Google, die Suchmaschine des US-amerikanischen Unternehmens Google Inc., zielt darauf ab, den Nutzern im Internet Suchergebnisse nach Relevanz sortiert zu liefern.

Google gibt an, dass bei der Suche mehr als 200 Faktoren in die Berechnung einfließen. Die Trefferquote ist hoch, und in der Regel wird man fündig.

Doch von Zeit zu Zeit landen Suchanfragen hier auf dem Blog, die ich beim besten Willen nicht nachvollziehen kann. Die skurrilsten Ergebnisse in den letzten Wochen waren folgende:

Google: der schubser von sülz – Der schönste erste Satz von Leon de Winter

Google: unter den talaren muff von 1000 jahren – München ´68 – Traumstadt in Bewegung

Google: lästig – Zum artgerechten Umgang mit Frauen von Rainer K. Liedtke

Google: eisloch tauchen astronaut russland – KrimiWelt-Bestenliste März 2009

Google: warum Tuen vorder Rippen weh wenn ich mich nach vorne beuge –  Der schönste erste Satz

Google: goldhamster puppen – Black Dagger Ladies Online – Peru [Kapitel 13]

Google: grausame entdeckung in virginia – Der letzte Roman von Alexandre Dumas: Der Graf von Sainte-Hermine

Google: angies bar münchen rauchen – SZ-Magazin verlost Raucherparty

😆

Am 20.04.2011 sendet das ZDF um 23.20 Uhr einen fünfzig Minuten dauernden Fernsehkrimi unter dem Titel „Wer rettet Dina Foxx?“ Das Ende bleibt offen. Die Zuschauer sollen den Mörder im Anschluss innerhalb von drei Wochen im Internet aufspüren.

Dina Foxx (Jessica Richter), eine Datensicherungsaktivistin, wird verhaftet, weil sie ihren auf Nüsse allergisch reagierenden neuen Freund Vasco umgebracht haben soll. In Rückblenden erzählt sie ihrem Anwalt, was in den Tagen zuvor geschehen ist, und bald wird klar, dass so ziemlich jeder als Mörder in Frage kommt. Vasco, der wie Dina bei Avadata arbeitete, recherchierte vor seinem Tod über die geheimnisvolle Firma Qoppamax. Als die Beweislast gegen Dina erdrückend wird, weiß sie, dass sie nur mit Unterstützung der Datenschützer von www.freidaten.org eine Chance hat, ihre Unschuld zu beweisen.

Das ZDF spricht von einem Cross-Media-Projekt, das aufwendig in den letzten 5 Jahren unter der Regie von Max Zeitler, der ursprünglich einen Dokumentarfilm über Datenschutz drehen wollte, entwickelt wurde. Die Erzählung beginnt im Fernsehen und führt die Zuschauer ins Internet. Auf der fiktiven Website freidaten.org lassen sich in dem sogenannten „Datenschutzraum“ schon jetzt jede Menge Aufklärungstexte zum Thema Datenschutz nachlesen. In der virtuellen Wohnung von Dina Foxx finden sich Hinweise darüber, wie selbst so alltägliche Dinge wie der Hausmüll oder der Einkauf von Büchern ausspioniert werden kann.

Insgesamt wurden 14 Websites programmiert und mit Verweisen und Beweisen bestückt sowie 20 Social-Media- Profile angelegt, die den Zuschauer zum Mörder führen sollen. Jetzt bleibt abzuwarten, ob es das ZDF mit dieser aufwendigen Produktion schafft, das Interesse drei Wochen lang halten. Ein spannendes Projekt ist es auf jeden Fall.

Quelle: ZDF

Twitter: Freidaten

E-Books: Smart Media Books auf dem USB-Stick von smt

Die Smart Media Technologies, kurz smt, ist ein Medien- und IT-Startup-Unternehmen aus Berlin, das im Januar 2010 aus einem Buchverlag hervorgegangen ist. Ausgangspunkt waren Überlegungen zur Speicherung und Anreicherung digitaler Medieninhalte, insbesondere eBooks, auf herkömmlichen USB-Speichersticks und deren Verbindung mit Webdiensten„, heißt es auf der Website von smt.

