Am Donnerstag, den 14.04.2011, ist der 37-jährige kolumbianische Schriftsteller Juan Gabriel Vásquez zu Gast in der Münchner Buchhandlung Lehmkuhl. Ab 20.30 Uhr stellt er seinen neuen Roman „Die geheime Geschichte Costaguanas„, der im Februar 2011 in der deutschsprachigen Übersetzung im Schöffling Verlag erschienen ist,  vor.

Juan Gabriel Vásquez wurde im März 2011 für seinen Roman “El ruido de las cosas al caer” (Der Lärm der herabfallenden Dinge) mit dem Alfaguara Literaturpreis 2011 ausgezeichnet. Der Premio Alfaguara de Novela ist mit 175.000 Dollar (125.000 Euro) dotiert und gehört zu den wichtigsten Literaturpreisen in der spanischsprachigen Welt.

Die geheime Geschichte Costaguanas ist eine große Hommage an die Tradition des Abenteuerromans und zugleich eine so kunstvolle wie ironische Abrechnung mit dem seefahrenden Romancier Joseph Conrad. Ende des 19. Jahrhunderts scheint Panama, der äußerste Zipfel Kolumbiens, zum Mittelpunkt der Welt zu werden. Hier wird der Kanal gebaut, der die Weltmeere miteinander verbindet. Hier treffen Weltpolitik und Literatur aufeinander, dass die Fetzen fliegen! So wie Vasquez hat lange keiner mehr erzählt.

Kurzbeschreibung
Ende des 19. Jahrhunderts scheint die Welt einen neuen Mittelpunkt zu bekommen, weit weg von ihren bisherigen Zentren: In Panama, dem äußersten Zipfel Kolumbiens, wird ein Kanal gebaut, der die Weltmeere verbinden soll. Frankreich und die Vereinigten Staaten stürzen sich auf diesen Ort, der bis dahin nur für sein entsetzliches Klima und unzählige Tropenkrankheiten bekannt war. Hier ringen Europa und die USA um Reichtum und Macht.

Doch nicht nur die Weltpolitik, auch Joseph Conrad, der seefahrende Romancier, entdeckt diesen Ort für sich. Ließ er sich von der Geschichte Kolumbiens und dem Bau des Panamakanals zu seinem Roman Nostromo inspirieren? In Konkurrenz mit ihm tritt José Altamirano, gebürtiger Kolumbianer, dessen Leben inmitten von Katastrophen und politischen Umbrüchen einen tragikomischen Gegenpart zu dem des weltberühmten Schriftstellers bildet. Altamirano, der sich schuldig fühlt an der Niederlage seines Landes, zieht alle Register, um den großen Romancier zu überbieten. Eine Hommage an die Tradition des Abenteuerromans vom Autor von DIE INFORMANTEN.

Über den Autor
Juan Gabriel Vásquez wurde 1973 in Bogotá geboren und studierte lateinamerikanische Literatur an der Sorbonne. Bei Erscheinen seines Romans Die Informanten nannte ihn Nobelpreisträger Màrio Vargas Llosa „eine der originellsten neuen Stimmen der lateinamerikanischen Literatur“. Vasquez lebt mit seiner Familie heute in Barcelona.

Quelle: Buchhandlung Lehmkuhl

Der 37-jährige kolumbianische Schriftsteller Juan Gabriel Vásquez wurde für seinen Roman „El ruido de las cosas al caer“ (Der Lärm der herabfallenden Dinge) mit dem Alfaguara Literaturpreis 2011 ausgezeichnet. Der Premio Alfaguara de Novela ist mit 175.000 Dollar (125.000 Euro) dotiert und gehört zu den wichtigsten Literaturpreisen in der spanischsprachigen Welt.

Wie die Jury mitteilte, hatten Verlage aus Spanien und Lateinamerika insgesamt 608 Manuskripte eingereicht. In dem ausgezeichneten Werk befasst sich der inzwischen in Barcelona lebende Juan Gabriel Vásquez mit Gewalt und Terror in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá, wo er 1973 geboren wurde. Sein erster Roman „Die Informanten“ ist 2010 ebenfalls auf Deutsch erschienen. Zuletzt ist im Februar 2011 im Schöffling Verlag der Abenteuerroman „Die geheime Geschichte Costaguanas“ erschienen.

Kurzbeschreibung
Ende des 19. Jahrhunderts scheint die Welt einen neuen Mittelpunkt zu bekommen, weit weg von ihren bisherigen Zentren: In Panama, dem äußersten Zipfel Kolumbiens, wird ein Kanal gebaut, der die Weltmeere verbinden soll. Frankreich und die Vereinigten Staaten stürzen sich auf diesen Ort, der bis dahin nur für sein entsetzliches Klima und unzählige Tropenkrankheiten bekannt war. Hier ringen Europa und die USA um Reichtum und Macht.

