Logo Bayerischer BuchpreisAm 27. November 2014 wird zum ersten Mal der Bayerische Buchpreis als Nachfolger der Corine (nach zweijähriger Unterbrechung) vom Landesverband Bayern des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels verliehen. Die Zahl der Kategorien wird dabei verringert und das Auswahlverfahren geändert. Gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie findet der neue Literaturpreis Unterstützung durch die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V., die DATEV und dem Verein zur Leseförderung e.V., Medienpartner sind der Bayerische Rundfunk und DIE ZEIT.

Prämiert werden innerhalb des vergangenen Jahres neu erschienene deutschsprachige Bücher in den Kategorien Belletristik und Sachbuch. Zudem würdigt der „Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten“ das Lebenswerk eines/r namhaften Schriftstellers/in, der in diesem Jahr der Autorin Silvia Bovenschen verliehen wird.

Die Preisträgerinnen und Preisträger werden von einer dreiköpfigen Fachjury (Franziska Augstein, Carolin Emcke und Denis Scheck) gewählt. Die zur Wahl stehenden Bücher werden von den Mitgliedern der Jury nominiert. Insofern können sich Autoren und Verlage nicht um den Preis bewerben.

Der Bayerische Buchpreis ist verbunden mit einem Hauptpreisgeld in Höhe von 10.000 Euro. Nominierte Autorinnen und Autoren erhalten 2.000 Euro.

Nominierungen Belletristik

Nino Haratischwili: Das achte Leben (Frankfurter Verlagsanstalt)
Thomas Hettche: Pfaueninsel (Kiepenheuer & Witsch)
Thomas Kapielski: Je dickens, destojewski!. Ein Volumenroman (Suhrkamp)

Nominierungen Sachbuch

Andreas Bernard: Kinder machen. Neue Reproduktionstechnologien und die Ordnung der Familie (S. Fischer)
Ulrich Herbert: Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert (C. H. Beck)
Josef H. Reichholf: Ornis. Das Leben der Vögel (C. H. Beck)

Die Preisverleihung findet während des Literaturfestes München in der Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz statt.

Quelle: Bayerischer Buchpreis

Lena ChristDie bayerische Schriftstellerin Lena Christ wurde am 30. Oktober 1881 in Glonn als außereheliches Kind der Köchin Magdalena Pichler geboren und zählt zu den berühmtesten Töchtern dieser idyllisch gelegenen oberbayerischen Kleinstadt. Hier verbrachte Lena Christ bis zu ihrem 7. Lebensjahr nach eigenen Angaben die glücklichste Zeit ihres Lebens bei ihrem Großvater mütterlicherseits, Mathias Pichler, und seiner Frau Magdalena im Glonner Hansschusterhaus.

Im Jahr 1888 holte ihre Mutter, die inzwischen den Metzgergesellen Josef Isaak geheiratet und mit ihm eine Gaststätte eröffnet hatte, Lena nach München. Damit begann für sie ein häusliches Martyrium. Sie musste Schwerstarbeit leisten und wurde von ihrer Mutter misshandelt.

Immer wieder suchte Lena Zuflucht bei ihrer Großmutter in Glonn. Die meisten ihrer Werke sind in dieser Landschaft angesiedelt. In „Erinnerungen einer Überflüssigen“ (1912), „Lausdirndlgeschichten“ (1913) oder „Die Rumplhanni“ (1916) verarbeitete sie ihre eigenen Beobachtungen und Erlebnisse, die einen tiefen Einblick in das ärmliche Leben der Arbeiterklasse, der Dienstboten und der Landbevölkerung Anfang des 20. Jahrhunderts geben.

