Buchlieblinge der Österreicher in den Kategorien Romane, Krimis und Hörbücher

buchlieblinge„Ziel des jährlich stattfindenden Wettbewerbes ist es, die Lieblingsbücher der jeweiligen Buch-Kategorien zu ermitteln. Als höchste Maxime gilt dabei, die TeilnehmerInnen in keiner Weise einzuschränken †“ weder durch vorgegebene Titel, noch durch Selektionen von Fachjurys, bestimmte Erscheinungszeiträume oder ähnliches. Gewählt werden soll, was gerne und damit auch viel gelesen wird.
Prämiert werden somit letztendlich die Bücher, die AutorInnen und die Verlage, die Leselust vermitteln“
, heißt es auf der österreichischen Website Buchlieblinge.com.

60 000 Österreicher sind dem Aufruf gefolgt und haben über das Internet sowie über Stimmzettel-Abgaben in den Partnerbuchhandlungen über ihr Lieblingsbuch abgestimmt. Der Buchlieblings-Wettbewerb fand in diesem Jahr erstmals in Kooperation vom Verlagsbüro Schwarzer und dem echo medienhaus statt. Abgestimmt wurde von Januar bis März, die Sieger in den 12 Kategorien wurden am 15.04. bekanntgeben und die Preise im Zuge einer rauschenden Büchernacht im Wiener Rathaus überreicht.

Romane

1. Ken Follett: Die Tore der Welt (Lübbe)
2. Daniel Glattauer: Gut gegen Nordwind (Deuticke / Goldmann)
3. Charlotte Roche: Feuchtgebiete (DuMont)

Krimis und Thriller

1. Eva Rossmann: Russen kommen (Folio)
2. Sebastian Fitzek: Das Kind (Droemer)
3. Thomas Raab: Der Metzger muss nachsitzen (Leykam / rororo)

Hörbücher (alters- und genreübergreifend)

1. Daniel Glattauer: Gut gegen Nordwind (Hörbuch Hamburg)
2. Marko Simsa: Joseph Haydn für Kinder (Jumbo)
3. Heimito von Doderer: Die Strudlhofstiege (Der Hörverlag)

Weitere Gewinner gab  es in den Kategorien Biografien, Kochbücher,  Wirtschaft, Politik, Geschichte,  Gesundheit & Freizeit und Wissen, Kunst, Kultur

Platt is nich uncool: E-Books auf Plattdeutsch im Quickborn-Verlag

Als Niederdeutsch oder Plattdeutsch (Nederdüütsch, Plattdüütsch) werden die im Norden Deutschlands verbreiteten Mundarten bezeichnet, die nicht von der zweiten oder hochdeutschen Lautverschiebung erfasst wurden.

In einem langen Prozess wurde das Niederdeutsche aus Kirche, Schule, Politik, Literatur und Wissenschaft verdrängt, ab dem 20. Jahrhundert auch aus den meisten Familien. Auch massive Zuwanderungen von Menschen aus anderen Dialekträumen nach dem Zweiten Weltkrieg haben zur Erosion der Sprache in den vergangenen 50 Jahren beigetragen. Regionale Wiederbelebungsversuche können diesen von den Massenmedien zusätzlich beschleunigten Vorgang nicht aufhalten.

In Hamburg und Bremen gab es bis in die letzten Jahrzehnte eine „vornehme†œ plattdeutsche Umgangssprache, die sich von den ländlichen Mundarten deutlich abhob. Sie ist das letzte Relikt der gehobenen einst bedeutenden Schriftsprache früherer Zeiten.

„Platt kannst nich ut en book leeren, man mut d mit ubwursen ween und dor gift ok noch genuch, dei dat immer noch net köhnt, is äben nich eenfach.“ (Plattdeutsch kann man nicht aus einem Buch lernen! Man muss damit aufgewachsen sein und da gibt es noch genug, die es trotzdem nicht können, ist eben nicht einfach.) Eala Frya Fresena

Einfach zu lernen ist Plattdeutsch bestimmt nicht, aber es gibt wunderbare Bücher und vor allem auch Hörbücher um sich mit der Mundart vertraut zu machen.

platt1Der Hamburger Quickborn-Verlag bietet auch zehn E-Books auf Plattdeutsch an:

Platt is nich uncool von Ina Müller
Platt is mien Welt von Yared Dibaba
Mien Tung is keen Flokati von Ina Müller
Schöönheit vergeiht, Hektar besteiht von Ina Müller
Sünd allens Minschen von Reimer Bull
Dat lütte Rudl Kinau Book von Rudolf Kinau
Dat lütte Vörleesbook
Moin Moin von Reinhard Goltz
Ick will Di de Wohrheit seggen von Gerd Spiekermann

Im Moment können die E-Books bei Libri bestellt werden. Sie kosten zwischen 5 und 9 Euro. Ab Sommer 2009 soll das Herunterladen elektronischer Bücher dann auch direkt beim Quickborn-Verlag möglich sein.

