Doctor Sleep

Es ist eine kleine Sensation: Stephen King kommt nach Deutschland – zum ersten Mal! Im Gepäck die unheimliche Fortsetzung von „Shining“.

Im Rahmen des Münchner Krimifestivals stellt der US-amerikanische Bestseller-Autor seinen neuen Thriller „Doctor Sleep“ am 19. November 2013 im Circus Krone vor. Eine weitere Lesung ist für den 20. November in Hamburg auf dem Habour Front Literaturfestival angekündigt.

Der Vorverkauf für die Europatournee startet am Montag, 16. September 2013, NICHT vor 13 Uhr. Die Karten für München können ausschließlich per Mail beim Krimifestival München reserviert werden. Die Mailadresse wird zu diesem Zeitpunkt auf der Webseite bekannt gegeben, telefonische Reservierungen sind NICHT möglich. Der Eintritt beträgt 29 Euro.

Weiterhin gab das Organisationsteam des Krimifestivals bekannt, dass es KEINE Signierstunde geben wird. Stephen King signiert jedoch einige Exemplare von “Doctor Sleep” vorab, die dann am Büchertisch der Krimibuchhandlung Glatteis vor Ort erhältlich sein werden. Da man davon ausgeht, dass die Nachfrage der signierten Bücher größer ist als die zur Verfügung stehenden Exemplare, entscheidet das Los.

Der Circus Krone Bau fasst zirka 5000 Besucher – dennoch, wer sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen möchte, sollte sich einen Wecker stellen! 😉

Kurzbeschreibung
Erscheinungstermin: 28. Oktober 2013 im Heyne Verlag (704 Seiten, 22,99 Euro)

Die große Fortsetzung von „Shining“

Auf Amerikas Highways ist eine mörderische Sekte unterwegs. Sie hat es auf Kinder abgesehen, die das Shining haben. Stephen King kehrt zu den Figuren und Szenerien eines seiner berühmtesten Romane zurück: Der Dreirad fahrende kleine Danny, der im Hotel Overlook so unter seinem besessenen Vater hat leiden müssen, ist erwachsen geworden. Aber die Vergangenheit lässt ihn nicht los, und wieder gerät er in einen Kampf zwischen Gut und Böse. Die zwölfjährige Abra hat das Shining. Kann er sie retten?

Nur mühevoll kann Dan Torrance die Schrecken verarbeiten, die er als kleines Kind im Hotel Overlook erlitten hat. Obendrein hat er die Suchtkrankheit seines besessenen Vaters geerbt und nimmt daher fleißig an Treffen der Anonymen Alkoholiker teil. Seine paranormalen Fähigkeiten – das Shining – setzt er nun in seinem Beruf ein: In einem Hospiz spendet er Sterbenden in ihren letzten Stunden Trost. Man nennt ihn liebevoll Doctor Sleep. Währenddessen ist in ganz Amerika eine Sekte auf der Suche nach ihrem Lebenselixier unterwegs. Ihre Mitglieder sehen so unscheinbar aus wie der landläufige Tourist – Ruheständler in Polyesterkleidung, die in ihr Wohnmobil vernarrt sind. Aber sie sind nahezu unsterblich, wenn sie sich vom letzten Lebenshauch jener Menschen ernähren, die das Shining besitzen. Das Mädchen Abra Stone besitzt es im Übermaß und gerät ins Visier der mörderischen Sekte. Um sie zu retten, weckt Dan die tief in ihm schlummernden Dämonen und ruft sie in einen alles entscheidenden Kampf.

Über den Autor
Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Schon als Student veröffentlichte er Kurzgeschichten, sein erster Romanerfolg, „Carrie“, erlaubte ihm, sich nur noch dem Schreiben zu widmen. Seitdem hat er weltweit 400 Millionen Bücher in mehr als 40 Sprachen verkauft. Im November 2003 erhielt er den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk.

Weitere Infos finden sich auf der Krimifestival Facebook-Seite.

 

The Bone SeasonUnter dem Titel „The Bone Season“ erscheint am 20. August 2013 der erste Band der als siebenteiligen Reihe angekündigte Fantasy-Roman der 21-jährigen britischen Autorin Samantha Shannon im Bloomsbury Verlag weltweit. Schon vor der Veröffentlichung erregt das Debüt der jungen Autorin enorm viel Aufmerksamkeit in den Medien. So soll der Verlag für die Rechte an den ersten drei Teilen einen sechsstelligen Betrag als Vorschuss bezahlt haben. Samantha Shannon wird schon jetzt mit J. K. Rowling verglichen, deren Harry Potter-Auftakt ebenfalls bei Bloomsbury erschien. Das britische Magazin Entertainment Weekly empfahl „The Bone Season“ als eines von 10 Büchern, die man in diesem Sommer nicht verpassen sollte, USA Today listete den Roman unter die 30 spannendsten Titel und auch die New York Times widmete der Britin einen Artikel.

Die Übersetzungsrechte wurden bereits in 20 Länder (u.a. China, Thailand, Island) verkauft, in den Niederlanden und in Norwegen erscheinen die Übersetzungen bereits in diesem Jahr. Die deutschsprachigen Rechte hat sich der Berlin Verlag gesichert. Wann und unter welchem Titel der erste Teil dieser „Knochen-Staffel“ hier auf den Markt kommt, ist leider noch nicht bekannt. Die Filmrechte sicherte sich bereits das Londoner Performance-Capture-Studio The Imaginarium. „Die dystopische Welt von Samantha Shannons ‚The Bone Season‘ bietet eine fantastische Kulisse für eine wirklich außergewöhnliche und spannende Erzählung„, teilte der Produzent Andy Serkis mit.

Kurzbeschreibung
Die Hauptfigur in dem futuristischen Abenteuer, das im Jahr 2059 beginnt, ist die 19-jährige Paige Mahoney.

Viele große Städte werden in der Zeit weltweit von dem Sicherheitsunternehmen Scion kontrolliert. Paige arbeitet als Botin in der Londoner Unterwelt für einen Mann namens Jaxon Hall in einer geheimen Zelle, die unter dem Namen „Sieben Siegel“ operiert. Die Arbeit, die sie verrichtet, ist ungewöhnlich. Als Traumwandlerin, eine seltene Art der Hellseherei, reist sie zwischen den Köpfen der Menschen hin und her und spioniert sie aus. In der Welt der Scion verrät sie sich durch ihre Atmung, die von ihrem Leben in der Kriminalität zeugt.