Die „Smart Books“ sollen in einem buchähnlichen Karton mit ISBN über den Buchhandel vertrieben werden. Die Idee ist einfach genial. Die E-Books können weiterhin angefasst, schön übersichtlich ins Bücherregal gestellt oder verschenkt werden. Sie sollen auf allen Geräten mit einer USB-Schnittstelle und einen Bildschirm gelesen werden können. Die Soft- und Hardware wurde weltweit zum Patent angemeldet.

Laut smt-Chef Reginald Grünenberg starten in Kürze erste Pilotprojekte mit Verlagen. Verfügbar sein würden die ersten Smart Media Books dann im ersten Quartal 2011.

Der Smart Media Mono Stick ist ein handelsüblicher USB-Speicherstick mit Standard A Stecker, der mit der Smart Media Software ausgestattet ist. Dadurch wird auf dem Stick ein individueller, einmaliger und hochsicherer Code generiert, der fest mit der Hardware verbunden ist und als Schlüssel zu einem geschützten Internetportal dient.

Der Smart Media Multi Stick ist eine grundlegende Modifikation der Hardware herkömmlicher USB-Sticks. Er ist der erste host- oder masterfähige USB-Stick, der andere Geräte als Clients bzw. Slaves nutzt. Zudem hat der Smart Media Multi Stick mehrere Stecker (Standard A, Mini, Micro) und kann mit allen Geräten verbunden werden, die entsprechende Buchsen haben, davon die meisten Handys und Lesegeräte für eBooks.

Quelle: www.smartmediatec.com

Heute hat Thalia auf der IFA (Internationale Funkausstellung) in Berlin bekannt gegeben, dass ab dem 06.09.2010 der neue E-Book-Reader, der unter dem Namen OYO auf den Markt kommt, vorbestellt werden kann. Die Lieferung wird für den Oktober 2010 versprochen.

„Der OYO kommt …. und startet in die Zukunft des Lesens„, heißt der Werbeslogan von Thalia. Gleichzeitig startet der Online-Buchshop damit eine Preisoffensive, denn der OYO soll nur 139 Euro kosten und über alle technischen Gegebenheiten der momentan am Markt erhältlichen E-Book-Reader verfügen.

An der Partnerschaft mit Sony will Thalia weiterhin festhalten. Diese habe sich bewährt und auch die neuen Sony Reader würden über die Vertriebskanäle von Thalia verkauft.

Die Medion AG, die gestern auf der IFA den Verkaufsstart eines eigenen Readers für den Dezember verkündet hat, ist für die Hardware und Software zuständig, Thalia für Vertrieb und E-Book-Angebot.

„Wir freuen uns, mit MEDION einen Partner gefunden zu haben, der dafür bekannt ist, richtungsweisende Technologien und Entwicklungen in hochwertige Produkte und Lösungen für den Endverbraucher zu transportieren. Dies war eine wichtige Grundvoraussetzung dafür, dass wir unseren Kunden mit dem OYO ein Gerät anbieten können, das ihren Wünschen und Bedürfnissen entspricht. Im Zusammenspiel mit dem eBookstore können wir damit eine völlig neue Lesewelt eröffnen“, kommentiert Michael Busch, Geschäftsführer Thalia Holding GmbH die Zusammenarbeit.


buch.de eBook-Reader Oyo

Laut Thalia verfügt der neue E-Book-Reader über folgende Technik:

  • 15,2 cm / 6 Zoll Touchscreen Display – kontrastreich, augenschonend und sehr gut lesbar – auch bei Tageslicht dank elektronischer Tinte
  • Leistungsstarker Akku – für bis zu 8000 Seiten mit einer Akkuladung, 2 GByte Speicherkapazität
  • Automatische Display-Rotationstechnologie
  • Virtuelle Tastatur zur Erstellung von Notizen und einfaches Setzen von Lesezeichen
  • Umblättern wie im richtigen Buch mit nur einer Fingerbewegung und einfaches Navigieren durch die Benutzerüberfläche – dank der Touchscreen- Technologie

Mehr zu Ausstattung und Nutzbarkeit findet sich auf lesen.net

Neu ist allerdings, dass Thalia bereits zum Verkaufsstart einen Buch-Shop mit mehreren hunderttausend Titel vorinstalliert hat. Die E-Book lassen sich direkt und ohne den Einsatz eines PCs oder Notebooks kabellos über WLAN, Internetanbindung oder WLAN Router vorausgesetzt, auf den OYO laden.

