Teil des „Red-Riding-Quartetts“. Der Yorkshire-Ripper schlägt wieder zu. Polizeisergeant Robert Fraser wird zu einer Sondereinheit abgestellt, die den grausamen Mord an einer Prostituierten aufklären soll. Bald schon werden Parallelen zu anderen Mordfällen aufgedeckt und es wird klar: der „Yorkshire Ripper“ hat wieder zugeschlagen.

Leeds, 1980. Die Frauen trauen sich nachts nicht mehr allein auf die Straße, denn der „Yorkshire Ripper“ geht um. Dreizehn Morde und kein Ende in Sicht. Und niemand will etwas dagegen tun †“ schon gar nicht die Polizei. „1980“ ist der dritte Teil des „Red-Riding-Quartetts“.

Yorkshire, 1983. Ein Schulmädchen wird vermisst. Die Polizei präsentiert schnell einen Hauptverdächtigen. Als dieser angeblich Selbstmord begeht, stellt Rechtsanwalt John Piggott eigene Nachforschungen an und stößt auf grausame Machenschaften und eine Reihe von Kindesentführungen, die nie aufgeklärt wurden. „1983“ ist der vierte und letzte Teil des preisgekrönten Red-Riding-Quartetts.

Mindestens 13 Frauen hat Sutcliffe zwischen 1975 und 1980 umgebracht, etliche mehr angegriffen und zum Teil schwer verletzt. Immer wieder hinterließ er dabei deutliche Spuren, trotzdem zog sich die Suche nach ihm quälend in die Länge. Erst bei einer Routineuntersuchung seines Autos ging er der Polizei ins Netz. Warum diese so überfordert mit den Ermittlungen war, musste schließlich ein Sondermittler klären. Erst 25 Jahre später wurde der Byford-Bericht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht – sein fürchterliches Resümee war, dass Sutcliffe sicherlich noch mehr Verbrechen als die, für die er verurteilt wurde, begangen hatte.

In der Fernsehadaption von Peaces „Red Riding Quartett“ hat Drehbuchautor Tony Grisoni („Fear and Loathing in Las Vegas“) die vier Bücher auf drei Filme verdichtet. Gleichzeitig haben die Produzenten einen Weg gefunden, um die Vielschichtigkeit des Stoffes bei allen dramaturgischen Straffungen zu verdeutlichen: Sie haben drei Regisseure jeweils einen Film drehen lassen. Herausgekommen ist eine Trilogie, die mindestens so viel Spannung aus ihren ästhetischen Gegenüberstellungen wie aus ihrem Plot bezieht.

Aufregend unterschiedlich sind die drei Filme geworden. Entsprechend seines ungestümen Protagonisten ist Jarrolds „1974“ der energiegeladenste Teil der Trilogie. Hier schlagen die Flammen hoch und fallen tödliche Schüsse. Der kühle Intellekt von Kommissar Hunter findet sich in den blassen Farben von „1980“ wieder. Immer wieder lässt Marsh den Blick auf ihn durch Fenstergitter und Zäune verstellen. So undurchdringlich ist das Dickicht der Korruption geworden. Tuckers „1983“ schließlich fällt krude wie sein unwahrscheinlicher Held aus: Die losen Enden der Geschichte werden mehr in einem Kraftakt denn in einer eleganten Wendung zusammengeführt.

An Wucht verliert das Finale dadurch aber kaum, denn erst zum Schluss gibt sich die filigrane Konstruktion der Geschichte zu erkennen. Nebenfiguren aus vorherigen Teilen treten plötzlich ins Licht, vermeintliche Hauptfiguren verschwinden im Schatten. Es lohnt sich deshalb, ab der ersten Minute der Trilogie aufzupassen und auch auf die Bewegungen am Rande zu achten.

Jenseits des Stil-Experiments mit den drei Regisseuren ist das größte Wagnis der „Yorkshire Killer“-Trilogie aber, ein mitleidloses Panorama einer Region zu zeigen, in dem für Lokalpatriotismus kein Platz ist. Im Gegenteil: Lokalpatriotismus wird hier als vermeintlich vorzeigbarere Seite von Corps-Geist vorgeführt. Der Schlachtruf „Dies ist der Norden, wo wir tun, was wir wollen“ erklingt in jedem Teil der Trilogie. Er bleibt einem noch lang nach dem Ende der Filme im Ohr. Und lässt einen nachhaltig vor der süßlichen Heimatverbundenheit der deutschen „Tatorte“ zurückschrecken.

