Corine 2008: Dr. Günther Beckstein ehrt Martin Walser

Den Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten erhält Martin Walser für sein Lebenswerk.

Martin Walser„Martin Walser hat sich mit seinen Werken einen unwiderruflichen Platz in der literarischen, intellektuellen und politischen Landschaft der Bundesrepublik Deutschland geschaffen.“

Seit mehr als 50 Jahren veröffentlicht Martin Walser Romane, Essays, Hörspiele, Reden, Theaterstücke. Er zählt zu den profiliertesten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart. Sein Werk bildet eine fortgesetzte Chronik der mittelständischen Nachkriegsgesellschaft. Alltagssituationen, Opfer eher als Täter, Verlierer eher als Gewinner gehören zum Walserschen Kosmos. Mit „Ehen in Philippsburg“ gelang ihm 1957 der Durchbruch. Seine berühmte Novelle „Ein fliehendes Pferd“ (1978) wurde gleich zwei Mal verfilmt. Zuletzt erschienen „Leben und Schreiben. Tagebücher 1951-1962“ (2005) und Angstblüte (2006). Sein jüngster Roman „Ein liebender Mann“ (2008), der von der Liebe des alternden Goethes zu der 19-jährigen Ulrike von Levetzow erzählt, wurde von der Kritik auf eine Stufe mit Thomas Manns „Lotte in Weimar“ gestellt.
Für sein literarisches Werk erhielt er zahlreiche Preise, darunter 1981 den Georg-Büchner-Preis, 1996 den Friedrich-Hölderlin-Preis und 1998 den Friedenspreis des deutschen Buchhandels. Außerdem wurde er mit dem Orden «Pour le Mérite» ausgezeichnet und zum «Officier de l†™Ordre des Arts et des Lettres» ernannt.

Dr. Günther Beckstein

CORINE †“ Internationaler Buchpreis

Der Internationale Buchpreis wird alljährlich in maximal neun Kategorien an Autorinnen und Autoren für herausragende schriftstellerische Leistungen und deren Anerkennung beim Publikum vergeben. Die Preise werden im Rahmen einer 3sat-Fernseh-Gala in München verliehen. Diese öffentlichkeits-wirksame Inszenierung verschafft dem Medium Buch einen glanzvollen Auftritt, der breite Leserschichten erreicht. Eine flächendeckende, flankierende PR- und Marketingkampagne fördert die Lesekultur und unterstützt den deutschen Buchhandel auf besonders effektive Weise.

Die CORINE †“ Internationaler Buchpreis ist seit 2001 eine etablierte Public Private Partnership und einzigartige Zusammenarbeit zwischen dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Bayern, dem Kultursender 3sat, der Bayerischen Staatskanzlei sowie in diesem Jahr mit der Verlagsgruppe Weltbild, dem Zeit-Verlag, dem Magazin »Focus«, der Waldemar Bonsels Stiftung und der Porzellan-Manufaktur Nymphenburg.
Preisverleihung

Unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Ministerpräsidenten wird die CORINE 2008 am 4. November in Anwesenheit der Preisträger und über 1000 geladenen Gästen im Münchner Prinzregententheater zum achten Mal verliehen.

Die CORINE ist der einzige deutsche Buchpreis, der ungekürzt im Fernsehen übertragen wird. Zeitnah zur Live-Veranstaltung im Prinzregententheater überträgt 3sat den 90-minütigen Festakt. Die Gala wird zusätzlich im BR und im ZDF Theaterkanal wiederholt.

Foto: Flickr

Corine Internationaler Buchpreis 2008

Corine

Am 04. November 2008 steht München, die europäische Verlagsstadt Nummer 1, wieder ganz im  Zeichen der Literatur: Der Internationale Buchpreis CORINE wird hier bereits zum achten Mal im Rahmen einer TV-Gala verliehen. Schirmherr ist der Bayerische Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein.