„Die digitale Welle hat den deutschsprachigen Buchmarkt erreicht. Prognosen gehen von einem Absatz von bis zu 60 Millionen eBooks bis zum Jahr 2015 allein in Deutschland aus. Mit unserem eReader OYO fokussieren wir uns auf diese neue Zielgruppe der digitalen Buchbegeisterten und bieten eine einzigartige Verknüpfung von Buchhandelskompetenz mit einem der größten Angebote an deutschsprachigen Leseinhalten“, erklärt Michael Busch, Geschäftsführer der Thalia Holding, die Entscheidung, einen eigenen eReader zu entwickeln.

Der OYO ist ab Oktober in allen Thalia Buchhandlungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie im Online-Shop erhältlich. Vorbestellungen sind ab Montag, 6. September auf mein-oyo.com und in allen Thalia Buchhandlungen möglich. Ende des Jahres plant Thalia bereits den Launch des Profi-Modells OYO 3G, welches unabhängig von einer Internetverbindung auch über ein Mobilfunknetz den Download von eBooks ermöglicht.

Quelle: Buchmarkt.de

Natalie Pollock wurde am 15.04.1994 nicht geboren, sondern gegründet. Die 16-jährige Amerikanerin ist die Protagonistin in einem Online-Roman und die Erfindung der Autorinnen Laura Moser und Lauren Mechling, die ebenfalls nur im Netz zu finden sind. Auf der Website des amerikanischen Onlinemagazins Slate schreiben sie an einem Jugendroman unter dem Titel „My Darklyng„. Im Moment sind 33 Kapitel online gestellt und das Buch damit abgeschlossen. In My Darklyng, was ungefähr so viel wie „Mein dunkler Liebling“  bedeutet, geht es um Vampire –  um was auch sonst.

Natalie Pollock ist auf Facebook zum Leben erwacht. Sie mag Zucchini-Schokoladen-Muffins und Horrorfilme. Zu ihren Hobbies gehört die Fotografie, ihr Freund heißt Josh und heute überlegt sie sich, was sie zum kommenden Schulanfang anziehen wird. Sie postet Videos und Fotos und hat mittlerweile 850 Freunde, die ihre Pinnwand-Einträge lebhaft kommentieren und diskutieren.

Den ganzen Sommer über hat das Autorenduo  Mechling und Moser die Geschichte von Natalie Pollock erzählt.

Der Plot, der sich offen an den Vampir-Hype der Twilight-Saga ranhängt, entfaltet sich häppchenweise. Natalie erhält rätselhafte Nachrichten eines Stalkers, die auch auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht werden. Ihre Facebook-Fans können die Pinnwandeinträge kommentieren und werden so zu einem Teil der Geschichte.

„Schreibt man über irgendeinen Teenager im Jahr 2010“, sagt Mechling, „wäre es falsch, Facebook und Twitter nicht zu nutzen. Schließlich verbringen viele Teenager jede freie Minute im Netz. Dazu kommt ihr Hang, sich mitzuteilen und Dinge öffentlich gut oder doof zu finden. Jedes Mal, wenn die Leser eine Internetseite besuchen, und relevante Informationen zur Geschichte finden, sei es so, als hätten sie eine Schatzsuche gewonnen. Kleine, versteckte Zusatzinformationen halten auch die leicht ablenkbaren Leser im Geschehen.

Es wäre vermutlich übertrieben, das Projekt schon jetzt als bahnbrechend zu bezeichnen, dafür ist es zu klein, die Zahl der Leser zu niedrig. Dennoch zeigt die Arbeit der Autorinnen anschaulich, was im Netz in Sachen „Leserbindung“ inzwischen alles möglich ist.

Quelle: Süddeutsche Zeitung

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