Denis Scheck_1Seit zehn Jahren bringt Denis Scheck uns Autorinnen und Autoren und wichtige Bücher nahe, warnt vor Schrottprosa und zeigt in seiner abseits von Elfenbeintürmen und Dichterklausen angesiedelten Sendung, dass Literatur auch im 21. Jahrhundert ein internationales Leitmedium ist, heißt es in der Ankündigung zur Jubiläumssendung am 24.02.2013 um 23.35 Uhr in der ARD.

Die 60-minütige Jubiläumssendung 2013 spielt auch auf der ganzen Welt. Denis Scheck fliegt einmal um den Globus und trifft herausragende Persönlichkeiten der Weltliteratur:

Martin Walser spricht mit dem Literaturkritiker über das Leben als Reise und deutsche Glaubensgewissheiten, die als Ballast zurückbleiben müssen.

In Paris diskutiert Scheck mit dem Schriftsteller-Ehepaar Siri Hustvedt und Paul Auster über Kunst im Kapitalismus und die Chancen, mit Literatur auf die Gesellschaft einzuwirken.

In Edinburgh erfährt er von Joanne K. Rowling, ob Geld frei macht, wie man mit Romanen Hollywood Paroli bietet und dass Sie ein Comeback von Harry Potter nicht ausschließt.

In Toronto lässt er sich von der Kanadierin Margaret Atwood über Länder- und Geschlechtergrenzen aufklären.

In Kapstadt spricht er mit dem gebürtigen Somalier Nuruddin Farah über Literatur der sogenannten ersten und dritten Welt und ob die engagierte Literatur wirklich am Ende ist.

Und in Tokio schließlich trifft Denis Scheck auf den genialen Manga-Zeichner Jiro Taniguchi und lässt sich von ihm in eine Literatur jenseits der Sprache entführen, in deren Alptraumrepertoire die Katastrophe von Fukushima längst vorausgeahnt wurde.

Auch diesmal überrascht „Druckfrisch“ dank Realisator Andreas Ammer mit ungewöhnlichen und abenteuerlichen Drehorten auf einem Planeten, der von Gegensätzen lebt und gleichzeitig an ihnen leidet: Megacitys und Wüsten, Wohlstand und Verfall.

Und als einmalige Zugabe nur in der Jubiläumssendung: Denis Scheck empfiehlt die besten Bücher übers Reisen sowie aus der heiligen Stadt Jerusalem die meistverkauften Romane seit Erfindung des Buchdrucks.

Quelle: Druckfrisch

 

Heute heißt es um 23.35 Uhr wieder “Druckfrisch – Neue Bücher mit Denis Scheck” im Ersten.

Denis Scheck trifft Nicholson Baker und spricht mit ihm über Genitaltransfer, Peniswaschanlage und Stöhnzimmer – Themen, die Nicholson Baker in seinem heiteren Roman „Haus der Löcher“ behandelt.

Kurzbeschreibung
Das Haus der Löcher ist prickelnd erotisch: Wo sonst spielt Rimski-Korsakow eine Symphonie direkt auf unserem sensiblen Oberschenkel? Wo treiben wir es, umsprungen von Bergzebras, auf luftigen Felsspitzen? Oder werden, sanft gebettet, durch eine Peniswaschanlage geschoben?

Was ist das Haus der Löcher für ein Ort? Nicholson Baker, Spezialist für ungewöhnliche Erotik («Vox», «Die Fermate»), hat ihn entdeckt. Es ist ein Resort, küstennah, sonnenbeschienen, luxuriös, mit angeschlossenem Vergnügungspark, ein Ort, wie wir ihn uns erträumen, ein Ort, an dem unsere geheimsten sexuellen Wünsche erfüllt werden, sogar solche, die wir nie zu wünschen wagten. Und wie kommen wir hin? Na, so ähnlich wie Alice ins Wunderland: etwa durch das Loch im dritten Trockner von links im Waschsalon um die Ecke; durch das im Trinkhalm unseres Cocktails – oder einfach, indem wir dieses Buch aufschlagen und kopfüber eintauchen.

