vodafone-logoWie die Wirtschaftswoche berichtet, will der Mobilfunkprovider Vodafone schon im kommenden Herbst ein eigenes, DIN-A-4 großes Lesegerät für elektronische Zeitungen und Bücher auf den Markt bringen; und zwar vorerst nur in Deutschland.

Gemeinsam mit einem Hardware-Partner lässt Deutschland-Chef Friedrich Joussen ein eigenes Gerät entwickeln. Das bestätigten Konzernkreise, die mit dem Projekt vertraut sind.

Prototypen würden schon bei Vodafone getestet. Das DIN-A4-große Schwarz-Weiß-Display kann nicht nur Buchinhalte zeigen, sondern insbesondere auch Seiten von Zeitungen und Zeitschriften.

Verschickt werden die digitalisierten Inhalte über das Vodafone-Netz. Ähnlich arbeitet das Lesegerät Kindle, das der Internet-Buchhändler Amazon seit 2007 in den USA anbietet. Verhandlungen mit Mobilfunkern über eine Einführung des Kindle in Deutschland sind erst kürzlich gescheitert.

Offen ist, wer das Vodafone-Gerät vertreibt. Dem Vernehmen nach könnte sich der Mobilfunker darauf beschränken, die Lesegeräte produzieren zu lassen und die Daten via Funknetz zu übertragen. Den Vertrieb übernähmen dann die Verlage, die das Gerät ihren Lesern im Rahmen von Zeitungs- oder Magazinabonnements überlassen.

Als weiterer Anbieter für einen drahtlosen E-Book-Reader geht das Berliner Unternehmen txtr (bisher Wizpac) mit seinem txtr Reader an den Start. Pressesprecher Fabian Heinrich wollte auf Anfrage des Börsenblatts nicht verraten, mit welchem Mobilfunkanbieter man handelseinig geworden sei.

Quellen: Börsenblatt, Wirtschaftswoche

Wie Golem heute berichtet, ist Sonys E-Book-Reader PRS-505 ab 11. März in Deutschland bei der Buchhandelskette Thalia oder bei Sony direkt erhältlich.

Er soll 299 Euro kosten. Dem Reader liegt ein USB-Kabel bei, das zum Übertragen von Inhalten dient und mit dem er über den Computer aufgeladen werden kann. Ein Netzteil zum Laden des Akkus muss als Zubehör dazu gekauft werden. In Großbritannien, wo der PRS-505 bereits auf dem Markt ist, kostet er nur 219,95 Pfund, was beim derzeitigen Umrechnungskurs etwa 249 Euro entspricht.

Der PRS-505 ist eines von drei E-Book-Lesegeräten, die für 2009 auf dem deutschen Markt erwartet werden. Hauptkonkurrent ist Amazons Kindle, den es in Deutschland noch nicht gibt, obwohl er für Ende 2008 angekündigt war und in den USA voraussichtlich bald durch den Kindle 2 abgelöst wird. Das Berliner Unternehmen txtr hat für Sommer 2009 ebenfalls ein elektronisches Lesegerät angekündigt.

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Der Sony Reader unterstützt das nichtproprietäre Format EPUB, gibt aber auch Text-, Audio- und Fotodateien wieder. Dazu zählen PDFs, Word-, TXT- und RTF-Dateien, MP3- und DRM-freie AAC-Dateien sowie die Bildformate JPG, GIF, PNG und BMP.

Vorinstalliert sind auf dem PRS-505 die Romane „Gut gegen Nordwind“ von Daniel Glattauer und „Querschläger“ von Silvia Roth sowie Auszüge aus aktuellen Sachbüchern. Laut Sony können Nutzer zum Marktstart „einige Tausend“ elektronische Bücher im EPUB-Format kaufen – Belletristik und Sachbücher. Der Schwerpunkt liegt auf Bestsellern, wie der Buchgroßhändler Libri, mit dem Sony kooperiert, mitteilt.

Der Reader verfügt über einen internen Speicher von 192 MByte, auf den etwa 160 Titel im EPUB-Format passen sollen. Erweiterbar ist er mit einem Speicherstick oder mit SD-Karten auf maximal 16 GByte, was für 13.000 Bücher reichen soll. Sony verspricht, dass der Akku für die Lektüre von zwölf Romanen nur einmal aufgeladen werden muss.

Quelle: Golem.de