„Ob sich daraus ein nennenswerter Umsatzfaktor entwickelt, ist noch völlig offen. Aber als plattdeutscher Verlag sind wir froh darüber, dass wir an dieser aktuellen Entwicklung auf dem Buchmarkt teilhaben können“, sagte der Inhaber des Quickborn-Verlags, Peer Marten Scheller, gegenüber dem Institut für niederdeutsche Sprache in Bremen.

Quelle: Börsenblatt Wikipedia

RTL startet Castingshow für Twilight – Mission Hollywood mit Til Schweiger

mission-hollywoodHeute hat das Pressezentrum von RTL mitgeteilt, dass ab 08. Juni die acht Folgen (jeweils um 20.15 Uhr) der  Castingshow „Mission Hollywood“ mit Til Schweiger starten. Laut RTL sollen 12 Nachwuchsschauspielerinnen um eine Rolle in der Fortsetzung von Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen kämpfen.

Die Dreharbeiten zu der Sendung haben bereits am 03. März begonnen, d.h. die Twilight-Fans sollten sich keine Hoffnungen auf die Rolle machen, denn die Kandidatinnen stehen schon fest.

Im wahren Hollywoodbusiness, in realen Jobs und Sets müssen sich die jungen Frauen beweisen. Mit Profi-Coaches trainieren die Nachwuchsschauspielerinnen Filmküsse, Action-Stunts oder Tanzeinlagen, um Szenen aus bekannten Blockbustern wie „Dirty Dancing“, „Misery“, „9 ½ Wochen“, „James Bond“ u.v.a. nachzuspielen. Dabei arbeiten sie mit berühmten Schauspielern, Oscar-prämierten Make up-Artists und namhaften Filmemachern zusammen. In harten Castings kämpfen sie um Jobs wie eine Rolle in der deutschen Serie „Doctors Diary“, der amerikanischen Serie „Bones“ oder dem neuen Musikvideo von Lady Gaga.

Am Ende jeder Folge entscheiden Til Schweiger und seine Jury-Kollegen, welches Mädchen die Show verlassen muss. Zweites Jurymitglied neben Til Schweiger ist der anerkannte internationale Schauspielcoach Bernard Hiller (54), der seit 30 Jahren im Geschäft ist und u. a. schon Cameron Diaz und George Clooney gecoacht hat.

Der dritte Juror wechselt von Folge zu Folge. Dabei sind Heiner Lauterbach, Carmen Electra, Moritz Bleibtreu, Thomas Kretschmann, Produzentin Ute Emmerich, Erwin Stoff (US-Filmproduzent und Manager von Keanu Reeves, Sandra Bullock u.a.), Michael Schaefer (Summit Entertainment u.a. Produzent von „Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen“) und Daniel Hetzer (FOX Studios).


Til Schweiger: „Mission Hollywood“ ist eine neue, tolle Formatidee, die mich sehr gereizt hat. Ich wollte nicht umsonst früher Lehrer werden und hatte schon immer diese Idee, mal eine Schauspielakademie zu gründen, „Mission Hollywood“ ist ein Schritt in diese Richtung. Hier bin ich Juryvorsitzender, Präsentator, Regisseur…, aber vor allem sehe ich mich als Mentor der Mädchen, der versucht, ihnen etwas beizubringen, ihnen Selbstbewußtsein zu geben und sie so liebevoll wie es nur geht, zu führen.“

Quelle: RTL Foto: New Moon the Movie

Liebe. Ein unordentliches Gefühl – Richard D. Precht am 29.04. im Literaturhaus

Ein Abend mit Richard David Precht

Am Mittwoch, den 29.4.09, stellt Richard David Precht um 20 Uhr im Literaturhaus München sein neues Buch Liebe. Ein unordentliches Gefühl vor. Der Eintritt beträgt 10 Euro.

prechtRichard D. Precht ist inzwischen zu einem Medienphänomen geworden. Telegen und auf zurückhaltende Art medienkompatibel, dürfte er der einzige deutsche Philosoph sein, der ein breites, auch fachfremdes Publikum erreicht. Nach dem Überraschungserfolg von Wer bin ich – und wenn ja wie viele? hat er nun einen weiteren furiosen Streifzug durch die Wissenschaftsgeschichte unternommen. Diesmal geht es um das vielleicht älteste Thema, das den Menschen bewegt: die Liebe.

