Alles total groovy hier mit Jörg Juretzka in der Krimibuchhandlung Glatteis

„Juretzka ist wahrscheinlich der witzigste, respektloseste und originellste Autor von Kriminalromanen seit †“ ja, seit wem eigentlich in Deutschland?“ Welt am Sonntag

Am Mittwoch, den 25. März, um 20.00 Uhr, ist Jörg Juretzka zu Gast in der Münchner Krimibuchhandlung Glatteis und liest aus seinem neuen Krimi „Alles total groovy hier.“ Der Eintritt für die Lesung beträgt 6 Euro, telefonische Kartenreservierung unter 089/2014844.

alles-total-groovy-hier1Kurzbeschreibung
Kristof Kryszinski ist mit seinem Kumpel Scuzzi ins sonnige Spanien unterwegs. Sie sollen einen Ort suchen, an dem ihr Bikerklub die Stormfuckers Ranch aufmachen kann. Noch während der Fahrt begegnet ihnen alles andere als Sommer, Sonne, Strand und Meer: Verdorrte Stein- und Staubwüste, erbarmungslos sengende Hitze und gefährliche Banden verwahrloster Kinder. Schisser allerdings, der bereits eine entsprechende Immobilie gefunden hatte, ist verschollen – ebenso die 180 000 Euro, mit denen er das Objekt erstehen sollte. Auf der Suche nach Freund und Geld stoßen die beiden auf ein Aussteigerdorf voller zugekiffter Hippies. Auch die Jugendlichen machen in der iberischen Gluthitze dem bierdurstigen Kryszinski gehörig Dampf – ganz zu schweigen von den harmoniebedachten Blumenkindern, gegen die der Mülheimer instinktiv eine herzliche Abneigung empfindet.

Über den Autor
Jörg Juretzka, 1955 in Mülheim an der Ruhr geboren, ist gelernter Zimmermann und baute Blockhütten in Kanada, bevor er sich aufs Schreiben konzentrierte. Sein Krimi-Erstling, „Prickel“, erschien 1998 im Rotbuch Verlag und wurde mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet. 1999 folgte „Sense“, unter hartgesottenen Krimifans als absoluter Geheimtipp gehandelt. „Der Willy ist weg“ wurde ebenfalls mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet. Die Romane Fallera (2003) und Equinox (2004) waren für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert.

Hauptfigur seiner bisher veröffentlichten Romane ist der eigenwillige Privatdetektiv Kristof Kryszinski, dessen Fälle sich Anfangs nur in Juretzkas Heimat, dem Ruhrgebiet abspielten. Um für Abwechslung zu sorgen ließ der Autor seinen Protagonisten jedoch auch in den Schweizer Alpen, in Spanien, auf einem Kreuzfahrtschiff und im Wilden Westen tätig werden. Erhalten blieben dabei die humorvollen Dialoge und der lakonisch präzise Stil Juretzkas, den vielen Kritiker lobten und der nicht selten zu Vergleichen mit Kinky Friedman führte.

Seit 2003 arbeitet Juretzka auch als Drehbuchautor, u.a. für die ProSieben Serie Was nicht passt, wird passend gemacht, angelehnt an den gleichnamigen Kinofilm von Peter Thorwarth.

Alles total groovy hier erschien am 02. Februar 2009 im Rotbuch Verlag.

Lesung mit Günter Grass am 23.04.09 in der Münchner LMU

Der Literaturnobelpreisträger Günter Grass liest am Donnerstag, den 23. April 2009, im Rahmen der Veranstaltungsreihe „LMU im Dialog“ in Zusammenarbeit mit der Münchner Buchhandlung Lehmkuhl aus seinem neuen Buch „Unterwegs von Deutschland nach Deutschland. Tagebuch 1990.“ Die Lesung beginnt um 20.00 Uhr im Audimax im Hauptgebäude der LMU, Geschwister-Scholl-Platz 1.

Unterwegs von Deutschland nach Deutschland“ heißt das Tagebuch von Günter Grass aus dem Jahr 1990. Seine Aufzeichnungen sind ein sehr persönliches Protokoll einer dramatischen Zeit, in der nach dem Mauerfall die Zukunft unseres Landes neu zu gestalten war. Grass war viel unterwegs in der Noch-DDR und war präsent, wo über den Prozess der Wiedervereinigung gesprochen wurde. Sein Tagebuch gibt Einblick in den Alltag eines Zeitgenossen, der im Bewusstsein des historischen Moments leidenschaftlich lebt und streitet.