Mit Jan Peter Bremer spricht Denis Scheck über „Der amerikanische Investor„, in dem der Autor einen armen Poeten mit Schreibblockade am Turbokapitalismus und an der Gentrifizierung scheitern lässt.

Kurzbeschreibung
Vor sich eine weiße Wand und die herausfordernd leere Seite seines Notizhefts, ringt ein Schriftsteller um den ersten Satz. Und weil sich der an diesem heißen Berliner Sommertag partout nicht einstellen will, springt er auf, kontrolliert zum hundertsten Mal, ob sich der Zustand seiner Wohnung wieder verschlechtert hat: Das alte Mietshaus, in dem er mit seiner Frau und zwei Kindern lebt, wird von dem neuen amerikanischen Investor saniert, und nun senken sich die Böden ab. Die Wände zeigen Risse, und ist nicht sein ganzes Leben seitdem buchstäblich in eine Schieflage geraten? Er beschließt, dem amerikanischen Investor einen Brief zu schreiben. Natürlich führt auch dieser neue Plan zwangsläufig zur weißen Seite zurück, und je stärker und empathischer sich der Schriftsteller auf der Suche nach dem richtigen Einstieg in seinen Adressaten hineinversetzt, von dem er kaum mehr weiß, als dass dieser ständig in seinem Flugzeug die Welt umkreist, desto unbarmherziger wird er auf die eigene Lebenssituation zurückgeworfen. Furios und unentwegt Volten schlagend, entwickelt Jan Peter Bremer Szenen von aberwitziger Komik und erweist sich einmal mehr als Meister der hochprozentigen Parabel.

Denis Scheck empfiehlt den zweiten Teil der „Königsmörder-Chronik – Die Furcht des Weisen“ von Patrick Rothfuss. Schon der erste Teil, der unter dem Titel „Die Name des Windes“ im Jahr 2008 erschienen ist, hat Denis Scheck begeistert: „Für mich ist Der Name des Windes die überzeugendste Fantasy seit Tolkiens Der Herr der Ringe, ein Roman von Musik und Magie, der sich wie eine Kreuzung aus Bob Dylan und Jack Vance liest,“ lautete sein Fazit.

Kurzbeschreibung
Eine Intrige zwingt Kvothe die arkanische Universität zu verlassen. Seine Suche nach den sagenumwobenen Chandrian, die seine Eltern getötet haben, führt ihn an den Hof von Maer Alveron, und weiter zu den sturmumwogten Hügeln von Ademre. Schließlich gelangt er in das zwielichtige Reich der Fae, wo er der sagenumwobenen Felurian begegnet, der bisher noch kein Mann widerstehen konnte … Eine Geschichte voller Poesie und Musik, voller Leidenschaft, aber auch voller Intrigen, dunkler Geheimnisse und Magie. Dieser zweite Band von »Der Name des Windes« steckt wieder voller neuer Geschichten und Ideen von Patrick. Der Band ist daher so umfangreich geworden, dass man ihn teilen musste in zwei Bände – »Die Furcht des Weisen 1« und »Die Furcht des Weisen 2«. Mit »Die Furcht des Weisen« legt Patrick Rothfuss den zweiten Teil der Königsmörder-Chronik-Trilogie vor, der in den USA bei Kritikern und Fantasylesern begeistert aufgenommen wurde und schon bald einen der vorderen Plätze in der New York Times Bestsellerliste belegte. 2007 wurde Patrick Rothfuss für seinen Roman »Der Name des Windes« mit dem Quill Award sowie dem Pulishers Weekly Award für das beste Fantasy-Buch des Jahres ausgezeichnet.

Und zuletzt kommentiert Denis Scheck Christian Krachts neuen umstrittenen Roman „Imperium„.