Der Belletristikpreis des ZEIT-Verlages geht an:
Feridun Zaimoglu für „Liebesbrand†œ (Kiepenheuer & Witsch)

Der FOCUS Hörbuchpreis geht an:
Henning Mankell/Axel Milberg für „Der Chinese“ (Der Hörverlag)

Den Weltbild Leserpreis bekommen:
Volker Klüpfel/Michael Kobr für „Laienspiel“ (Piper)

Quelle: Corine

13 aus 113: Longlist des mit 63 000 Euro dotierten Booker Prize steht

Man Booker PrizeVon 113 vorgeschlagenen Romanen schafften es 13 in die Endausscheidung. Die Longlist für den begehrten Man Booker Prize wurde veröffentlicht. Der Booker Prize ist der wichtigste britische Literaturpreis. Er wird seit 1969 jährlich für einen englischsprachigen Roman eines Schriftstellers aus Großbritannien, Irland oder dem Commonwealth vergeben. Ursprünglich wurde der Preis von der britischen Firma Booker plc verliehen. Seit 2002 zeichnet die Stiftung Booker Prize Foundation verantwortlich für die Vergabe. Hauptsponsor ist Man Group plc, weshalb der offizielle Name Man Booker Prize for Fiction resp. Man Booker International Prize lautet.

Neben bekannten Größen wie John Berger mit dem Roman „From A to X“ oder Salman Rushdies „The Enchantress of Florence! gelang auch Tom Rob Smiths Thriller „Child 44“ der Sprung in die Longlist.

Durch den hohen Aufmerksamkeitswert des Preises, dessen Verleihung live im Fernsehen übertragen wird, schneiden Booker-Ausgezeichnete bereits im Sommer und erst recht im vorweihnachtlichen Buchhandel in aller Regel hervorragend ab.

Die Juroren werden ausgewählt unter den Meinungsführern der Literaturkritiker, Schriftsteller, Literaturwissenschaftler und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.

Die Bekanntgabe der Shortlist ist für den 9. September angesetzt; der Gewinner des diesjährigen ­Booker Prize wird am 14. Oktober bekannt gegeben.

Und hier die Favoriten der Longlist:

Adiga, Aravind: The White Tiger, Atlantic
Arnold, Gaynor: Girl in a Blue Dress, Tindal Street Press
Barry, Sebastian: The Secret Scripture, Faber and Faber
Berger, John: From A to X, Verso
de Kretser, Michelle: The Lost Dog, Chatto & Windus
Ghosh, Amitav: Sea of Poppies, John Murray
Grant, Linda: The Clothes on Their Backs, Virago
Hanif, Mohammed: A Case of Exploding Mangoes, Jonathan Cape
Hensher, Philip: The Northern Clemency, Fourth Estate
O†™Neill, Joseph: Netherland, Fourth Estate,
Rushdie, Salman: The Enchantress of Florence, Jonathan Cape
Smith, Tom Rob: Child 44, Simon & Schuster
Toltz, Steve: A Fraction of the Whole, Hamish Hamilton

In den 39 Jahren der Vergabe des Man Booker Prize ist der Anteil der Schriftstellerinnen relativ hoch. Mit dem Büchner Preis, der hierzulande einen ähnlichen Status hat, wurden im vergleichbaren Zeitraum lediglich fünf Frauen geehrt.

Preisträgerinnen des Booker Prize:

1970 – Bernice Rubens: The Elected Member, dt. Es geschah in einer Seitenstraße
1974 – Nadine Gordimer: The Conservationist, dt: Der Besitzer
1975 – Ruth Prawer Jhabvala: Heat and Dust, dt. Hitze und Staub
1978 – Iris Murdoch: The Sea, the Sea, dt. Das Meer, das Meer
1979 – Penelope Fitzgerald: Offshore
1984 – Anita Brookner: Hotel du Lac, dt. Hotel du Lac
1985 – Keri Hulme: The Bone People. dt. Unter dem Tagmond
1987 – Penelope Lively: Moon Tiger, dt. Moon Tiger
1990 – Antonia Susan Byatt: Possession, dt. Besessen
1995 – Pat Barker: The Ghost Road, dt. Die Straße der Geister
1997 – Arundhati Roy: en:The God of Small Things, dt. Der Gott der kleinen Dinge
2000 – Margaret Atwood: The Blind Assassin, dt. Der blinde Mörder
2006 – Kiran Desai: The Inheritance of Loss, dt. Erbin des verlorenen Landes
2007 – Anne Enright: The Gathering, dt. (2008) Das Familientreffen