unterwegs-von-und-nach-deutschlandKurzbeschreibung
Ein sehr persönliches Dokument wird zur spannenden Zeitreise: Seit fast zwanzig Jahren bekommt Günter Grass von seinem Verleger Blindbände geschenkt, Bücher mit leeren Seiten, die er per Hand mit ersten Fassungen seiner Texte füllt. Und er nutzt sie als Tagebuch und damit als Nährboden für seine Ideen. Mit dem Jahr 1990 begann Grass sein bis heute anhaltendes intensives Notieren.
Nach dem Mauerfall war Deutschland im Umbruch, und Günter Grass wollte nah dran sein an der Stimmung unter den Menschen und den politischen Debatten. Er war viel unterwegs in der Noch-DDR, war präsent, wo über die Zukunft und den Prozeß der Wiedervereinigung gesprochen wurde, pflegte einen regen Austausch mit seinen Kindern und Freunden.
Das Tagebuch von Günter Grass gibt Einblicke in den Alltag eines Zeitgenossen, der im Bewußtsein des historischen Moments leidenschaftlich lebt und streitet. Es steckt voller Begegnungen, Beobachtungen und Gedanken; Ideen zu späteren Erzählwerken keimen hier auf und entfalten sich. Das Tagebuch ist ein erzählerisches Protokoll aus einer Zeit, da die Geschichte wieder mächtig in Bewegung geraten war.

Über den Autor

Günter Grass wurde am 16. Oktober 1927 in Danzig geboren, absolvierte nach der Entlassung aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft eine Steinmetzlehre, studierte dann Grafik und Bildhauerei in Düsseldorf und Berlin. 1956 erschien der erste Gedichtband mit Zeichnungen, 1959 der erste Roman „Die Blechtrommel„. 1965 erhielt der Autor den Georg-Büchner-Preis. 1994 erhält er den Karel-Capek-Preis. 1999 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen. Grass lebt in der Nähe von Lübeck. Zuletzt erschienen seine autobiographischen Bücher „Beim Häuten der Zwiebel“ und „Die Box„.

Der Eintritt für die Veranstaltung in der Münchner LMU beträgt 10 Euro, für Studierende und Schüler 5 Euro. Karten sind nur über die Buchhandlung Lehmkuhl, Leopoldstr. 45, erhältlich.

München Muffathalle: Rawi Hage liest aus Als ob es kein Morgen gäbe

Bomben fallen wie Glasmurmeln auf Beirut, aber Bassam will nicht in den Keller, er will lieber draußen sterben, in der Stadt, die ihn süchtig nach Leben macht. Schulmädchenbeine, Siebzigerjahre-Frisuren, Schlaghosen, Haschisch und Waffen: Für die jugendlichen Bassam und George zählen im Alltag des libanesischen Bürgerkrieges nur ihre kleine Fluchten, – bis George sich einer christlichen Miliz anschließt und aus beiläufigen Gaunereien große Gewalt wird.

Als ob es kein Morgen gäbe (Dumont) ist ein fulminanter Roman. Süddeutsche Zeitung

als-ob-es-kein-morgen-gabeKurzbeschreibung
Bassam und sein bester Freund George, den alle nur De Niro nennen, ziehen durch das Bürgerkriegs-Beirut der achtziger Jahre. In ihrer Kindheit sammelten sie gemeinsam Kugeln und Granathülsen in den Ruinen, um sie gegen Zigaretten einzutauschen. Seitdem sind zehntausend Bomben auf Beirut gefallen. Heute sind sie Teenager und haben Eltern und Geschwister, Nachbarn und Freunde verloren. Sie sind Überlebenskünstler, die ihren Anteil am Glück fordern. Sie ergaunern sich Geld, sie verlieben sich, sie fangen an zu leben. Aber während Bassam davon träumt, nach Rom zu gehen, wo »sogar die Tauben glücklich und gut genährt wirken«, schließt De Niro sich einer christlichen Miliz an, um zu kämpfen. Bassam weigert sich, und eins ist klar: Er muss fliehen. Aber auf dem Weg zum Schiff in die Freiheit fängt De Niro ihn ab …

Über den Autor
Rawi Hage, 1964 geboren, aufgewachsen in Beirut und auf Zypern, erlebte den libanesischen Bürgerkrieg am eigenen Leib. 1982 ging er nach New York, wo er Fotografie studierte. Seit 1991 lebt er als freischaffender Künstler und Autor in Montreal. Für Als ob es kein Morgen gäbe (De Niro’s Game) wurde er 2008 mit dem höchstdotierten Literaturpreis der Welt, dem IMPAC-Award, ausgezeichnet. Im Herbst 2008 erschien in Kanada sein zweiter Roman, Cockroach .

Heute, um 20.30 Uhr, liest Rawi Hage aus Als ob es kein Morgen gäbe im Münchner Cafe Muffathalle. Die deutsche Fassung liest August Zirner. Kartenreservierung unter 21 83 91 82.

