Muenchenblogger küren Schwabinger 7 zur Kneipe des Jahres 2008

schwabinger7Persönlich würde ich die Schabinger 7 nicht gerade als das  „schönste“ Kneipen-Urgestein im Münchner Stadtteil Schwabing bezeichnen, aber mit Sicherheit ist es die „ungewöhnlichste“ Spelunke (genau in diesem Sinn: Das Wort Spelunke stammt von dem lateinischen spelunca bzw. dem griechischem spelygx – für „Höhle“) in ganz München.

Eigentlich ist es eine der letzten aus Kriegsschutt erbauten Baracken in dieser Stadt. Tapfer und vehement hat sie sich bisher gegen alle Abriss-Gerüchte gehalten.

2008 wurde es für die „Schwasi“ besonders eng. Wieder einmal konkretisierten sich die Abrisspläne für das Gelände, im März 2009 sollte es endgültig soweit sein. Doch es sieht so aus, als gäbe es noch einmal einen Aufschub für das drohende Ende der Schwabinger 7. schwabinger71-1

Ausgerechnet die Finanzkrise soll den Abrissbemühungen einen Strich durch die Rechnung gemacht haben, zumindest bis Ende des Jahres scheint die Existenz der „Sieben“ gesichert. Vielleicht also die letzte Möglichkeit, die Schwabinger 7 noch zu „Lebzeiten“ entsprechend zu würdigen, bevor es ans Nachrufschreiben geht.

schwabinger72Fans der legendären Kneipe können noch einmal durchatmen. Durchatmen – und die Lungen tief mit dem unverwechselbaren Rauch- und Kneipendunst füllen. Und das nächste Bier bestellen. Noch einmal gepflegt abstürzen in der Schwasi. Und nicht zuviel an die Zukunft denken.

Wer weiß, vielleicht bleibt sie uns ja noch länger erhalten, als es momentan aussieht. Die Sieben ist schließlich eine Glückszahl.

Und wer nicht daran glaubt, sollte die Chance nicht verpassen noch schnell dort vorbeizuschauen, es lohnt sich auf jeden Fall! 😉

Quellen: Muenchenblogger Fotos: Flickr

Lesung mit Daniel Kehlmann aus Ruhm am 17.02. in der Münchner LMU

Am Dienstag, den 17. Februar 2009, um 20 Uhr, stellt Daniel Kehlmann seinen neuen Roman „Ruhm“ im Audimax der Münchner LMU vor.

Moderation: Knut Cordsen (BR)

ruhm11Ruhm: Ein Roman in neun Geschichten

Ein Mann kauft ein Mobiltelefon und bekommt Anrufe, die einem anderen gelten. Er beginnt ein Spiel mit einer fremden Identität. Ein anderer wird von einem zum nächsten Tag nicht mehr angerufen. Eine Frau will nicht in den Geschichten ihres Liebhabers vorkommen, der Schriftsteller ist. Ein Internetblogger wäre so gern einmal im Leben eine Romanfigur.
Daniel Kehlmanns lang erwarteter neuer Roman verwebt neun einzelne Episoden zu einem raffinierten Spiel mit Realität und Fiktion, mit Identität und Doppelleben. „Ruhm“ ist ein brillantes Buch über das Wesen der Literatur.

Mehr Infos sowie eine Leseprobe zu Ruhm findet man hier.

Eintritt: 10,00 Euro, ermäßigt 8,00 Euro – Kartenreservierung: Tel. 089 / 291934-27
Veranstalter: Rowohlt Verlag, Stiftung Literaturhaus

