Harry Rowohlt erhält den Bonner Kleinkunstpreis Prix Pantheon 2011 in der Kategorie „Reif und Bekloppt„. Der Übersetzer, Autor und Schauspieler steht damit in einer Reihe mit Preisträgern wie Didi Hallervorden (2009), Helge Schneider (2004), Robert Gernhardt (2000) und Harald Schmidt (1998).

Der Prix Pantheon ist ein Deutscher Kabarett-Wettbewerb, der jährlich vom Bonner Pantheon-Theater ausgerichtet wird. Die Sieger unter den zwölf Teilnehmern erhalten den Prix Pantheon, der mit jeweils 3.000 Euro dotiert ist. Moderiert wird der Prix Pantheon von dem Kabarettisten und Pantheon-Begründer Rainer Pause. Er wird von den Fernsehsendern WDR, 3sat und rbb sowie vom Hörfunk WDR 5 übertragen.

Der Prix Pantheon besteht seit 1995 und hat den Beinamen „German Spaß und Satire Open“. Er findet jährlich an drei Tagen Ende April/Anfang Mai statt.

Der Sonderpreisträger in der Kategorie „Reif und Bekloppt“ wird an einem der drei Tage im Rahmen einer Gala im Pantheon ausgezeichnet. Diese Kategorie ist die einzige, bei der im Vorfeld feststeht, wer den Preis (in diesem Falle von 4.000 Euro) erhält. Die übrigen Preisträger werden während des Wettbewerbs ermittelt. Auserwählt wird immer eine Person, die als herausragende Persönlichkeit in der Kleinkunst gilt.

Die anderen Sparten des Prix Pantheon sind die Kategorien „Frühreif und Verdorben“ sowie „Beklatscht und Ausgebuht“. Bei ersteren erfolgt die Vergabe des Preises durch eine Jury, der zweite Preis wird durch das Publikum vergeben. Der Wettbewerb findet an zwei Tagen jeweils im Pantheon am Bonner Bundeskanzlerplatz statt.

Seit 2006 werden die Beiträge aller 12 Teilnehmer in voller Länge vom WDR und von 3sat ausgestrahlt und anschließend wird per Televoting vom Fernsehpublikum eine vierte Kategorie vergeben, der Prix Pantheon TV Preis „Klotzen und Glotzen“.

Eingeladen werden dazu zwölf Künstler sowie Gruppen aus den Kleinkunstsparten Kabarett, Comedy, A Cappella, Chanson und Musikkabarett. Sie kämpfen live vor Publikum um die Preise. Immerhin stehen 3.000 Euro zur Debatte und die Öffentlichkeit wird auf die Preisträger aufmerksam.

Quelle: Wikipedia

Hamburger Urgestein in München: Harry Rowohlt liest und erzählt in der Black Box

Harry Rowohlt ist Übersetzer, Rezitator, Vortragskünstler, Kolumnist in der Zeit und Gelegenheitsschauspieler in der „Lindenstraße„. Er hat weit über 100 Bücher aus dem Englischen ins Deutsche übertragen, darunter A. A. Milnes Pu der Bär, Frank McCourts Bestseller Die Asche meiner Mutter, Shel Silverstein Raufgefallen und Roger Boylans Killoyle.

2001 wurde ihm der Göttinger Elch verliehen, 1999 der Johann-Heinrich-Voß-Preis für Übersetzung der Deutschen Akadamie für Sprache und Dichtung, 1997 der Brüder-Grimm-Preis der Stadt Hanau, 1996 wurde er zum Ambassador of Irish Whiskey ernannt. Schließlich hat ihm der WDR 2004 den deutschen Hörbuchpreis für Flan O’Briens „Auf Schwimmen-zwei-Vögel“ verliehen.

Es ist ein Vergnügen ihm zuzuhören – ganz besonders in der zweisprachigen Präsentation der ausgewählten Texte. Rowohlts englische, irische, amerikanische Sprachkompetenz ist umwerfend. Das donnert und dröhnt, zwitschert und flüstert, kostet die Lautmalerei beider Sprachen voll aus – und vergisst niemals die Heiterkeit, den Humor, das aufbrausende homerische Gelächter. … Der Übersetzer-Olymp jedenfalls ist ihm heute schon sicher.“ (Claudia-v.Dehn, HNA)

Heute, am 10.11.2010, können die Münchner dem „Hamburger Urgestein“ lauschen. So bezeichnete der Verlag Kein & Aber Harry Rowohlt auf meine Anfrage nach einer möglichen Lesung in München. Jetzt ist es also so weit, und Harry Rowohlt gastiert um 20 Uhr in der Black Box im Gasteig.

Der Eintritt beträgt 14 Euro. Viel Vergnügen! 😉

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