Eine ausführliche Rezension unter dem Titel Russisches Roulette in Beirut ist heute in der FAZ nachzulesen.

Quellen: Süddeutsche Zeitung

Andreas Steinhöfel wird mit dem Erich Kästner Preis ausgezeichnet

Der in Berlin lebende deutsche Kinder- und Jugendbuchautor Andreas Steinhöfel (1962) erhält den Erich-Kästner-Preis für Literatur 2009.

In unregelmäßigen Abständen verleiht die Erich Kästner Gesellschaft e.V einen Erich Kästner Preis für Literatur an deutschsprachige Schriftsteller, die im Sinne von Kästners Credo „herausragende schriftstellerische Werke mit zeitkritischen Zügen veröffentlicht“ haben. Die Gesellschaft hat sich der Pflege des Werks von Erich Kästner und seinem Andenken verschrieben hat. Die Auszeichnung ist mit 5.000 Euro dotiert.

Andreas Steinhöfel ist der fünfte Preisträger seit 1979.  Bisher wurden Peter Rühmkorf, Loriot, Robert Gernhardt und Tomi Ungerer mit dem Erich Kästner Preis ausgezeichnet.

Andreas Steinhöfel wuchs in Biedenkopf (Hessen) auf und machte dort das Abitur. Er studierte zunächst Biologie und Englisch für das Lehramt, entschloss sich jedoch dann, ein Studium in Anglistik, Amerikanistik und Medienwissenschaften an der Universität Marburg zu beginnen.

Nach Abschluss des Studiums erschien 1991 sein erstes Jugendbuch Dirk und ich.

rico-oscar11Zu seinen bekanntesten Büchern zählt Paul Vier und die Schröders (1992), das mittlerweile zur Standardlektüre in deutschen Schulen zählt. Die Verfilmung des Buches gewann 1995 den Deutschen Kinderfilmpreis. Bei Jugendlichen ist vor allem sein Roman Die Mitte der Welt beliebt, der unter anderem für den Deutschen Jugendliteraturpreis 1999 nominiert war, ebenso wie die Quasifortsetzung Defender †“ Geschichten aus der Mitte der Welt.

Der Erich Kästner Preis wird Andreas Steinhöfel am 07. März im Jella-Lepmann-Saal im Münchner Schloss Blutenburg verliehen. Dort, am Sitz der Internationalen Jugendbibliothek, ist auch das Domizil der Erich Kästner Gesellschaft e.V.

Bevor der erfolgreiche Kinder- und Jugendbuchautor am Abend  für sein Gesamtwerk ausgezeichnet wird, kommen Kinder und Erwachsene bereits in den Genuss, an einer Lesung zur Buchpremiere aus dem zweiten Rico-Roman „Rico, Oskar und das Herzgebreche“ teilzunehmen. Für alle Fans des tieferbegabten Berliner Jungen Rico, die die Fortsetzung der Geschichte von Rico und Oskar nicht abwarten können.
Empfohlen für Kinder ab 8 Jahren.
Anmeldung erforderlich: 089/891211-60, Eintritt 5 Euro

Filmforum: Volker Schlöndorff im Gespräch am 07.03. in München

Unter dem Motto „Dramen von Schuld und Verantwortung„  Begegnung mit dem Regisseur Volker Schlöndorff, lädt die Kath. Akademie am Samstag  in das Kardinal Wendel Haus zum Filmforum ein.

Der Regisseur stellt sich im Gespräch den Fragen aus dem Publikum. Samstag, 07.03., 10 bis 17 Uhr, Kath. Akademie – Kardinal Wendel Haus, Mandlstr. 23, München. Anmeldung bis Donnerstag, den 05. März, per Fax unter 089/38 10 21 03

Volker Schlöndorff war unter den Filmemachern der erste, der die im Oberhausener Manifest (1962) erhobene Forderung nach einer profunden Erneuerung des deutschen Kinos praktisch einlöste. Als Filmemacher ist Schlöndorff ein Geschichtenerzähler. Seine Werke umfassen Adaptionen von Musil, Proust und Kleist, Böll und Grass, Arthur Miller und einigen anderen namhaften Autoren.