An einem regnerischen Tag verändert sich ihr Leben für immer. Angegriffen, entführt und unter Drogen gesetzt wird Paige in ein Gefängnis nach Oxford gebracht – eine geheime Stadt, die vor zweihundert Jahren von der Landkarte verschwunden ist und jetzt von einer mächtigen andersartigen Rasse regiert wird. Paige wird Warden, eine Riesen-Kreatur mit Haut in der Farbe dunklen Honigs, schweren Lidern und großen gelben Augen unterstellt. Er ist ihr Meister. Ihr Trainer. Ihr natürlicher Feind. Wenn Paige ihre Freiheit wiedererlangen will, muss sie etwas von seinem Geist und seinen eigenen mysteriösen Motiven in Erfahrung bringen…

Buchtrailer

Über die Autorin
Samantha Shannon wurde in London geboren und begann im Alter von fünfzehn Jahren zu schreiben. Derzeit studiert sie englische Sprache und Literatur am St. Annes College in Oxford. The Bone Season ist ihr erster Roman. Mehr Information finden sich hier auf Twittter, Facebook oder auf der Autorinnenhomepage.

Leseprobe © by Bloomsbury

The train arrived a minute late. I dropped into a vacant seat. There was only one other person in the carriage: a man reading the Daily Descendant. He was voyant, a medium. I tensed. Jax was not without enemies, and plenty of voyants knew me as his mollisher. They also knew I sold art that couldn’t possibly have been painted by the real Pieter Claesz.

I took out my standard-issue data pad and selected my favourite legal novel. Without a spool to protect me, the only real security I had was to look as normal and amaurotic as possible.

As I flicked through the pages, I kept one eye on the man. I could tell I was on his radar, but neither of us spoke. As he hadn’t already grabbed me by the neck and beaten me senseless, I guessed he probably wasn’t a freshly duped art enthusiast.

I risked a glance at his copy of the Descendant, the only broadsheet still mass-produced on paper. Paper was too easy to misuse; data pads meant we could only download what little media had been approved by the censor. The typical news glowered back at me. Two young men hanged for high treason, a suspicious emporium closed down in Section 3. There was a long article rejecting the ‘unnatural’ notion that Britain was politically isolated. The journalist called Scion ‘an empire in embryo’. They’d been saying that for as long as I could remember. If Scion was still an embryo, I sure as hell didn’t want to be there when it burst out of the womb.

Almost two centuries had passed since Scion arrived. It was established in response to a perceived threat to the empire. The epidemic, they called it. An epidemic of clairvoyance. The official date was 1901, when they pinned five terrible murders on Edward VII. They claimed the Bloody King had opened a door that could never be shut, that he’d brought the plague of clairvoyance upon the world. His followers were everywhere, breeding and killing, drawing their power from a source of great evil.

What followed was Scion. A republic built to destroy the sickness. Over the next fifty years it had become a voyant-hunting machine. Every major policy was based around unnaturals. Murders were always committed by unnaturals. Random violence, theft, rape, arson – they all happened because of unnaturals. Over the years, the voyant syndicate had developed in the citadel, formed an organised underworld, and offered a haven for clairvoyants. Since then Scion had worked even harder to root us out.

Once they installed RDT, the syndicate would fall apart. Scion would become all-seeing. We had two years to do something about it, but with Hector as Underlord, I couldn’t see that it would. His reign had brought nothing but corruption.

The train went past three stops without incident. I’d just finished the chapter when the lights went out. The train came to a halt. I realised what was happening a split second before the other passenger did. He sat up very straight in his seat.

‘They’re going to search the train.’

I tried to speak, to confirm his fear, but my tongue felt like a piece of folded cloth.

I switched off my data pad. A door opened in the wall of the tunnel. The Nixie display in the carriage clicked to SECURITY ALERT. I knew what was coming: two Underguards on their rounds. There was always a boss, usually a medium. I’d never experienced a spot-check before, but I knew few voyants got away from them.

My heart dashed against my chest. I looked at the other passenger, trying to measure his reaction. He was a medium, though not a particularly powerful one. I could never quite put a finger on how I could tell. My antennae just perked up in a certain way.

‘We have to get out of this train.’ He rose to his feet. ‘What are you, love? An oracle?’

I didn’t speak.

‘I know you’re voyant.’ He pulled at the handle of the door. ‘Come on, love, don’t just sit there. There must be a way out of here.’ He wiped his brow with his sleeve. ‘Of all the days for a spot check – the one day—’

I didn’t move. There was no way to get out of this. The windows were toughened, the doors safety-locked – and we were out of time. Two torch beams shone into the carriage.

I held very still. Underguards. They must have detected a certain number of voyants in the carriage, or they wouldn’t have killed the lights. I knew they could see our auras, but they’d want to find out exactly what kind of voyants we were.

They were in the carriage. A summoner and a medium. The train carried on moving, but the lights didn’t come on. They went to the man first.

‘Name?’

He straightened. ‘Linwood.’

Reason for travel?’

‘I was visiting my daughter.’

‘Visiting your daughter. You think that’s a reasonable excuse to travel between cohorts at this hour?’

These two wanted a fight.

‘I have the necessary documents from the hospital. She’s very ill,’ Linwood said. ‘I’m allowed to see her every week.’

‘You won’t be allowed to see her at all if you open your trap again.’ He turned to bark at me: ‘You. Where’s your card?’

I pulled it from my pocket.

‘And your travel permit?’

I handed it over. He paused to read it.

‘You work in Section 4.’

‘Yes.’

‘Who issued this permit?’

‘Bill Bunbury, my supervisor.’

‘I see. But I need to see something else.’ He angled his torch into my eyes. ‘Hold still.’

I didn’t flinch.

‘No spirit sight,’ he observed. ‘You must be an oracle. Now that’s something I haven’t seen for a while.’

‘I haven’t seen an oracle with tits since the forties,’ said the other Underguard. ‘They’re going to love this one.’

His superior smiled. He had one coloboma in each eye, a mark of permanent spirit sight.

‘You’re about to make me very rich, young lady,’ he said to me. ‘Just let me double-check those eyes.’

‘I’m not an oracle,’ I said.

‘Of course you’re not. Now shut your mouth and open up those shiners.’

Most voyants thought I was an oracle. Easy mistake. The auras were similar – the same colour, in fact.

The guard forced my left eye open with his fingers. As he examined my pupils with a slit light, searching for the missing colobomata, the other passenger made a break for the open door. There was a tremor as he hurled a spirit – his guardian angel – at the Underguards. The back-up shrieked as the angel crunched into him, scrambling his senses like a whisk through soft eggs.