Der Schimmelreiter von Theodor Storm – SchauBurg Theater München

Noch bis zum 24. Januar wird im SchauBurg Theater der Jugend am Elisabethplatz in der Franz-Joseph-Strasse 47, 80801 München Der Schimmelreiter von Theodor Storm gezeigt.
Die Novelle
„Der Schimmelreiter“ ist nicht nur Theodor Storms bekannteste Dichtung, sondern die meistgelesene deutsche Novelle. Und sie ist zugleich die Geschichte einer Landschaft. Verfasst wurde sie Ende des 19. Jahrhunderts; angesiedelt ist sie in der Mitte des 18. Jahrhunderts in einer dörflichen Gegend an der Nordsee. Für uns heute ist interessant, dass der Autor eine eindrucksvolle Auseinandersetzung mit Problemen beschreibt, die Bedeutung haben über die damalige Zeit hinaus.
Erzählt wird das Schicksal eines begabten und zugleich unbegabten Menschen. Die Novelle beschreibt den friesischen Kleinbauernsohn und späteren Deichgrafen Hauke Haien, der im Deichbau seiner Heimat die entscheidende Neuerung des abgeflachten Deichprofils durchsetzt.

vorn: Tim Kalhammer-Loew (liegend) und Marie Ruback hinten: Ullrich Wittemann und Giorgio Spiegelfeld

„Acht Fuß ragte der Deich aus der Fläche hervor; nur wo westwärts gegen das Wasser hin die Schleuse gelegt werden sollte, hatte man eine Lücke gelassen; auch oben vor dem alten Deiche war der Priel noch unberührt. So konnte die Flut, wie in den letzten dreißig Jahren, in den Koog hineindringen, ohne dort oder an dem neuen Deiche großen Schaden anzurichten. Und so überließ man dem großen Gott das Werk der Menschenhände und stellte es in seinen Schutz, bis die Frühlingssonne die Vollenden würde möglich machen.†œ
Aber er scheitert daran, sein großartiges Projekt richtig in der Dorfgemeinschaft zu kommunizieren. Dieses Manko führt zum Untergang. Eine solche Geschichte hat nie stattgefunden, und einen Hauke Haien hat es nie gegeben. Dennoch spiegelt sich hier in poetischer Konzentration und bei aller Freiheit im Umgang mit historischen Details eine Landschaft mitsamt ihren Hoffnungen und Ängsten ihrer Menschen mit einer so lupenreinen Genauigkeit, wie sie einzigartig sein dürfte.

Im Mai 2009 eingeladen zum 10. Deutschen Kinder- und Jugendtheater-Treffen „Augenblick mal!“ in Berlin!

Bildmotiv: Nach einer Illustrationen von Jens Rusch
Regie – Beat Fäh
Bühne und Kostüme – Mandy Hanke
Musikalische Leitung – Toni Matheis
Es spielen
Marie Ruback
Tim Kalhammer-Loew
Giorgio Spiegelfeld
Ullrich Wittemann
Peter Wolter

Spieldauer ca. 90 Minuten

Für Jugendliche und Erwachsene

Termine im Januar:
Di 20.01.09 19:30 Uhr
Mi 21.01.09 10:30 Uhr
Do 22.01.09 19:30 Uhr
Fr 23.01.09 10:30 Uhr
Fr 23.01.09 19:30 Uhr
Sa 24.01.09 20:00 Uhr
weitere Termine im April

Die Karten kosten zwischen 5,00 und 12,00 Euro – zur Reservierung

gefunden im Klappentext / literatur-muenchen.de

Gruselgeschichten – Edgar Allan Poe Nacht im Amerika Haus München

Edgar Allan Poe Nacht im Amerika Haus München am 15.01.09 ab 19.30 Uhr.

Der amerikanische Schriftsteller Edgar Allan Poe wäre am 19. Januar 200 Jahre alt geworden. Der US-amerikanische Schriftsteller prägte entscheidend die Genres der Kriminalliteratur, der Science Fiction und der Horrorstory.

Im Amerika Haus widmet man ihm eine ganze Nacht, in der eine gruselig-szenische Performance aufgeführt wird.