Kurzbeschreibung
Eine deutsche Südseeballade. In »Imperium« erzählt Christian Kracht eine Aussteigergeschichte in den deutschen Kolonien der Südsee, indem er virtuos und gut gelaunt mit den Formen des historischen Abenteuerromans eines Melville, Joseph Conrad, Robert Louis Stevenson oder Jack London spielt. Die Welt wollte er retten, eine neue Religion stiften, gar ein eigenes Reich gründen – eine Utopie verwirklichen, die nicht nur ihn selbst, sondern die Menschheit erlöst, fernab der zerstörerischen europäischen Zivilisation, die gerade aufbricht in die Moderne und in die Katastrophen des Ersten und Zweiten Weltkriegs. Doch in der Abgeschiedenheit der Südsee, in einer Kolonie des wilhelminischen Deutschland, gerät ein von einem vegetarischen Spleen besessener Sonnenanbeter in eine Spirale des Wahnsinns, die die Abgründe des 20. Jahrhunderts ahnungsvoll vorwegnimmt. In seinem vierten Roman zeichnet Christian Kracht die groteske, verlorene Welt von Deutsch-Neuguinea, eine Welt, die dem Untergang geweiht ist und in der sich doch unsere Gegenwart seltsam spiegelt. Zugleich aber ist Christian Krachts „Imperium“ eine erstaunliche, immer wieder auch komische Studie über die Zerbrechlichkeit und Vermessenheit menschlichen Handelns.

Auf dem Prüfstand landen in dieser Sendung die Top Ten der Spiegel-Bestsellerliste – Belletristik.

Quelle: DasErste – Druckfrisch

Am kommenden Sonntag, den 23. Oktober 2011, heißt es wieder “Druckfrisch – Neue Bücher mit Denis Scheck” im Ersten.

Denis Scheck spricht mit Sibylle Lewitscharoff über den Philosophen Hans Blumenberg und mit Philip Roth über das Leben in Amerika und das Schreiben an sich. Die ganz persönliche Empfehlung von Denis Scheck und Stargast Umberto Eco lautet: Dante lesen!

Die Macher von „Druckfrisch“, Andreas Ammer und Denis Scheck, haben den Deutschen Fernsehpreis 2011 in der Kategorie „Besondere Leistung Information“ erhalten.

„Intelligent und immer mit einem Schuss Selbstironie spricht Literaturkritiker Denis Scheck mit Autorinnen und Autoren über ihre Erfahrungen, Hoffnungen und Befürchtungen, ihre Ansichten über Leben und Tod – und natürlich über ihre neuen Bücher“, heißt es in der Begründung der Jury.

Bücher

Blumenberg von Sibylle Lewitscharoff

Denis Scheck führt ein Gespräch mit Sibylle Lewitscharoff über ihren großartigen neuen Roman, in dem ein Löwe im Arbeitszimmer des Philosophen Blumenberg auftaucht und so, ohne eigentlich etwas zu tun, die Welt verändert.

Kurzbeschreibung
Groß, gelb, gelassen: mit berückender Selbstverständlichkeit liegt eines Nachts ein Löwe im Arbeitszimmer des angesehenen Philosophen Blumenberg. Die Glieder bequem auf dem Bucharateppich ausgestreckt, die Augen ruhig auf den Hausherrn gerichtet. Der gerät, mit einiger Mühe, nicht aus der Fassung, auch nicht, als der Löwe am nächsten Tag in seiner Vorlesung den Mittelgang herabtrottet, sich hin und her wiegend nach Raubkatzenart. Die Bänke sind voll besetzt, aber keiner der Zuhörer scheint ihn zu sehen. Ein raffinierter Studentenulk? Oder nicht doch viel eher eine Auszeichnung von höchster Stelle – für den letzten Philosophen, der diesen Löwen zu würdigen versteht? Das Auftauchen des Tieres wirkt in mehrerlei Leben hinein, nicht nur in das Leben Blumenbergs. Ohne es zu merken, gerät auch eine Handvoll Studenten in seinen Bann, unter ihnen der fadendünne Gerhard Optatus Baur, ein glühender Blumenbergianer, und die zarte, hochfahrende Isa, die sich mit vollen Segeln in den Falschen verliebt. »Blumenberg« ist nur nebenbei eine Hommage an einen großen Philosophen, vor allem ist es ein Roman voll mitreißendem Sprachwitz, ein Roman über einen hochsympathischen Weltbenenner, dem das Unbenennbare in Gestalt eines umgänglichen Löwen begegnet.