Sendetermine:
„Yorkshire Killer 1974“ am 02.01.2011 um 23.30 Uhr
„Yorkshire Killer 1980“ am 09.01.2011 um 23.30 Uhr
„Yorkshire Killer 1983“ am 16.01.2011 um 23.35 Uhr – jeweils Das Erste

Quelle: Krimi-Trilogie „Yorkshire Killer“ vom 02.01.2010 – Spiegel Online Kultur

Neujahr bei Pastors von Ludwig Thoma

Neujahr bei Pastors

Mama schöpft aus dem Punschgefäße,
Der Vater lüftet das Gesäße
Und spricht: „Jetzt sind es vier Minuten
Nur mehr bis zwölfe, meine Guten.

Ich weiß, daß ihr mit mir empfindet,
Wie dieses alte Jahr entschwindet,
Und daß ihr Gott in seinen Werken
†“ Mama, den Punsch noch was verstärken! †“

Und daß ihr Gott von Herzen danket,
Auch in der Liebe nimmer wanket,
Weil alles, was uns widerfahren
†“ Mama, nicht mit dem Arrak sparen! †“

Weil, was geschah, und was geschehen,
Ob wir es freilich nicht verstehen,
Doch weise war, durch seine Gnade
†“ Mama, er schmeckt noch immer fade! †“

In diesem Sinne meine Guten,
Es sind jetzt bloß mehr zwei Minuten,
In diesem gläubig frommen Sinne
†“ Gieß noch mal Rum in die Terrine! †“

Wir bitten Gott, daß er uns helfe
Auch ferner †“ Wie? Es schlägt schon zwölfe?
Dann prosit! Prost an allen Tischen!
†“ Ich will den Punsch mal selber mischen.“

Ludwig Thoma

Quelle: LMU GoethezeitPortal

Die beliebtesten Vornamen in 2010: Mia und Leon

Der Hobby-Namensforscher Knud Bielefeld hat in diesem Jahr mehr als 140.000 Geburtsmeldungen aus rund 390 Standesämtern ausgewertet und damit ein gutes Fünftel der Geburten in Deutschland erfasst. Eine offizielle Statistik über Vornamen gibt es nicht, deshalb ist es umso schöner, dass Knud Bielefeld sich die Mühe macht und die Namen erfasst.

Es ist nicht ganz einfach den richtigen Vornamen für das eigene Kind zu finden. Eventuell hilft die Liste bei der Wahl, denn spätestens in der Grundschule wird die falsche Wahl erstmalig zum Problem, wenn dann 5 Kinder mit den gleichen Vornamen in einer Klasse sitzen.  😉

Der Vorname Mia war bis zum Jahr 1990 in Deutschland sehr selten. Seit 2007 gehört Mia zu den Top 10 der beliebtesten Mädchennamen in Deutschland und landete schon im Jahr 2009 auf Platz 1. Mia ist eine Kurzform von Maria. Der Name Maria stammt aus der Bibel, von Mirjam abgeleitet.
Leon tauchte in Deutschland erst um 1985 in den Vornamenhitparaden auf. Seit 2007 nimmt er den Spitzenplatz der beliebtesten Vornamen ein. Die weibliche Form Leonie ist übrigens schon länger populär. Leon bedeutet Löwe und gilt als Variante von Leo bzw. Leonhard und hat griechische und lateinische Wurzeln.

Knud Bielefeld hat auf seiner Website eine Hitliste mit den 500 (!) beliebtesten Vornamen angelegt. Zu jedem Namen findet sich eine Erklärung.