Am 24. Mai 2014 organisierten die Münchner BücherFrauen einen literarischen Spaziergang in Glonn, der durch Lena Christs Kindheit und zu Schauplätzen ihrer Werke führte. Gunna Wendt, Verfasserin der Biografie „Lena Christ. Die Glückssucherin.“ (erschienen bei LangenMüller im Juni 2012) und Kuratorin der gleichnamigen Ausstellung (2012/2013) in der Monacensia, berichtete vom Leben und Werk der außergewöhnlichen bayerischen Schriftstellerin. Unterstützung erhielt sie von dem Ortschronist Hans Obermair, der anlässlich des 125. Geburtstags der Schriftstellerin eine umfangreiche Dokumentation über „Lena Christ und Glonn – Glonn und Lena Christ – Herkunft und Wurzeln“ verfasste.

Nachfolgend ein Foto-Streiflicht über verschiedene Schauplätze und Stationen des literarischen Spaziergangs in Glonn:

Lena Christ_Treffpunkt vor dem Glonner Rathaus
Treffpunkt vor dem Glonner Rathaus
Lena Christ_Büste am Rathaus in Glonn
Lena Christ, Büste am Rathaus in Glonn
Lena Christ_Einführung im Glonner Heimatmuseum
Einführung im Heimatmuseum Glonn
Chronist Hans Obermair
Chronist Hans Obermair
Lena Christ_ Autorin und Publizistin Gunna Wendt
Autorin und Publizistin Gunna Wendt
Lena Christ_Stube im Heimatmuseum Glonn
Lena Christs „Stube“ im Heimatmuseum Glonn
Lena Christ_Schrank mit diversen Gegenständen
Schrank mit einigen persönlichen Gegenständen von Lena Christ
Lena Christ_ Fotografien
Fotografien
Lena Christ_Zur Erinnerung
Zur Erinnerung an Lena Christ
Lena Christ_Geburtshaus
Foto von Lena Christs Geburtshaus
Lena Christ_Heimatmuseum Glonn
Heimatmuseum Glonn
Lena Christ_vor der Glonner Kirche
Vor der Glonner Kirche
Lena Christ_Türgriff Glonner Kirche
Türklinke der Glonner Kirche
Lena Christ_Taufstein
Lena Christ wurde in diesem Taufstein 1881 getauft
Lena Christ_Katholische Kirche in Glonn
Katholische Kirche in Glonn
Lena Christ_Gunna Wendt
Gunna Wendt
Lena Christ_Katholische Kirche, Glonn
Ein Blick auf die katholische Kirche in Glonn
Lena Christ_BücherFrauen & Co in der Lena-Christ-Str.
BücherFrauen & Anhang in der Lena-Christ-Straße in Glonn
Lena Christ_Station Neuwirt mit Lena-Christ-Stube
Gaststätte Neuwirt mit Lena-Christ-Stube in Glonn
Lena Christ_Grundstück auf dem das Geburtshaus stand
Auf diesem Grundstück stand 1881 Lena Christs Geburtshaus
Lena Christ_Gedenktafel
Gedenktafel Lena Christ
Lena Christ_Gedenktafel am Geburtshaus in Glonn
Gedenktafel am Geburtshaus in Glonn
Lena Christ_Landschaft hinter dem Geburtshaus
Ein Blick auf die Landschaft hinter dem Geburtshaus

Die Veranstaltung war eine wunderbare Gelegenheit, sich dem Leben der Schriftstellerin Lena Christ vor Ort zu nähern. Vielen Dank an Gunna Wendt und Hans Obermair für die kompetente, informative und freundliche Führung sowie an die BücherFrauen Gerlinde Moorkamp und Karen Gerwig für die gelungene Organisation.

Am Ende des TagesLaut einer Vorankündigung ermittelt Robert Hültners Inspektor Kajetan in seinem im März 2013 im btb Verlag erschienenen Kriminalroman „Am Ende des Tages“ zum letzten Mal. Wie seine vorherigen Fälle auch, spielt dieser sechste Fall Ende der 1920er Jahre in einem ständig im Umbruch befindlichen Bayern und München, welche von den damaligen Wirrungen und politischen Machenschaften geprägt wurden.