Underguard 1 was too fast. Before anyone could move, he’d summoned a spool of poltergeists.

‘Don’t move, medium.’

Linwood stared him down. He was a small man in his forties, thin but wiry, with brown hair greying at the temples. I couldn’t see the ’geists – or much else, thanks to the slit light – but they were making me too weak to move. I counted three. I’d never seen anyone control one poltergeist, let alone three. Cold sweat broke out at the back of my neck.

The angel pivoted for a second attack. The poltergeists continued to circle the Underguard. ‘Come with us quietly, medium,’ he said, ‘and we’ll ask our bosses not to torture you.’

‘Do your worst, gentlemen.’ Linwood raised a hand. ‘I fear no man with angels at my side.’

‘That’s what they all say, Mr Linwood. They tend to forget when they see the Tower.’

Linwood flung his angel down the carriage. I couldn’t see the collision, but it scalded all my senses to the quick. I forced myself to stand. The presence of three poltergeists was sapping my energy. Linwood was a tough talker, but he was struggling to fortify his angel. While the summoner controlled the poltergeists, Underguard 2 was reciting the threnody: a series of words that compelled spirits to die completely, sending them to a realm beyond the reach of voyants. The angel trembled. They’d need to know its full name to banish it, but so long as one of them kept chanting, the angel would be too weak to protect its host.

Blood pounded in my ears. My throat was tight, my fingers numb. If I stood aside, we’d both be detained. I saw myself in the Tower. Being tortured. At the gallows.

I would not die today.

As the poltergeists converged on Linwood, something happened to my vision. I homed in on the Underguards. Their minds throbbed close to mine, two pulsing rings of energy. I heard my body hit the ground.

I only intended to disorientate them. Give myself time to get away. I had the element of surprise. They’d overlooked me. Oracles needed a spool to be dangerous.

I didn’t.

A black tide of fear overwhelmed me. My spirit flew right out my body, straight into Underguard 1. Before I knew what I was doing, I’d crashed into his dreamscape. Not just against it – into it, through it. I hurled his spirit out into the æther, leaving his body empty. Before his crony could draw breath, he met the same fate.

My spirit snapped back into my skin. Pain exploded behind my eyes. I’d never felt pain like it in my life. It took a few minutes for my vision to return. I was dimly aware, through the pain, of the sticky carriage floor against my cheek. My skin prickled. Whatever I’d just done, I wasn’t going to do it again in a hurry.

The train rocked. It must be close to the next station. I pushed my weight onto my elbows.

‘Mr Linwood?’

No response. I crawled to where he was lying. As the train passed a service light, I caught sight of his face.

Dead. The ’geists had flushed his spirit out. His ID was on the floor. William Linwood. Forty-three years old. Two kids, one with cystic fibrosis. Married. Banker. Medium.

Did his wife and children know about his secret life? Or were they amaurotic, oblivious to it?

I had to speak the threnody, or he would haunt this carriage for ever. ‘William Linwood,’ I said, ‘be gone into the æther. All is settled. All debts are paid. You need not dwell among the living now.’

Linwood’s spirit was drifting nearby. The æther whispered as he and his angel vanished.

The lights snapped back on. My throat closed. Two more bodies lay on the floor.

I used a handrail to get back on my feet. My clammy palm could hardly grip it. A few feet away, Underguard 1 was dead, the look of surprise still on his face.

I’d killed him. I’d killed an Underguard.

His companion hadn’t been so lucky. He was on his back, his eyes staring at the ceiling. Saliva formed a slithering ribbon down his chin. He twitched when I came closer. Chills crept down my back. I tasted bile. I hadn’t pushed his spirit far enough. It was still drifting in the dark parts of his mind: the secret, silent parts in which no spirit should dwell. He’d gone mad. No. I’d driven him mad.

I set my jaw. I couldn’t just leave him like this. Even an Underguard didn’t deserve such a fate. I placed my cold hands on his shoulders and steeled myself for a mercy kill. He let out a groan and whispered ‘Kill me.’

I had to do it. I owed it to him.

But I couldn’t. I just couldn’t kill him.

When the train arrived at Station I-5C, I waited by the door. By the time the next passengers found the bodies, they were too late to catch me. I was already above them on the street, my cap pulled down to hide my face.

geliebte_VS_0.tifSüdlich der Grenze, westlich der SonneDer Streit zwischen Marcel Reich-Ranicki und Sigrid Löffler über Haruki Murakamis „Gefährliche Geliebte“ führte im Juni 2000 dazu, dass die Literaturkritikerin das „Literarische Quartett“ im ZDF verließ. Es ging um die Sprache des Romans und seine Darstellung von Sexualität.

Das ist keine Literatur, sondern bestenfalls Fast Food„, leitete Löffler ihre sachliche Betrachtung des Romans ein und provozierte damit Reich-Ranickis Widerspruch. „Zweimal jährlich kommt ein Liebesroman und Sie sagen empört, das gehört gar nicht hierher. Ich weiß gar nicht, Sie halten die Liebe für etwas anstößig Unanständiges, aber die Weltliteratur befasst sich nun mal mit diesem Thema“, konterte Reich-Ranicki letztendlich.

Sigrid Löffler wies dies, sichtlich um Fassung bemüht, als „persönliche Unterstellung“ zurück und gab anschließend bekannt, dass sie die Sendereihe verlasse. Ihre Nachfolgerin wurde die ZEIT-Redakteurin Iris Radisch.

Der umstrittene Roman wurde jetzt erstmals direkt aus dem japanischen Original ins Deutsche übersetzt und erhielt auch einen neuen Titel. Aus „Gefährliche Geliebte“ wird „Südlich der Grenze, westlich der Sonne„. Iris Radisch empfiehlt in der Reihe ihrer Lesetipps auf ZEIT Online die Neuübersetzung. Aus der flapsigen, jugendsprachlichen und teils obszönen Sprache sei Murakamis magischer und etwas unterkühlter Ton besser heraus zu hören, urteilte Radisch.

