Spiegel-Bestenliste Taschenbücher Woche 50/2011

Platz 1 : Der Beobachter von Charlotte Link

Platz 2 : Zwei ein einem Tag von von David Nicholls

Platz 3 : Ausgelöscht von Cody McFadyen

Platz 4 : Der Verehrer von Charlotte Link

Platz 5 : Das geheime Vermächtnis von Katherine Webb

Platz 6 : Endlich! von Ildikó von Kürthy

Platz 7 : Mädchenfänger von Jilliane Hoffman

Platz 8 : Entsetzen von Karin Slaughter

Platz 9 : Schöner Schein von Donna Leon

Platz 10 : Der Koch von Martin Suter

Quelle: Spiegel Online Kultur

Bad Sex Award 2011 geht an David Guterson

Der US-amerikanische Schriftsteller David Guterson, vor allem bekannt geworden durch den 1994 erschienen Bestseller „Schnee, der auf Zedern fällt„, erhält den „Bad Sex in Fiction Award 2011“ für eine Textpassage in seinem neuen Roman „Ed King„. Seit 1993 vergibt das renommierte britische Magazin „Literary Review“ den Bad Sex in Fiction Award jährlich an einen zeitgenössischen Romanautor für die schlechteste Beschreibung einer Sex-Szene.

Der 55-jährige Autor hat in Ed King Sophokles†™ Drama König Ödipus adaptiert und in die Neuzeit verfrachtet. Schwungvoll schildert er mit viel schwarzem Humor Schicksal, Begehren und Zerstörung in drei völlig unterschiedlichen Leben.

Da Guterson in den USA lebt, konnte er den Preis nicht persönlich in Empfang nehmen. „Ödipus hat schlechten Sex praktisch erfunden, also bin ich nicht im geringsten überrascht„, sagte er laut Literary Review, als ihn die Nachricht über die zweifelhafte Auszeichnung erreichte.

Laut der Jury hat Guterson den Preis mit folgenden Sätzen gewonnen:

In the shower, Ed stood with his hands at the back of his head, like someone just arrested, while she abused him with a bar of soap. After a while he shut his eyes, and Diane, wielding her fingernails now and staring at his face, helped him out with two practiced hands, one squeezing the family jewels, the other vigorous with the soap-and-warm-water treatment. It didn’t take long for the beautiful and perfect Ed King to ejaculate for the fifth time in twelve hours, while looking like Roman public-bath statuary. Then they rinsed, dried, dressed, and went to an expensive restaurant for lunch.

„Das ist eine harte Pille. Es dauert Jahre, um einen Roman zu schreiben und dann kommt so ein kleines Magazin und macht dich berühmt-berüchtigt dafür, dass du nicht über Sex schreiben kannst“, sagte der Autor Rowan Somerville, der den Preis im letzten Jahr erhalten hat.

Vielleicht ist es tröstlich zu wissen, das auch so berühmt-berüchtigte Autoren wie Tom Wolfe und Jonathan Littell es ebenfalls nicht können.  Norman Mailer wurde die „Auszeichnung“ im Jahr 2007 sogar posthum verliehen.

Quelle: Literary Review Magazin

7 Fragen an Inge Löhnig

Inge Löhnig © Marek Vogel

Inge Löhnig wurde 1957 in München geboren. Sie studierte an der renommierten Akademie U5 in München Grafik-Design und arbeitete anschließend in verschiedenen Werbeagenturen, zuletzt als Art-Directorin auf einem Mode-Etat.

Der Sünde Sold“ ist ihr erster Roman mit Kriminalhauptkommissar Konstantin Dühnfort und Auftakt der Serie, die bei Kritikern und Lesern einhellige Begeisterung auslöste. „Meisterhafte Erzählkunst“ schrieb die Süddeutsche Zeitung und „mehr davon“ wünschte sich das Magazin „Freundin„.

Neben Romanen für Erwachsene schreibt die Autorin auch Jugendbücher.

Inge Löhnig ist Mitglied im Autorenverband DAS SYNDIKAT und im Netzwerk der Krimiautorinnen MÖRDERISCHE SCHWESTERN.

Heute lebt sie als freiberufliche Grafik-Designerin und Autorin mit ihrer Familie und einem betagten Kater in der Nähe von München.

Zuletzt erschien im Dezember 2012 ihr neuer Kriminalroman mit dem Ermittler Konstantin Dühnfort unter dem Titel „Schuld währt ewig“ im List Taschenbuchverlag.

Wer mehr über Inge Löhnig erfahren möchte, findet Antworten auf  ihrer Autorenhomepage oder auch bei Facebook.

7 Fragen an Inge Löhning

1. Mit wem würden Sie gerne für einen Tag den Platz tauschen?

Eigentlich mit niemandem. Ich fühle mich sehr wohl, wo ich bin. Ich wäre allerdings gerne einen Tag lang Mäuschen bei einer Mordkommission.

2. Welche Projekte warten auf ihre Vollendung?

Da gibt es gleich drei. Zurzeit schreibe ich an der Rohfassung des dritten Jugendthrillers für den Arena-Verlag. Ab Dezember geht es dann bis Mai mit Dühnforts fünftem Fall weiter. Planung und Recherche dafür sind weitgehend abgeschlossen. Ich muss das Buch „nur†œ noch schreiben. Anschließend wird die Rohfassung des Jugendbuchs überarbeitet und ab September werde ich mir Gedanken machen, womit ich Dühnfort in seinem sechsten Fall beschäftige.

