Spiegel-Bestenliste Taschenbücher Woche 27/2011

Platz 1 : Das Orchideenhaus von Lucinda Riley

Platz 2 : Wer Wind sät von Nele Neuhaus

Platz 3 : Zwei ein einem Tag von von David Nicholls

Platz 4 : Die Dienstagsfrauen von Monika Peetz

Platz 5 : Schneewittchen muss sterben von Nele Neuhaus

Platz 6 : Der Augensammler von Sebastian Fitzek

Platz 7 : Plötzlich Shakespeare von David Safier

Platz 8 : Juliregen von Iny Lorentz

Platz 9 : Limit von Frank Schätzing

Platz 10 : Blutige Stille von Linda Castillo

Quelle: Buchreport – Spiegel Online

MeeresBlau von Britta Strauss [Rezension]

Schillernd und sinnlich: MeeresBlau von Britta Strauss

Nach dem Tod seiner Eltern kehrt der Meeresbiologe Christopher Jacobsen heim auf die Isle of Skye, um sich um seine jüngere Schwester zu kümmern. Nicht nur der tragische Verlust verändert das Leben der Geschwister schlagartig, denn seltsame Wandlungen gehen in Christopher vor und das Meer übt eine magische Anziehungskraft auf ihn aus.

Auf einer Tiefseeexpedition, die ihn zusammen mit einer Crew von Wissenschaftlern vor die Küste Chiles führt, gewinnt der tödliche Zauber seiner wahren Natur an Kraft. Hin- und hergerissen zwischen seinem Leben an Land, seiner Liebe zu der Tiefseeexpertin Maya und der Verlockung, in seiner wahren Gestalt in die undurchdringlichen Abgründe der Meere zu tauchen, muss er sich entscheiden, bevor es zu spät ist.

„MeeresBlau“ ist die faszinierende Liebesgeschichte zweier Personen, die unterschiedlicher nicht sein können, und die dennoch das gleiche Ziel verfolgen, nämlich, dem Ruf ihrer großen Liebe bedingungslos zu folgen und die Natur zu beschützen. „Wir haben uns die Erde nur geliehen„, bekommt hier eine neue Bedeutung.

Christopher Jacobsen, Dozent für Meeresbiologie an der Universität von St. Andrews in Schottland, ist ein äußerst attraktiver, anziehender Mann – dunkel und geheimnisvoll. Maya Mawatha, die Leiterin des Instituts für Meeresbiologie auf Skye, ist eine atypische Protagonistin. Die geniale, leidenschaftliche Wissenschaftlerin mit indianischen Wurzeln ist eher bodenständig und verträumt, ein wenig chaotisch und dennoch auf ihre Art faszinierend. Die Anziehungskraft zwischen Chris und Maya ist von Beginn an spürbar. Chris und seine Schwester Jeanne begleiten die Expedition auf der FS Astero an die Küste vor Chile. In diesem Mikrokosmos an Bord des Schiffes bleibt auch der Crew und den Wissenschaftlern nicht lange verborgen, dass Christopher sich verändert. Das Meer zieht ihn magisch an und er unternimmt immer häufiger heimlich nächtliche Tauchgänge in die Tiefen des Ozeans. Nur die Liebe zu Maya und seine Schwester Jeanne lassen ihn letztendlich an Bord zurückkehren. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse…

Die Botschaft von Britta Strauss, dass nichts selbstverständlich ist und wir unsere Erde nicht als unser Eigentum betrachten dürfen, wird in diesem Roman sehr deutlich. Weder kitschig noch klischeehaft, öffnet sie eine Welt, in der sich Fiktion und Realität auf wunderbare Weise mischen. Die 33-jährige Autorin sagt über sich, dass sie schreibt, um sich selbst zu entführen. Um nachts durch ferne Wälder zu laufen, auf einem Pferderücken dahinzufliegen, in die Tiefen des Universums einzutauchen oder mit Walen zu schwimmen. Und sie schreibt, um ihre Leser zu entführen…

Das ist ihr einmal mehr gelungen. Bereits in ihrem Roman „Nathaniels Seele“ hat Britta Strauss einen magischen Bogen über die Geschichte der Indianer gespannt, hier taucht man direkt durch die glitzernde Oberfläche hinab in eine neue unbekannte Welt.

Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und warte schon jetzt voller Sehnsucht auf eine Fortsetzung.

Der Lesekreis bedankt sich bei Kerstin für die schöne Buchbetrachtung.

„MeeresBlau“ ist im Juli 2011 im Sieben Verlag erschienen. Die Taschenbuchausgabe umfasst 248 Seiten und ist für 16,90 Euro im Buchhandel erhältlich.

Olympia 2018: Live-Übertragung und Party am Münchner Marienplatz ab 8.30 Uhr

Der Countdown läuft!

Wer vor Ort die Daumen drücken möchte, erlebt die 70minütige Präsentation der Münchner Delegation mit und kann  anschließend bei der Pressekonferenz die ersten Reaktionen zu hören.

Die Bayern-3-Moderatoren Bernhard Fleischmann und Roman Röll führen durch ein attraktives Programm mit interessanten Gästen, Musik, Verlosungen, Sportdarbietungen und vielem mehr.

Unter anderem stehen Auftritte der norwegischen Hip-Hop- und Reggae-Band Madcon, des Kabarettisten Willy Astor und des ehemaligen Skispringers Dieter Thoma auf dem Programm.

Immer wieder soll es Schaltungen nach Durban, Garmisch-Partenkirchen und Berchtesgaden geben, um Stimmung und Spannung einzufangen. Die Kaufinger Straße verwandelt sich in eine Fanmeile mit Mitmachaktionen und für das leibliche Wohl wird natürlich auch gesorgt sein.

Um 15.35 Uhr erfolgt die erste Entscheidung und für einen der drei Kandidaten Annecy, Pyeongchang oder München kann jetzt schon alles vorbei sein.

Um Punkt 17.00 Uhr steht dann endgültig fest, ob München die bisher einzige Stadt sein wird, die sowohl Sommer- als auch Winterspiele austrägt.

Darf gefeiert werden? Hoffentlich! 😉

Die Party ist bereits geplant! Bis 22.00 Uhr verwandeln sich Marienplatz und Kaufinger Straße in eine riesige Tanzfläche.

Quelle:  München 2018

Wikio Blog-Ranking Literatur Juli 2011

Das Informationsportal Wikio.de hat das Ranking der Literatur-Blogs für den Monat Juli 2011 bekanntgegeben.

Die Juli-Daten haben die Liste ziemlich durcheinander gewirbelt. Super – es gibt also wieder einiges Neues zu entdecken:

Leander Wattig von „Was mit Büchern“ hat es geschafft und tatsächlich „LovelyBooks“ entthront.  Ninas „Libromanie“ war fleißig und ist wieder auf dem Treppchen. „Lesen beflügelt“ hat einen mächtigen Satz von Platz 20 auf Platz 4 hingelegt und der „Lesekreis“ schwächelt wohl aufgrund des 14-tägigen Urlaubs. Ganz neu unter den Top 20 sind die Blogs „Leseträume“ auf Platz 9, Karlas „Buchkolumne“ mit neuem, dezenteren Layout auf Platz 12 und „Kielfeder“ auf Platz 14.

Es bleibt also spannend. Viel Vergüngen beim Stöbern 😉

Die Position eines Blogs im Wikio-Ranking hängt von der Anzahl und dem Gewicht der Links ab, die von anderen Blogs eingehen. Es werden ausschließlich im Résumé des RSS-Feeds enthaltene Links berücksichtigt. Links aus Blogrolls werden beim Ranking nicht berücksichtigt und der Wert der Links nimmt mit der Zeit ab. Auf diese Weise möchte Wikio.de ein Ranking erstellen, das so repräsentativ wie möglich aktuelle Blogs und Entwicklungen aufzeigt.