Precht führt über die biologischen und kulturellen Grundlagen zum Kern der menschlichen Liebesbeziehungen und prüft gängige Thesen z. B. aus Psychologie, Evolution oder Neurologie auf ihre Belastbarkeit hin. Dabei wird auch so manche Theorie des Mainstreams infrage gestellt. Der abschließende Teil ist eng an den heutigen Lebens- und Liebesrealitäten orientiert und befasst sich etwa mit „Romantik als Konsum†œ oder der Frage, was von der Liebe übrig bleibt, wenn der Nachwuchs kommt.

Und natürlich geht es auch um Sex. Als durchaus erklärungsbedürftig bezeichnet Precht den Befund, dass einerseits Sex nie allgegenwärtiger war als heute (als Fantasie, Kaufanreiz, Wettkampf, Anspruch…), gleichzeitig seine faktische Bedeutung stark abnimmt. Hier kommt kein Kulturpessimismus konservativer Prägung zum Tragen †“ vielmehr wird eine Schieflage, die wohl kaum jemandem entgangen sein dürfte, einer nüchternen Analyse zugeführt.

Wie schon im Vorgängerband hat Precht hier keine kryptische wissenschaftliche Abhandlung verfasst. Vielmehr begeistert und unterhält er den Leser mit eleganter Leichtigkeit †“ und dies mit durchaus grundsätzlichen Gedanken über die Entwicklung des Menschen, die eigene Geschichte und das Zusammenleben mit dem Partner.

„Das Tier mit dem seltsamsten Sexual- und Gefühlsleben†œ †“ so beschreibt Precht den Menschen am Ende seines Buchs. In Liebe erfahren wir mehr über die sonderbaren Eigenheiten dieses Tieres: charmant im Ton, klug in der Auswahl der Themen und überzeugend in der Argumentation.  Aus der Amazon.de Redaktion  (Henrik Flor, Literaturtest)

liebeKurzbeschreibung
Das unverzichtbare Buch für alle, die Ratgebern misstrauen, aber trotzdem endlich wissen wollen, was es mit der Liebe auf sich hat!

Unzählige Ratgeber sind über die Liebe geschrieben worden, in allen Facetten wurde das unordentliche Gefühl, das wir Liebe nennen, beleuchtet. Wir haben erfahren, wie wir unsere Liebe jung halten, wie wir feurige Liebhaber werden und warum Männer nicht zuhören können. Hat es uns weitergeholfen? Nicht wirklich, denn in der Tat ist es nicht damit getan, das richtige Buch zu lesen, und alles wird gut. Warum dies so ist, erklärt Richard David Precht in seinem neuen Buch auf ebenso fundierte wie anschauliche Weise: Wie bereits in „Wer bin ich und wenn ja wie viele“ unternimmt er eine abenteuerliche Reise in die unterschiedlichsten Disziplinen der Wissenschaft und lotst den Leser dabei heiter und augenzwinkernd durch den Parcours der Liebe – an deren Unordentlichkeit wir uns am Ende wohl gewöhnen müssen!Heiter und augenzwinkernd führt Precht den Leser durch den Parcours der Liebe.

Klappentext
„Ein Buch, das sich an alle richtet, die Liebes-Ratgebern nicht trauen, aber trotzdem wissen wollen, was es mit der Liebe auf sich hat!“
Richard David Precht

„Der Bestsellerautor Richard David Precht legt nun mit seinem neuen Buch ‚Liebe. Ein unordentliches Gefühl‘ Erörterungen über Wesen und Wirken der romantischen Liebe vor und trifft damit den Geist der Zeit.“ dpa

Über den Autor

Richard David Precht, Philosoph, Publizist und Autor, wurde 1964 in Solingen geboren. Er promovierte 1994 an der Universität Köln und arbeitet seitdem für nahezu alle großen deutschen Zeitungen und Sendeanstalten. Precht war Fellow bei der „Chicago Tribune“. Im Jahr 2000 wurde er mit dem Publizistikpreis für Biomedizin ausgezeichnet. Er schrieb zwei Romane und drei Sachbücher. Richard David Precht lebt in Köln und Luxembourg.

Veranstalter: Goldmann Verlag, Stiftung Literaturhaus.

Quelle Foto: Flickr

Elizabeth Strout erhält den Pulitzer-Preis 2009 für Literatur mit Olive Kitteridge

Elizabeth Strout erhält den Pulitzer-Preis 2009 für Literatur mit Olive Kitteridge

Heute wurden die Pulitzer-Preisträger 2009 bekanntgegeben. Erstmals wurde ein Pulitzer-Preis am 4. Juni 1917 vergeben. Über die Jahre hinweg wurden mehrere Kategorien eingestellt, erweitert oder umbenannt. Derzeit wird er in 21 Kategorien vergeben. Der Pulitzer-Preis für Literatur ist der wichtigste US-amerikanische Literaturpreis.

