Geburtstag in der Buchhandlung

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In den USA und auch in England scheinbar oft praktiziert, hierzulande vielleicht eher ein Geheimtipp für eine außergewöhnliche Geschenkidee – eine Einladung in eine Buchhandlung.  Freunde hatten sich zusammengetan und mich anlässlich meines Geburtstags gegen 18 Uhr in eine Buchhandlung eingeladen.  Wir waren angemeldet, d.h. uns erwarteten zwei Falschen Rotwein,  jemand kümmerte sich um unsere Garderobe, gemütliche Sessel luden zum Sitzen ein und natürlich zum Lesen.  Zu acht schlenderten wir durch die Regale, zeigten uns gegenseitig unsere Lieblingsbücher, diskutierten darüber, vergruben uns mit einigen davon  in die Sessel oder suchten nach bestimmten Ausgaben.  Mir hatte man ein großzügiges Budget zur Verfügung gestellt und ich konnte nach Lust und Laune Bücher auswählen. Neuerscheinungen und Klassiker, zum Teil sehnsüchtig erwartet, zum Teil bekannt aber verlustig, wuchsen zu einem kostbaren Stapel in meinen Armen. Wow – ich konnte sie alle glückselig nach Hause tragen.

Stattgefunden und möglich gemacht hat dies die Buchhandlung Lehmkuhl, die „Kuhle“ auf Schwabings Leopoldstraße. In den 20er Jahren veranstaltete Lehmkuhl Vorträge zu Literatur, Philosophie und Kunstgeschichte; nach dem Krieg kamen Kammermusiken, Puppenspiele und Märchenabende dazu. Seit den 60er Jahren finden regelmäßig Autorenlesungen statt, sowie verschiedene Veranstaltungen, die schon Tradition geworden sind: Kundenfeste, Bücherflohmarkt, †œLesen im Schaufenster† am Welttag des Buches und neuerdings auch Buch-Geburtstagspartys.

Michael Lemling, der Geschäftsführer der Buchhandlung Lehmkuhl, stand uns liebenswürdig mit seinem Fachwissen und mit Rat und Tat zur Seite – vielen Dank dafür! Und last not least gilt mein Dank natürlich den „Organisatoren“ für dieses außergewöhnliche Geschenk. 😉

Klappentext – Literaturmagazin für München geht in Druck!

klappentext

Für 2009 hat das Literaturportal literatur-muenchen.de sich vorgenommen, dass der KLAPPENTEXT nicht mehr nur digital, sondern zudem gedruckt erscheint und verteilt wird.

Ab März ist es soweit:

Die März-Ausgabe des KLAPPENTEXT wird nicht nur als PDF-Datei, sondern auch gedruckt, also auf echtem Papier zum Anfassen erscheinen.

Das Kulturreferat der Stadt München unterstützt dankenswerterweise dieses Projekt.

Fraglich ist leider, ob das Geld für die April-Ausgabe reicht, deshalb bittet die Redaktion um aktive Mithilfe und Unterstützung.

Wer also noch Mittel für eine Anzeigenschaltung zur Verfügung hat, etwas Geld spenden oder sich aktiv an der Verteilung des gedruckten Literaturmagazins beteiligen möchte, meldet sich bitte schnellstens bei Katrin Schuster in München, in der Baaderstr. 38, oder per Mail direkt unter info@literatur-muenchen.de.

Wie viel Aufwand, Arbeit und Enthusiasmus die Redaktion beim monatlichen Zusammentragen aller Literatur-relevanten Tipps und Termine in München aufbringen muss, kann man sich vorstellen, wenn man den Klappentext schon abonniert hat.

Willkommen sind übrigens auch Butterbrote und aufbauende Worte – viel Erfolg! 😉

Quelle: literatur-muenchen.de

Krimifestival München 2009: Das Programm vom 10.03. – 24.03.

krimifestival

Der Vorverkauf hat begonnen!

Erste Veranstaltungen können über die Programmseite vom Krimifestival München gebucht werden. Das Programmheft liegt ab dem 13. Februar in allen Filialen von Hugendubel, im Literaturhaus München, bei fast allen Münchner Buchhändlern (z.B. Lehmkuhl, Dichtung & Wahrheit, Bücher Hacker, BücherCafé Lentner) und natürlich auch in der Krimibuchhandlung glatteis aus.

