Die Schriftgröße dürfte kaum größer sein als die einer App auf dem Handy, trotzdem ist die Idee innovativ und originell.

Quasi als Gegenoffensive zur App-Lektüre druckt der Dumont Verlag eine Reihe Klassiker im Posterformat.

Im Moment sind Werke von Goethe, Shakespeare, Daniel Defoe, Lewis Carroll, Robinson Crusoe und Haruki Murakami als dekorativer Wandschmuck mit Unterhaltungswert erhältlich. Jeweils die kompletten Texte sind ungekürzt auf lichtabsorbierendem Luxosatinim in der Größe 100 cm x 70 cm gedruckt. Dabei ergeben die Textumbrüche die Bildmotive. Die Poster kosten jeweils 22 Euro.

Quelle: Dumont Verlag

 

Die Nachricht, dass Amazon deutschsprachige E-Books für den Reader Kindle im Programm hat, ist ja noch ganz frisch. Erstaunlich ist, dass sich neben den zu bezahlenden Downloads bereits knapp 5000 kostenlose Bücher, darunter viele Klassiker der Weltliteratur, herunterladen lassen.

Nachfolgend eine Auswahl:

Max und Moritz – Eine Bubengeschichte in sieben Streichen von Wilhelm Busch

Reise um die Erde in 80 Tagen von Jules Verne

Der Prozeß von Franz Kafka

Märchen für Kinder von H. C. (Hans Christian) Andersen

Die göttliche Komödie von Dante Alighieri

Zwanzigtausend Meilen unter’m Meer – Erster Band von Jules Verne

Der Doppelmord in der Rue Morgue von Edgar Allan Poe

Der Schut von Karl May

Tausend und eine Nacht, Band 1 von Gustav Weil

Durch die Wüste von Karl May

Zwanzigtausend Meilen unter’m Meer – Zweiter Band von Jules Verne

Deutschland. Ein Wintermärchen von Heinrich Heine

Krieg und Frieden von Lew Tolstoi

Huckleberry Finns Abenteuer und Fahrten von Mark Twain

Der Struwwelpeter oder lustige Geschichten und drollige Bilder von Heinrich Hoffmann

Old Surehand 1 von Karl May

Reise nach dem Mittelpunkt der Erde von Jules Verne

Neue Gedichte von Rainer Maria Rilke

Also sprach Zarathustra von Friedrich Wilhelm Nietzsche

Die Elixiere des Teufels von E.T.A. Hoffmann

Old Surehand 2 von Karl May

Ein Sommernachtstraum von William Shakespeare und August Wilhelm Schlegel

Tausend und eine Nacht, Band 2 von Gustav Weil

Der Hund der Baskervilles von Arthur Conan Doyle

Old Surehand 3 von Karl May

Die Bestie im Menschen von Emile Zola

Wilhelm Tell von Friedrich Schiller

Tausend und eine Nacht, Band 4 von Gustav Weil

Volks-Kochbuch von Hedwig Heyl

Die letzten Tage von Pompeji: Historischer Roman von Edward Bulwer-Lytton

Der Schatz der Inkas von Karl May

Das neue Dschungelbuch von Rudyard Kipling

Aphorismen von Arthur Schopenhauer

Der rote Kampfflieger von Manfred Richthofen

Römische Geschichte – Band 1 von Theodor Mommsen

Die Frau von dreißig Jahren von Honoré de Balzac

In den Schluchten des Balkan von Karl May

Faust: Der Tragödie erster Teil von Johann Wolfgang von Goethe

Kritik der reinen Vernunft Zweite hin und wieder verbesserte Auflage (1787) von Immanuel Kant

Der Schimmelreiter von Theodor Storm

Zwei Prager Geschichten von Rainer Maria Rilke

Kandide oder Die beste aller Welten von François Marie Arouet de Voltaire

Von der Erde zum Mond von Jules Verne

Über den Umgang mit Menschen von Adolph Freiherr von Knigge

Ivanhoe von Walter Scott

Deutsche Literaturgeschichte in einer Stunde von Klabund

Schuld und Sühne von Fjodr Michailowitsch Dostojewski

Krambambuli von Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach

Ecce homo, Wie man wird, was man ist von Friedrich Wilhelm Nietzsche

Nahezu mittellos und innerlich „so wund, daß mir, ich möchte fast sagen, wenn ich die Nase aus dem Fenster stecke, das Tageslicht wehe tut, das mir darauf schimmert“ (Brief an Marie von Kleist vom 10. November 1811) nahmen die Gedanken an einen Freitod überhand. Heinrich von Kleist suchte und fand eine Begleiterin für diesen Weg, die an Krebs erkrankte Henriette Vogel. Mit deren Einverständnis erschoss Kleist am 21. November 1811 am Stolper Loch, dem heutigen Kleinen Wannsee, im Südwesten Berlins zuerst seine Begleiterin und dann sich selbst.  Damals galt Heinrich von Kleist als Beispiel für die verheerenden Folgen romantischer Poesie, 100 Jahre später erkor man den Dichter zum modernen Klassiker und nun, 2011, soll ein Kleist-Jahr von überbordener Fülle veranstaltet werden.

