Fußball: Deutsche Nationalelf der Autoren wird Europameister

Am 02.05.2010 besiegte die deutsche Autoren-Nationalmannschaft in einem spannenden Finale im Stadion “Rote Erde” in Dortmund das Team der Türkei mit 5:4 nach Elmeterschießen (0:0) und wurde somit Europameister der Autoren. Das von der DFB-Kulturstiftung unterstützte Turnier wurde seit dem 29.04.2010 in Unna im Rahmen der Ruhr.2010 als “RuhrLitCup” ausgespielt. Es war die vierte Europameisterschaft der Autoren-Nationalmannschaften.

Das deutsche Team bestimmte das Finale vor allem in der zweiten Halbzeit, konnte jedoch gegen ein kompaktes und leidenschaftlich kämpfendes türkisches Team nicht den entscheidenden Treffer setzen. Keeper Albert Ostermaier hielt dann im Elmeterschießen zwei Strafstöße, für Deutschland behielten Schmieder, Eilenberger, Kröchert, Rinke und Richter die Nerven.

Autorenteams aus Ungarn, Schweden, England, Italien, Österreich, Deutschland und erstmals der Türkei spielten um die Europameisterschaft. Komplettiert wurde das Ganze von einem deutschen Krimiautorenteam. Dabei setzten sich in den Gruppenspielen Deutschland und Italien durch, in der zweiten Gruppe qualifizierten sich die Türkei und Schweden. Nach einem anstrengenden Turnierfreitag wurden am Samstag die Halbfinals ausgespielt. Die türkische Mannschaft, die erst vor neun Monaten gegründet wurde, besiegte überraschend die Italiener, allerdings erst nach Elfmeterschießen, während sich die deutsche Mannschaft überraschend deutlich mit 4:0 gegen den Titelverteidiger und dreimaligen Europameister Schweden durchsetzte.

Der von der Stadt Unna veranstaltete RuhrLit-Cup hatte aber nicht nur Fussball zu bieten, sondern beinhaltete ein reichhaltiges kulturelles Abendprogramm mit Lesungen, Konzerten und Talkrunden. Eröffnet wurde das Turnier im Rahmen des Gala-Lese-Abends “BOLZEN” am Donnerstag von Fritz Pleitgen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ruhr.2010 und Mitglied im Kuratorium der DFB-Kulturstiftung. Der Leseabend am Samstag, mit prominenten Gästen wie Claudia Roth, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/Die Grünen, die Schauspieler Nina Kunzendorf und Dominique Horowitz stand ganz unter dem Motto “Balzen”.

Das Fußballteam der Schriftsteller, gegründet im Jahr 2005, spielt in der „Writers League“ gegen Autoren anderer Länder, gegen Journalisten oder Künstler und wird durch die DFB-Kulturstiftung gefördert.

Quelle: Nationalmannschaft der Autoren auf Facebook

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Schriftstellerverbände wollen am Welttag des Buches über Praktiken von Zuschussverlagen informieren.

„Es ist ungeheuerlich, dass ein Verlag, der sich mit dem Namen Goethe schmückt, mit repressiven juristischen Maßnahmen gegen Autoren und ihre Verbände vorgeht, die sich für faire Verlagspraktiken einsetzen“, erklärte Imre Török, Vorsitzender des VS in ver.di.

Noch ist es nicht offiziell, aber das Portal www.literaturcafe.de berichtet bereits darüber: Am 23. April, dem Welttag des Buches, planen nahezu alle namhaften Autorenverbände aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mit einer gemeinsamen Erklärung an die Öffentlichkeit zu treten. „Es ist vorgesehen, dass sich die Autorenvertretungen in dieser sogenannten „Fairlag-Erklärung“ für einen fairen Umgang zwischen Verlagen und Autoren aussprechen. Hierzu gehöre es nach Meinung der Autorenverbände auch, dass ein Autor für eine Veröffentlichung vom Verlag Geld bekommt – und nicht umgekehrt. Die geplante Erklärung blickt daher kritisch auf die sogenannten Zuschussverlage, wobei sie dieses Geschäftsmodell jedoch nicht mit Bausch und Bogen verdammt“, heißt es da.

Vielmehr soll sich die Erklärung gegen die schwarzen Schafe der Branche richten, die nach Meinung der Autorenverbände „mit den Autoren alles andere als fair umgehen und ihnen offenbar Versprechungen über Erfolge und Verkaufspotenziale machen, die nicht immer der Wirklichkeit entsprächen“. Unerfahrene Autoren liefen hier Gefahr, durch Unwissen und Naivität eine mögliche Karriere durch eine Veröffentlichung in einem Zuschussverlag mit weniger gutem Ruf zu verbauen.

Noch ist der Text der Erklärung in der internen Diskussion, doch ist ein Entwurf offenbar im Vorfeld der Frankfurter Verlagsgruppe Holding AG August von Goethe zugespielt worden, berichtet literaturcafe.de. Diese versuche nun, die Autorenverbände einzuschüchtern und drohe ihnen über einen Rechtsanwalt per Fax mit juristischen Schritten, falls diese die Erklärung unterzeichnen.

Diesen recht bemerkenswerten Versuch, auf die interne Meinungsbildung zwischen den Verbänden einzuwirken, machten die beteiligten Verbände aus Österreich und der Schweiz bereits am vergangenen Wochenende öffentlich. Entsprechende Artikel sind im “Standard“ und in der “Basler Zeitung“ nachzulesen.

Nun hat auch der Verband deutscher Schriftsteller in ver.di (VS) eine Presseinformation mit dem Titel Für Meinungsfreiheit – gegen Einschüchterung herausgegeben.

Das Bemerkenswerte an der juristischen Drohgebärde der Frankfurter Verlagsgruppe Holding AG August von Goethe: Diese taucht namentlich überhaupt nicht in der geplanten Erklärung auf…