Der Leser erlebt die unruhige Zeit der Räterepublik und fühlt sich aufgrund der eingestreuten altbayerischen Begrifflichkeiten und authentischen Dialoge in ein historisches München vor der Weimarer Republik versetzt. Hatte Inspektor Kajetan in seinem letzten Roman „Inspektor Kajetan kehrt zurück“ noch in den verschneiten Bergen des Alpenlandes an der Grenze zu Österreich ermittelt, trifft ihn nun der schwelende Beginn des Nationalsozialismus mit ersten brutalen Aktionen der Schlägertrupps der SA. In der Hoffnung wieder in den Polizeidienst aufgenommen zu werden, kehrt der aus dem Polizeidienst suspendierte Kajetan nach München zurück, nachdem seine augenscheinlichen Gegner mutmaßlich verschwunden sind. Doch da der Wiedereinstieg in den Dienst zunächst nicht möglich erscheint, lässt Kajetan sich infolge der Empfehlung seines früheren Vorgesetzten von einem jüdischen Privatmann engagieren. Sein Auftrag lautet, einen zehn Jahre zurückliegenden Mord an einer Frau aufzuklären, bei dem der Ehemann unschuldig verurteilt worden sein soll. Auf dem Weg seiner Ermittlungen, der ihn zu einem Flugzeugabsturz in die Chiemgauer Alpen führt, trifft Kajetan einen Berliner Privatermittler. Dieser ist auf der Suche nach einer verloren gegangenen Geldschatulle. Langsam verstricken sich die geschickt verwobenen Handlungsstränge der beiden Ermittler und führen schließlich auch zur Spur der Mörder. Das Ende der Ermittlungen lässt alle Möglichkeiten für weitere Fälle Kajetans offen und darauf hoffen, dass Robert Hültner seinen Inspektor Kajetan eventuell doch noch erneut ermitteln lässt.

In „Am Ende des Tages“ zeigt sich einmal mehr die große Erzählkunst Hültners. Der Autor schildert die Charaktere sprachlich grandios und setzt die Handlungsorte so gekonnt in Szene, dass sie beim Leser ein atmosphärisch dichtes Stück Zeitgeschichte erzeugen. Unvorhersehbare Wendungen sorgen zudem für anhaltende Spannung. Kajetans sechster Fall steht in der Tradition seiner Vorgänger in nichts nach und sollte allen Fans der „bayerischen Krimiwelle“ als gelungene Abwechslung zu den komödiantisch trivialen Krimis auf den Bestellerlisten dienen.

Der Lesekreis bedankt sich ganz herzlich bei Volker für diesen Einblick in Robert Hültners neuen Kriminalroman und beim btb Verlag für die freundliche Überlassung eines Rezensionsexemplares. Wer sich einen weiteren Einblick in „Am Endes des Tages“ verschaffen möchte, findet hier eine vom Verlag online gestellte Leseprobe.

Kurzbeschreibung
Erscheinungstermin: 11. März 2013 im btb Verlag (320 Seiten)
Am Ende des Tages siegt die Gerechtigkeit. Wirklich? Kajetans schwierigster Fall!

In den Chiemgauer Alpen stürzt ein Flugzeug ab. Ein Bauer, der gleich nach dem Unglück aufgestiegen ist, um Verletzte zu bergen, kommt bald danach mitsamt seiner Familie bei einem Brand seines Hofes um. Hat er etwas gesehen, was er nicht hätte sehen sollen? Kajetan, der in einem ganz anderen Fall ermittelt und dem Hoffnungen gemacht wurden, dass er wieder in den Polizeidienst zurückkönne, gerät bald mitten hinein in eine politische Verschwörung, in der es um mehr als nur um Flugzeugabstürze geht.

Über den Autor
Robert Hültner wurde 1950 in Inzell geboren. Er arbeitete unter anderem als Regieassistent, Dramaturg, Regisseur von Kurzfilmen und Dokumentationen, reiste mit einem Wanderkino durch kinolose Dörfer und restaurierte historische Filme für das Filmmuseum. Für seine Inspektor-Kajetan-Romane wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem zweimal mit dem Deutschen Krimipreis und mit dem renommierten Glauser-Preis. Robert Hültner lebt in München und in einem Bergdorf in den südfranzösischen Cevennen.