Kurzbeschreibung: Gefährliche Geliebte
Erscheiungstermin: 16. Februar 2000 im Dumont Verlag in der Übersetzung (a.englisch) Ditte und Giovanni Bandini
Hajime ist Ende dreißig, nach Jahren der Ziellosigkeit ein erfolgreicher Jazz-Bar-Besitzer, Ehemann und Vater. Frauen haben sein Leben geprägt. In der Kindheit Shimamoto, wie er selbst ein egozentrisches Einzelkind. Mit Shimamoto hört er Schallplatten, hält Händchen und spricht über die Zukunft. Mit zwölf Jahren verlieren sie sich aus den Augen, um sich ein Vierteljahrhundert später wieder zu begegnen. Wie eine Halluzination taucht die Kindergeliebte Shimamoto wieder auf, unfassbar und geheimnisumwoben. Sie verkörpert für Hajime, was ihm im klugen Geschäftsleben und zusammen mit der ausgeglichenen Ehefrau Yukiku abhanden gekommen ist. Shimamoto erscheint immer an regnerischen Abenden, wie eine Andeutung aus einer fremden Welt. Die Frau mit dem bezaubernden Lächeln, das verloren geglaubte Seiten anrührt. Hajime ist bereit, sein bisheriges Leben aufzugeben, doch nach ihrer ersten gemeinsam verbrachten Nacht ist Shimamoto verschwunden – auf mysteriöse Weise …

Kurzbeschreibung: Südlich der Grenze, westlich der Sonne
Erscheinungstermin: 21. Mai 2013 im Dumont Verlag in der Übersetzung (a. japanisch) von Ursula Gräfe
Wie eine Halluzination taucht die Kindheitsgeliebte des Barbesitzers Hajima nach Jahrzehnten wieder auf, unfassbar und geheimnisumwoben. Immer an regnerischen Abenden erscheint Shimamoto wie eine verführerische Andeutung aus einer fremden Welt und hebt das Leben des tüchtigen Geschäftmannes und Familienvaters aus den Angeln. Südlich der Grenze, westlich der Sonne erzählt mit großer Magie vom Einbruch dämonischer Kräfte in ein Leben und scheut dabei keine Tabus.
Ursula Gräfe, die längst zur deutschen Stimme Murakamis geworden ist, legt dabei verborgene Schichten frei und enthüllt einen Roman, den wir alle zu kennen glaubten, auf aufregende Weise neu. Der ideale Zeitpunkt für neue Leser, diesen modernen Klassiker zu entdecken und für alle, die seinem Zauber schon zuvor verfallen waren, sich neu zu verlieben.

Es geht weiter mit Ana und Christian. Am 3. September 2012 erscheint der zweite Band der erfolgreichen Shades of Grey-Trilogie von E. L. James. Mit einer Startauflage von 1 Million Exemplaren kommt die deutschsprachige Übersetzung im Goldmann Verlag unter dem Titel „Gefährliche Liebe“ in den Buchhandel. Der erste Band „Shades of Grey. Geheimes Verlangen“ wurde nach Angaben des Verlags bereits 1,2 Millionen Mal verkauft. Mit freundlicher Genehmigung des Goldmann Verlags folgt anschließend ein Ausschnitt der Leseprobe:

Leseprobe © Goldmann Verlag, München

Prolog
Er ist zurück. Mommy schläft oder ist wieder krank.
Ich verstecke mich unter dem Küchentisch, linse zwischen meinen Fingern hindurch zu Mommy hinüber.
Sie liegt auf der Couch, eine Hand ruht auf dem klebrigen grünen Teppich.
Er steht in den großen stiefeln mit der glänzenden Schnalle vor ihr und brüllt sie an.
Dann schlägt er Mommy mit dem Gürtel. Steh auf! Steh auf!
VerficktesMiststück. VerficktesMiststück. VerficktesMiststück.
VerficktesMiststück. VerficktesMiststück. VerficktesMiststück.
Mommy schluchzt. Hör auf. Bitte hör auf. Mommy schreit nicht. Sie macht sich ganz klein.
Ich stecke die Finger in die Ohren und schließe die Augen.
Jetzt höre ich nichts mehr. Er dreht sich um.
Ich sehe seine Stiefel, als er in die Küche stapft.
Er hat den Gürtel in der Hand, sucht nach mir.
Er bückt sich und grinst. Er stinkt nach Zigaretten und Schnaps.
Da bist du ja, du kleiner Scheißer.
Ein markerschütternder Schrei weckt ihn. Himmel! Er ist schweißüberströmt, sein Herz rast.
Was zum Teufel? Er setzt sich mit einem Ruck im Bett auf und stützt den Kopf in die Hände.
Scheiße. Sie sind wieder da. Der Schrei, das war ich. Er holt tief Luft, versucht, den Geruch von billigem Bourbon und abgestandenem Zigarettenrauch aus seiner Erinnerung zu verbannen.

9

Eins
Ich habe meinen ersten Tag im neuen Job, Tag drei nach der Trennung von Christian, überstanden. Die Arbeit hat mich abgelenkt. Die Zeit ist wie im Flug vergangen, mit neuen Gesichtern und Aufgaben und Jack Hyde.
Jack Hyde … Er lehnt sich mit funkelnd blauen Augen an meinen Schreibtisch.
„Prima Arbeit, Ana. Ich glaube, wir werden ein tolles Team.“
Irgendwie gelingt es mir, die Lippen zu einer Art Lächeln zu verziehen.
„Wenn es Ihnen recht ist, mache ich jetzt Schluss“, sage ich.
„Natürlich. Es ist halb sechs. Bis morgen.“
„Auf Wiedersehen, Jack.“
„Auf Wiedersehen, Ana.“
Ich schnappe mir meine Handtasche und schlüpfe in die Jacke. Draußen in der frühabendlichen Luft von Seattle atme ich tief durch. Trotzdem spüre ich die Leere in meiner Brust, die mich seit Samstagmorgen schmerzlich an meinen Verlust erinnert. Ich gehe mit gesenktem Kopf zur Bushaltestelle und trauere um meine geliebte Wanda, meinen alten Käfer …und auch ein wenig um den Audi.
Schluss jetzt, ermahne ich mich. Ich kann mir einen Wagen leisten – einen hübschen neuen. Der Erlös für meinen alten ist sicher mehr als reichlich ausgefallen. Der Gedanke hinterlässt einen bitteren Geschmack in meinem Mund. Ich schiebe ihn beiseite, weil ich nicht wieder zu weinen anfangen will – nicht auf der Straße.
Die Wohnung ist leer. Kate fehlt mir.