1 Mia
2 Hannah / Hanna
3 Lena
4 Lea / Leah
5 Emma
6 Anna
7 Leonie / Leoni
8 Lilli / Lilly / Lili
9 Emilie / Emily
10 Lina
11 Laura
12 Marie
13 Sarah / Sara
14 Sophia / Sofia
15 Lara
16 Sophie / Sofie
17 Maja / Maya
18 Amelie
19 Luisa / Louisa
20 Johanna


1 Leon
2 Lucas / Lukas
3 Ben
4 Finn / Fynn
5 Jonas
6 Paul
7 Luis / Louis
8 Maximilian
9 Luca / Luka
10 Felix
11 Tim / Timm
12 Elias
13 Max
14 Noah
15 Philip / Philipp
16 Niclas / Niklas
17 Julian
18 Moritz
19 Jan
20 David

Quelle: www.beliebte-vornamen.de

Die Top 3 der meistverkauften Bücher in 2010

Am 27.12.2010 gab media control die Top 3  der meistverkauften Bücher (Hardcover) in den Kategorien Belletristik, Sachbuch und Ratgeber bekannt. Die Jahrescharts basieren auf die tatsächlichen Verkaufszahlen in den Absatzwegen Sortimentsbuchhandel, Kaufhaus und E-Commerce von Januar bis Dezember 2010.

Top 3 Hardcover Belletristik

Platz 1 : Hummeldumm von Tommy Jaud

Kurzbeschreibung
„Sitzreihe 12 war die letzte, die zwischen Tortellini und Hühnchen wählen durfte. Ich saß in Reihe 13. Schon auf dem Hinflug hätte mir klar sein können, dass der Jahresurlaub zum Albtraum wird.“
Wer an allem schuld ist, ist für Matze sowieso klar: seine Freundin Sina. Während er in endlosen Verhandlungen die neue Eigentumswohnung klargemacht hat, sollte sie einfach nur »irgendwas« buchen. Hat sie auch. Doch musste dieses „irgendwas“ ausgerechnet eine zweiwöchige Gruppenreise durch Namibia sein, ein Land, in dem jede hüftkranke Schildkröte schneller ist als das Internet? Was hat er denn verbrochen, dass man ihn nun täglich in einen Kleinbus voller Bekloppter sperrt, um ihn dann zu österreichischen Schlagern über afrikanische Schotterpisten zu rütteln? Und warum stolpert er bei minus zwei Grad in einem albernen Wanderhut über die Dünen der Kalahari, statt auf Mallorca ein Bierchen zu schlürfen? Als Matze dann noch daran erinnert wird, dass die sicher geglaubte Wohnung an andere Käufer geht, wenn er nicht sofort die fünftausend Euro Reservierungsgebühr überweist, hat er gleich noch drei neue Probleme: Das nächste Internetcafé ist fünfhundert Kilometer entfernt, der Handyakku plattgedaddelt und das einzige Ladegerät fest in österreichischer Hand.
„Ich drücke meine Nase ans Busfenster und blicke hinaus ins weite Land. Die Namibier winken uns und lachen. Klar lachen sie, sie sind ja frei. Wir nicht. Wir sind die in Blech gepackte Rache für die deutsche Kolonialzeit.“

Platz 2 :  Bis(s) zum ersten Sonnenstrahl von Stephenie Meyer

Kurzbeschreibung
Hauptfigur des Romans ist Bree Tanner, ein Vampirmädchen, dem „Bis(s)†œ-Leser im dritten Band, „Bis(s) zum Abendrot†œ, bereits begegnet sind. Sie schildert ihre Reise mit einer Armee neugeborener Vampire, die aufgebrochen ist, um Bella Swann und die Cullens zu vernichten. Das neue Buch öffnet einen Blick auf die dunkle Seite von Bellas und Edwards Welt.
Stephenie Meyer: „Ich bin selbst ganz überrascht von diesem Roman. Als ich 2005 mit der Arbeit begann, war es einfach ein Versuch, der mir helfen sollte, die andere Seite von „Bis(s) zum Abendrot†œ zu verstehen. Ich dachte, daraus könnte vielleicht eine Kurzgeschichte werden, die ich auf meine Website stellen würde. Dann begann ich, an „The Twilight Saga: The Official Guide†œ zu arbeiten und dachte, dies wäre ein passender Ort für Brees Geschichte. Doch der Text wurde viel länger als ich zunächst geplant hatte, so dass schließlich ein Roman daraus entstanden ist.†œ