Nachfolgend eine Auswahl der Literaturverfilmungen:

torless1963/64 schrieb er an seinem ersten Drehbuch für Der junge Törless nach dem Roman Die Verwirrungen des Zöglings Törleß von Robert Musil, für das er eine Prämie erhielt, die ihm später die Realisierung des Projektes ermöglichte. Der Film wurde mehrfach ausgezeichnet und gilt als der erste internationale Erfolg des jungen deutschen Films.

kleist1969  verfilmt Volker Schlöndorff  Heinrich von Kleists Michael Kohlhaas. Bei Schlöndorff wird der Stoff zum Mittelpunkt eines aufwändigen Action-Films. Der namhafte Regisseur nutzte vor allem die äußere Dramatik des historischen Stoffs, legte jedoch mit zeitgenössischen Dokumentaraufnahmen des Vorspanns Bezüge zur Gegenwart nahe.†œ

die-verlorene-ehe-der-katharina-blumMit seinem Film Die verlorene Ehre der Katharina Blum produzierte Schlöndorff 1975 erstmals gemeinsam mit seiner damaligen Frau Margarethe von Trotta einen großen Publikumserfolg.

der-fangschussIn der Verfilmung Der Fangschuß des Romans „Le Coup de Grâce“ von Marguerite Yourcenar im Jahr 1976 steht im Vordergrund die schroffe Abweisung einer Frau durch einen Mann, der selbst heimlich mit deren Bruder verbunden ist †“ und die Folgen, die sich daraus ergeben. Volker Schlöndorff erhielt dafür 1977 den Filmband in Gold (Preishöhe: 250.000 DM, Vergabe durch das Bundesinnenministerium).

die-blechtrommelFür Schlöndorffs internationalen Durchbruch steht seine Verfilmung des Romans Die Blechtrommel von Günter Grass. Ausgezeichnet mit der Goldenen Palme in Cannes 1979 und mit einem Oscar für den besten nicht englischsprachigen Film markiert die Blechtrommel einen Höhepunkt der internationalen Anerkennung des deutschen Films. Die Blechtrommel hatte er 1979 in Danzig gedreht.

die-falschungZu einer der interessantesten Literaturverfilmungen Schlöndorffs wird Die Fälschung (1981) nach dem Roman von Nicolas Born gezählt. Die Filmarbeiten mit Bruno Ganz und Hanna Schygulla fanden während des libanesischen Bürgerkriegs in Beirut statt.

eine-liebe-swannsEine Liebe von Swann ist die Verfilmung des gleichnamigen Kapitels von Marcel Prousts Roman Auf der Suche nach der verlorenen Zeit durch Volker Schlöndorff aus dem Jahr 1984. Der Film erhielt 1985 zwei Nominierungen für den BAFTA Award: Yvonne Sassinot de Nesle für die Kostüme sowie Margaret Ménégoz und Volker Schlöndorff für den besten fremdsprachigen Film.

tod-eines-handlungsreisendenTod eines Handlungsreisenden ist die preisgekrönte Fernsehverfilmung des gleichnamigen Dramas aus der Feder von Arthur Miller. Der Film stammt aus dem Jahre 1985 und wurde von Volker Schlöndorff inszeniert. Die Hauptrollen wurden von Dustin Hoffman, Kate Reid und John Malkovich übernommen. 1986 wurde der Film insgesamt in zehn Kategorien für den Emmy nominiert, in drei von ihnen konnte er den Preis gewinnen. Dustin Hoffman und John Malkovich wurden für ihre schauspielerischen Leistungen geehrt, einen dritten Emmy gab es in der Kategorie Outstanding Art Direction for a Miniseries or a Special.

der-report-der-magd11990 folgte die Verfilmung des Romans Der Report der Magd (The Handmaid’s Tale) von Margaret Atwood unter dem Titel Die Geschichte der Dienerin. In einer düsteren Zukunftsvision wird ein Teil des Lebens der Bibliothekarin Kate gezeigt, die in einem religiös-fundamentalistischem Nachfolge-Teilstaat der USA gezwungen wird, ihrem Herrn ein Kind zu gebären.

homo-faberHomo Faber verfilmte Volker Schlöndorff in dem Jahr 1991. Er basiert auf dem Roman Homo faber des Schweizer Schriftstellers Max Frisch. Bereits Mitte der 1970er Jahre hatten die Paramount-Studios Volker Schlöndorff eine Verfilmung des Stoffes angeboten, was dieser jedoch ablehnte, weil er Schwierigkeiten in der Umsetzung sah. 1988 weckte jedoch eine Lebenskrise das Interesse Schlöndorffs an der Vorlage. Als seine Motivation für die Verfilmung des Romans gab er an, dass es ein Meisterwerk der europäischen Literatur sei, an dem er nicht vorbeikomme. Nachdem 30 Jahre lang die Filmrechte durch verschiedene Hände gegangen waren und Anfang 1988 wieder an Max Frisch zurückgingen, kam ein Kontakt zwischen Autor und Regisseur zustande. Anfang April 1990 begannen die Dreharbeiten; im März 1991 kam der Film in die deutschen Kinos. In der Schweiz startete er am 12. Mai 1991; wenige Wochen nach Frischs Tod.

Quellen: Süddeutsche Zeitung, Wikipedia