Bereits zum siebten Mal veranstaltet der Bayerische Rundfunk seine Literatur-Tour „on3-Lesereihe“ quer durch Bayern.

Zwölf Schreibtalente aus allen Teilen des Freistaats lesen vom 22. bis 26. Oktober 2012 in fünf bayerischen Städten um die Gunst des Publikums, das seinen Favoriten ins Lese-Finale nach Nürnberg wählt. Über die Teilnahme an der Lesetour hat eine prominente Autoren-Jury – bestehend aus Jasmin Ramadan, Benedict Wells, Katja Huber und Claudius Nießen – entschieden.

In diesem Jahr wird die österreichische Liedermacherin Gustav alias Eva Jantschitsch dafür sorgen, dass die on3-Lesereihe wieder ein literarisch-musikalisches Highlight im Herbst wird. Gustav wird nicht nur als Live-Act, sondern auch mit selbstverfassten Texten zum diesjährigen Motto „Kamikaze“ beitragen.

Die Tourdaten der on3-Lesereihe 2012

Montag, 22. Oktober München, Provisorium, 20 Uhr
Autoren: Samuel Langer, Matthias Tonon, Lara Hampe

Dienstag, 23. Oktober Regensburg, Alte Mälzerei, 20 Uhr
Autoren: Sibylla Hirschhäuser, Marco Frohberger, Armin Wühle

Mittwoch, 24. Oktober Würzburg, Cairo, 20 Uhr
Autoren: Sebastian Heider, Mariola Hatalski, Kristina Pfister

Donnerstag, 25. Oktober Passau, Zeughaus, 20 Uhr
Autoren: Anne Strauß, Christin Figl, Julius Braun

Freitag, 26. Oktober Nürnberg, Club Stereo, 20 Uhr
Großes Final-Lesen mit den vier Städtesiegern & Gustav

Der Eintritt ist an allen Veranstaltungsabenden frei.
Die on3-Lesereihe wird auch live von Montag bis Freitag ab 20 Uhr auf on3-radio und im Live-Stream auf on3.de übertragen.

Alle Infos und Termine auch auf on3.de/lesereihe

Quelle Fotos: www.br-foto.de

Alles mit dem Mund lautet die Devise, wenn am 13. Oktober 2012 stiMMMt! auf Nonhoff in der Schrottgalerie Friedel in Glonn trifft.

stiMMMt! ist ein modernes sechsköpfiges Vokalensemble, in dem Rita (Sopran), Uli (Mezzosopran), Regina (Alt), Stevie (Tenor), Pit (Bariton) und Christoph (Bass) eigene Arrangements von Songs aus Rock und Pop der letzten 40 Jahre, stimmungsvolle Balladen sowie eigene Kompositionen singen.

Die bunt zusammengewürfelte Truppe kommt aus Glonn und Umgebung, aus Ebersberg, aus dem Allgäu und irgendwie auch aus Hamburg. Dass die Musik bekanntlich über (Länder)Grenzen hinweg verbindet, beweisen einmal mehr ihre grandiosen Accapella-Variationen.

Der Geschichtenerzähler Björn Nonhoff wurde von der Süddeutschen Zeitung schon zum „Magier der Worte“ gekrönt, da es ihm mit einfachsten Mitteln gelingt, tief zu berühren. Er führt durch den Wahnsinn des Alltags hinein in die verzauberte Welt der Fantasie. Immer mit einem zwinkerndes Auge auf das Zauberhafte zwischen den Alltäglichkeiten gelegt, einer frischer Prise Melancholie und einem frechen Drang zum Hofnarren, der dem Publikum ein Spiegel vorhält.

Wer also Lust auf einen kurzweiligen und humorvollen Abend mit einem ganz eigenwilligen Sound hat, sollte sich die Veranstaltung am kommenden Samstag, 13. Oktober 2012, nicht entgehen lassen.

Schrottgalerie Friedel
St. Johannesstr. 2
85625 Glonn