Thursday, 15 January 2009, 7.30 p.m.
Performance
200th birthday Edgar Allan Poe
„Once upon a midnight dreary†œ: The Edgar Allan Poe Night at Amerika Haus
Tickets: € 8 / € 5; reservation at 089-55 25 37-0

Join us for a literary and musical performance honoring America†™s father of the gothic, Edgar Allan Poe. On the occasion of Poe†™s 200th birthday, actor Richard Clodfelter, pianist Paul Flush, and John Kenny on the trombone will present to you a program both haunting and brooding that will keep you on the edge of your seat.

Richard Clodfelter has taken part in over 60 international tours of the American Drama Group Europe as actor, manager and director. Jazz pianist Paul Flush has an extensive career as a solo and ensemble artist. John Kenny, trombone, who has performed as solo artist and with ensembles worldwide, is a professor at the Guildhall School of Music and Drama in London.

Organizers: B.A.Z. Amerika Haus, Amerika Haus Verein, American Drama Group

Foto: Wikipedia

zehnSeiten.de – Autoren auf der visuellen und akustischen Lesebühne

ZehnSeiten.de, ein neues Literatur-Internet-Projekt, ist seit der Frankfurter Buchmesse online. In der Pressemitteilung heißt es: „ZehnSeiten.de versteht sich als ortsungebundene visuelle wie akustische Lesebühne, auf der in puristischer schwarz-weiß Ästhetik Autoren jeweils zehn Seiten ihrer Wahl aus einem ihrer Bücher vorlesen. Alle Beträge sind ungeschnitten und vor einheitlicher Kulisse aufgenommen, um den Fokus klar auf den Text zu richten. zehnSeiten.de macht Leser neugierig auf zeitgenössische Literatur und gibt Autoren die Möglichkeit ihre Bücher angemessen im Internet zu präsentieren.“

Sie wollten Bücher im Internet wertfrei präsentieren, sagt Johannes Wörle, einer der Initiatoren des Projekts: „Keine Überladung, keine Werbung. Der Leser soll sich über zeitgenössische Literatur informieren können und den Autor, der hinter dem Gelesenen steht, ein bisschen kennenlernen.“

Derzeit sind Autoren wie

Rafik Schami (Das Geheimnis des Kalligraphen),
Marie Fadel und Rafik Schami (Damaskus. Der Geschmack einer Stadt),
Lorenz Langenegger (Hier im Regen),
Ursula Krechel (Shanghai fern von wo),
Daniel Grohn (Kind oder Zwerg),
Thomas von Steinaecker (Wallner beginnt zu fliegen),
Paul Brodowski (Die blinde Fotografin),
Andreas Neumeister (Könnte Köln sein),
Stefanie Geiger (Der Eisfürst)
Thomas Palzer (Pony, Ruin),
Klotz und Dabeler (Aus dem Leben des Manuel Zorn),
Matthias Hirth (Angenehm),
Georg Oswald (Im Geist der Gesetze),
Thomas Meinecke (Feldforschung, Musik),
Norbert Gstrein (Die Winter im Süden, Die englischen Jahre),
Xaver Bayer (Die durchsichtigen Hände),
Norbert Niemann (Willkommen neue Träume, Schule der Gewalt, Wie man´s nimmt),
Georg M. Oswald,
Julia Zange (Die Anstalt der besseren Mädchen),
Maximilian Dorner (Mein Dämon ist ein Stubenhocker),
Harriet Köhler (Ostersonntag)

bereits auf zehnSeiten.de hör- und sehbar, weitere Autoren folgen.

Finanziert wird der Internetauftritt durch die Verlage, die für Lesungen zahlen müssen – immerhin bietet sich ihnen dadurch eine attraktive Plattform für gut verknüpfbare Werbung. Ein Mitspracherecht bei der Auswahl der Autoren und Bücher behalten sich die Veranstalter allerdings vor: „Der Leser soll sich ja unabhängig vom Verlag über Bücher informieren können. Auch über Bücher, die nicht unbedingt in jeder Buchhandlung ausliegen.“

Quelle: (Isabella Hager / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 8.1.2009)

Weitere Quellen: Turmsegler, eliterator.de