Kontroverse Jugendliteratur: „Nichts“ von Janne Teller

Kontroverse Jugendliteratur: „Nichts. Was im Leben wichtig ist“ von Janne Teller

Janne Tellers Roman „Nichts. Was im Leben wichtig ist“ (orig. Titel „Intet“) erschien in Dänemark im Jahr 2000. Mittlerweile ist der umstrittene Jugendroman in vielen Sprachen im Buchhandel erhältlich und in der deutschsprachigen Übersetzung im Juli 2010 im Hanser Verlag erschienen. An dänischen Schulen war das Buch zunächst verboten und löste kontroverse Diskussionen aus.

„Nichts. Was im Leben wichtig ist“ erzählt eine beunruhigende und verstörende Geschichte von Anpassung und Gruppenzwang unter Jugendlichen.

Pierre Anthon, ein dreizehnjähriger Junge, klettert in einem kleinen fiktiven Vorort in Dänemark kurz nach den großen Ferien auf einen Baum und bleibt dort sitzen, weil er im Leben keinen Sinn mehr sieht und ihm nichts mehr etwas bedeutet.

Er sitzt tagelang auf einem Pflaumenbaum in der Nähe der Schule und provoziert seine Kameraden mit Sprüchen: „In demselben Moment, in dem ihr geboren werdet, fangt ihr an zu sterben. Und so ist das mit allem.“ Oder er ruft ihnen nach: „Das Ganze ist nichts weiter als ein Spiel, das nur darauf hinausläuft, so zu tun als ob – und eben genau dabei der Beste zu sein.“ Und dazu wirft er mit reifen Pflaumen.

Seine Klassenkameraden können nicht einfach weitermachen wie bisher. Zu sehr hallen die Parolen von Pierre Anthon in ihnen nach. Sie beschließen, ihm zu beweisen, dass es doch Dinge gibt, die von Bedeutung sind. Agnes, die Erzählerin der Geschichte, soll den Anfang machen und ihre grünen Sandalen, die ihr die Mutter widerstrebend und nach langem Bitten und Betteln endlich gekauft hat, im alten Sägewerk auf einen „Berg der Bedeutung“ legen, zu dem jeder aus der Klasse etwas beitragen wird, etwas, das ihm wirklich was bedeutet.

Wer sein Opfer gebracht hat, darf den nächsten Klassenkameraden und dessen Opfer bestimmen. Es beginnt mit den Sandalen, einem Teleskop und einem Tagebuch. Aber schon als Gerda gezwungen wird, ihren Hamster abzugeben, ist eine Grenze überschritten. Bald darauf muss ein Mädchen ihre Adoptionsurkunde bringen und ein Junge die dänische Flagge aus dem Vorgarten der Eltern. Je stärker das Opfer schmerzt, desto größer ist seine Bedeutung. Die Kinder beginnen fanatisch zu werden, rücksichtslos und brutal. Am Ende muss ein Mädchen seine Unschuld opfern und einem Jungen, dem das Gitarrespielen viel bedeutet, wird ein Finger abgeschnitten. Erst als die Jugendlichen diesen hohen „Berg der Bedeutungen“ errichtet haben, schreiten die Erwachsenen ein…

Janne Teller wurde am 08.04.1964 in Kopenhagen geboren. Ihre Mutter stammt aus Österreich und ihr Großvater väterlicherseits aus Norddeutschland. Nach dem Abitur studierte sie Makroökonomie in Kopenhagen und arbeitete anschließend viele Jahre als Beraterin für die EU und die UN u. a. in New York, Daressalam und Mozambique.

Seit 1995 widmet sie sich nur noch dem Schreiben. Ihr erster Roman „Odins Insel“ (erschienen1999) wurde in mehrere Sprachen übersetzt, darunter auf Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch. Mit „Intet“ ( Nichts. Was im Leben wichtig ist) schrieb sie ihr erstes Jugendbuch und erhielt dafür 2001 den „Kulturministeriets Børnebogspris“ (Dänischer Kinderbuchpreis des Kulturministeriums) und 2008 den „Prix Libbylit“ für den besten Kinder- und Jugendroman der französischsprachigen Welt.