10

Ich stelle sie mir mit einem kühlen Cocktail am Strand auf Barbados vor, schalte den Flachbildfernseher ein, damit ich das Gefühl habe, nicht allein zu sein, höre und sehe jedoch nicht hin. Stattdessen starre ich blind die Ziegelwand an, fühle mich wie betäubt, spüre nur den Schmerz. Wie lange soll das noch so weitergehen?
Als die Türglocke erklingt, setzt mein Herz einen Schlag lang aus. Wer kann das sein? Ich drücke auf den Knopf der Gegensprechanlage.
„Päckchen für Miss Steele“, meldet sich eine gelangweilte Stimme, und Enttäuschung steigt in mir auf. Lustlos gehe ich nach unten. Vor der Tür steht ein ziemlich laut Kaugummi kauender junger Mann mit einem großen Karton. Ich bestätige den Empfang und bringe das Ding nach oben. Der Karton ist erstaunlich leicht. Darin befinden sich zwei Dutzend langstielige weiße Rosen und eine Karte.

Gratuliere zum ersten Arbeitstag.
Ich hoffe, alles ist gut gelaufen.
Danke für den Segelflieger. Das war sehr aufmerksam.
Er hat einen Ehrenplatz auf meinem Schreibtisch.
Christian

Als ich die getippte Karte anstarre, dehnt sich die Leere in meiner Brust noch weiter aus. Bestimmt hat seine Assistentin Blumen und Karte geschickt; Christian hatte sicher nicht viel damit zu tun. Ich sehe mir die Rosen genauer an – sie sind wunderschön, und ich bringe es nicht übers Herz, sie einfach in den Müll zu werfen. Pflichtschuldig gehe ich in die Küche, um eine Vase zu holen.
Ein Muster bildet sich heraus: aufwachen, arbeiten, weinen, schlafen. Oder besser gesagt, der Versuch zu schlafen. Nicht einmal in meinen Träumen bin ich vor ihm sicher. Silbergraue Augen, dieser verlorene Blick, die glänzenden Haare – das alles verfolgt mich. Und die Musik … so viel Musik.

11

Im Moment ertrage ich überhaupt keine Musik und gehe ihr aus dem Weg, so gut ich kann. Sogar von Werbe-Jingles bekomme ich eine Gänsehaut. Ich habe mit niemandem gesprochen, nicht einmal mit meiner Mutter oder mit Ray. Im Augenblick fehlt mir der Nerv dafür. Ich bin wie eine Insel oder wie ein vom Krieg verwüstetes, unfruchtbares Land mit dunklem Horizont. In der Arbeit schaffe ich es irgendwie, mit den Kollegen zu reden, aber das war’s dann auch schon. Bei einem Telefonat mit Mom würde ich ganz zusammenbrechen – und dazu habe ich keine Kraft mehr.
Das Essen fällt mir schwer. Mittwochnachmittag habe ich einen Becher Joghurt hinuntergewürgt, meine erste Mahlzeit seit Freitag. Ich ernähre mich von Latte Macchiato und Cola light. Das Koffein hält mich am Laufen, macht mich aber unruhig.
Jack hängt bei mir herum und nervt mich mit persönlichen Fragen. Was will er? Ich antworte ihm höflich, halte ihn mir jedoch vom Leib. Als ich, froh über die Ablenkung, einen Stapel Briefe an ihn durcharbeite, höre ich eine Mail hereinkommen. Ich sehe hastig nach, von wem sie ist.
Oje. Von Christian. Nein, nicht hier… nicht im Büro.

Von: Christian Grey
Betreff: Morgen
Datum: 8. Juni 2011, 14:05 Uhr
An: Anastasia Steele

Liebe Anastasia, verzeih die Störung bei der Arbeit.
Ich hoffe, alles läuft gut.
Hast du meine Blumen bekommen?
Gerade merke ich, dass morgen die Ausstellungseröffnung von deinem Freund ist. Bestimmt hast du noch keine Zeit gefunden, einen neuen Wagen zu kaufen, und es ist eine lange Fahrt. Ich würde mich sehr freuen, dich hinzubringen – falls du das möchtest.
Sag Bescheid.

Christian Grey
CEO, Grey Enterprises Holdings, Inc.

12

Meine Augen werden feucht. Ich springe von meinem Schreibtischstuhl auf und flüchte in die Toilette. Josés Vernissage! Die hatte ich völlig vergessen. Christian hat Recht. Wie soll ich da hinkommen?
Ich presse die Hand gegen die Stirn. Warum hat José nicht angerufen? Oder besser gesagt – warum hat überhaupt niemand angerufen? In meinem geistesabwesenden Zustand habe ich gar nicht gemerkt, dass mein Handy stumm geblieben ist. Gott, bin ich dämlich! Meine Gespräche werden wahrscheinlich nach wie vor auf den BlackBerry umgeleitet. Was bedeutet, dass Christian meine Anrufe bekommt. Es sei denn, er hat den BlackBerry weggeworfen. Aber woher hat er meine E-Mailadresse im Büro?
Er kennt meine Schuhgröße, eine E-Mail-Adresse dürfte nun wirklich kein Problem für ihn sein.
Kann ich es ertragen, ihn wiederzusehen? Will ich das überhaupt? Ich schließe die Augen und lege den Kopf in den Nacken. Natürlich will ich ihn wiedersehen.
Vielleicht sollte ich ihm sagen, dass ich es mir anders überlegt habe … Nein, nein, nein. Ich kann nicht mit jemandem zusammen sein, der darauf steht, mir Schmerz zuzufügen, mit jemandem, der nicht fähig ist, mich zu lieben. Quälende Erinnerungen steigen hoch – das Segelfliegen, das Händchenhalten, die Küsse, die Badewanne, seine Zärtlichkeit, sein Humor und sein dunkler, sexy Blick. Fünf Tage ohne ihn, fünf Tage der Qual, die sich anfühlen wie eine Ewigkeit.
Ich schlinge die Arme um den Körper. Er fehlt mir. Er fehlt mir wirklich… Und ich liebe ihn. So einfach ist das.

13

Ich wünschte, ich hätte nicht Schluss gemacht, wünschte, er könnte anders sein, wünschte, dass wir zusammen wären. Wie lange wird dieses grässliche Gefühl anhalten? Es ist die reinste Hölle. Anastasia Steele, du bist in der Arbeit! Ich muss mich zusammenreißen. Außerdem will ich zu Josés Ausstellungseröffnung, und die Masochistin in mir möchte Christian wiedersehen. Ich hole tief Luft und kehre an meinen Schreibtisch zurück.

Von: Anastasia Steele
Betreff: Morgen
Datum: 8. Juni 2011, 14:25 Uhr
An: Christian Grey

Hi Christian,
danke für die Blumen; sie sind wunderschön.
Ja, ich würde mich freuen, wenn du mich hinbringen könntest.
Danke.