Am 04. März 2011 wird das „Kleist-Jahr“ in Frankfurt an der Oder, wo der deutsche Dramatiker, Erzähler, Lyriker und Publizist  geboren wurde, aufwuchs und in der Familie den einzigen festen Anhaltspunkt hatte, offiziell eröffnet.

U. a. mit der Vernissage „Materialitäten. Kleists Handschriften“ im Kleist-Museum, erstem Spatenstich für den Museumsneubau und Festakt zur Eröffnung in der Taufkirche Heinrich von Kleists.

In Frankfurt und im Stadtmuseum Berlin wird von Mai an eine große Kleist-Ausstellung unter dem Titel „Krise und Experiment“ zu sehen sein.

In Heidelberg widmet sich ab Juni eine Ausstellung den „Etappen der Werkgeschichte“.

Das Berliner Maxim-Gorki-Theater veranstaltet ein Kleist-Theaterfestival, „Einen Kleist“ heißt das Projekt der Gruppe Rimini-Protokoll.

Einige biographische Miniaturen, Erzählungen, Studien und Biografien über Heinrich von Kleist erscheinen in diesem Jahr neu. Nachfolgend eine Auswahl:

„Kleist: Krise und Experiment von dem Germanisten Günter Blamberger erscheint im Mai 2011 im Kerber Verlag.
Kurzbeschreibung
Heinrich von Kleist durchlebte um 1800 die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche in Deutschland und hatte persönlich, obwohl von adeliger Abstammung, zeitlebens instabile Lebensverhältnisse. Aus fortwährenden Krisenerfahrungen heraus entwickelte er Ideen und Lebensentwürfe, in denen gesellschaftliches Reformdenken und literarische Experimente einander durchdrangen. Der vorliegende, reich bebilderte Katalog zum Kleistjahr 2011 beleuchtet im Spiegel von Kleists Werk- und Lebensexperimenten diesen Zusammenhang von Krise, Kritik und Reformideen im Vergleich auch zu der Jahrhundertwende 2000 – historisch fundiert und mit Fokus auf die überraschende Modernität Kleists aus heutiger Sicht.

„Küsse, Bisse“ Insel-Almanach auf das Jahr 2011: Heinrich von Kleist von Jens Bisky (Herausgeber)
Kurzbeschreibung
Heinrich von Kleist, der schon früh gelernt hatte, „Bisse“ auf „Küsse“ zu reimen, war ein Fachmann für extreme Emotionen. Intensive Empfindungen, das Aufbrausen wie das rasche Verebben, die starke Seelenbewegungen begleiten, kannte er aus eigenem Erleben. Und er hat dieses Auf und Ab, dieses Schwanken von einem Extrem ins andere kaum einem seiner Helden erspart. Indem er den Mittelweg ablehnte, sich selbst und seine Figuren zur Konsequenz zwang, stand er gegen die lebenskluge, aufgeklärte Moral seiner Zeit. Ihr setzte er seine Kunst der Extreme entgegen. Der Almanach zum Kleist-Jahr 2011 lädt ein, den unglücklichen Dichter als Virtuosen der großen Gefühle zu entdecken. Porträtiert werden der Liebhaber Kleist, der Freund, der Propagandist des Hasses und der Ruhmbegierige. In der Inszenierung des Doppelselbstmords am Wannsee kommen sie alle zusammen, vereinen sich Liebe, Vertrauen, Entsetzen und Ehrgeiz. „Der Mensch“, heißt es im Käthchen von Heilbronn, „wirft alles, was er sein nennt, in eine Pfütze, aber kein Gefühl.“

Heinrich von Kleist – Biografie von Günter Blamberger
Die Biographie zum 200. Todestag Heinrich von Kleists am 21.11.2011 erscheint am 11.02.2011 im Fischer Verlag.
Wie kein anderer deutscher Dichter hat Kleist die Leser fasziniert. Doch was ist sein Geheimnis? Woher kommt die Tragik seines Lebens? Was sagt uns sein Werk heute?
In seiner großen Biographie zeichnet Günter Blamberger einen neuen Kleist: Anders als üblich erzählt er nicht vom Ende her, vom Selbstmord, sondern wählt die offene Perspektive, das Präsens, den Augenblick, wie er von Kleist selbst erlebt worden ist. Damit gelingt es ihm, das Beunruhigende und Staunenswerte offenzulegen, den Zündstoff in Kleists Leben und Werk zu zeigen. Entstanden ist das packende und anschauliche Porträt eines der großen deutschen literarischen Genies – die definitive Biographie für unsere Zeit.