Nemesis von Philip Roth

Zwar hat er auch in diesem Jahr wieder nicht den Nobelpreis bekommen, aber Philip Roth ist dennoch einer der größten Schriftsteller unserer Zeit. Denis Scheck unterhält sich mit ihm über New York, über Leben und Schreiben, über Gott und die Welt und natürlich über seinen letzten Roman „Nemesis“.

Kurzbeschreibung
Eine schreckliche Epidemie bedroht im brütend heißen Sommer von 1944 die Einwohner von Newark: Polio. Der Sportlehrer Bucky Cantor kümmert sich hingebungsvoll um seine Schüler. Nach Ausbruch der Krankheit versucht er, in einer von Angst, Panik und Leid gezeichneten Situation die Ruhe zu bewahren, doch vergeblich. „Nemesis“ ist die Geschichte eines jungen Mannes in Amerika mit besten Absichten, der einen aussichtslosen Kampf führt. In seinem neuen Meisterwerk zeichnet Roth mit bestechender Präzision und großer Einfühlungsgabe jeden Schritt von Cantors Weg in die persönliche Katastrophe.

Commedia (Göttliche Komödie): I.Commedia. In deutscher Prosa von Kurt Flasch. II.Einladung, Dante zu lesen von Dante Alighieri und Kurt Flasch

Dieses Mal gibt es eine ganz persönliche Empfehlung von Denis Scheck und Stargast Umberto Eco: Dante lesen! Im Fokus steht dabei Kurt Flaschs Neuübersetzung von Dantes „Commedia“, erschienen zusammen mit dem Band „Einladung, Dante zu lesen“.

Kurzbeschreibung
Dantes Commedia ist wie der Dom, der zu seiner Zeit in Florenz entstand.: Zahllose Ein- und Ausgänge führen unter eine große Kuppel, in der die Geschichten und Figuren, die Biographien und das Wissen ihrer Zeit unendlich nachhallen. Seine „Commedia“ durchmisst den gesamten metaphysischen Kosmos der damaligen Zeit – Hölle, Fegefeuer und Paradies – und durcheilt gleichzeitig die dunklen Gassen und verschwiegenen Hintertreppen seiner Zeit. Das Buch war Vision wie Skandal.
Mit seiner Übertragung legt Kurt Flasch die Frucht seiner lebenslangen Dante-Bschäftigung vor. Seine elegante Sprache, seine Kunst zur plastischen Darstellung und sein enzyklopädisches Wissen greifen in einander und erschließen Dantes Kosmos neu. Kurt Flasch entdeckte, dass nicht der Vers, sondern der Satz das eigentliche Architekturelement Dantes ist und übersetzt sein Meisterwerk in eine rhythmisch federnde Prosa, die die Farben der Details, die erzählerische Brisanz seiner Stimmen hervorhebt.
In seiner „Einladung, Dante zu lesen“ führt er den Leser durch diese Welt der falschen Päpste und wahren Sünder, der antiken Liebenden und verfluchten Despoten. Hinter dem Meisterwerk und Meilenstein der europäischen Kunst entdeckte er ein Labyrinth der Geschichten und legt so die Kontur einer Epoche frei.

Der Friedhof in Prag von Umberto Eco

Ein weiterer Tipp ist Umberto Ecos neuer Roman „Der Friedhof in Prag“.

Kurzbeschreibung
Paris, 1897. Der Italiener Simonini erwacht in einer Pariser Wohnung ohne Erinnerung an die vergangenen Tage. Er beginnt Tagebuch zu schreiben, um sich von seiner Kindheit über die Erlebnisse während des Risorgimento und der Pariser Kommune an die Gegenwart heranzutasten. Doch während er schläft, kommentiert jemand seine Einträge und entlarvt Simonini nicht nur als durchtriebenen Fälscher und Agenten, sondern auch als höchst gefährlichen Antisemiten und Mitverfasser der Protokolle der Weisen von Zion. Atemberaubend virtuos spielt Umberto Eco mit historischen Fakten und literarischer Fiktion, mit Wahrheit und Fälschung, mit Identität und Erinnerung.