10.03. Literaturhaus: Startschuß! Buchpremiere mit Jörg Maurer †œFöhnlage†

11.03. Polizeipräsidium München/Kantine: Norbert Horst liest aus †œSterbezeit†
11.03. Kellergeister im Unterton: Jakob Arjouni liest: †œDer heilige Eddy†
11.03. Buchhandlung Lehmkuhl: Mit Matt Beynon Rees (†œEin Grab in Gaza†)

12.03. Monacensia: Lesung mit Friedrich Ani (†œWer tötet, handelt†)
12.03. Instituto Cervantes: Mörderisches Galicien – Domingo Villar
12.03. Krimibuchhandlung glatteis: Schottische Kriminacht mit Val McDermid

13.03. Justizpalast:Schwedische Kriminacht mit Asa Larsson & Leif G.W. Persson
13.03. Literaturhaus: †œCommissario Laurenti ermittelt†: Lesung mit Veit Heinichen

14.03. Friedhofsgärtnerei Brandl: Lesung mit Helena Reich & Moritz Wulf Lange
14.03. Gasteig: Thriller-Nacht mit Sebastian Fitzek (†œSeelenbrecher†)

15.03. Beach 38 / Indoor Strandclub: Ibiza-Krimi mit Burkhard Driest
15.03. Beach 38 / Indoor Strandclub: L.A. Crime-Night mit Michael Connelly

16.03. Ampere / Muffatwerk / FOCUS-Online-Mordkommission: Philipp Moog
16.03. Giesinger Bahnhof / Bücherfrauen: Stalking-Krimi mit Amaryllis Sommerer
16.03. Buchhandlung Lehmkuhl: Schwedische Kriminacht mit Arne Dahl

17.03. Gärtnerplatz-Theater: Historisch-Bayerische-Kriminacht mit Robert Hültner
17.03. Giesinger Bahnhof: Schwedische Kriminacht mit Maria Ernestam
17.03. Dichtung & Wahrheit: Bruno Morchio liest aus †Wölfe in Genua†

18.03. Sektionshörsaal der Pathologie: Krimi-Autoren auf dem Sektionstisch
18.03. Hotel Prinzregent / Riem: Kulinarische Kriminacht mit Michael Böckler
18.03. Ampere / Muffatwerk: L.A. Crime mit Charlie Huston und Bernd Begemann
18.03. Schlachthof: Jerry-Cotton-Night, (Kult-Krimi-Nacht mit Musik)

19.03. Amerikahaus: New-York-Crime-Night mit Jeffrey Deaver
19.03. BücherCafé Lentner: Pariser Kriminacht mit Alexandra von Grote
19.03. Gemeindebücherei Vaterstetten: Andrea Maria Schenkel liest aus †œBunker†

20.03. Pathologie: Simon Beckett liest aus †œLeichenblässe†
20.03. Bücher Hacker: Toskanische Kriminacht mit Sabine Thiesler
20.03. FengShui Hotel : Berliner Kriminacht mit Elisabeth Herrmann

21.03. Stadtbibliothek Fürstenried: Krimi-Frühstück mit Inge Löhnig
21.03. Deutsches Museum: Wissenschafts-Krimi mit Karl Olsberg (†œDer Duft†)
21.03. Krimi-Tram: Benefiz-Krimi-Tram mit Jutta Speidel, Jörg Maurer u.a.
21.03. Krimibuchhandlung glatteis: Mit Andree Hesse (†œDie Schwester im Jenseits†)
21.03. Holiday Inn Hotel / Unterhaching: Mörderspiel: Theater-Krimi-Dinner

22.03. City Kino: †œAbwärts† – Lesung und Filmscreening mit Frank Göhre
22.03. Vinorant im Alten Hof: Dinner in the Dark mit Katrin Askan
22.03. Garibaldi Bar: Schwabinger Kriminacht mit Hilmar Klute (†œHerzKammerJäger†)

23.03. Lehrinstitut Derksen: Andalusische Krimi-Nacht mit Robert Wilson
23.03. Ruffini: †œTannöd† – Szenische Lesung mit Musik (mit Johanna Bittenbinder u.a.)
23.03. Coellner im Paragraph: Coellner Kriminacht mit Comedy Star Bernd Stelter

24.03. Buchhandlung Kirchheim: Gautinger Krimi-Nacht mit Harry Luck
24.03. Buchhandlung Pustet: Freisinger Krimi-Nacht mit Jörg Juretzka
24.03. Schlachthof: TATORT-Kommissar Michael Fitz liest Max Bronski

Quelle: Krimifestival München

Geschenktipp: Morgengrüße an Carmen von Helmut Ammann

morgengruse

Guten Morgen, liebste Carmen!
Ach, wie schlief ich noch so gerne…
auf dem Bett der Blütensterne,
doch der Tag zu seinen Zwecken
will mich unbarmherzig wecken!
Dein HA. d. 2. XII. 1958

anmann2Die „Morgengrüße an Carmen“ wurden gezeichnet und gedichtet von Helmut Ammann (1907 bis 2001), Bildhauer, Maler und Grafiker. Sie sind Liebesbriefe und grafisches Tagebuch in einem.