Mittlerweile ist in Dänemark die 14. Auflage erschienen, und „Nichts“ ist eines der am häufigsten verwendeten Bücher in den dänischen Abiturprüfungen. In Dänemark, Schweden, Finnland und Frankreich wird es als Theaterstück aufgeführt, in Dänemark und Schweden auch als Musical.

In ihrer fesselnden Parabel über den Sinn des Lebens entwirft die Autorin einen scharfsinnigen und durchaus philosophischen Blick auf unsere moderne Zivilisation. Doch bis heute, zehn Jahre nach der ersten Veröffentlichung von „Nichts„, begegnen ihr noch immer Lehrer, die ihren Klassen die Lektüre verweigern.

„Dass ein Buch, das sexuell nicht besonders freizügig ist, keinen extremen Slang benutzt und weniger Brutalität enthält als jede Detektivgeschichte, in Westeuropa noch so vehement abgelehnt werden kann, ist schon interessant“, sagt Teller in einem Interview mit Claudia Voigt, das am 26.07.2010 im Kultur Spiegel unter dem Titel „Das Buch der Bedeutung“ veröffentlicht wurde. Weiter sagt Janne Teller in dem Interview: „Im Gegensatz zu Erwachsenen haben Kinder den großen Vorteil, in ihrem Leben noch keine falschen Entscheidungen getroffen zu haben. Vielleicht fühlen sie sich durch das Buch deshalb weniger provoziert als manche Erwachsene.“

Der Verlag empfiehlt den Roman Jugendlichen ab 14 Jahre. Diese Altersuntergrenze sollte eingehalten werden und im Anschluss, ob im Klassenzimmer mit Lehrkräften oder zu Hause mit den Eltern, über den Stoff diskutiert werden.

Pressestimmen
„Je weiter man liest, desto mehr weiß man nicht, ob man es nicht lieber wieder zuschlagen will, oder doch unbedingt weiter lesen muss… „Nichts“ geht an die Grenzen dessen, was zumindest ich für meinen Emotionshaushalt lesen möchte… Eine Fabel über Demütigung durch Gehorsam, sich daraus entwickelnden Hass und der aus diesen Komponenten entspringenden unfassbaren Brutalität untereinander. Gekrönt von Kommerz und Artefizierung des Bedeutungsberges durch Erwachsene… Ein Buch, welches die Gemüter mit Sicherheit aufregen wird.“ Katrin Maschke, Buchhandlung Waldmann, München

Kurzbeschreibung
„Nichts bedeutet irgendwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendwas zu tun.“ Mit diesen Worten schockiert Pierre alle in der Schule. Um das Gegenteil zu beweisen, beginnt die Klasse alles zu sammeln, was Bedeutung hat. Doch was mit alten Fotos beginnt, droht bald zu eskalieren: Gerda muss sich von ihrem Hamster trennen. Auch Lis Adoptionsurkunde, der Sarg des kleinen Emil und eine Jesusstatue landen auf dem Berg der Bedeutung. Als Sofie ihre Unschuld und Johan seinen Zeigefinger opfern mussten, schreiten Eltern und Polizei ein. Nur Pierre bleibt unbeeindruckt. Und die Klasse rächt sich an ihm … Eine erschütternde Parabel über das Erwachsenwerden, Erziehung und Gewalt in unserer Gesellschaft.

Die gebundene Ausgabe umfasst 144 Seiten und ist am 26.07.2010 im Hanser Verlag erschienen.

Die Tribute von Panem 03 – Flammender Zorn erscheint im März 2011

Mit einer Auflage von 750 000 Exemplaren erscheint „The Hunger Games 03“ unter dem Titel „Mockingjay“ am 24.08.2010 in dem auf pädagogische Inhalte für Schul- und Erziehungszwecke spezialisierten US-amerikanischen Scholastic Verlag. Die Scholastic Corporation dürfte am ehesten durch den Besitz der Rechte an der Harry-Potter-Reihe in den Vereinigten Staaten bekannt geworden sein.