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Denis Scheck kommentiert weiterhin die aktuellen Spiegel-Bestseller der Belletristik.

Wiederholungstermine: EinsPlus, Mo, 24.10.11 um 19.30 Uhr und 3sat, So, 30.10.11 um 13.30 Uhr

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Quelle: DasErste

Am kommenden Sonntag, den 1. Mai 2011, um 23:35 Uhr heißt es wieder „Druckfrisch – Neue Bücher mit Denis Scheck“ im Ersten. Folgende Titel werden in der Sendung vorgestellt:

Der Roman „Karte und Gebiet“ von Michel Houellebecq dreht sich um das Rendezvous zweier Ichs als Selbstbespiegelung eines Künstlers:

Jed Martin wird unerwartet berühmt durch Fotos von Michelin-Karten und großformatig gemalten Bildern beruflicher Alltagsszenen. Erfolg und Einkommen wachsen spektakulär, ohne ihn zu beeindrucken. Als er den Schriftsteller Houellebecq engagiert, das Vorwort für den Katalog seiner nächsten Ausstellung zu schreiben, endet das in einer Katastrophe.

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Süden“ von Friedrich Ani ist ein Krimi vom Verschwinden, Suchen, Wiederkehren und Neuanfangen:

Nach sieben Kölner Jahren kehrt Ex-Kommissar Tabor Süden als Detektiv nach München zurück. Er ist auf der Suche nach seinem verschwundenen Vater und nach einem vermissten Kneipenwirt Raimund Zacherl. Der Fall ist genau das Richtige für den ehemals so erfolgreichen Ermittler: Ein Mann verlässt sein Durchschnittsleben, und jeder fragt sich, warum. Mit seinen besonderen Methoden findet Süden die Spur des Wirts und verfolgt sie bis nach Sylt – und schon längst hat er begriffen, dass niemand den Mann wirklich kannte. Die Recherchen führen ihn bis auf die Promi-Insel Sylt.

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Schließlich empfiehlt Denis Scheck den Roman „Lass die Toten ruhen“ von Malla Nunn.

Man stelle sich einmal vor, man wird eines Morgens wach und ist nicht mehr derjenige, als der man eingeschlafen ist. Beim Zähneputzen offenbaren sich die schlimmsten Ängste. So ergeht es Nunns Held Emmanuel Cooper: Er schläft als Weißer ein und wacht als Gemischtrassiger auf – ein Albtraum im Rassisten-Staat Südafrika. Drogenbosse, Zuhälter, korrupte Polizisten, indische Kleinkriminelle, gestrandete Deutsche beherrschen die Szene. Emmanuel Cooper, ein verdeckter Ermittler, muss einen Mörder finden, um sich selbst zu retten. Eindrucksvoll beschreibt Malla Nunn die dunklen, gleichwohl faszinierenden Seiten Südafrikas.
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Und natürlich wieder in der Sendung: Schecks Kommentare zu den Büchern auf der aktuellen Spiegel-Bestseller-Liste. Dieses Mal: Belletristik.

Quelle: DasErste.de – Druckfrisch

Am kommenden Sonntag, den 27.02.2011, heißt es um 23.35 Uhr wieder „Druckfrisch – Neue Bücher mit Denis Scheck“ in Das Erste. Dieses Mal trifft Denis Scheck die schwedische Bestseller-Autorin Kerstin Ekman auf einem alten Friedhof in der Nähe von Stockholm. Der in Berlin lebende Iraker Abbas Khider erzählt ihm, wie es zum Titel seines Buches „Die Orangen des Präsidenten“ kam, und schildert darüber hinaus seine Eindrücke vom Volksaufstand in Ägypten, den er vor Ort miterlebte.

Die Orangen des Präsidenten von Abbas Khider

Der in Berlin lebende Iraker Abbas Khider verarbeitet in seinem neuen Buch seine Vergangenheit als politischer Gefangener im Irak Saddam Husseins. Aus Solidarität mit dem ägyptischen Volk reiste er nach Kairo und erlebte die Revolution hautnah mit. Im Interview erzählt er von den irakischen Folterkammern und seinen Eindrücken vom Volksaufstand in Ägypten.