Doch nicht nur die Weltpolitik, auch Joseph Conrad, der seefahrende Romancier, entdeckt diesen Ort für sich. Ließ er sich von der Geschichte Kolumbiens und dem Bau des Panamakanals zu seinem Roman Nostromo inspirieren? In Konkurrenz mit ihm tritt José Altamirano, gebürtiger Kolumbianer, dessen Leben inmitten von Katastrophen und politischen Umbrüchen einen tragikomischen Gegenpart zu dem des weltberühmten Schriftstellers bildet. Altamirano, der sich schuldig fühlt an der Niederlage seines Landes, zieht alle Register, um den großen Romancier zu überbieten. Eine Hommage an die Tradition des Abenteuerromans vom Autor von Die Informantin.

Über den Autor
Juan Gabriel Vásquez wurde 1973 in Bogotá geboren und studierte lateinamerikanische Literatur an der Sorbonne. Er hat unter anderem Victor Hugo, E. M. Forster und John Dos Passos übersetzt sowie preisgekrönte Erzählungen und Essays publiziert. Seine Werke wurden bisher in 14 Sprachen übersetzt. Bei Erscheinen seines Romans „Die Informanten“ nannte ihn der Nobelpreisträger Mario Vargas Llosa „eine der originellsten neuen Stimmen der lateinamerikanischen Literatur„. Heute lebt Juan Gabriel Vásquez als Schriftsteller mit seiner Frau und zwei Töchtern in Barcelona.

Über die Übersetzerin
Susanne Lange, geboren 1964 in Berlin, lebt in Barcelona. Für ihre Übersetzungen aus dem Spanischen erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt das Zuger Übersetzerstipendium für ihre Neuübersetzung des Don Quijote (2003), den Hieronymusring (2007) und den Johann-Heinrich-Voß-Preis (2009). Derzeit ist sie August-Wilhelm-von-Schlegel-Gastprofessorin für Poetik der Übersetzung an der Freien Universität Berlin. Zu den von ihr übersetzten Autoren gehören u.a. Fernando del Paso, Federico García Lorca, Octavio Paz und Carmen Laforet.

Der aus Argentinien stammende Schriftsteller und Dichter Andrés Neuman wurde heute mit einem der renommiertesten spanischen Literaturpreise, den mit 175 000 Dollar dotierten Alfaguara-Preis (Premio Alfaguara de Novela), ausgezeichnet.

Neuman gilt als einer der vielversprechendsten Autoren der spanischen Sprache in den letzten Jahren, die Auszeichnung erhält er für seinen Roman „El Viajero del Siglo“ (Der Reisende des Jahrhunderts). Für den Wettbewerb hatten Schriftsteller aus Spanien und Lateinamerika 546 Manuskripte eingereicht. Neuman nahm mit seinen Roman unter dem Pseudonym „Von Stadler“ teil.

Andrés Neuman legte in Granada sein Staatsexamen in Hispanischer Philologie ab, danach lehrte er an der Universität in Granada lateinamerikanische Literatur. Derzeit arbeitet er als Kolumnist für die Kultur-Beilage der spanischen Zeitung ABC, der täglich erscheinenden Clarín Revista Ñ. Im Alter von 22 Jahren veröffentlichte Neuman seinen ersten Roman „Bariloche„. Zu seinen weiteren Werken gehören die Romane „La vida de las ventanas“  und „Una vez Argentinien„, sowie die Kurzgeschichten “ El ultimo minuto „, „El Que Espera“ und“ Alumbramiento „. In Deutschland ist bislang keines seiner Werke erschienen.

Die Handlung in dem ausgezeichneten Roman Roman „El Viajero del Siglo“ (Der Reisende des Jahrhunderts) spielt in der fiktiven Stadt Wandernburgo, südlich von Berlin, im Deutschland des 19. Jahrhunderts. Hans, der Protagonist, mit einem Pferdewagen auf der Durchreise, verbringt dort eine Nacht in einem Gasthaus. Am folgenden Tag lernt er einen Drehorgelspieler kennen, dessen Musik ihn anrührt. Bald schließen sie Freundschaft und sein Aufenthalt verlängert sich auf unbestimmte Zeit.

Andrés Neuman erklärt, er habe sechs Jahre gezögert diesen Roman zu schreiben und jetzt eine wichtige Dokumentationsarbeit verwirklicht. „2004 habe ich sogar eine Fahrradtour durch Deutschland unternommen“, sagt Neuman und erklärt weiter, dass es sich nicht um einen historischen, sondern um einen futuristischen Roman handelt, der in der Vergangenheit spielt.