Seit 2008 publiziert der Verlag auch die erfolgreiche Trilogie von Suzanne Collins „Hunger Games“, die im deutschsprachigen Raum unter dem Titel „Die Tribute von Panem“ im Buchhandel erhältlich ist. Bereits der erste Teil, der im Juli 2009 unter dem Titel „Die Tribute von Panem. Tödliche Spiele“ hierzulande auf den Markt kam, landete in den Bestsellerlisten.

„Ich war wie besessen von dem Buch und konnte es nicht mehr aus der Hand legen“, sagt die Bestsellerautorin der Twilight-Saga Stephenie Meyer über die Hunger Games. Der zweite Teil der Trilogie (Gefährliche Liebe) wurde im Mai 2010 veröffentlicht.  Der dritte und letzte Teil der „Tribute von Panem-Trilogie“ erscheint  im März 2011 im Oetinger Verlag unter dem Titel „Flammender Zorn“ und soll 17,95 Euro kosten.

Der amerikanische Titel „Mockingjay“ ist eine Wortschöpfung aus Bluejay – blauer USA Vogel und Mockingbird – Spottdrossel.

Details über die Handlung des letzten Romans werden streng geheim gehalten. Der Oetinger Verlag hat zwar in der letzten Woche das Buchcover vorgestellt, zum Inhalt jedoch nichts bekannt gegeben. Fest steht zum Ende des zweiten Teils, dass die Protagonistin Katniss Everdeen entgegen aller Voraussicht schon zum zweiten Mal die Hunger Games überlebt hat. Obwohl sie es lebend aus der Arena heraus geschafft hat, ist ihr Leben noch immer in Gefahr. Denn das Capitol ist wütend und es will Rache. Und darum scheint es in dem fulminanten Abschluss der „Panem-Trilogie“ zu gehen.

Fans, die den Ausgang der Geschichte bis zum März 2011 nicht erwarten können, werden sich wohl die englischsprachige Originalausgabe besorgen müssen. Die Buchreihe wird Jugendlichen ab 14 Jahre empfohlen.

Unter www.dietributevonpanem.de stehen Leseproben, News, Videos, Infos über Suzanne Collins und ein Abenteuerspiel zur Verfügung.

Winnetous Schwester Nscho-tschi alias Marie Versini wird 70

„Ich kam am 10. August 1940, im Sternzeichen des Löwen mit dem Aszendent Zwillinge, in Paris zur Welt. Ich glaube, dass mein Sternzeichen einen großen Einfluss auf mich hat. Immer wieder knurrt der Löwe den Zwilling in mir an. Ich liebe das Leben als Löwe und dann bin ich wieder sehr kritisch †“ typisch Zwilling †“ zum Leben eingestellt“, schreibt Marie Versini auf ihrer Homepage über sich.

Heute feiert die französische Schauspielerin ihren 70. Geburtstag.

1947 brachte der Vater der damals siebenjährigen Marie das Buch Winnentou von Karl May aus Deutschland mit. Der Gymnasiallehrer für Literatur und Alte Sprachen las ihr daraus vor. Danach wollte sie nur noch Nscho-tschi sein und spielte diese Rolle in einem Indianerkostüm. Dass sechzehn Jahre später Winnetou einmal in Gestalt von Pierre Brice die Leinwand erobern und sie Old Shatterhand (Lex Barker) vor einer Kamera ihre Liebe gestehen sollte, ahnte sie zu der Zeit natürlich nicht.