Anastasia Steele
Assistentin des Cheflektors, SIP

Meine Telefonate werden tatsächlich auf meinen Black Berry umgeleitet. Da Jack in einer Besprechung ist, kann ich es wagen, kurz José anzurufen.
„Hi, José. Ich bin’s, Ana.“
„Hallo Fremde.“
Er klingt so freundlich und erfreut, dass ich fast in Tränen ausbreche.
„Ich kann nicht lange reden. Wann beginnt deine Vernissage morgen?“
„Du kommst also?“, fragt er aufgeregt.
„Ja, natürlich.“ Als ich mir sein breites Grinsen vorstelle, gelingt mir zum ersten Mal seit fünf Tagen ein echtes Lächeln.
„Um halb acht.“
„Gut, dann also bis morgen. Bye, José.“
„Bye, Ana.“

14

Von: Christian Grey
Betreff: Morgen
Datum: 8. Juni 2011, 14:27 Uhr
An: Anastasia Steele

Liebe Anastasia,
um wie viel Uhr soll ich dich abholen?

Christian Grey
CEO, Grey Enterprises Holdings, Inc.

Von: Anastasia Steele
Betreff: Morgen
Datum: 8. Juni 2011, 14:32 Uhr
An: Christian Grey

Josés Vernissage beginnt um halb acht. Welche Zeit würdest du vorschlagen?

Anastasia Steele
Assistentin des Cheflektors, SIP

Von: Christian Grey
Betreff: Morgen
Datum: 8. Juni 2011, 14:34 Uhr
An: Anastasia Steele

Liebe Anastasia,
Portland ist ein ganzes Stück weit weg. Ich hole dich um 17:45 Uhr ab.
Ich freue mich darauf, dich wiederzusehen.

Christian Grey
CEO, Grey Enterprises Holdings, Inc.

15

Von: Anastasia Steele
Betreff: Morgen
Datum: 8. Juni 2011, 14:38 Uhr
An: Christian Grey

Bis dann.

Anastasia Steele
Assistentin des Cheflektors, SIP

Ich werde Christian wiedersehen! Zum ersten Mal seit fünf Tagen bessert sich meine Stimmung ein wenig. Wie es ihm wohl in der Zwischenzeit ergangen ist? Habe ich ihm gefehlt? Wahrscheinlich nicht so sehr wie er mir. Hat er eine neue Sklavin gefunden? Die Vorstellung tut so weh, dass ich sie sofort verdränge.
Am Abend wälze ich mich im Bett hin und her, aber immerhin weine ich mich nicht mehr in den Schlaf.
Ich erinnere mich an Christians gequälte Miene, als ich ihn verlassen habe. Er wollte mich nicht gehen lassen. Warum nicht?
Wieso sollte ich in einer so verfahrenen Situation bleiben? Wir sind beide unseren eigenen Problemen ausgewichen – meiner Angst vor Bestrafung, seiner Angst vor… was? Liebe?
Traurig schlinge ich die Arme ums Kissen. Er meint, er verdiene es nicht, geliebt zu werden. Warum? Hat das mit seiner Kindheit zu tun? Mit seiner leiblichen Mutter, der Crackhure?
Der Gedanke quält mich bis in die frühen Morgenstunden, als ich schließlich in unruhigen, erschöpften Schlaf falle.
Der Tag zieht sich endlos hin, und Jack ist über alle Maßen anhänglich. Vermutlich liegt das an Kates pflaumenfarbenem Kleid und den schwarzen High Heels, die ich aus ihrem Schrank gemopst habe. Ich beschließe, von meinem ersten Gehalt Klamotten kaufen zu gehen. Das Kleid sitzt deutlich lockerer als das letzte Mal, was ich zu ignorieren versuche…

Fortsetzung der Leseprobe auf der Facebook-Seite „Shades of Grey – Die Bücher“

Kurzbeschreibung
Verunsichert durch die gefährlichen Leidenschaften und dunklen Geheimnisse ihres Liebhabers Christian Grey, bricht Ana Steele ihre Beziehung zu dem attraktiven jungen Mann ab und versucht wieder ein ruhiges Leben zu führen. Aber Anas Verlangen nach Christian ist ungebrochen, so sehr sie dies auch zu verleugnen sucht. Als Christian vorschlägt, sich wenigstens noch ein einziges Mal mit ihr zu treffen, willigt Ana daher sofort ein – und beginnt erneut eine Affäre mit ihm. Eine höchst gefährliche Affäre, in der sie immer wieder Grenzen überschreitet, in der sie aber auch mehr über die Vergangenheit von Christian erfährt – eine Vergangenheit, die ihn zu einem ebenso verletzlichen wie faszinierenden Mann gemacht haben, der seitdem mit seinen inneren Dämonen kämpft. Gleichzeitig sieht sich Ana der Eifersucht der Frauen gegenüber, die vor ihr Christians Liebhaberinnen waren. Und sie muss die wichtigste Entscheidung ihres Lebens treffen. Eine Entscheidung, bei der ihr niemand helfen kann …

Platz 1 : Wer das Schweigen bricht von Mechtild Borrmann

Kurzbeschreibung
August 1939: Sechs junge Menschen geben sich das Versprechen, füreinander da zu sein. Während der Nazi-Zeit wird ihre Freundschaft auf eine harte Bewährungsprobe gestellt. Denn Verrat wird mit dem Tod bestraft. Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg entdeckt Robert Lubisch im Nachlass seines Vaters, einem Industriemagnaten der Nachkriegszeit, das Foto einer attraktiven Frau und einen Wehrpass, ausgestellt auf einen ihm unbekannten Mann. Was hat das alles mit seinem Vaterzu tun? Robert macht sich auf die Suche und stößt dabei auf eine Journalistin, die sofort eine große Story ahnt und bereit ist, dafür auch den Ruf seines Vaters zu opfern. Doch noch bevor sie Robert etwas mitteilen kann, wird sie grausam ermordet. Robert ist entsetzt. Welche alten Wunden hat er mit seinen Nachforschungen wieder aufgerissen …

Platz 2 : Das Licht in einem dunklen Haus von Jan Costin Wagner

Kurzbeschreibung
Ein Mörder, der weint. Kimmo Joentaa auf der Suche – nach einer unbekannten Toten, einer namenlosen Geliebten und einem Mörder, der sympathischer ist als seine Opfer. Der Mord an einer ohnehin todgeweihten Frau stellt die Polizei im finnischen Turku gleich vor mehrere Rätsel: Wer dringt in ein Krankenhaus ein, um eine Komapatientin zu töten? Und was ist das für ein Mörder, der auf dem Bettlaken des Opfers eine einzige Spur hinterlässt – eine Substanz, die die Kriminaltechnik nach kurzem Zweifel als Tränenf lüssigkeit identifiziert. Eigentlich müsste Kimmo Joentaas ganze Aufmerksamkeit dem Versuch gelten, die ungewöhnliche Tat aufzuklären – aber der junge Ermittler hat gerade eine andere, für ihn viel existentiellere Sorge: Larissa, die Frau, die unvermutet wieder Licht in sein von Trauer verschattetes Leben brachte, ist spurlos verschwunden. Während der rätselhaft souveräne Täter in verschiedenen Städten weitere Opfer findet, führt Kimmo Joentaa die beharrliche Suche schließlich in ein kleines Dorf in der tiefsten finnischen Provinz – und mitten hinein in die Dunkelheit eines lange vergangenen Sommers.