Kleist: Eine Biografie von Gerhard Schulz erscheint am 16.02.2011 im C. H. Beck Verlag.
Die große Kleist-Biographie von Gerhard Schulz zeichnet die Lebensgeschichte eines Dichters nach, der es schwer mit vielem, am schwersten aber mit sich selbst hatte. In den politisch bewegten Zeiten der Napoleonischen Kriege suchte er ruhelos nach einer Bestimmung für sein Leben. Aber als er sie in der Literatur gefunden hatte, versagten ihm seine Zeitgenossen die Anerkennung dafür. So endete er sein Leben von eigener Hand.
Kleist, scheu wie er war, neigte dazu, seine Lebensspuren zu verwischen, und da sein Ruhm erst allmählich nach seinem Tode zunahm, haben auch andere sich lange Zeit nicht darum gekümmert. Wo hat er, der nach Liebe suchte, sie tatsächlich gefunden? Was trieb ihn auf immer neue Reisen? Diente er als Agent im Kampf gegen Napoleon? War Goethe für ihn jene übermächtige Gestalt, die er zu übertreffen suchte? Und schließlich: was hat sein Werk, um dessentwillen wir uns für ihn interessieren, mit diesem allen zu tun?
Darauf antwortet dieses Buch, ohne sich den vielen Mutmaßungen und Legenden zu unterwerfen, mit denen Kleists Leben bis heute umstellt ist. Entstanden ist eine lebendige und anschauliche Erzählung eines Lebensbogens, der von der Jugend in Preußen bis zum Ende des „pauvre Henri Kleist“ in der Nähe von Potsdam reicht. Die Deutschen haben sich Zeit gelassen, Kleists Meisterschaft zu erkennen, aber das Verlangen danach hat dann glücklicherweise an Intensität zugenommen und dauert unvermindert bis auf den heutigen Tag an. Solchem Verlangen entgegenzukommen, dient diese Biographie.
„Heinrich von Kleist galt als ein schwieriger Mensch. Aber was heißt das schon, denn wer schließlich eicht die Maße und Gewichte, mit denen ein Mensch gemessen und gewogen wird!“ Gerhard Schulz

Gespannt darf man sein, wer in diesem Jahr den Kleist-Preis erhält, und wie der Streit um die Neugestaltung des Grabes am Kleinen Wannsee ausgehen wird.

Ständig aktualisierte Informationen werden auf den Internet-Seiten Kleist-Archiv Semdner und der gemeinsamen Seite der Kleist-Gesellschaft und des Kleist-Museums bekanntgegeben.

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Tolstois letztes großes Werk ist erstmals in vollständiger Fassung im Februar 2010 im C.H. Beck Verlag unter dem Titel „Für alle Tage“ erschienen.

Lew Tolstoi hat große Gedanken und Einsichten, „den Verstand stärkende und das Herz erfüllende“ Erkenntnisse nach Themen sortiert den 365 Tagen des Jahres zugeordnet, um sich jeden Tag aus dieser Quelle seines Denkens und Handelns zu vergewissern.

In diesen Zitaten und Reflexionen kommen seine Grundüberzeugungen zum Ausdruck: Gewaltlosigkeit, Ablehnung des Krieges und des Kriegsdienstes, Achtung und Respekt auch vor den Tieren, Bedürfnislosigkeit und die Nützlichkeit der Landarbeit, Ablehnung des Eigentums und bedingungslose Nächstenliebe, Ablehnung der kirchlichen Institutionen – um nur einige der wichtigsten Punkte zu nennen.

1906/07 brachte der Dresdner Verlag Carl Reißner eine deutsche Übersetzung der 2. Auflage des Werkes heraus, die nie wiederaufgelegt wurde und stark von der Ausgabe letzter Hand von 1908, Grundlage unserer Edition, abweicht.

Die Slavistin Christiane Körner hat auf der Grundlage dieser Ausgabe letzter Hand eine gültige deutsche Fassung geschaffen, die eine ganze Reihe neuer Texte, auch von Tolstoi, und eine neue Anordnung der Texte beinhaltet. Sofern schon Übersetzungen vorlagen, wurden diese mit dem russischen Originaltext überprüft und stilistisch überarbeitet. Damit liegt erstmals die definitive Fassung des letzten großen Werkes von Tolstoi in einer deutschen Ausgabe vor.