Kurzbeschreibung
Nasrija, Irak, 1989: Am Tag der letzten Abiturprüfung wird Mahdi zu einem Ausflug eingeladen. Sein Klassenkamerad Ali hat sich ein Auto ausgeliehen, und die beiden wollen das Ende der Schulzeit feiern. Doch es ist das falsche Auto, und Ali kennt die falschen Leute die beiden werden ohne Anklage und Prozess inhaftiert. Mahdi stehen zwei Jahre Gefängnisalltag bevor, Hunger, Folter, Grausamkeiten, Zynismus: Zum Geburtstag Saddam Husseins wird den Häftlingen eine Amnestie in Aussicht gestellt doch dann bekommt jeder nur eine Orange als Geschenk. Mahdi rettet sich in dieser Hölle durch seine Begabung zum Geschichtenerzählen. Drastisch, tragikomisch und ergreifend berichtet er Episoden aus seiner Kindheit und Jugend, besonders von der Freundschaft mit dem Taubenzüchter Sami und dem Geschichtslehrer und Literaturübersetzer Razaq. Der Roman lässt ein eindrucksvolles Bild des Irak der achtziger und neunziger Jahre entstehen. Nach seinem fulminanten, viel beachteten Debüt legt Abbas Khider hier seinen zweiten Roman vor.

Tagebuch eines Mörders von Kerstin Ekman

Die schwedische Bestseller-Autorin Kerstin Ekman trifft Denis Scheck auf einem alten Friedhof! Im Mittelpunkt ihres neuen Romans steht der Arzt Dr. Revinge, der nach einer langen Zeit der Entbehrungen beginnt, die Zukunft nach seinen Plänen zu gestalten. Ein literarisches Meisterwerk, das auch ein Kriminalroman ist.

Kurzbeschreibung
Am Sonntag, dem 6. April 1919, fügt der Stockholmer Arzt Pontus Revinge seinen Aufzeichnungen letzte Notizen hinzu. Adressiert sind sie an Hjalmar Söderberg, den von ihm bewunderten Schriftsteller. Ihm hatte Revinge einst die Inspiration zu einem Roman geliefert. Wie man nämlich, ohne Verdacht zu erregen, einen Menschen mittels Zyankali töten kann. Er selbst ermordete später seinen verhassten Arbeitgeber und heiratete dessen Witwe. Damit aber setzt Revinge folgenschwere Ereignisse in Gang. Als plötzlich von einer Obduktion des Toten die Rede ist, packt ihn die Angst … Mit diesem vielschichtigen Roman einer Obsession gelingt Kerstin Ekman ein großer psychologischer Roman, der in Schweden zum Bestseller wurde.

Denis Scheck empfiehlt …

„75 Years of DC Comics. Die Kunst, moderne Mythen zu schaffen“

Empfehlen wird Denis Scheck dieses Mal den opulenten, sieben Kilogramm schweren Bild-Text-Band von Paul Levitz: „75 Years of DC Comics. Die Kunst, moderne Mythen zu schaffen.“ Damit wird der Verlag DC Comics geehrt, der 1938 mit Superman den ersten Superhelden erfand und später mit verschiedenen Serien den US-Comic neu definierte.

Die Musik zur Sendung, welche Lieder dieses Mal im „Druckfrisch“-Soundtrack zu hören waren und welcher Künstler die Wahl zum „Druckfrisch“-Musiker des Monats für sich entscheiden konnte, wird nach der Sendung bekanntgegeben.

Denis Schecks Kommentare zu den Büchern auf der aktuellen Spiegel-Bestseller-Liste beziehen sich in dieser Sendung auf die Top Ten der Belletristik. Das wird spannend – aber vermutlich landen bei der derzeitigen Liste nach langer Zeit erstmals wieder weniger als 5 Bücher auf dem Müll … 😉

Wiederholungstermine:
EinsPlus, Montag, 28.02.11 um 19.30 Uhr
3SAT, Sonntag, 06.03.11 um 13.30 Uhr

Quelle: Das Erste