1954 begann Marie Versini eine Ausbildung am Conservatoire National d†™Art Dramatique in Paris, 1955 machte sie das Abitur am Gymnasium Moliére in Paris. Nachdem 1956  eine Fotografie von ihr in der „Elle“ veröffentlicht worden war, folgte die Einladung für ein Vorsprechen im Pariser „Théâtre Antoine“ und ihre erste Rolle. Durch den Erfolg des Stückes lernte sie ihr großes Vorbild Gérard Philipe kennen. In „Mitsou und die Männer“ bekam sie ihre erste Rolle in einem Spielfilm. Es folgten Theaterrollen in Stücken von Moliére, Racine, Beaumarchais, Victor Hugo, Labiche und Shakespeare.

1960 spielte sie an der Seite von Eddie Constantine in „Junge, mach dein Testament“, und dann kam der Film, der ihr Leben veränderte. 1962 engagierte Rolf Thiele sie für die Filmkomödie „Das schwarz-weiß-rote Himmelbett“ an der Seite von Thomas Fritsch. Horst Wendlandt ließ Marie Versinis Kindertraum Wirklichkeit werden, als er sie daraufhin für die Rolle der Nscho-tschi engagierte. Die Premiere von dem Kinofilm Winnetou Teil 1 fand am 11. Dezember 1963 statt.

Nscho-tschi (Schöner Tag) ist die Tochter des Apachenhäuptlings Intschu-tschuna und Schwester von Winnetou.
Im ersten Teil der Winnetou-Trilogie (erschienen 1893) pflegt sie den gefangenen Old Shatterhand und verliebt sich in ihn. Ihr Vater will ihr auf ihren Wunsch eine Ausbildung in St. Louis ermöglichen. Auf dem Weg zu einer versteckten Goldquelle am „Nugget-Tsil“ werden Nscho-tschi und ihr Vater vom Banditen Santer (gespielt von Mario Adorf) ermordet.

Sie spielte noch in vier weiteren Karl-May-Filmen mit: in Der Schut (1964), Durchs wilde Kurdistan (1965), Im Reiche des silbernen Löwen (1965) und in Winnetou und sein Freund Old Firehand (1966) (da noch einmal als Nscho-tschi).

Weitere Produktionen, in denen sie mitwirkte waren die Abenteuerfilme Im Tempel des weißen Elefanten (1963) und Die 13 Sklavinnen des Dr. Fu Man Chu (1966). Von der Kritik besser bewertet wurde der Film Kennwort Reiher (1964). Aufsehen erregte in Frankreich 1969 die Fernsehadaptation von William Shakespeares Sommernachtstraum in der Inszenierung von Jean-Christophe Averty (Le songe d’une nuit d’été), in der sie als Hippolyta auftrat.

In Frankreich unter anderem als Claire Morandat in Brennt Paris? bekannt, arbeitete sie häufig in Deutschland. Bis in die 1980er Jahre hinein wirkte sie noch an Fernsehproduktionen mit, so etwa in der Serie Sergeant Berry (1973/74), in Tante Emma (1980) und in Die schöne Wilhelmine (1985).

1974 heiratete Versini den Schriftsteller und Regisseur Pierre Viallet, in dessen Filmen sie verschiedentlich mitspielte, so 2010 in Hommage an Robert Schumann. Mit ihrem Mann verbringt Marie Versini ihr Leben zumeist auf der Atlantikinsel Ré, zeitweise auch in Paris.

Marie Versini ist so stark mit der Rolle der Nscho-tschi verknüpft, dass sie ihre Autobiografie „Ich war Winnetous Schwester“ nannte. Die Biografie erschien 2003 zum Jubiläum „90 Jahre Karl May in Bamberg“. So hat sich der Kreis von der siebenjährigen Marie als Nscho-tschi zu Karl May wieder geschlossen.

Herzlichen Glückwunsch!

Quellen: Marie Versini – Homepage

Corine 2010: Die Preisträger im Überblick

Corine 2010: Die Preisträger im Überblick

Der internationale Buchpreis Corine prämiert in acht Kategorien zehn Autoren aus dem In- und Ausland. Soeben hat das Kuratorium der Corine die Preisträger für 2010 bekannt gegeben: Der Belletristikpreis des ZEIT-Verlags geht diesmal an Hans Joachim Schädlich für „Kokoschkins Reise“ (Rowohlt).