Platz 3 : Erbarmen von Jussi Adler-Olsen

Kurzbeschreibung
Der Albtraum einer Frau. Ein dämonischer Psychothriller. Der erste Fall für Carl Mørck vom Sonderdezernat Q in Kopenhagen.
Die verzerrte Stimme kam aus einem Lautsprecher irgendwo im Dunklen: „Herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag, Merete. Du bist jetzt hier seit 126 Tagen, und das ist unser Geburtstagsgeschenk: Das Licht wird von nun an ein Jahr lang eingeschaltet bleiben. Es sei denn, du weißt die Antwort: Warum halten wir dich fest?“
Am 2. März 2002 verschwindet eine Frau spurlos auf der Fähre von Rødby nach Puttgarden, man vermutet Tod durch Ertrinken. Doch sie ist nicht tot, sondern wird in einem Gefängnis aus Beton gefangen gehalten. Wer sind die Täter? Was wollen sie von dieser Frau? Und: Kann ein Mensch ein solches Martyrium überleben?
„Ein ungewöhnlich schöner und hochspannender Thriller, der einem bis zur letzten Seite den Atem abschnürt.“ politiken.dk

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Top 3 Hardcover Sachbuch

Platz 1 : Deutschland schafft sich ab von Thilo Sarrazin

Kurzbeschreibung
Thilo Sarrazin beschreibt mit seiner profunden Erfahrung aus Politik und Verwaltung die Folgen, die sich für Deutschlands Zukunft aus der Kombination von Geburtenrückgang, problematischer Zuwanderung und wachsender Unterschicht ergeben. Er will sich nicht damit abfinden, dass Deutschland nicht nur älter und kleiner, sondern auch dümmer und abhängiger von staatlichen Zahlungen wird. Sarrazin sieht genau hin, seine Analyse schont niemanden. Er zeigt ganz konkret, wie wir die Grundlagen unseres Wohlstands untergraben und so den sozialen Frieden und eine stabile Gesellschaft aufs Spiel setzen. Deutschland läuft Gefahr, in einen Alptraum zu schlittern. Dass das so ist, weshalb das so ist und was man dagegen tun kann, davon handelt dieses Buch.

Platz 2 : Das Ende der Geduld von Kirsten Heisig

Kurzbeschreibung
Die Gewalttäter werden jünger, brutaler, skrupelloser und die Gesellschaft mit diesem Problem hilfloser. Die Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig war nicht bereit, das hinzunehmen. So wollte sie nicht akzeptieren, dass bei Jugendlichen zwischen Straftat und Gerichtsverhandlung viele Monate vergehen und entwickelte das Neuköllner Modell. Hier findet nach einfachen Delikten von Jugendlichen innerhalb von drei Wochen die Gerichtsverhandlung statt. Die schnellen Strafen haben damit einen größeren Wirkungseffekt bei Tätern und Opfern. In ihrem Buch »Das Ende der Geduld« erläutert sie das Modell und deren Durchsetzungsweg, beschreibt Lebensläufe jungendlicher Krimineller, schildert Straftaten und Verfahren, benennt die Situationen an Schulen, Jugendämtern und der Polizei. Heisig liefert Fakten und aber auch Lösungsvorschläge, wie z.B. die Vernetzung von Polizei, Staatsanwaltschaft, Jugendamt, Schulen, Behörden, Institutionen und Eltern funktionieren sollte. Dabei wirft sie auch einen vergleichenden Blick ins europäische Ausland. Im ihrem Buch fordert die Richterin die Beseitigung von Handlungsdefiziten und eine ehrliche und notwendige Debatte in der Bekämpfung von Jugendkriminalität. Kirsten Heisig verstarb unerwartet Ende Juni 2010 in Berlin.