3. Was bringt Sie so richtig auf die Palme?

Ungerechtigkeit und Gleichgültigkeit.

4. Worauf sind Sie besonders stolz?

Darauf, dass ich etwas geschafft habe, von dem ich nie geträumt habe, nämlich den Beruf zu wechseln und nun Schriftstellerin zu sein.

5. Mit welcher historischen Figur/Person hätten Sie sich gerne zum Essen verabredet?

Mit Lucretia Borgia.

6. Über welche verpasste Gelegenheit ärgern sie sich noch heute?

Da fällt mir keine ein.

7. Womit haben Sie ihr erstes Geld verdient?

Ich war 15 Jahre alt und habe während der Osterferien in einer Firma gejobbt, die Modeschmuck herstellte. Meine Aufgabe war es, Zopfhalter und Haarspangen auf Pappkärtchen zu ziehen, diese in eine Folie zu stecken und zu verschließen. Von diesem ersten selbstverdienten Geld habe ich mir einen tragbaren Kassettenrekorder gekauft. Darauf war ich damals mächtig stolz.

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Der Lesekreis bedankt ganz herzlich bei Inge Löhnig für die Teilnahme an unserer Online-Umfrage.

Wikio / Ebuzzing Blog-Ranking Literatur Dezember 2011

Den ersten Platz im aktuellen Ranking der Literaturblogs belegt im Dezember ein Blog, der im September 2011 die neue Rubrik „Schnell verlinkt“ eingeführt hat. Neue Artikel werden nicht selbst verfasst, sondern per Link, die bereits im Titel eingebaut sind, gepostet. Ein Klick auf den Titel des Eintrags führt direkt zur entsprechenden Webseite. Genauso verhält sich auch der RSS-Feed.

Die Position eines Blogs im Ebuzzing-Ranking (ehemals Wikio) hängt von der Anzahl und dem Gewicht der Links ab, die von anderen Blogs eingehen. Es werden ausschließlich im Résumé des RSS-Feeds enthaltene Links berücksichtigt.

Auf diese Weise möchte Ebuzzing ein Ranking erstellen, das so repräsentativ wie möglich aktuelle Blogs und Entwicklungen aufzeigt. Bei der derzeitigen Nummer eins fließen jedoch definitiv die Backlinks der Webseiten, die den eigentlichen Artikel veröffentlicht haben, ins Ranking mit ein.

Die Vorgehensweise mag legitim sein, mir gefällt dieser fremde Federschmuck allerdings ganz und gar nicht. Ich habe mich deshalb entschlossen, ab sofort keine Preview zum Ebuzzing- oder Wikio-Ranking zu veröffentlichen und hoffe auf Verständnis.

Schöne Aussichten: Thea Dorn kuratiert Literaturfest München 2012

Wie das Literaturportal Bayern heute berichtet, kuratiert die 41-jährige Schriftstellerin und Dramaturgin Thea Dorn das Literaturfest München im nächsten Jahr.

Unter dem Motto „Hinaus ins Ungewisse!†œ plant Thea Dorn die Veranstaltungen für das forum:autoren 2012. Das dritte Literaturfest München findet vom 14. November bis 2. Dezember 2012 statt.

„Wir haben uns an den Gedanken gewöhnt, dass es zu der Welt, wie wir sie kennen, keine Alternative mehr gibt. Der aufgeklärte Mensch hat sich zu Beginn des dritten Jahrtausends so gut eingerichtet wie nie zuvor. Und dennoch fühlt er sich weder frei noch geborgen in diesem Haus, das er nach allen Regeln der Vorsorgebürokratie abgesichert hat. Was vermag die Literatur in einer Welt, die so wenig bei Trost ist? Das forum:autoren 2012 wird sich auf die Suche machen. Nach Schriftstellern und anderen Künstlern, die an den Gitterstäben der Gewissheit zu rütteln wagen. Die bereit sind, sich auszuliefern: einem Gedanken, einer Hoffnung, einer Phantasie. Die daran glauben, dass alles auch ganz anders sein könnte. Kurz: Das forum:autoren 2012 gehört den Romantikern, Idealisten und Himmelsstürmern†œ, sagt Thea Dorn über die neue Aufgabe im nächsten Jahr.

Neben ihrer Arbeit als Schriftstellerin und Dramaturgin ist Thea Dorn als Fernsehmoderatorin bekannt. Von 2003 bis 2004 moderierte sie zusammen mit Dirk Schümer die Sendung „Schümer und Dorn. Der Büchertalk“ im SWR. Seit 2004 führt sie durch die SWR-Sendung „Literatur im Foyer„.

Der Münchner Kulturreferent Dr. Hans-Georg Küppers freut sich über die Wahl der Kuratorin des forum:autoren 2012: „Wir kennen Thea Dorn als Autorin mit vielen Facetten †“ vom spannungsvollen Kriminalroman über das aufklärende Sachbuch bis hin zur erkundenden Analyse †“, wir kennen auch die moderierende und dennoch streitbare Fachfrau. Nun sind wir gespannt auf die idealistisch-himmelstürmende Kuratorin.

Quellen: Literaturportal München, Literaturfest München – Hinaus ins Ungewisse!