Platz 3 : Tod auf Bewährung von Didier Daeninckx

Kurzbeschreibung
Anfang der zwanziger Jahre in Paris. Ein Privatdetektiv erhält den Auftrag, in einem Erpressungsfall zu ermitteln, und deckt dabei ein Komplott auf, in das höchste Regierungskreise verwickelt sind. Mit Didier Daeninckx Roman „Tod auf Bewährung“ erscheint ein Klassiker der französischen Kriminalliteratur erstmals auf Deutsch.Paris, 1920. Privatdetektiv René Griffon ist gut im Geschäft, dafür hat der Krieg gesorgt. Überall im Land sind die Sanatorien voll mit Frontsoldaten, die nicht einmal mehr ihren eigenen Namen wissen, während es in Paris unzählige Frauen gibt, deren Männer als vermisst gelten. Und diese Frauen geben alles dafür, den erstbesten Kriegsversehrten, dem im Schützengraben die Sicherung durchgebrannt ist, als Ehemann zu identifizieren, um sogleich die Scheidung einreichen zu können. Eigentlich eine sichere Einnahmequelle. Doch dann begibt sich Griffon auf vermintes Terrain. Oberst Fantin de Larsaudière, hochdekorierter Kriegsheld der französischen Armee, wird von Unbekannten erpresst. Leider ist Madame de Larsaudière ein gern gesehener Gast in den zwielichtigen Etablissements von Pigalle. Griffon nimmt die Ermittlungen auf und stößt schnell auf eine heiße Spur. Doch dann wird er überraschend von seinem Auftrag entbunden. Was ihn aber nicht davon abhält, auf eigene Faust weiterzuermitteln – auch wenn er dabei sein Leben aufs Spiel setzt.

Platz 4 : Schmutzige Hände: Politthriller von Giancarlo de Cataldo

Kurzbeschreibung
Italien 1992: Bomben und gute Geschäfte – das organisierte Verbrechen greift nach der Macht.
In Rom, Florenz und Palermo explodieren Bomben, die Richter Falcone und Borsellino fallen grausamen Attentaten zum Opfer. Die Mafia agiert skrupelloser denn je, entschlossen, die Regierung zu einem neuen Pakt zu zwingen. Kommissar Scialoja ist müde und zynisch geworden. Er verwaltet das Erbe Vecchios, der fleischgewordenen Grauzone des Staates. Er verhandelt mit der Mafia, um dem Terror ein Ende zu bereiten und dem Staat zu einem wenn auch prekären Gleichgewicht zu verhelfen.
Seine Geliebte, die ehemalige Edelnutte Patrizia, gängelt ihn im Auftrag ihres Mannes, des Gladioveterans Stalin Rossetti. Dieser will mithilfe der neuen Generation der sizilianischen Mafia das Machtvakuum zu seinem Vorteil besetzen.
Ihre Schicksale kreuzen sich mit alten Unternehmerdynastien, deren Tage gezählt sind, mit wendigen Glücksrittern, Geheimlogen und skrupellosen Profiteuren von Siziliens Gnaden: Italien soll nach dem Fall des Eisernen Vorhangs und dem Zusammenbruch des traditionellen politischen Systems in neue Hände gelegt werden.
De Cataldo gelingt es meisterhaft – wie schon in seinem Bestseller Romanzo Criminale –, mit seinen Charakteren den Unterschied zwischen dem „alten“ und dem „neuen“ Italien sichtbar zu machen.

Platz 5 : Staubige Hölle von Roger Smith

Kurzbeschreibung
Robert Dell ist auf der Flucht. Seine Frau und Kinder sind auf grausame Weise umgebracht worden, er selbst steht plötzlich unter Mordverdacht.Dells einziger Verbündeter ist sein verhasster Vater, ein ehemaliger CIA-Killer und überzeugter Rassist, der gerade aus dem Gefängnis entlassen ist. Auf einem blutigen Roadtrip, der sie tief ins Landesinnere führt, machen Dell und sein Vater Jagd auf den wirklichen Mörder – und decken dabei eine Verschwörung auf, die bis in die höchsten Regierungskreise reicht. Immer weiter eskalieren Gewalt und Vergeltung, denn im Zeitalter der Post-Apartheid scheint ein Menschenleben nicht mehr viel wert zu sein.

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Platz 6 : Last Exit von Olen Steinhauer

Kurzbeschreibung
James Bond kann einpacken, hier kommt Milo Weaver
Nachdem ihn der letzte Einsatz fast das Leben gekostet hat, spielt Agent Milo Weaver mit dem Gedanken, endgültig auszusteigen, doch der CIA entkommt man nicht. Weaver wird erneut für den aktiven Dienst rekrutiert. Um seine Loyalität zu beweisen, soll er ein 15-jähriges Mädchen töten. Weaver weigert sich und verschafft dem Mädchen heimlich eine neue Identität. Als die Aktion auffliegt, gerät er in tödliche Gefahr.
Milo Weaver ist Tourist, Agent einer geheimen Unterorganisation der CIA. Touristen arbeiten allein, sie haben keine Heimat, keine Identität, keine Moral. Weaver, seit vielen Jahren im Dienst, ist längst nicht mehr hundertprozentig dabei. Er hat das Agentendasein satt, will ein bürgerliches Leben führen, doch den Fängen der CIA entkommt man nicht. Weaver lässt sich erneut für den aktiven Dienst rekrutieren, muss jedoch zunächst seine Loyalität beweisen. Kein Problem, denkt Weaver, bis er den Auftrag erhält, die 15-jährige Adriana Stanescu zu töten. Für Milo Weaver ein Ding der Unmöglichkeit. Er entführt Adriana und gibt sie in Obhut seines Vaters, um ihr ein Leben unter neuer Identität zu ermöglichen. Unterdessen versucht er herauszufinden, warum sie sterben soll. Doch wenig später wird Adriana ermordet aufgefunden, und der Verdacht fällt auf Weaver. Er gerät ins Visier der Company, und keiner weiß besser als Milo Weaver, was das bedeutet.