Kokoschkins Reise von Hans Joachim Schädlich

Kurzbeschreibung
„Hans Joachim Schädlich ist der grosse Lakoniker unter den deutschen Gegenwartsautoren.“ (Die Zeit) Der Exilrusse Fjodor Kokoschkin kehrt auf der Queen Mary 2 von einer Reise an die Orte seiner Kindheit und Jugend nach New York zurück. Seine Erinnerungen rufen die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts mit ihren Verfolgungen, Schicksalen und Emigrationen wach …

Die weiteren CORINE-Preisträger 2010:

CORINE 2010 †“ Bilderwelten: Herlinde Koelbl für „Mein Blick†œ (Steidl)

CORINE 2010 †“ CLAUDIO-Hörbuchpreis: Jo Nesbø und Burghart Klaußner für „Leopard“ (Hörbuch Hamburg)

CORINE 2010 †“ FOCUS-Zukunftspreis: William Kamkwamba und Bryan Mealer für “ Der Junge, der den Wind einfing “ (Irisiana)

CORINE 2010 †“ Jugendbuchpreis der Waldemar-Bonsels-Stiftung: John Green für „Margos Spuren“ (Hanser)

CORINE 2010 †“ Klassik Radio Publikumspreis: Carla Federico für „Im Land der Feuerblume“ (Droemer Knaur)

CORINE 2010 †“ Wirtschaftsbuchpreis der vbw †“ Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft: Wolfgang Kersting für „Verteidigung des Liberalismus“ (Murmann)

CORINE 2010 †“ Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten: Herbert Rosendorfer für sein Lebenswerk.

Das Auswahlverfahren

Das Kuratorium der CORINE wählt die Preisträger der acht Kategorien nach folgenden Kriterien aus: Qualität der Texte, Aktualität der Themen, Erfolg beim Publikum und zeitnahes Erscheinen. Der CLAUDIO-Hörbuchpreis und der Klassik Radio Publikumspreis werden in zwei Schritten ermittelt: Ein Publikumsvotum auf claudio.de bestimmt die fünf beliebtesten Hörbücher. Auch die Klassik Radio-Hörer haben ihre fünf Lieblingsbücher genannt. Aus dieser Shortlist wählt das Kuratorium die beiden Preisträger.

Die Fernsehausstrahlung

Die Fernsehproduktion übernimmt der Kultursender 3sat, der die 90-minütige TV-Gala noch am gleichen Abend am 23.11.2010 um 20.15 Uhr sendet. Der ZDFtheaterkanal wiederholt die Sendung am 28.11.2010 um 15.00 Uhr und das Bayerische Fernsehen am 04.12.2010 um 20:15 Uhr.

Quelle: Börsenblatt

John Grisham, Bret Easton Ellis, Ian McEwan, Jonathan Franzen in München

John Grisham, Bret Easton Ellis, Ian McEwan, Jonathan Franzen in München

Mit vier Autoren, deren Bücher Millionenauflagen erreichen, startet das Literaturhaus München in den Herbst:

Bereits am 10.09.2010 stellt der US-amerikanische Rechtsanwalt und Autor von Justizthrillern und Kriminalromanen John Grisham seinen neuen Roman „Das Gesetz“ (orig. Titel Ford County) in der Münchner BMW-Welt am Olympiapark vor. Anders als der Titel vermuten lässt, handelt es sich bei seinem neuen Buch nicht um einen Thriller, sondern um einen Gesellschaftsroman über seine Heimat Ford County im Bundesstaat Mississippi und ihre eigenwilligen Menschen.

