Sommerfest der Krimibuchhandlung Glatteis am 18. Juli

Am Freitag, den 18.Juli 2008 ab 18.00 Uhr startet in der Krimibuchhandlung Glatteis, Corneliusstr. 31, 80469 München das vertraute Sommerfest mit kurzen Lesungen, Bier vom Fass und guter Laune (auch Speisen können nach Gusto direkt nebenan bestellt werden)
Im Laufe des Abends wird der neue Band der „Krimis-to-go“ (keine Geschichte dauert länger als 2 S-Bahn-Stationen) vor:

„Gefährliche Gewässer“ †“ spannende Kurzkrimis zum Schmunzeln, Fürchten oder Mitdenken!

Außerdem gibt es eine Tombola, bei der es unter anderen die neuesten Bücher des Herbstes zu gewinnen gibt.
Krimibuchhandlung Glatteis
Monika Dobler führt nach dem tragischen plötzlichen Tod ihrer Freundin und Partnerin Gabriele Fauser, am 10. März diesen Jahres, die Krimibuchhandlung Glatteis alleine. Ich bin mir sicher, dass Frau Dobler sich über jedes bekannte und neue Gesicht bei der Veranstaltung freut und ihr ein wenig über diese schwierige Zeit hinweg hilft.  Hoffe, dass Petrus ein Einsehen hat und wünsche gutes Gelingen für den sicherlich spannenden Abend.

Spiegel-Bestenliste Taschenbücher Woche 29/2008

Platz 1 : Die letzte Spur von Charlotte Link
Platz 2 : Gottlos von Karin Slaughter
Platz 3 : Mieses Karma von David Safier
Platz 4 : Träume süß, mein Mädchen von Joy Fielding
Platz 5 : Verblendung von Stieg Larsson
Platz 6 : Drachenläufer von Khaled Hosseini
Platz 7 : So was wie Liebe von Anna McPartlin
Platz 8 : Die Tochter des Fotografen von Kim Ewards
Platz 9 : Alle meine Schwestern von Judith Lennox
Platz 10: Die Chemie des Todes von Simon Beckett

Spiegel-Bestenliste Hardcover Woche 29/2008

Platz 1 : Feuchtgebiete von Charlotte Roche
Platz 2 : Schweigeminute von Siegfried Lenz
Platz 3 : Die Tore der Welt von Ken Follett
Platz 4 : Der Chinese von Hennig Mankell
Platz 5 : Urlaub mit Papa von Dora Heldt
Platz 6 : Die Eleganz des Igels von Muriel Barbery
Platz 7 : Lasset die Kinder zu mir kommen von Donna Leon
Platz 8 : Nicht mein Tag von Ralf Husmann
Platz 9 : Der Geschmack von Apfelkernen von Katharina Hagena
Platz 10 : Bis(s) zum Abendrot von Stephenie Meyer

Feuchtgebiete erobern die Bühne – Bestseller-Theater in Halle

Die „Feuchtgebiete“ von Charlotte Roche kommen auf die Bühne. Nach dem Bestseller-Roman entsteht am Neuen Theater Halle ein gleichnamiges Bühnenstück:

„Christina Friedrich wird ihre Arbeit mit dem Studio Halle fortsetzen: Unter ihrer Regie beginnen die Proben zur Uraufführung der Stückfassung von Charlotte Roches viel diskutiertem und noch mehr gelesenem Buch „Feuchtgebiete“. Premiere am 27. September um 20.00 Uhr in der Werft„, heißt auf der Internetseite des Theaters.

„Zeitgenössisches Theater muss sich um das kümmern, was das Land bewegt – und das trifft auf dieses Buch zu“, sagte der Intendant des Theaters, Christoph Werner.

Mag sein, dass das Buch das Land bewegt, es kommt allerdings darauf an, ob man sich um alles „kümmern“ muss, was hierzulande so geschieht.

Denis Scheck gehen die Feuchtgebiete am A…. vorbei und

Die Sprachspielerin meint zu dem Buch: […]Denn dieses Buch spielt (und hier setze ich einfach einmal voraus: bewusst) mit dem Ekel, so dass es wiederum genau das erzeugt, wogegen es eigentlich vorgehen möchte: das Angewidertsein von Körperlichkeit und Körpersäften.

Feuchtgebiete erzeugt keinen †˜heilsamen Schock†™, nach dem die Leserin beruhigt ihre Slipeinlagen weglässt (was ja wirklich gesünder ist!), sich ihrem Liebhaber nicht immer zwanghaft frisch geduscht, parfümiert und komplettrasiert präsentieren muss, sondern verstärkt doch noch den Ekel vor all dem, was da in unserem Körper vorgeht und aus ihm herauskommt! Es baut nicht wirklich Hemmungen ab, wenn von Fürzen beim Sex und den braunen Flecken nach dem Analsex die Rede ist! Es führt nicht zu mehr †˜Natürlichkeit†™ und Unverkrampftheit, wenn man vorgeführt bekommt, wie jemand sämtliche Körperausscheidungen verspeist. Dieses Buch versagt meiner Meinung nach bei seinem eigenen Anliegen vollständig und das ist ja wohl der größte Vorwurf, den man diesem Buch machen kann.[…]

Mit Sicherheit kann man davon ausgehen, dass die Uraufführung am 27. September bald ausverkauft sein wird.

Quellen: Süddeutsche Zeitung, Die Sprachspielerin

Maxim Biller muss für Esra nun doch nicht zahlen!

Das Oberlandesgericht München hat entschieden, dass die Voraussetzungen für eine Entschädigung nicht gegeben sind.

Die ehemalige Freundin von Maxim Biller fühlte sich in ihrem Persönlichkeitsrecht verletzt, da sie durch die Beschreibung der Romanfigur „Esra“ ohne weiteres als reale Person zu identifizieren sei.

Das Landgericht München I hatte im Februar der Schadensersatzklage der ehemaligen Freundin des Schriftstellers stattgegeben. Der Autor und der Verlag Kiepenheuer & Witsch wurden zur Zahlung von 50.000 Euro Schmerzensgeld an die ehemalige Freundin Billers verurteilt. Gegen das Urteil legten Verlag und Autor Berufung ein.

Das Bundesverfassungsgericht hatte am 13. Juni die Verbreitung des Romans wegen Verletzung des Persönlichkeitsrechts verboten.

Der 18. Zivilsenat des Oberlandesgerichts München hat am Dienstag entschieden, dass die Voraussetzungen für eine Entschädigung von Billers ehemaliger Freundin nicht gegeben seien.  Das bestätigte OLG-Sprecherin Sybille Fey gegenüber dem Börsenblatt. Eine Begründung des Urteils liegt noch nicht vor.