Preisträgerinnen des Büchner Preises seit 1969:

1980 Christa Wolf
1996 Sarah Kirsch
1998 Elfriede Jelinek
2001 Friederike Mayröcker
2005 Brigitte Kronauer

Quellen: Wikipedia, Börsenblatt

Annette Pehnt erhält den Thaddäus-Troll-Preis

Der Thaddäus-Troll-Preis ist ein Literaturpreis, der alle zwei Jahre durch den Förderkreis deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg e.V. öffentlich verliehen wird. Der Preis ist dem Schriftsteller und Vereinsgründer Thaddäus Troll gewidmet und wird an „jüngere, qualifizierte, aber noch wenig bekannte Autoren“ vergeben.

Die Jury des Förderkreises deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg hat in diesem Jahr die Autorin Annette Pehnt (Mobbing, Haus der Schildkröten, Ich muß los, u.a.) den diesjährigen Thaddäus-Troll-Preis zuerkannt.

Die 1967 in Köln geborene deutsche Schriftstellerin und Literaturwissenschaftlerin studierte Anglistik, Keltologie und Germanistik an den Universitäten in Köln, Galway (Irland), Berkeley (Kalifornien) und Freiburg im Breisgau. Ihr Studium schloss sie 1994 mit dem Magistergrad und dem ersten Staatsexamen ab; 1997 folgte die Promotion an der Universität Freiburg mit einer Arbeit zur irischen Literatur. Seit 1992 lebt Annette Pehnt, die verheiratet und Mutter von drei Kindern ist, als Literaturkritikerin und freiberufliche Schriftstellerin in Freiburg im Breisgau.

Die Verleihung des mit 10.000 Euro dotierten Preises findet im November im Stuttgarter Literaturhaus statt. Die Laudatio hält Hubert Spiegel (Frankfurter Allgemeine Zeitung).

Quelle: Börsenblatt

Agatha-Christie-Krimipreis 2009 – „Die Uhr läuft ab“ – Ausschreibung

Das Motto für 2009:

„Die Uhr läuft ab†œ

Nichts ist so unerbittlich wie vergehende Zeit. Unbarmherzig sind das Ticken der Uhren, langsam vorrückende Zeiger, der mechanische Wechsel von digitalen Zahlen. Sie alle messen etwas, das wir nicht verändern können – weder vorantreiben, noch zurückholen. Was vergangen ist, ist vergangen, was sehnlichst herbeigewünscht wird, kommt erst, wenn es soweit ist, und aufhalten lässt sich schon mal gar nichts. „Die Uhr läuft ab†œ beim unerbittlichen Ultimatum, bei der perfiden Mordmaschinerie und auch bei jeder überstrapazierten Geduld. Und manchmal hilft sie, die besten Alibis zu basteln…

Wer mitmachen will, schreibt  bis zum 22. August 2008 (Einsendeschluss) eine spannende Kurzgeschichte zum Thema „Die Uhr läuft ab†œ. Eine Jury wählt aus den Einsendungen die 25 besten Geschichten, die als Anthologie im Fischer Taschenbuch Verlag veröffentlicht werden. Beim Krimifestival München im März 2009 werden die Gewinner der Plätze 1 bis 3 gekürt.

Krimifestival München, Stichwort: „Agatha-Christie-Krimipreis 2009“, Postfach 1339, 82209 Herrsching
Einsendeschluss ist der 22. August 2008 (Poststempel).

Die Preisträger des Agatha-Christie-Krimipreis 2008
„Im Kreis der Familie†œ sind:
1. Preis: Heike Koschyk – Schachmatt
2. Preis: Sunil Mann – Flaschenpost
3. Preis: Leo Hoffmann – Fräulein Schneider spielen

Sonderpreis freundin:
Sabine Eymelt-Niemann – Gut getroffen im Leben