Das Gesetz: Stories von John Grisham

Kurzbeschreibung
Inez Graney scheut keine Mühe, um ihren Sohn zu besuchen. Seit elf Jahren sitzt Raymond im Todestrakt. Seine Brüder, die ihre Mutter stets begleiten, halten Raymond für einen schrägen Vogel. Oft muss Inez zwischen ihren Söhnen vermitteln. So auch diesmal, an diesem besonderen Besuchstag, an dem Raymond Graney hingerichtet wird. John Grisham erzählt Stories, die den Leser ins Herz treffen, und schafft Figuren, die man nie mehr vergisst. Ein Meisterwerk!
Seine Liebe galt schon immer dem Süden der USA, dort, wo alles ein bisschen langsamer läuft und die Menschen eigenwillig sind. Und so verwundert es nicht, dass John Grisham sein persönlichstes Buch hier ansiedelt und den Leser mitnimmt auf eine Reise zum Schauplatz seines Herzens. Mit ungeheurer erzählerischer Kraft ist er ganz nah bei seinen Helden, ihren großen Hoffnungen und kleinen Enttäuschungen. Mack Stafford etwa, der die Chance seines Lebens bekommt und nicht eine einzige Minute zögert, um seinem alten Leben zu entfliehen, oder aber Adrian Keanes, der zum Sterben nach Hause kommt, doch aufs Schmählichste verstoßen wird. Figuren, die den Leser noch lange begleiten. John Grishams Geschichten, komisch, nachdenklich, traurig, aber immer mit einem Augenzwinkern erzählt, zeigen nachdrücklich, warum er zu den erfolgreichsten Schriftstellern der Welt zählt.

Die gebundene Ausgabe umfasst 384 Seiten und erscheint am 30.08.2010 im Heyne Verlag.

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Am 04.10.2010 präsentiert Bret Easton Ellis im Münchner Literaturhaus seinen mit Spannung erwarteten Roman „Imperial Bedrooms“. 25 Jahre nach seinem Debüt „Unter Null“ lässt Ellis seinen Protagonisten Clay als gefeierten Drehbuchautor nach Los Angeles zurückkehren.

Imperial Bedrooms von Bret Easton Ellis

Kurzbeschreibung
Imperial Bedrooms‘ ist die Fortsetzung von Bret Easton Ellis allererstem Roman, ‚Less Than Zero‘. Damals war Hauptperson Clay noch ein verwöhnter Student und wie seine Freunde nihilistisch, oberflächlich und vergnügungssüchtig. Heute sind die Charaktere des Erstlings alle um die Vierzig und verheiratet. Wie auch sein Vorgänger ist ‚Imperial Bedrooms‘ nach einem Song von Elvis Costello benannt.Der neue Roman von Bret Easton Ellis: ein Wiedersehen mit alten Freunden, die längst ärgste Feinde geworden sind.
Der gefeierte Drehbuchautor Clay kehrt nach fünfundzwanzig Jahren nach Los Angeles zurück. Seine Freunde, mittlerweile alle Mitte vierzig, scheinen gesettelt, doch hinter der schicken Fassade herrschen immer noch Neid, Feindschaft und Verrat …
Fünfundzwanzig Jahre war Clay, der schon in Ellis‘ Debütroman „Unter Null“ eine Hauptrolle spielt, nicht mehr in Los Angeles, doch jetzt muss er zurück in die Stadt seiner Kindheit und Jugend, um einen neuen Film zu promoten. Gleich auf der ersten Party trifft er, der gefeierte Drehbuchautor, auf seine alten Freunde: seine Ex-Freundin Blair, die mit Trent eine nicht sehr glückliche Ehe führt und die damalige Trennung offensichtlich immer noch nicht verdaut hat, den Exdealer Rip, der nach zahlreichen Faceliftings bis zur Unkenntlichkeit entstellt ist, und auf Julian, der nach mehreren Entziehungskuren endlich clean scheint. Keiner freut sich so recht, dass Clay wieder auftaucht, und sehr schnell zeigt sich, dass hinter der freundlichen Fassade alle einander zutiefst misstrauen: Die alten Geschichten und Ressentiments verbinden sich mit neuen Verdachtsmomenten zu einer dichten Atmosphäre der Paranoia und Angst.
So fühlt sich Clay von einem Auto verfolgt und ist sich sicher, dass jemand in seiner Abwesenheit seine Wohnung aufsucht. Dass seine neue Freundin Rain nur mit ihm zusammen ist, weil sie sich die Hauptrolle in einem seiner Filme verspricht, ist völlig offensichtlich. Doch als ein Mann tot aufgefunden wird, merkt Clay, dass der Alptraum weitergeht, dem er für immer entfliehen wollte …
25 Jahre nach „Unter Null“ zeigt Bret Easton Ellis in diesem Roman, wie die hedonistische Gesellschaft der Achtziger heute lebt – und er entdeckt Fürchterliches: Es hat sich kaum etwas geändert …