Über den Autor
Lew Tolstoi, 1828-1910, weltberühmter Autor von „Krieg und Frieden“ und „Anna Karenina“, schuf Für alle Tage in verschiedenen Fassungen im letzten Jahrzehnt seines Lebens; in Russland konnte das Werk in der letzten unzensierten Fassung Tolstois von 1908 erstmals 1991 erscheinen.

Literaturverfilmung: Drehbeginn für „Die drei Musketiere“ mit Milla Jovovich, Orlando Bloom u. Christoph Waltz in München

Der französische Schriftsteller Alexandre Dumas der Ältere (auch Alexandre Dumas Davy de la Pailleterie oder Alexandre Dumas père) wurde am 24. Juli 1802 in Villers-Cotterêts Aisne geboren. Er starb im Alter von 68 Jahren in Puys, Seine-Maritime.
Heute ist Dumas vor allem durch seine zu Klassikern gewordenen historischen Romane und deren Verfilmungen weltweit bekannt.

Die bekanntesten, immer wieder neu aufgelegten Romane sind: Les trois mousquétaires (Die drei Musketiere, 1844), Vingt ans après (Zwanzig Jahre später, 1845), La reine Margot (Königin Margot, 1845), Le comte de Monte-Christo (Der Graf von Monte Christo, 1845–46) und Le collier de la reine (Das Halsband der Königin, 1848–50).

Dumas Roman über d’Artagnan und seine Freundschaft zu den drei Musketieren Athos, Porthos und Aramis wurde seit 1921 bereits 19 Mal fürs Kino verfilmt. Jetzt beginnen die Dreharbeiten für eine Neufassung der „Drei Musketiere„. Gedreht wird in München, Würzburg, Bamberg, Burghausen und Herrenchiemsee. Oberbürgermeister Christian Ude hat bereits die Drehgenehmigungen für die Alte Residenz und den Münchner Hofgarten erteilt. Hier werden schon in der nächsten Woche einige Hollywoodstars anzutreffen sein.

Filmproduzent Martin Moszcowicz lobte bei der Pressekonferenz am 20.08.2010 im Bayerischen Hof die Kooperationsbereitschaft des Münchner Stadtoberhaupts. Und so ist der Weg frei für die 20. Filmproduktion der „Drei Musketiere“ mit Stars wie Milla Jovovich, Orlando Bloom und Oscarpreisträger Christoph Waltz bereitet. 2011 soll die Produktion in den Kinos anlaufen. Die Regie führt Paul W. S. Anderson.

Der junge Draufgänger D’Artagnan (Logan Lerman) will in den Dienst von König Ludwig XIII treten und verlässt seine Heimat, die Gascogne, in Richtung Paris. Unterwegs passieren ihm einige Missgeschicke, die vor allem auf sein Temperament zurückzuführen sind. Aufgrund seines Mutes, den er unter Beweis stellen kann, freundet er sich mit den unzertrennlichen Musketieren Athos (Matthew Macfadyen), Porthos (Ray Stevenson) und Aramis (Luke Evans) an.

Nach der Belagerung von La Rochelle, wird er Mitglied der Musketiere. Zusammen bestehen die vier Freunde im Kampf gegen Kardinal Richelieu (Christoph Waltz) und Lady Winter (Milla Jovovich). Als die Ehre von Königin Anna (Juno Temple) durch eine Intrige des Kardinals und der Lady bedroht wird, beginnt ihr größtes und gefährlichstes Abenteuer, das sie selbstverständlich mit Bravour bestehen. Schließlich stellen und töten sie die schöne Lady Winter. Athos und Porthos ziehen sich ins Privatleben zurück, Aramis tritt in ein Kloster ein, und d’Artagnan wird Leutnant der Musketiere.

So endet der erste Teil von Alexandre Dumas Musketier-Trilogie. Der zweite Teil erschien im Jahr 1845 unter dem Titel „Zwanzig Jahre später„.

Da Orlando Bloom die Rolle des Duke of Buckingham spielen wird und dieser zuerst im zweiten Band in die Handlung eingeführt wird, ist davon auszugehen, dass die Neuverfilmung zumindest einen Bogen über die ersten beiden Bände spannen wird. Eines ist gewiss, die Devise wird lauten: „Einer für alle. Alle für einen“.

Summit Entertainment, die für die Produktionsfirma Constantin Film den Weltvertrieb übernehmen, haben das neue kostspielige 3D Action-Abenteuer bereits in nahezu alle Länder verkauft.

Quelle: Münchenblogger