Platz 7 : Der Tod und der Dicke von Reginald Hill

Kurzbeschreibung
Weil er wieder mal auf seine große Klappe und die Überzeugungskraft seiner gut zwei Zentner Lebendgewicht vertraut, fliegt Superintendent Andy Dalziel eine Bombe um die Ohren. Schwer verletzt liegt der Dicke nun im Koma und schlägt sich mit dem Sensenmann herum. Chief Inspector Peter Pascoe will die Schuldigen dingfest machen und stößt dabei auf vermeintliche Islamisten, einen merkwürdigen Tempelritter- Orden und eine Anti-Terror-Einheit, die ihn kaltstellen will. Wäre doch bloß der Dicke mit von der Partie …

Platz 8 : Der Killer stirbt von James Sallis

Kurzbeschreibung
Nichts ist so, wie es scheint. Ein ausgebrannter Cop jagt ein Phantom, und ein Auftragskiller wird kurz vor Ende seiner letzten Mission von der Vergangenheit eingeholt. Mit traumwandlerischer Sicherheit inszeniert James Sallis ein Spiel über Leben und Sterben, virtuos erzählt, hart und melancholisch zugleich.Ein todkranker Killer erhält einen letzten Auftrag. Er soll einen unscheinbaren Buchhalter zur Strecke bringen. Langsam umkreist der Killer seine Beute, um im richtigen Moment zuzuschlagen doch ein anderer kommt ihm zuvor. Der Buchhalter wird von einem Unbekannten niedergeschossen, überlebt jedoch den Anschlag und wird schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Polizei steht vor einem Rätsel. Alles deutet darauf hin, dass der Mordversuch das Werk eines Profis war. Aber warum sollte gerade ein Profi an dieser scheinbar leichten Aufgabe scheitern? In der Hoffnung, mehr herauszufinden über seinen geheimnisvollen Konkurrenten, nimmt der Killer heimlich Kontakt zur Polizei auf … und macht eine furchtbare Entdeckung.

Platz 9 : Manhattan Karma von Walter Mosley

Kurzbeschreibung
Leonid McGill, Privatdetektiv mit dunkler Vergangenheit und Familienvater mit Herz, ermittelt in einem scheinbar harmlosen Fall. Als er dabei auf die Abschußliste eines Killers gerät, muß er auf seine alten Kontakte zur New Yorker Unterwelt zurückgreifen. Von dort aus ist es nicht weit zu den angesehensten Kreisen von Manhattan … Schon als Waisenjunge hat Leonid McGill gelernt, daß man einstecken können muß, um in New York zu überleben – besonders wenn man schwarz ist und einen seltsamen Namen hat. Leonid wurde Boxer. Aber er war für den Sport nicht gemacht. Also versuchte er sein Glück auf der Straße, arbeitete jahrelang als Schnüffler für den Mob. Heute ist er Anfang Fünfzig, lebt mit einer Frau zusammen, die er nicht liebt, um für seine Kinder dazusein, die er – mit einer Ausnahme – nicht gezeugt hat, und versucht, sein Geld endlich auf legale Weise zu verdienen. Doch auch wenn Amerika im Wandel ist und ein schwarzer Präsident das Land regiert – für einen wie McGill ist es nicht leicht, von der schiefen Bahn abzukommen, denn seine Vergangenheit holt ihn immer wieder ein.

Platz 10 : Roter Glamour von Dominique Manotti

Kurzbeschreibung
David gegen Goliath: Die junge Polizistin Noria Ghozali ermittelt gegen den mächtigen Präsidentenberater François Bornand. Ein Politthriller der Extraklasse über eine authentische Staatsaffäre: Manotti ist eine kaltblütige Chronistin des Verbrechens, literarisch brillant, gnadenlos realistisch und unbeirrbar parteilich.Staatsaffäre
Sie heißt Noria Ghozali und ist der Arsch der Truppe. Wenn Kinder auf Montmartre Hundehaufen mit Böllern zum Explodieren bringen, darf sie „ermitteln“. Und auf dem Revier ist die Jungpolizistin Zielscheibe rassistischer Mobbingattacken. Doch dann wird eine unbekannte Tote auf einem verlassenen Parkplatz zum Katalysator für ihre Karriere. Noria verbeißt sich sofort in ihren ersten echten Fall, und bald wird eine konkurrierende Polizeibehörde auf sie aufmerksam, der Zentrale Nachrichtendienst. Noria lässt sich anwerben für eine streng geheime Ermittlung, der die politische Elite zum Straucheln bringen könnte
Indessen arbeitet François Bornand, Sonderberater des sozialistischen Präsidenten Mitterand, an der Befreiung französischer Geiseln im Libanon. Der Gründer der berüchtigten Antiterrorzelle des Élysée steht unter Druck, denn kurz vor den Parlamentswahlen sind die Umfragewerte der Sozialisten denkbar schlecht. Ein geheimes Waffengeschäft mit dem Iran verheißt eine schnelle Lösung und fette Beute für die Parteikasse wie für Bornands Privatschatulle. Doch das mit Raketen beladene Flugzeug stürzt ab, und die Presse bekommt Wind von der Affäre. Machtgier und Überheblichkeit treiben Bornand in eine Spirale der Gewalt bis Noria Ghozali seinen Weg kreuzt.
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Quelle: Die KrimiZEIT-Bestenliste wird in der Kooperation Die ZEIT, ARTE, und NordwestRadio von Tobias Gohlis als verantwortlichen Sprecher monatlich erstellt. Der Jury kommt es auf Qualität an. Monatlich wählen 17 auf Kriminalliteratur spezialisierte Literaturkritiker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus der Masse der Neuerscheinungen die zehn Titel aus, denen sie besonders viele Leser wünschen. Begründungen zum Ranking und Inhalt mit den jeweiligen Rezensionen der „Besten“ finden sich auf der Homepage der Krimi-Spezialisten unter www.arte.tv/krimiwelt
Die hier zu den einzelnen Büchern eingefügten Kurzbeschreibungen stammen von den Verlagen und geben nicht die Meinung der Jury wieder.