Die „Morgengrüße“ entstanden in den Jahren 1950 bis 1976. Sie kommentieren das Leben und seine Fährnisse mit humorvoller Selbstironie, sie sprühen vor Witz und stecken voller Zärtlichkeit. Stets werden Alltag und Sorgen verwandelt und umgedeutet.

Helmut Ammann ließ seine Frau auf diese Weise auch an seinem Schaffen teilhaben. Außerdem wollte er ihr so das Warten auf ihn, den im Atelier Schaffenden, versüßen.

Mit Helmut und Carmen Ammann tauchen wir in eine schier unerschöpfliche Welt der Phantasie, der Träume und Fabelwesen. Die „Morgengrüße an Carmen†œ werden damit zum hinreißenden Dokument einer großen Liebe und zu einem kaum zu übertreffenden Modell für die Verzauberung des Alltags, sie sind aber auch heiteres Spiel mit der Linie, mit der Farbe, mit dem Wort.

ammannHelmut Ammann, geboren 1907 in Shanghai als Sohn eines Berliner Arztes, gestorben 2001 in Pöcking, war ein ungemein vielseitiger Künstler.

Er schuf Werke in Holz, Stein und Bronze, er setzte Glasfenster und Mosaiken, malte und radierte, war aber auch ein begnadeter Porträtist. Neben einem großen profanen Werk sind es vor allem die Kirchenarbeiten, die ihn weit über Bayern hinaus bekannt machten: Werke u.a. in Schweinfurt, Würzburg, München, Heidenheim, Bremen oder Bielefeld.

Unermüdlich strebte Ammann, ein Vertreter der klassischen Moderne, nach Erneuerung durch Reduktion und Verdichtung der Form. Für seine Arbeiten erhielt er neben anderen Auszeichnungen den Albert-Schweizer-Preis für Kunst (Amsterdam, 1971) und den Preis der Bayerischen Volksstiftung (München, 1995).

Über den Autor und Herausgeber
Erich Kasberger war fast zwanzig Jahre lang Lehrer für Deutsch, Geschichte, Sozialkunde und Theater am Michaeli-Gymnasium in München. In dieser Zeit verwirklichte er als Stadtteilforscher, Ausstellungsmacher und Autor etliche Projekte zu Berg am Laim: Er initiierte ein Mahnmal für das ehemalige jüdische Sammellager und kämpfte für die Idee, den U-Bahnhof Kreillerstraße von Schülern mitgestalten zu lassen. Außerdem publizierte er u.a. in der Süddeutschen Zeitung und im Bayerischen Rundfunk zu Berg am Laim.

Erschienen im Volk Verlag München
Broschiert: 224 Seiten, Auflage: 1 (21. November 2008), 24,90 Euro

Empty Dishes 1. EP von Lucky Fish – Indie-Rock-Newcomer Band aus München

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v.l.n.r.: Pascal Fischer (18) – Gitarre, Zlatko (17) – Gitarre / Voc, Janis Gursky (17) – Drums, Franz Klein (17) – Bass /Voc

Erfrischend unbeschwert und sehr britisch klingt die Debut-EP der Band Lucky Fish. Die vier Jungs aus München präsentieren mit „Empty Dishes“  fünf Songs auf einem Minialbum, ausnahmslos eingängige Ohrwürmer. Dabei sind Stücke wie „Loves only good„,  „Hello Hello“ oder „Passion„. Thema ist die Liebe.

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Lucky Fish macht Musik, die ein wenig nach den Kooks, den Beatles oder Oasis klingt, nicht kopiert und schön garniert mit eigenen Ideen.  Zlatkos lässiger Gesang verzaubert, die knackigen Riffs von Pascal klingen unbeschwert, Janis überzeugt am Schlagzeug. Die Lieder von Lucky Fish sind leicht, ohne beim fünften Anhören zu verpuffen, und schaffen es eine ganz eigene Atmosphäre aufzubauen.

Und wer nun Lucky Fish live hören und sehen will, hat an folgenden Terminen Gelegenheit dazu:

20. Februar 2009  um  20 Uhr im Route 66 in Haar
28. Februar 2009  um 20 Uhr im Platinum in Eggenfelden
25. März 2009 um 20 Uhr im Feierwerk in München

Quellen: myspace.com/luckyfishband, FlowerStreet Records, Isarblick