Das Ranking wird jeden Monat aktualisiert. Nachfolgend das Blog-Ranking für Literatur im Monat Juli 2011:

  1. Ich mach was mit Büchern
  2. LovelyBooks Blog
  3. Libromanie
  4. Lesen Beflügelt
  5. Lesekreis – That´s me
  6. Literaturwelt. – Das Blog.
  7. Die Edelstein-Trilogie Fanseite
  8. Feenfeuer
  9. Leseträume
  10. Der Bücher Blog – Bestseller, Kritiken, Aktuelles
  11. Kleinbrina´s Bücherblog
  12. Buchkolumne
  13. Leselust und Leseliebe
  14. Kielfeder
  15. Die Duschungel. Anderswelt (Alban Nikolai Herbst)
  16. Bella´s Wonderworld
  17. Aleatorik
  18. Der Bücherwahnsinn
  19. Gleisbauarbeiten
  20. Seitenweise Leseglück

Ranking erstellt von Wikio.de

Verdammte Scheiße, schlaf ein von Adam Mansbach

Kurz nachdem meine vierjährige Tochter regelmäßig den Kindergarten besuchte, gehörten „sone Seiße“ oder auch „söne Seiße“ zu ihrem neuen Wortschatz. Da sie das Sch noch nicht sprechen konnte, sorgte sie durch mit Inbrunst verkündete Sätze wie „die Puppe is so seiß sön“ regelmäßig für viel Aufmerksamkeit und Gelächter. Das änderte sich schlagartig, als das Sch da war. Eine Vierjährige, die mit den Kraftausdrücken der Erwachsenen ihre Sätze ausschmückt, ist nicht niedlich. Dabei gehörte „Scheiße“ eindeutig noch zu den harmloseren Ausdrücken, mit denen sie sukzessive ihre Sätze erweiterte.

„Go the Fuck to Sleep“ lautet der Titel eines mit 14 bezaubernd illustrierten Doppelseiten kleinen Büchleins, das gerade in den USA für Begeisterung sorgt, in 20 Sprachen übersetzt werden soll und dessen Filmrechte bereits verkauft sind.

Zunächst war „Go the Fuck to Sleep“ nur ein Witz auf Facebook, in dem Adam Mansbach sich als frustrierter Vater Luft machte. Er fand so viel Zustimmung, dass er sich zu dem Buch entschloss. Die gereimten Vierzeiler haben es in sich. Die Bilder vermitteln eine heile Welt, die Texte dazu die beißend ironische Forderung eines frustrierten Elternteils nach Ruhe.

Die Vögel des Himmels verstummen,
Die Nacht senkt sich über den Hain.
Du hast immer noch Durst? Hör auf mit dem Scheiß.
Leg dich hin, schlaf verdammt noch mal ein.

„Verdammte Scheiße, schlaf ein“ lautet der Titel in der deutschsprachigen Übersetzung von Jo Lendle, der Ende Juni 2011 im DuMont Verlag erschienen ist und die Nation mal wieder spaltet.

„Man sollte das Buch boykottieren!„, schreibt eine empörte Mutter auf Amazon. So ein Scheiß Blödsinn. Kinder ins Bett zu bringen, ist Schwerstarbeit. Das Büchlein enthält so viel Wahrheit, dass sich hierzulande kaum jemand traut, das laut auszusprechen. Selbstredend ist das Buch ab 18!

Mehr dazu findet sich hinter den folgenden Links:
Samuel L. Jackson reads †œGo the F*ck to Sleep†
Gute Nacht, verdammt!
Warum will jeder dieses Buch?
Einfach mal Scheiße brüllen: Adam Mansbach sagt, was Eltern wirklich denken.
Was hat uns bloß so ruiniert?
‚Go the F*ck to Sleep‘ Sparks Soul-Searching Among German Parents