Die 53-jährige amerikanische Schriftstellerin Elizabeth Strout erhält den Pulitzer-Preis  in der Kategorie Literatur für ihren  Roman Olive Kitteridge, der im Mai 2010 in der deutschsprachigen Übersetzung unter dem Titel „Mit Blick aufs Meer“ im Luchterhand Literaturverlag erschienen ist.

Kurzbeschreibung
Ausgezeichnet mit dem Pulitzerpreis

Crosby, eine kleine Stadt an der Küste von Maine. Hier ist nicht gerade sehr viel los. Doch sieht man einmal genauer hin, ist jeder Mensch eine Geschichte und Crosby die ganze Welt. Elizabeth Strout fügt diese Geschichten mit liebevoller Ironie und feinem Gespür für Zwischenmenschliches zu einem unvergesslichen Roman.

Sie kann manchmal eine rechte Nervensäge sein: Olive Kitteridge, die pensionierte Lehrerin. Weil sie zu allem, was in dem Städtchen Crosby geschieht, eine dezidierte Meinung hat, halten sie einige für überkritisch. Dann wieder überrascht sie durch Selbstlosigkeit und Mitgefühl. Sie mischt sich ein und macht sich ihre Gedanken über ihre Mitmenschen: die schrille Barpianistin, die insgeheim einer verlorenen Liebe nachtrauert, einen ehemaligen Schüler, der keinen Sinn mehr im Leben sieht, ihren eigenen Sohn, der sich von ihren Empfindlichkeiten bevormundet fühlt, ihren Mann Henry, der die Ehe mit ihr nicht nur als Segen, sondern manchmal auch als Fluch empfindet. Und während sich die Menschen in Crosby mit ihrem ganz normalen Leben herumschlagen, den Problemen wie den Freuden, lernt Olive auf ihre alten Tage, das Leben zu lieben.

Elizabeth Strouts Roman erzählt von Liebe und Kummer, von Toleranz und Aufbegehren. „Mit Blick aufs Meer“ ist ein weises und anrührendes Buch über die Natur des Menschen in all seiner Verletzlichkeit und Stärke, erfrischend ehrlich und unglaublich schön.

stroutÜber die Autorin

Elizabeth Strout wurde 1956 in Portland, Maine, geboren und wuchs in Kleinstädten in Maine und New Hampshire auf. Nach dem Jurastudium begann sie zu schreiben. Ihr erster Roman „Amy und Isabelle†œ (1998) wurde für die Shortlist des Orange Prize und den PEN/Faulkner Award nominiert und wurde ein Bestseller. Für „Mit Blick aufs Meer†œ bekam sie 2009 den Pulitzerpreis. Elizabeth Strout lebt in New York City.

Die weiteren Gewinner des Pulitzer-Preises 2009:

JOURNALISM:

Public Service – Las Vegas Sun
Breaking News Reporting – The New York Times Staff
Investigative Reporting – David Barstow of The New York Times
Explanatory Reporting – Bettina Boxall and Julie Cart of the Los Angeles Times
Local Reporting – Detroit Free Press Staff and Ryan Gabrielson and Paul Giblin of the East Valley Tribune, Mesa, AZ
National Reporting – St. Petersburg Times Staff
International Reporting – The New York Times Staff
Feature Writing – Lane DeGregory of the St. Petersburg Times
Commentary – Eugene Robinson of The Washington Post
Criticism – Holland Cotter of The New York Times
Editorial Writing – Mark Mahoney of The Post-Star, Glens Falls, NY
Editorial Cartooning – Steve Breen of The San Diego Union-Tribune
Breaking News Photography – Patrick Farrell of The Miami Herald
Feature Photography – Damon Winter of The New York Times

LETTERS, DRAMA and MUSIC:

Fiction – Olive Kitteridge by Elizabeth Strout (Random House)
Drama – Ruined by Lynn Nottage
History – The Hemingses of Monticello: An American Family by Annette Gordon-Reed (W.W. Norton & Company)
Biography – American Lion: Andrew Jackson in the White House by Jon Meacham (Random House)
Poetry – The Shadow of Sirius by W.S. Merwin (Copper Canyon Press)
General Nonfiction – Slavery by Another Name: The Re-Enslavement of Black Americans from the Civil War to World War II by Douglas A. Blackmon (Doubleday)
Music – Double Sextet by Steve Reich, premiered March 26, 2008 in Richmond, VA (Boosey & Hawkes)

Quellen: The Puliltzer Prizes Foto: Flickr