Platz 3 : Glück kommt selten allein… von Eckart von Hirschhausen

Kurzbeschreibung
Jeder ist seines Glückes Schmied. Und so sieht es auch aus: reichlich behämmert. Beim Zimmern unseres Glücks hauen wir uns oft genug mit dem Hammer auf den Daumen. Und vergessen dann, darüber zu lachen. Wenn aber Dr. Eckart von Hirschhausen humorvoll über das Glück schreibt, lässt der Schmerz nach. Endlich spricht jemand das aus, was wir schon immer ahnten, aber nicht wahrhaben wollten: Glück ist nicht das Ziel, sondern ein Abfallprodukt der Evolution. Glück geht zum Glück vorbei, und eine Bronze- ist besser als eine Silbermedaille. Die positive Psychologie zeigt: Erfüllung und Zufriedenheit sind keine Frage des Schicksals, sondern die Summe der täglichen Gedanken und Handlungen. Glück ist machbar. Dr. Eckart von Hirschhausen verbindet Wissen mit Witz, aktueller Forschung, alten Weisheiten und Tiefgang und schafft so neben „Haha“- auch „Aha-Effekte“. Übungen, Selbsttests, inspirierende Illustrationen und konkrete Tipps stehen neben Neuestem aus der Hirnforschung. Ein Buch für Glückspilze und Pechvögel, für Optimisten und Pessimisten. Und wer lieber unglücklich bleiben will, kann nach der Lektüre weiter unglücklich sein – aber auf höherem Niveau.

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Top 3 Hardcover Ratgeber

Platz 1 : In der Mitte des Lebens von Margot Käßmann

Kurzbeschreibung
50 – und definitiv zu alt für faule Kompromisse. Die Frage ist: Was war bis hierher? Und: Was habe ich noch vor? – Margot Käßmann legt ein Buch vor, das so lebendig ist wie jede wahre Geschichte und das hilft, den eigenen Standort klarer zu sehen. In zehn Kapiteln geht die Autorin den Themen nach, die sich mitten im Leben stellen: Jugendlichkeit und Alter, Familie, Freundschaft und Alleinsein, Schönheit und Scheitern, Krankheit und Glück, Grenzen und Kraftquellen, Routine und Veränderung.

Platz 2 : Meine Küche der Gewürze von Alfons Schuhbeck

Kurzbeschreibung
Gewürze erleben derzeit eine Renaissance das ist sicherlich auch ein Verdienst von Alfons Schuhbeck. Wie kaum ein anderer versteht es der bayerische Sternekoch, Kräuter und Gewürze kreativ in der Küche einzusetzen. Aber auch das jahrtausendealte Wissen um die Heilwirkung der Gewürze hat Alfons Schuhbeck wieder neu entdeckt. In diesem Standardwerk verrät er, wie man Gewürze am besten kombiniert und wie sie ihre gesundheitliche Wirkung optimal entfalten. Ein Erlebnis für die Sinne: Über 150 neue Rezepte entführen in die faszinierende Welt der Düfte und Aromen Von raffinierten Vorspeisen über feine Fisch- und Fleischgerichte bis zu verführerischen Desserts und köstlichem Gebäck Von Anis bis Zitronenmelisse: Reich bebilderte Porträts liefern alles Wissenswerte über die wichtigsten Kräuter und Gewürze

Platz 3 : Schlank im Schlaf für Berufstätige von Detlef Pape, Rudolf Schwarz, Elmar Trunz-Carlisi

Kurzbeschreibung
Die Fortsetzung der Schlank-im-Schlaf-Erfolgsgeschichte: das Kochbuch, mit dem auch Berufstätige mit wenig Zeit leicht und bequem abnehmen können. Ein maßgeschneidertes Konzept, das auch unterwegs funktioniert. Kombinationsvorschläge für morgens, mittags und abends zeigen, wie es geht. So ist auch das Essen im Restaurant oder in der Kantine kein Problem. Wer etwas mehr Zeit hat, kombiniert Fertigprodukte mit frisch Zubereitetem. Und wer gern kocht, findet ebenfalls leckere, schnelle Rezepte zum Verwöhnen. Ganz neu: Die SiS-Punkten bei jedem Rezept zeigen den Kohlenhydratgehalt. So behalten Sie Ihre Kohlenhydrat-Bilanz bequem im Blick. Zum Einstieg wird das Wichtigste einfach und in aller Kürze erklärt. Tipps zum cleveren Einkaufen geben zusätzliche Hilfe und Fitness-Übungen fürs Büro machen das Abnehmen noch effektiver. Als Extraservice bietet der SiS-Wochenplan in der hinteren Klappe Vorschläge für eine Woche lecker essen und bequem abnehmen ohne Kochen.

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Quelle: media control