Die gebundene Ausgabe umfasst 240 Seiten und erscheint am 23.09.2010 bei Kiepenheuer & Witsch.

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Am 11.10.2010 kommt der US-amerikanische Schriftsteller Jonathan Franzen mit seinem neuen Roman „Freiheit“ nach München. „Freiheit ist der am häufigsten missbrauchte Begriff der Bush-Jahre, er ist vergiftet„, sagt Franzen und will ihm mit seinem neuen Roman zu einem anderen Image verhelfen.

Freiheit von Jonathan Franzen

Kurzbeschreibung
Patty und Walter Berglund †“ Vorzeigeeltern und Umweltpioniere, fast schon ideale Nachbarn in ihrer selbstrenovierten viktorianischen Villa in St. Paul †“ geben plötzlich Rätsel auf: Ihr halbwüchsiger Sohn zieht zur proletenhaften republikanischen Familie nebenan, Walter lässt sich zum Schutz einer einzigen Vogelart auf einen zwielichtigen Pakt mit der Kohleindustrie ein, und Patty, Exsportlerin und Eins-a-Hausfrau, entpuppt sich als wahrlich sonderbar. Hat Walters bester Freund, ein Rockmusiker, damit zu tun? Auf einmal lebt Patty ihre kühnsten Träume, führt sie ein Leben ohne Selbstbetrug. In diesem Roman einer Familie, der zugleich ein großes Epos der letzten dreißig Jahre amerikanischer Geschichte ist, erzählt Jonathan Franzen von Freiheit †“ dem Lebensnerv der westlichen Kulturen †“ und auch dem Gegenteil von ihr, zeigt er die tragikomischen Verwerfungen zeitgenössischer Liebe und Ehe, Freundschaft und Sexualität. „Freiheit“ ist ein bedeutsames Buch über unser Leben in einer immer unübersichtlicher und fragiler werdenden Welt.

Die gebundene Ausgabe umfasst 720 Seiten und erscheint am 17.09.2010 im Rowohlt Verlag.

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Am 13.10.2010 stellt der britische Autor Ian McEwan seinen neuen Roman „Solar“ im Literaturhaus München vor. In „Solar“ geht es um einen Physik-Nobelpreisträger namens Mr. Beard, der privat ein Mistkerl – ein Säufer, Betrüger, Dieb und Zyniker – ist.

Solar von Ian McEwan

Kurzbeschreibung
Michael Beard ist Physiker und Frauenheld. Er hat den Nobelpreis erhalten, doch ist er alles andere als nobel: Im Beruf ruht er sich auf seinen Lorbeeren aus, privat hält es ihn auf Dauer bei keiner Frau. Bis die geniale Idee eines Rivalen für Zündstoff in seinem Leben sorgt. In Solar geht es nicht nur um Sonnen-, sondern auch um kriminelle Energie.

Die gebundene Ausgabe umfasst 368 Seiten und erscheint im Oktober 2010 im Diogenes Verlag.

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Für sämtliche Lesungen hat bereits der Vorverkauf begonnen. Karten können telefonisch im Literaturhaus München unter 089 / 29 19 34 27 bestellt werden.

Quelle: Süddeutsche Zeitung

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